Rechtsprechung
   BGH, 04.04.2017 - VI ZR 123/16   

Volltextveröffentlichungen (15)

  • lexetius.com

    GG Art. 2 Abs. 1, Art. 19 Abs. 3; BGB § 823 Abs. 1 Ah., § 1004 Abs. 1 Satz 2

  • MIR - Medien Internet und Recht

    Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals für Äußerungen Dritter - Nach außen erkennbare Überprüfung, Einflussnahme und Übernahme der inhaltlichen Verantwortung können zu einem "Zu Eigen-machen" führen

  • IWW

    § 823 Abs. 1, 2, § ... 824 Abs. 1, § 1004 Abs. 1 BGB, Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG, § 1004 Abs. 1 Satz 2, § 823 Abs. 1 BGB, Art. 2 Abs. 1, Art. 19 Abs. 3 GG, § 7 Abs. 1 TMG, Art. 12 der Richtlinie 2000/31/EG, Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG, Art. 10 Abs. 1 EMRK, Art. 5 Abs. 1 GG, § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    Art 1 Abs 1 GG, Art 2 Abs 1 GG, Art 19 Abs 3 GG, § 823 Abs 1 BGB
    Störerhaftung des Betreibers eines Bewertungsportals: Zu-eigen-Machen einer eingestellten Nutzerbewertung

  • webshoprecht.de

    Zur Störerhaftung des Betreibers eines Bewertungsportals durch Zu-eigen-Machen einer eingestellten Nutzerbewertung

  • Jurion

    Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals (hier: für Kliniken) für von Dritten in das Portal eingestellte Äußerungen als unmittelbarer Störer; Haftung bei Zu-Eigen-Machen dieser Äußerungen; Nach außen erkennbare Übernahme der inhaltlichen Verantwortung für die auf seiner Internetseite veröffentlichten Inhalte; Vornahme einer inhaltlich-redaktionellen Überprüfung der auf seinem Portal eingestellten Nutzerbewertungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit; Beurteilung der Verantwortung aus objektiver Sicht auf der Grundlage einer Gesamtbetrachtung aller relevanten Umstände

  • Betriebs-Berater

    Störerhaftung des Betreibers eines Bewertungsportals

  • kanzlei.biz

    Zu-Eigen-Machen von Äußerungen Dritter durch den Betreiber eines Bewertungsportals

  • rabüro.de

    Zur Störerhaftung eines Bewertungsportals durch Zu-Eigen-Machen von Äußerungen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals (hier: für Kliniken) für von Dritten in das Portal eingestellte Äußerungen als unmittelbarer Störer; Haftung bei Zu-Eigen-Machen dieser Äußerungen; Nach außen erkennbare Übernahme der inhaltlichen Verantwortung für die auf seiner Internetseite veröffentlichten Inhalte; Vornahme einer inhaltlich-redaktionellen Überprüfung der auf seinem Portal eingestellten Nutzerbewertungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit; Beurteilung der Verantwortung aus objektiver Sicht auf der Grundlage einer Gesamtbetrachtung aller relevanten Umstände

  • wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zivilrecht: Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals für Äußerungen Dritter

    A) Der Betreiber eines Bewertungsportals haftet für von Dritten in das Portal eingestellte Äußerungen als unmittelbarer Störer, wenn er sich diese Äußerungen zu eigen gemacht hat. ... Von einem Zu-Eigen-Machen ist dabei dann auszugehen, wenn der Portalbetreiber nach außen erkennbar die inhaltliche Verantwortung für die auf seiner Internetseite veröffentlichten Inhalte übernommen hat, ...

  • datenbank.nwb.de

    Störerhaftung des Betreibers eines Bewertungsportals: Zu-eigen-Machen einer eingestellten Nutzerbewertung

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Zur Haftung wegen Zu-Eigen-Machens von Äußerungen Dritter durch Betreiber eines Bewertungsportals

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (28)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zum Zu-Eigen-Machen von Äußerungen durch den Betreiber eines Bewertungsportals

  • MIR - Medien Internet und Recht (Kurzmitteilung)

    Zu-Eigen-Machen persönlichkeitsrechtsverletzender Äußerungen Dritter durch den Betreiber eines Internet-Bewertungsportals

  • internet-law.de (Kurzinformation)

    Zueigenmachen von Inhalten durch ein Bewertungsportal

  • lhr-law.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportale haften für fremde Inhalte, wenn sie diese eigenständig abändern

  • wbs-law.de (Kurzinformation)

    Portalbetreiber macht sich Nutzerbewertung zu Eigen

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Zu-Eigen-Machen von Äußerungen durch den Betreiber eines Bewertungsportals

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportal macht sich Nutzerbewertungen zu Eigen und haftet für falsche Tatsachen wenn er diese auf Rüge des Betroffenen überprüft und nicht ausreichend abändert

  • urheberrecht.org (Kurzinformation)

    »Zu-Eigen-Machen« von Äußerungen durch den Betreiber eines Bewertungsportals

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Äußerungen auf einem Bewertungsportal - und die Haftung des Portalbetreibers

  • lto.de (Kurzinformation)

    Haftung auf Bewertungsportal: Wer Inhalte veränädert, macht sie sich zu eigen

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Zu-Eigen-Machen von Äußerungen durch den Betreiber eines Bewertungsportals

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Zueigenmachen von Äußerungen durch Klinik-Bewertungsportal

  • versr.de (Kurzinformation)

    Zum Zu-Eigen-Machen von Äußerungen durch den Betreiber eines Bewertungsportals

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Zu-Eigen-Machen von Äußerungen durch Betreiber eines Online-Bewertungsportals

  • channelpartner.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportal kann für fremde Äußerungen haften

  • kpw-law.de (Kurzinformation)

    Haftung eines Bewertungsportals im Internet

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Plattformbetreiber, die Arztkritik anderer ändern, sind selbst verantwortlich

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportale haften insbesondere für durch den Betreiber vorgenommene Inhalte

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Wann Betreiber eines Bewertungsportals sich Bewertungsäußerung zu eigen macht

  • Jurion (Kurzinformation)

    Zu-Eigen-Machen von Äußerungen durch den Betreiber eines Bewertungsportals

  • ecovis.com (Kurzinformation)

    Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals für Äußerungen Dritter

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Betreiber eines Bewertungsportals kann für Äußerungen Dritter haften

  • aerztezeitung.de (Pressemeldung, 07.04.2017)

    Kein Freibrief: Portalbetreiber haftet bei negativem Arztvotum

  • aerztezeitung.de (Pressemeldung, 06.04.2017)

    Bewertungsportal: Betreiber verliert gegen Klinik

  • blog-it-recht.de (Kurzinformation)

    Bewertungsportal kann für falsche Bewertung von Nutzern haften

  • etl-rechtsanwaelte.de (Kurzinformation)

    Haftung des Betreibers eines Bewertungsportals

  • rechtstipp24.de (Kurzinformation)

    Haftung für fremde Inhalte durch Zueigenmachen - Betreiber haftet bei Änderung von Beiträgen selbst

  • tw-law.de (Kurzinformation)

    Zu eigen machen von Äußerungen in Bewertungsportalen

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2017, 2029
  • ZIP 2017, 2059
  • MDR 2017, 880
  • GRUR 2017, 844
  • VersR 2017, 895
  • MMR 2017, 526
  • MIR 2017, Dok. 026
  • BB 2017, 1680
  • afp 2017, 316
  • WRP 2017, 806



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Wird zitiert von ... (11)  

  • BGH, 27.02.2018 - VI ZR 489/16  

    Zur Prüfungspflicht des Betreibers einer Internet-Suchmaschine (www.google.de)

    Von einem Zu-Eigen-Machen ist auszugehen, wenn der in Anspruch Genommene nach außen erkennbar die inhaltliche Verantwortung für die auf seiner Internetseite veröffentlichten Inhalte übernommen hat, was aus Sicht eines verständigen Durchschnittsnutzers auf der Grundlage einer Gesamtbetrachtung aller relevanten Umstände zu beurteilen ist (Senatsurteile vom 4. April 2017 - VI ZR 123/16, VersR 2017, 895 Rn. 18; vom 1. März 2016 - VI ZR 34/15, BGHZ 209, 139 Rn. 17 - jameda.de II; vom 27. März 2012 - VI ZR 144/11, AfP 2012, 264 Rn. 10 f. - RSS-Feeds; vom 30. Juni 2009 - VI ZR 210/08, AfP 2009, 494 Rn. 19 - Domainverpächter; BGH, Urteil vom 19. März 2015 - I ZR 94/13, NJW 2015, 3443 Rn. 25 - Hotelbewertungsportal).
  • BGH, 10.04.2018 - VI ZR 396/16  

    Verbreitung ungenehmigter Filmaufnahmen aus Bio-Hühnerställen

    Dabei ist unter Berücksichtigung der Eigengesetzlichkeiten des Übermittlungsmediums auf den Gesamtgehalt der Berichterstattung abzustellen (vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 1985 - VI ZR 225/83, AfP 1985, 117, juris Rn. 17; vom 10. Dezember 1991 - VI ZR 53/91, AfP 1992, 140, juris Rn. 19; vgl. allgemein zur Sinndeutung von Äußerungen: Senatsurteile vom 22. November 2005 - VI ZR 204/04, AfP 2006, 65, juris Rn. 14; vom 10. Januar 2017 - VI ZR 562/15, AfP 2017, 157 Rn. 13; vom 4. April 2017 - VI ZR 123/16, AfP 2017, 316 Rn. 30; vom 16. Januar 2018 - VI ZR 498/16, juris Rn. 20).
  • OLG Köln, 24.05.2017 - 6 U 161/16  

    Werbung durch Kundenbewertungen auf der Website

    Richtig ist zwar, dass der Bundesgerichtshof für Bewertungsportale entschieden hat, dass sich der Betreiber des Portals die einzelnen Äußerungen regelmäßig nicht zu eigen macht und daher eine Haftung für den Inhalt ausscheidet (vgl. BGH, Urteil vom 19.03.2015 - I ZR 94/13, GRUR 2015, 1129 - Hotelbewertungsportal; BGH, Urteil vom 04.04.2017 - VI ZR 123/16, Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs Nr. 049/2017 vom 04.04.2017).
  • OLG Dresden, 06.03.2018 - 4 U 1403/17  

    Äußerungen in einem Bewertungsportal

    Für ein Zu-Eigen-Machen spricht es aber, wenn der Portalbetreiber eine inhaltlich-redaktionelle Überprüfung der auf seinem Portal eingestellten Nutzerbewertungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit vornimmt (BGH, Urteil vom 04. April 2017 - VI ZR 123/16 -, Rn. 18, juris m.w.N.).

    Damit muss sie sich die gesamte Aussage zurechnen lassen (vgl. insoweit BGH, Urteil vom 04. April 2017 - VI ZR 123/16 -, Rn. 20, juris).

    Macht sich der Portalbetreiber darüber hinaus, wie hier, die fremde Meinung oder Tatsachenbehauptung zu eigen, ist auch unter diesem Gesichtspunkt - neben der Meinungs- und Informationsfreiheit der Portalnutzer sein Recht auf Meinungsfreiheit berührt (BGH, Urteil vom 04. April 2017 - VI ZR 123/16 -, Rn. 24, juris).

  • BGH, 16.01.2018 - VI ZR 498/16  

    Angriff von Teilen einer komplexen Gesamtaussage bzgl. Sinndeutung einer Äußerung

    Sie darf nicht aus dem sie betreffenden Kontext herausgelöst einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden (st. Rspr., Senatsurteile vom 4. April 2017 - VI ZR 123/16, VersR 2017, 895 Rn. 30; vom 10. Januar 2017 - VI ZR 562/15, VersR 2017, 369 Rn. 13; vom 27. September 2016 - VI ZR 250/13, GRUR 2017, 298 Rn. 12; vom 18. November 2014 - VI ZR 76/14, BGHZ 203, 239 Rn. 19; vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 14).

    (1) Bei Äußerungen, in denen sich - wie hier - wertende und tatsächliche Elemente in der Weise vermengen, dass die Äußerung insgesamt als Werturteil anzusehen ist, fällt bei der Abwägung maßgeblich der Wahrheitsgehalt der tatsächlichen Bestandteile ins Gewicht (Senatsurteile vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, NJW 2015, 773 Rn. 21; vom 12. April 2016 - VI ZR 505/14, VersR 2016, 938 Rn. 51; vom 4. April 2017 - VI ZR 123/16, VersR 2017, 895 Rn. 27; BVerfG, NJW 1993, 1845, 1846; NJW 2013, 217, 218).

  • AG Bonn, 01.08.2017 - 104 C 148/17  

    Zum Bezeichnungsumfang des Unterlassungsantrags und in Autoreply-Mails

    Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (BGH WRP 2017, 806; NJW 2017, 1550 = GRUR 2017, 304, juris Rz. 15).
  • OLG Frankfurt, 21.12.2017 - 16 U 72/17  

    Portalbetreiber als Störer

    Hinsichtlich der Passivlegitimation des Beklagten vertritt die Klägerin unter Bezug auf die Entscheidung des BGH vom 4.4.2017 (VI ZR 123/16) die Auffassung, dass der Beklagte als Betreiber des Internet-Portals Störer sei, weil er sich die Äußerungen bewusst und vorsätzlich zu eigen mache.

    Dabei ist bei der Annahme einer Identifikation mit fremden Inhalten grundsätzlich Zurückhaltung geboten (zuletzt BGH NJW 2017, 2029 [BGH 04.04.2017 - VI ZR 123/16] Rn. 18).

  • AG Bonn, 09.05.2018 - 111 C 136/17  
    Der Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (BGH, WRP 2017, 806; BGH, NJW 2017, 1550, juris Rn. 15).
  • OLG Köln, 14.06.2018 - 15 U 153/17  
    Sie darf nicht aus dem sie betreffenden Kontext herausgelöst einer rein isolierten Betrachtung zugeführt werden (vgl. BGH, Urt. v. 16.1.2018 - VI ZR 498/16, MDR 2018, 473; BGH, Urt. v. 4.4.2017 - VI ZR 123/16, VersR 2017, 895; BGH, Urt. v. 10.1.2017 - VI ZR 562/15, VersR 2017, 369; BGH, Urt. v. 12.4.2016 - VI ZR 505/14, juris Rn. 11).
  • LG Frankfurt/Main, 28.07.2017 - 3 O 271/17  
    Von einem Zu-Eigen-Machen ist auszugehen, wenn nach außen erkennbar die inhaltliche Verantwortung für die Äußerung übernommen wird, was aus objektiver Sicht auf der Grundlage einer Gesamtbetrachtung aller relevanten Umstände zu beurteilen ist (BGH NJW 2017, 2029 - Kopfklinik m.w.N.).

    Ob dies der Fall ist, ist jedoch mit der im Interesse der Meinungsfreiheit und zum Schutz der Presse gebotenen Zurückhaltung zu prüfen (BGH NJW 2017, 2029 - Kopfklinik; BGH GRUR 2010, 458 Rn. 11 - Heute wird offen gelogen).

    Ferner verkennt der Antragsteller, dass es nach der Rechtsprechung für die Haftung eines Presseorgans für Zitate Dritter eben doch darauf ankommt, ob der Antragsgegner sich eine Äußerung eines Dritten zu Eigen macht (so ausdrücklich Leitsatz 1 bei BVerfG NJW-RR 2010, 470 - Pressespiegel; ebenso EGMR NJW 2009, 3145 Rn. 75 - Affaire July u. Sarl Libération/Frankreich; BGH NJW 2017, 2029 - Kopfklinik; BGH GRUR 2010, 458 - Heute wird offen gelogen; Soehring/Hoene, a.a.O., § 16 Rn. 30 f.).

  • OLG Köln, 19.10.2017 - 15 U 33/17  

    Haftung des Suchmaschinenbetreibers; Recht auf Vergessenwerden; Aktivlegitimation

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