Rechtsprechung
   BGH, 13.12.2011 - XI ZR 51/10   

Volltextveröffentlichungen (13)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 249 BGB, § 823 Abs 2 BGB, § 13 Abs 1 S 1 WpHG, § 15 Abs 1 S 1 WpHG, § 15 Abs 1 S 3 WpHG
    Bankenhaftung wegen unterbliebener Ad-hoc-Mitteilungen: Umfang des Schadenersatzanspruches

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    § 20a WpHG als Schutzgesetz i.S.d. § 823 Abs. 2 BGB; Darlegungslast und Beweislast für den Erwerb von Finanzinstrumenten wegen unterlassener Ad-hoc-Mitteilung i.R.e. Schadensersatzanspruches gem. § 37b Abs. 1 WpHG

  • zip-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Haftung wegen unterbliebener Ad-hoc-Mitteilung über Subprime-Anteil des Investments einer Bank ("IKB")

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    20a WpHG kein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB; zur Verpflichtung, die Höhe des Subprime-Anteils der unmittelbar eigenen Investments einer Bank sowie derjenigen der mit der Bank verbundenen Zweckgesellschaften in einer Ad-hoc-Mitteilung zu veröffentlichen; zu Inhalt und Umfang des Schadensersatzanspruchs eines Anlegers wegen unterlassener Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    § 20a WpHG als Schutzgesetz i.S.d. § 823 Abs. 2 BGB; Darlegungslast und Beweislast für den Erwerb von Finanzinstrumenten wegen unterlassener Ad-hoc-Mitteilung i.R.e. Schadensersatzanspruches gem. § 37b Abs. 1 WpHG

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Kapitalanlage - § 20a WpHG kein Schutzgesetz im Sinne des § 823 II BGB

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (21)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Zur Haftung für unterbliebene Adhoc-Mitteilungen aus § 37b WpHG

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Unterbliebene Ad-hoc-Mitteilungen und die Haftung

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Schadensersatz wegen unterlassener Ad-hoc-Mitteilung

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Marktmanipulationen und die Höhe des Subprime-Investments

  • lto.de (Kurzinformation)

    Bank haftet nach unzutreffender Ad-hoc-Mitteilung

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    Schadensersatzklagen

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    Haftung wegen unterbliebener Ad-hoc-Mitteilung über Subprime-Anteil des Investments einer Bank ("IKB")

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Zur Haftung für unterbliebene Ad-hoc-Mitteilungen aus § 37b WpHG

  • sueddeutsche.de (Pressemeldung, 13.12.2011)

    Von wegen harmlos

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Haftung für unterbliebene Ad-hoc-Mitteilungen

  • verschmelzungsbericht.de PDF (Kurzinformation)

    Haftung wegen unterlassener Ad-hoc-Mitteilungen

  • aerztezeitung.de (Pressemeldung)

    Banken haften für unterlassene Mitteilung

  • bank-kritik.de (Kurzinformation)

    Bankenhaftung verschärft

  • bank-kritik.de (Kurzinformation)

    Schadenersatz für Aktionär der IKB

  • Betriebs-Berater (Kurzinformation)

    Zur Haftung für unterbliebene Ad-hoc-Mitteilungen aus § 37b WpHG

  • Betriebs-Berater (Kurzinformation)

    Haftung für unterbliebene Adhoc-Mitteilung aus § 37b WpHG

  • rechtstipps.de (Kurzinformation und -anmerkung)

    BGH stützt Rechte der Aktienkäufer bei unterlassener Aufklärung durch Banken

  • haufe.de (Kurzinformation)

    Umfang des Schadensersatzanspruches wegen Verletzung von ad-hoc-Pflichten

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Haftung wegen falscher Information des Kapitalmarkts (Ad-hoc- Mitteilung) am Beispiel der IKB

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Haftung für unterbliebene Ad-hoc-Mitteilungen aus § 37b WpHG

  • juve.de (Kurzinformation)

    Anlegerprozess

Besprechungen u.ä. (6)

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    WpHG § 37b Abs. 1 Nr. 1, §§ 13, 15, 20a, 37c; BGB § 823 Abs. 2
    Haftung wegen unterbliebener Ad-hoc-Mitteilung über Subprime-Anteil des Investments einer Bank ("IKB")

  • WuB Entscheidungsanmerkungen zum Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb 11,50 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Fehlerhafte Pressemitteilung; Haftung wegen fehlerhafter Ad-hoc-Mitteilung; Schutzgesetzeigenschaft von § 20a WpHG

  • handelsblatt.com (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)

    Schadenersatzpflicht wegen unterlassener Ad-hoc-Mitteilung

  • verschmelzungsbericht.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    BGH verschärft Haftung bei unterlassener Ad-hoc-Mitteilung

  • verschmelzungsbericht.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Haftung bei falscher Kapitalmarktinformation: IKB und die Folgen

  • rechtstipps.de (Kurzinformation und -anmerkung)

    BGH stützt Rechte der Aktienkäufer bei unterlassener Aufklärung durch Banken

Sonstiges (7)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Die Haftung wegen fehlerhafter Ad-hoc-Publizität gem. §§ 37b, 37c WpHG nach dem IKB-Urteil des BGH" von Prof. Dr. Lars Klöhn, LL.M., original erschienen in: AG 2012, 345 - 358.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Haftung für fehlerhafte und unterlassene Kapitalmarktinformationen - ein (weiterer) Meilenstein" von Prof. Dr. Gerald Spindler, original erschienen in: NZG 2012, 575 - 579.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.12.2011, Az.: XI ZR 51/10 (Haftung für unterbliebene Ad-hoc-Mitteiluung aus § 37b WpHG)" von RA Prof. Dr. Olaf Müller-Michaels, original erschienen in: BB 2012, 530 - 538.

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Praxis- und Grundsatzprobleme der BGH-Rechtsprechung zur Kapitalmarktinformationshaftung" von Dr. Alexander Hellgardt, LL.M. (Harvard), original erschienen in: DB 2012, 673 - 678.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Die Haftung für fehlerhafte Kapitalmarktinformationen: Zur IKB-Entscheidung des BGH" von RAe Dr. Wolf H. von Bernuth und Dr. Eric Wagner und Dr. René M. Kremer, original erschienen in: WM 2012, 831 - 837.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Die Haftung für fehlerhafte Sekundärmarktinformationen nach dem "IKB"-Urteil des BGH" von Dr. Klaus Ulrich Schmolke, LL.M., original erschienen in: ZBB 2012, 165 - 178.

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Kollateralschaden und Haftung wegen fehlerhafter Ad-hoc-Publizität" von Prof. Dr. Lars Klöhn, LL.M., original erschienen in: ZIP 2015, 53 - 60.

Papierfundstellen

  • BGHZ 192, 90
  • BGHZ 192, 91
  • NJW 2012, 1800
  • ZIP 2012, 318
  • MDR 2012, 12
  • MDR 2012, 295
  • WM 2012, 303
  • BB 2012, 394
  • BB 2012, 530
  • DB 2012, 450
  • NZG 2012, 263



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Wird zitiert von ... (61)  

  • BGH, 13.03.2018 - VI ZR 143/17  

    Kein Anspruch auf weibliche Personenbezeichnungen in Vordrucken und Formularen

    Deshalb reicht es nicht aus, dass der Individualschutz durch Befolgung der Norm als ihr Reflex objektiv erreicht werden kann; er muss vielmehr im Aufgabenbereich der Norm liegen (Senat, Urteil vom 14. Mai 2013 - VI ZR 255/11, BGHZ 197, 225 Rn. 7; BGH, Urteil vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 Rn. 21 jeweils mwN).
  • BGH, 09.04.2015 - VII ZR 36/14  

    Vorlage an den EuGH in Sachen Silikonbrustimplantate

    Zudem muss die Schaffung eines individuellen Schadensersatzanspruchs sinnvoll und im Sinne des haftungsrechtlichen Gesamtsystems tragbar erscheinen, wobei in umfassender Würdigung des gesamten Regelungszusammenhangs, in den die Norm gestellt ist, geprüft werden muss, ob es in der Tendenz des Gesetzgebers liegen konnte, an die Verletzung des geschützten Interesses die deliktsrechtliche Einstandspflicht des dagegen Verstoßenden mit allen damit zu Gunsten des Geschädigten gegebenen Beweiserleichterungen zu knüpfen (BGH, Urteile vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 Rn. 21; vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58 Rn. 26).
  • BGH, 23.04.2013 - II ZB 7/09  

    Vorlage des Bundesgerichtshofs an den Gerichtshof der Europäischen Union im

    Die Beweiswürdigung ist grundsätzlich Sache des Tatrichters und nur eingeschränkt darauf zu überprüfen, ob er sich mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Beweiswürdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 Rn. 29; Urteil vom 19. Juli 2004 - II ZR 217/03, WM 2004, 1726, 1729).

    Das Kursbeeinflussungspotential einer Information ist in objektiv-nachträglicher Ex-ante-Prognose zu ermitteln (BGH, Urteil vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 Rn. 41).

    Zwar kann der tatsächliche Kursverlauf Indizwirkung haben, wenn andere Umstände als das öffentliche Bekanntwerden der Insiderinformation für eine erhebliche Kursänderung praktisch ausgeschlossen werden können (vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 Rn. 41).

    cc) Soweit danach von einer hinreichend präzisen Information über einen Aufsichtsratsbeschluss als künftig eintretenden Umstand auszugehen sein sollte, hat der nach Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung über den Aufsichtsratsbeschluss tatsächlich eingetretene Kursanstieg für die Beurteilung der Kursrelevanz Indizwirkung, wenn andere Umstände als das öffentliche Bekanntwerden der Insiderinformation für eine erhebliche Kursänderung praktisch ausgeschlossen werden können (vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 Rn. 41).

  • LG Stuttgart, 24.10.2018 - 22 O 101/16  

    Schadensersatzverpflichtung der Porsche Holding SE gegenüber Investoren

    Während das britische Upper Tribunal in der Rechtssache Mister Massey v. Financial Services Authority den verständigen Anleger als besonders informationshungrig interpretiert und die Kursrelevanz nicht nach dem Preiseffekt, sondern danach, ob sie für die Handlungen eines verständigen Anlegers in den Schuhen des konkreten Verhandlungspartners relevant sind (Massey (2011) UKUT 49 (TCC) Rz. 41), versteht der Bundesgerichtshof den verständigen Anleger als einen mit den Marktgegebenheiten vertrauten, börsenkundigen Anleger, der "auch irrationale Reaktionen anderer Marktteilnehmer" berücksichtige (BGH, Urt. v. 13. Dezember 2011, (IKB), BGHZ 192, 90 [Rdn. 44]).

    [213] Die Beklagte muss sich nicht nur eine aus der Sphäre der Volkswagen AG stammende Insiderinformation im Rahmen des Informationsflusses zurechnen lassen, vielmehr trifft sie eine genuin eigene Pflicht, unwahre Veröffentlichungen außerhalb der Adhoc-Publizität richtigzustellen (vgl. BGH, BGHZ 192, 90 Rdn. 16f. und 30ff.).

    In der IKB-Entscheidung hat der Bundesgerichtshof die "Höhe des Subprime-Anteils der unmittelbar eigenen Investments der [IKB] sowie derjenigen der mit der [IKB] verbundenen Zweckgesellschaften" als veröffentlichungspflichtige Insiderinformation bewertet (BGH, Urt. v. 13. November 2011, XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 [Rdn. 36]).

    Dafür genügt es im Allgemeinen nicht, dass der Handelnde eine Pflicht verletzt und einen Vermögensschaden hervorruft (BGH, XI ZR 51/10, AG 2012, 209, 212 Rdn. 28).

    Hinsichtlich der Frage der genuin eigenen Adhoc-Publizitätspflicht in Bezug auf eine nachträgliche Richtigstellung einer unwahren Kapitalmarktinformation hat der Bundesgerichtshof bereits in der IKB-Entscheidung (BGHZ 192, 90 Rdn. 16, 30ff.) anerkannt.

  • LG Stuttgart, 28.02.2017 - 22 AR 1/17  

    Neue Musterklage gegen Porsche im Abgasskandal

    Dafür genügt es im Allgemeinen nicht, dass der Handelnde eine Pflicht verletzt und einen Vermögensschaden hervorruft (BGH, XI ZR 51/10, AG 2012, 209, 212 Rdn. 28).

    In der IKB-Entscheidung hat der Bundesgerichtshof die „Höhe des Subprime-Anteils der unmittelbar eigenen Investments der [IKB] sowie derjenigen der mit der [IKB] verbundenen Zweckgesellschaften“ als veröffentlichungspflichtige Insiderinformation bewertet (BGH, XI ZR 51/10, Rdn. 36).

    Der Kläger muss lediglich darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass - wäre die Ad-hoc-Mitteilung rechtzeitig erfolgt - der Kurs zum Zeitpunkt seines Kaufs niedriger gewesen wäre (BGH, XI ZR 51/10, juris Rdn. 67; Assmann/Schneider/Sethe6 §§ 37b, 37c WpHG Rdn. 97; KK-WpHG/Möllers/Leisch2, §§ 37b, c Rdn. 383; RegE zum 4. FFG, BR-Drs 936/01, S. 261).

    Vielmehr muss sich die besondere Verwerflichkeit des einen Schadensersatz nach § 826 BGB begründenden Verhaltens aus dem verfolgten Ziel, den eingesetzten Mitteln, der zu Tage getretenen Gesinnung oder den eingetretenen Folgen ergeben (vgl. BGHZ 192, 90, 101 f., Rn. 28).

  • OLG Stuttgart, 26.03.2015 - 2 U 102/14  

    Schadensersatz im Zusammenhang mit Leerverkäufen von Aktien: Gesamtabwägung im

    § 20a WpHG ist kein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB (im Anschluss an BGH, NJW 2012, 1800, 1803, u.a.).

    Ansprüche der Klägerinnen aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 20a Abs. 1 WpHG in der vom 01.11.2007 bis 29.06.2009 geltenden Fassung (a.F.) schieden aus, weil es sich bei § 20a WpHG nicht um ein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB handele (s. BGH, NJW 2012, 1800, 1803, u.a.).

    Der Verstoß gegen eine gesetzliche Vorschrift reiche allein nicht aus, eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung zu begründen (BGH, NJW 2004, 2971, 2973; BGH, NJW 2012, 1800, 1803; u.a.).

    § 826 BGB erfordere noch eine besondere Verwerflichkeit des Verhaltens, die sich aus dem verfolgten Ziel, den eingesetzten Mitteln, der zu Tage tretenden Gesinnung oder den eingetretenen Folgen ergeben könne (BGH, NJW 2004, 2664, 2668; NJW 2012, 1800, 1803; zum Wertpapierhandelsrecht OLG Düsseldorf, Urteil vom 07. April 2011 - 1-6 U 7/10, bei juris Rz. 173).

    Eine analoge Anwendung der Vorschriften zu Ad-hoc-Mitteilungen auf einfache Pressemitteilungen scheide wegen der zu vermeidenden Überregulierung des Anlegerschutzes aus (BGHZ 192, 90, 96 f. - IKB; auch zur Gesetzgebungsgeschichte).

    Auf diese Begründung, der rechtlich nichts hinzuzufügen ist, wird Bezug genommen, um Wiederholungen zu vermeiden (vgl. insbes. BGHZ 192, 90, bei juris Rz. 19 ff. - IKB).

    Dasselbe gilt für Ansprüche aus § 37b WpHG bzw. § 37c WpHG (analog; gegen eine analoge Anwendung BGHZ 192, 90, bei juris Rz. 17 - IKB).

    Verwerflichkeit kann bei einer direkt vorsätzlichen unlauteren Beeinflussung des Sekundärmarktpublikums durch eine grob unrichtige Ad-hoc-Mitteilung - an der es vorliegend fehlt - indiziert sein (vgl. BGH, Urteile vom 19. Juli 2004 - II ZR 402/02, BGHZ 160, 149, 157 f. und II ZR 217/03, WM 2004, 1726, 1730) und ist auch bei einer sonstigen Mitteilung an den Kapitalmarkt nicht ausgeschlossen, jedoch bedarf es auch im Bereich der Kapitalmarktinformation immer einer Gesamtbetrachtung aller maßgeblichen Umstände (BGHZ 192, 90, bei juris Rz. 28; Staudinger/Oechsler, 2014, § 826 BGB, Rz. 382i und 58c, bei juris).

  • OLG Braunschweig, 12.01.2016 - 7 U 59/14  

    Haftung eines Unternehmens gegenüber Kapitalanlageinteressenten für

    Auch ein Anspruch aus §§ 823 Abs. 2 BGB, 20a WpHG bestehe nicht, denn nach BGH NJW 2012, 1800, 1802 sei § 20a WpHG kein Schutzgesetz i.S.v. § 823 Abs. 2 BGB.

    Bei diesen Pressemitteilungen handelt es sich jedoch schon nach Bezeichnung, Adressatenkreis und Veröffentlichungsform nicht um Ad-hoc-Mitteilungen i.S.v. § 15 WpHG (BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 16f m.w.N. -).

    Der Entwurf ist zurückgezogen worden (BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 16f m.w.N. - OLG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 166 - LG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 137 -).

    d) Damit ist zwar noch nicht die Haftung des Emittenten eines Wertpapiers für die pflichtwidrige Unterlassung einer Ad-hoc-Information ausgeschlossen, die auch im Falle der Veröffentlichung einer Pressemitteilung gegeben sein kann, eben weil keine formelle Ad-hoc-Mitteilung erfolgt ist (BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 30-33 - OLG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 169 -).

    Entsprechend setzt auch die Haftungsvorschrift des § 37b Abs. 1 WpHG voraus, dass der Dritte einen Schaden dadurch erlitten haben muss, dass er infolge der Unterlassung des Emittenten eben dessen Wertpapiere erworben bzw. veräußert hat (BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 17 - OLG Frankfurt/M OLGR 2008, 738 - in Juris Rz. 74 -).

    Wie die Zurückziehung des Entwurfs eines allgemeinen Kapitalmarktinformations-Haftungsgesetzes zeigt, hat der Gesetzgeber eine Analogie dazu nicht gewollt; der Gesetzgeber hat sich gegen eine Ausweitung der Haftungsvorschriften ausgesprochen, damit gibt es keine Lücke im Gesetz (s.o.; vgl. BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 17 - OLG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 166 -).

    Der Senat teilt auch insoweit die Auffassung der Kammer (die von ihr zitierte Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 13.12.2011 ist die bereits angeführte in BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 20-26 - vgl. ferner OLG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 164f - LG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 129ff -).

    Überdies genügt, wie sonst auch, für den Ausspruch des Unwerturteils der Sittenwidrigkeit weder der behauptete Gesetzesverstoß noch die Tatsache des Schadenseintritts; vielmehr muss sich die besondere Verwerflichkeit des Verhaltens aus dem verfolgten Ziel, den eingesetzten Mitteln, der zutage getretenen Gesinnung oder den eingetretenen Folgen ergeben, wobei eine Gesamtbetrachtung aller Umstände erforderlich ist (Urteil S. 10 Abs. 3 Bl. 303; BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 28 - 160, 149 - in Juris Rz. 49 - BGH NJW-RR 2013, 550 - in Juris Rz. 25 - OLG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 175-177 - OLG Düsseldorf WM 2009, 1655 - in Juris Rz. 32 - LG Stuttgart ZIP 2014, 726 - in Juris Rz. 142 a.E. -).

    Auch insoweit bedarf es stets, wie bereits unter a) ausgeführt, der Gesamtbetrachtung aller Umstände (BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 28 - OLG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 181 - OLG Düsseldorf WM 2009, 1655 - in Juris Rz. 32 - LG Stuttgart ZIP 2014, 726 - in Juris Rz. 142 a.E. -).

    Das ist auch abgesehen von der Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart (WM 2008, 1368ff - in Juris Rz. 32 -), die lediglich eine Falschinformation durch den Emittenten selbst betrifft, in der Rechtsprechung nicht weiter strittig; indessen sind auch Pressemitteilungen im Rahmen der gebotenen Gesamtbetrachtung aller Umstände an den - wie oben ausgeführt, ausgesprochen strengen - Kriterien des § 826 BGB zu messen (BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 28f - OLG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 181ff - LG Stuttgart ZIP 2014, 726 - in Juris Rz. 142 -).

    Die Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs aus § 826 BGB erfordert jedoch mehr, nämlich die substantiierte Darlegung und ggf. den Beweis durch den Kläger, dass die Anlageentscheidung gerade auf dem Fehlen einer bestimmten Information bzw. einer Falschinformation beruhte, welche der Beklagten zuzurechnen sein soll (vgl. BGHZ 192, 90 - in Juris Rz. 60-64 - OLG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 230-249 - OLG Düsseldorf WM 2009, 1556 - in Juris Rz. 33 - LG Stuttgart a.a.O. - in Juris Rz. 159f -).

  • OLG Frankfurt, 16.05.2012 - 23 Kap 1/06  

    Musterentscheid im Kapitalanleger-Musterverfahren Kiefer ./. Deutsche Telekom AG

    ist (BGH, Urteil vom 13. Dezember 2011, XI ZR 51/10, zit. nach juris, Rn. 41.
  • BGH, 29.07.2014 - II ZB 1/12  

    Kapitalanlegermusterverfahren zur Klärung der Art und Weise der

    Die Beweiswürdigung ist danach grundsätzlich Sache des Tatrichters und nur eingeschränkt darauf zu überprüfen, ob er sich mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Beweiswürdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 Rn. 29; Urteil vom 19. Juli 2004 - II ZR 217/03, WM 2004, 1726, 1729).
  • BGH, 29.07.2014 - II ZB 30/12  

    Kapitalanlegermusterverfahren zur Prospekthaftung bei treuhandvermittelter

    Die Beweiswürdigung ist danach grundsätzlich Sache des Tatrichters und nur eingeschränkt darauf zu überprüfen, ob er sich mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Beweiswürdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, BGHZ 192, 90 Rn. 29; Urteil vom 19. Juli 2004 - II ZR 217/03, WM 2004, 1726, 1729).
  • LG Ellwangen/Jagst, 10.06.2016 - 5 O 385/15  

    Keine Sittenwidrigkeit des Herstellers VW bei der Schummelsoftware

  • BGH, 13.03.2018 - II ZR 158/16  

    Auslegung des § 73 Abs. 3 GmbHG als ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2

  • BGH, 14.01.2014 - II ZB 5/12  

    Auskunftsrecht des Aktionärs in der Hauptversammlung: Bindung des

  • BGH, 27.11.2013 - 3 StR 5/13  

    Marktmanipulation (Verfassungsmäßigkeit; matched orders/prearranged trades;

  • BGH, 11.06.2013 - II ZR 80/12  

    BKN

  • OLG Frankfurt, 20.08.2014 - 23 Kap 1/08  

    Musterentscheid im Kapitalanleger-Musterverfahren Conrad Holding SE ,/,

  • BGH, 25.02.2016 - 3 StR 142/15  

    Marktmanipulation ("sonstige Täuschungshandlungen"; Bestimmtheit; Auslegung unter

  • BGH, 11.06.2015 - 1 StR 368/14  

    Verwerfung der Revision als unbegründet

  • BVerfG, 09.12.2015 - 1 BvR 2449/14  

    Akteneinsichtsrecht für den Verletzten einer Straftat (Versagung von Einsicht in

  • BGH, 01.07.2014 - II ZB 29/12  

    Kapitalanlagermusterverfahren wegen des Verstoßes eines Anbieters fondsgebundener

  • OLG Frankfurt, 03.07.2013 - 23 Kap 2/06  

    Musterentscheid im Kapitalanleger-Musterverfahren Winkler ./. Deutsche Telekom AG

  • OLG Saarbrücken, 27.05.2015 - 1 U 89/14  

    Haftung des Geschäftsführers einer GmbH für nicht abgeführte Arbeitgeberanteile

  • LG Stuttgart, 17.03.2014 - 28 O 183/13  

    Klage der Hedge-Fonds gegen Porsche-Holding-SE abgewiesen.

  • LG Hannover, 13.04.2016 - 18 OH 2/16  

    Porsche/VW-Übernahme: Feststellungsziele für Musterentscheid festgelegt

  • BGH, 05.04.2018 - III ZR 211/17  

    Pflicht der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle zur Überprüfung des Schildes mit dem

  • LG Stuttgart, 06.12.2017 - 22 AR 2/17  
  • LG Köln, 18.07.2017 - 22 O 59/17  
  • LG Darmstadt, 18.05.2018 - 28 O 250/17  
  • LG Aachen, 03.05.2018 - 10 O 364/17  
  • OLG Karlsruhe, 16.11.2012 - 17 Kap 1/09  

    Musterentscheid im Verfahren gegen die MLP AG und einen früheren

  • LG Essen, 28.08.2017 - 4 O 114/17  

    Rückabwicklung eines Kaufvertrages über einen Pkw wegen manipulierter Abgaswerte

  • LG Düsseldorf, 25.04.2014 - 39 O 36/11  

    Schadensersatzklage der Ärzte- und Apothekerbank gegen ehemalige Vorstände

  • LG Köln, 26.02.2018 - 19 O 109/17  

    Schadensersatzpflicht eines Automobilherstellers im Zuge des sogenannten

  • OLG Koblenz, 06.01.2015 - 4 U 598/14  

    Umfang der Schadensersatzpflicht bei Insolvenzverschleppun g

  • LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 31/12  

    Beratungspflichtverletzung bei Swapgeschäften wegen einer unterlassenen

  • LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 363/11  

    Aufklärungspflichtverletzung im Zusammenhang mit einem negativen Anfangswert bei

  • LG Köln, 25.01.2017 - 17 O 84/16  
  • LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 362/11  

    Beratungspflichten bei Abschluss von Rahmenverträgen einer Gemeinde für

  • LG Essen, 19.10.2017 - 9 O 33/17  
  • OLG Stuttgart, 28.06.2017 - 4 U 36/17  

    Amtspflichten der Straßenverkehrsbehörde

  • LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 43/12  

    Aufklärungspflichtverletzung hinsichtlich eines negativen Anfangswerts eines

  • LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 375/11  

    Schadenersatzbegehren des Kapitalanlegers wegen Aufklärungspflichtverletzung der

  • LG Stuttgart, 08.02.2018 - 19 O 68/17  
  • OLG Köln, 11.05.2017 - 7 U 161/13  

    Ansprüche der Bundesagentur für Arbeit wegen Veruntreuung von Geldern durch die

  • OLG Köln, 28.02.2014 - 7 U 161/13  

    Schadensersatzansprüche einer kommunalen Gebietskörperschaft aufgrund der

  • LG Limburg, 21.11.2014 - 5 O 18/14  

    Wettbewerbsverstoß ist nicht unbedingt unerlaubte Handlung

  • LG Köln, 25.01.2017 - 17 O 84/15  
  • LG Düsseldorf, 19.12.2014 - 8 O 257/12  

    Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit einer Beteiligung an der Mediastream

  • LG Düsseldorf, 06.09.2013 - 8 O 20/12  

    Schadensersatz wegen Beratungsfehler bei Swapgeschäften; Verletzung der

  • LG Düsseldorf, 06.09.2013 - 8 O 442/11  

    Beratungspflichtverletzung bei unterlassener Aufklärung über den negativen

  • LG Düsseldorf, 06.09.2013 - 8 O 324/11  

    Aufklärungspflichtverletzung bei unterlassenem Hinweis auf den negativen

  • LG Düsseldorf, 16.05.2014 - 8 O 37/12  

    Umfang der Verpflichtung einer Bank zur kunden- und objektgerechten Beratung;

  • LG Düsseldorf, 04.04.2014 - 8 O 301/12  

    Anspruch einer kommunalen Gebietskörperschaft auf Freistellung von der

  • LG Düsseldorf, 04.04.2014 - 8 O 89/12  

    Anspruch einer kommunalen Gebietskörperschaft auf Freistellung von der

  • LG Düsseldorf, 28.03.2013 - 8 O 343/11  
  • LG Köln, 24.05.2017 - 7 O 120/16  
  • LG Frankfurt/Main, 26.02.2013 - 5 O 110/12  

    Anfechtung von Hauptversammlungsbeschlüssen einer Kommanditgesellschaft auf

  • LG Düsseldorf, 31.08.2012 - 8 O 686/10  

    Schadensersatz im Zusammenhang mit Kapitalanlagegeschäften aus abgetretenem Recht

  • OLG Bamberg, 17.11.2016 - 1 U 109/15  

    Anwaltskosten, gesetzliches Schuldverhältnis, Kostenentscheidung,

  • OLG München, 29.04.2013 - 20 U 4151/12  

    Haftung der Fondsinitiatoren wegen nicht anlegergerechter Anlageberatung unter

  • LG München I, 03.06.2016 - 6 O 46/16  

    Sittenwidrige vorsätzliche Schädigung im Zusammenwirken mit Insolvenzverwalter

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