Rechtsprechung
   BGH, 09.12.2009 - XII ZR 109/08   

Volltextveröffentlichungen (14)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Deutsches Notarinstitut PDF
  • Jurion

    Zulässigkeit der Festlegung einer Umlage von "Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung" in allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Mietvertrages über Geschäftsräume; Zulässigkeit einer niedrigen Festlegung von "Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung"; Zulässigkeit des Fehlens einer Klausel im Mietvertrag über die Bezifferung oder höhenmäßige Begrenzung der Verwaltungskosten

  • nwb

    BGB § 305c, § 307, § 535, § 556; BetrKV § 1

  • zfir-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    BGB §§ 305c, 307, 535, 556; BetrKV § 1
    Umlage von Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung in AGB eines Geschäftsraum-Mietvertrags

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Hausverwaltungskosten - Umlageklausel in Mietvertrag

  • Deutsches Notarinstitut

    Klausel in Mietvertrag über Geschäftsräume betreffend Umlage von "Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung" nicht AGB-widrig

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zulässigkeit der Festlegung einer Umlage von "Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung" in allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Mietvertrages über Geschäftsräume; Zulässigkeit einer niedrigen Festlegung von "Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung"; Zulässigkeit des Fehlens einer Klausel im Mietvertrag über die Bezifferung oder höhenmäßige Begrenzung der Verwaltungskosten

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Umlage von Verwaltungskosten unter "sonstige Betriebskosten"

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (8)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Umlage von Hausverwaltungskosten

  • bethgeundpartner.de (Kurzinformation)

    Gewerbliches Mietrecht: Umlage von Verwaltungskosten

  • haus-und-grund-bonn.de (Kurzinformation)

    Die Kosten der Hausverwaltung sind im gewerblichen Mietverhältnis auf den Mieter umlegbar

  • info-m.de (Leitsatz)

    Nebenkosten: Können Verwaltungskosten formularmäßig auf den Mieter umgelegt werden?

  • kapellmann.de (Kurzinformation)

    Umlage von Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung durch Formularklausel wirksam

  • vermieter-ratgeber.de (Kurzinformation)

    Umlage von Hausverwaltungskosten

  • lp-rechtsanwaelte.de (Kurzinformation)

    Gewerbemietvertrag - Umgelegte Hausverwaltungskosten ohne Höchstgrenze

  • haufe.de (Kurzinformation)

    Vermieter kann Verwaltungskosten durch AGB auf Gewerbemieter umlegen

Besprechungen u.ä. (8)

  • vnwi.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Umlage der Verwalterkosten auf den Gewerbemieter (RA Bernhard C. Koch)

  • mayerbrown.com (Entscheidungsbesprechung)

    Verwaltungskosten in gewerblichen Mietverträgen: BGH betont Umlagefähigkeit und gibt Hinweise für die wirksame Umsetzung (Frank David Endebrock)

  • wps-de.com (Entscheidungsbesprechung)

    BGH bekräftigt die Umlagefähigkeit von Kosten der Hausverwaltung

  • treubau.de PDF (Interview mit Bezug zur Entscheidung)

    Zur Frage der buchhalterisch richtigen Ausweisung der Instandhaltungsrückstellung in der Abrechnung des WEG-Verwalters

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Verwaltungskosten bei Gewerberaum II: Sind "hintere" Kosten weniger wichtig? (IMR 2010, 93)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Verwaltungskosten bei Gewerberaum III: Um welche Kosten handelt es sich konkret? (IMR 2010, 94)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Verwaltungskosten bei Gewerberaum IV: Intransparenz bei "Mischklauseln"? (IMR 2010, 1018)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Verwaltungskosten bei Gewerberaum I: BGH erklärt AGB-Umlage für zulässig! (IMR 2010, 92)

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 183, 299
  • NJW 2010, 671
  • NZM 2010, 123



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Wird zitiert von ... (45)  

  • BGH, 10.09.2014 - XII ZR 56/11  

    Formularmietvertrag über Geschäftsräume in einem Einkaufszentrum:

    Die Umlage von "Verwaltungskosten" in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Mietvertrages über Geschäftsräume ist weder überraschend im Sinne von § 305c BGB, noch verstößt sie gegen das Transparenzgebot gemäß § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB, auch wenn die Klausel keine Bezifferung oder höhenmäßige Begrenzung der Verwaltungskosten enthält (im Anschluss an Senatsurteile vom 9. Dezember 2009, XII ZR 109/08, BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 und vom 26. September 2012, XII ZR 112/10, NJW 2013, 41).

    Das gilt für die vorliegend vereinbarte Umlage der "Verwaltungskosten" in gleicher Weise (Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 8 ff.; vom 24. Februar 2010 - XII ZR 69/08 - NJW-RR 2010, 739 Rn. 7 ff.; vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - NZM 2012, 83 Rn. 8 ff.; vom 3. August 2011 - XII ZR 205/09 - NJW 2012, 54 Rn. 11 ff. und vom 26. September 2012 - XII ZR 112/10 - NJW 2013, 41 Rn. 23 f.).

    Der Mieter ist vor überhöhten Forderungen insoweit durch das allgemeine Wirtschaftlichkeitsgebot geschützt, das den Vermieter etwa dazu verpflichtet, den Mieter von der Umlegung nicht erfasster Kosten freizustellen (Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 11 und vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - NZM 2012, 83 Rn. 11).

    Wenn sie sich im Rahmen des Ortsüblichen halten, können sie von dem gewerblichen Mieter wenigstens im Groben abgeschätzt werden (Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 12 mwN und vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - NZM 2012, 83 Rn. 11).

    Deshalb musste die Klägerin als gewerbliche Mieterin aufgrund der Beschreibung der Kostenposition auch ohne zusätzliche Aufklärung oder Bezifferung der Kosten damit rechnen, dass die Kosten in dieser Größenordnung anfallen werden (Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 13 und vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - NZM 2012, 83 Rn. 12).

    Aus der Stellung der Klausel könnte sich ein Überraschungseffekt vielmehr nur dann ergeben, wenn diese in einem systematischen Zusammenhang stehen würde, in dem der Vertragspartner sie nicht zu erwarten braucht (vgl. Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 16 f. und vom 21. Juli 2010 - XII ZR 189/08 - NJW 2010, 3152 Rn. 27).

    Aus der Überschrift "Nebenkosten" und dem Umstand, dass die Verwaltungskosten nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 BetrKV nicht zu den Betriebskosten gehören, folgt nichts anderes (vgl. auch BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 17).

    Hätte die Klägerin nähere Angaben über die Kosten erhalten wollen, hätte sie insoweit nachfragen müssen (vgl. Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 19 f. und vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - NZM 2012, 83 Rn. 16).

    Abzustellen ist auf die Erkenntnismöglichkeit eines durchschnittlichen Vertragspartners (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 22).

    Verbleibende Unklarheiten gehen überdies nach § 305 c Abs. 2 BGB zulasten des Klauselverwenders (Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 23 ff.; vom 24. Februar 2010 - XII ZR 69/08 - NJW-RR 2010, 739 Rn. 9; vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - NZM 2012, 83 Rn. 18; vom 3. August 2011 - XII ZR 205/09 - NJW 2012, 54 Rn. 12 ff. und vom 26. September 2012 - XII ZR 112/10 - NJW 2013, 41 Rn. 24).

    Vielmehr ist, soweit sich Kostenpositionen teilweise überschneiden, bei der Betriebskostenabrechnung darauf Bedacht zu nehmen, dass Kosten nicht doppelt abgerechnet werden (vgl. Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 25 und vom 26. September 2012 - XII ZR 112/10 - NJW 2013, 41 Rn. 24).

    Soweit der Senat bei einer Klausel, die Verwaltungskosten enthielt, einen Verstoß gegen das Transparenzgebot angenommen hat (Senatsurteil vom 6. April 2005 - XII ZR 158/01 - NJW-RR 2006, 84, 85), waren im entschiedenen Fall die Verwaltungskosten Teil einer wesentlich umfangreicheren Regelung, die auch Versicherungs- und Instandhaltungskosten einschloss und schon im Hinblick auf den Umfang des Gesamtobjekts, auf das sich die Kosten bezogen, unklar war (Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 28 und vom 26. September 2012 - XII ZR 112/10 - NJW 2013, 41 Rn. 25 ff.).

  • BGH, 21.06.2016 - VI ZR 475/15  

    Sachverständiger lässt sich alle Schadenspositionen abtreten: Überraschend und

    Eine Regelung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat einen überraschenden Inhalt i.S.v. § 305c Abs. 1 BGB, wenn sie von den Erwartungen des Vertragspartners deutlich abweicht und dieser mit ihr den Umständen nach vernünftigerweise nicht zu rechnen braucht (vgl. BGH, Urteile vom 28. Mai 2014 - VIII ZR 241/13, ZMR 2014, 966 Rn. 19; vom 18. Mai 1995 - IX ZR 108/94, BGHZ 130, 19, 25; vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 344/13, NZBau 2014, 757 Rn. 14; vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08, BGHZ 183, 299 Rn. 12; vom 11. Dezember 2003 - III ZR 118/03, WM 2004, 278, 280; vom 26. Juli 2012 - VII ZR 262/11, MDR 2012, 1247 Rn. 10; vom 30. Juni 1995 - V ZR 184/94, BGHZ 130, 150, 154).
  • BGH, 04.05.2011 - XII ZR 112/09  

    Formularmäßiger Gewerberaummietvertrag: Inhaltskontrolle für eine Klausel über

    Der Senat hat nach Erlass des angefochtenen Urteils entschieden, dass eine in einem gewerblichen Mietverhältnis vereinbarte - mit der hier streitgegenständlichen Klausel inhaltsgleichen - Formularklausel zur Umlage der "Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung" nicht überraschend im Sinne von § 305 c Abs. 1 BGB ist und den Mieter auch nicht im Sinne von § 307 BGB unangemessen benachteiligt (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671; siehe auch Senatsurteil vom 24. Februar 2010 - XII ZR 69/08 - NJW-RR 2010, 739).

    Etwas anderes ergibt sich weder aus der Art der Kosten noch aus den sonstigen Umständen (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 9).

    Der Mieter ist insoweit vor überhöhten Forderungen durch das allgemeine Wirtschaftlichkeitsgebot geschützt, das den Vermieter etwa dazu verpflichtet, den Mieter von der Umlegung nicht erforderlicher Kosten freizustellen (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 11).

    Wenn sie sich im Rahmen des Ortsüblichen halten, können sie von dem gewerblichen Mieter wenigstens im Groben abgeschätzt werden (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 12 mwN).

    Demnach mussten die Beklagten als gewerbliche Mieter aufgrund der Beschreibung der Kostenposition ("Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung") auch ohne zusätzliche Aufklärung oder Bezifferung der Kosten damit rechnen, dass Kosten in dieser Größenordnung anfallen werden (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 13).

    Ein solcher Vertrauenstatbestand erfordert vielmehr das Vorliegen besonderer Umstände (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 14 mwN).

    Zur weiteren Begründung nimmt der Senat auf seine Entscheidung vom 9. Dezember 2009 Bezug (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 16 ff.).

    Hätten die Beklagten nähere Angaben über die Kosten haben wollen, hätten sie insoweit nachfragen müssen (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 20).

    a) Der Senat hat bereits entschieden, dass die Klausel nicht wegen Verstoßes gegen das - vom Berufungsgericht nicht erwogene - Transparenzgebot nach § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB unwirksam ist (zur Begründung im Einzelnen siehe Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 21 ff.; s. auch Senatsurteil vom 24. Februar 2010 - XII ZR 69/08 - NJW-RR 2010, 739 Rn. 7 ff.).

    Der Senat hat in seinem Urteil vom 9. Dezember 2009 ausgeführt, dass die Umlegung von Verwaltungskosten bei der Geschäftsraummiete nicht ungewöhnlich ist (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 10 mwN; s. auch Wolf/Eckert/Ball Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts 10. Aufl. Rn. 511).

    Zudem erlaubt die streitgegenständliche Klausel dem Vermieter nur, die Verwaltungskosten im Rahmen des Ortsüblichen und Notwendigen umzulegen; demgemäß wird der Mieter - wie oben bereits ausgeführt - vor überhöhten Forderungen durch das allgemeine Wirtschaftlichkeitsgebot geschützt (Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 11 f. und vom 24. Februar 2010 - XII ZR 69/08 - NJW-RR 2010, 739 Rn. 11).

  • BGH, 03.08.2011 - XII ZR 205/09  

    Gewerberaummietvertrag: Inhaltskontrolle der formularmäßig vereinbarten Tragung

    b) Der Senat hat nach Erlass des angefochtenen Urteils entschieden, dass eine in einem gewerblichen Mietverhältnis vereinbarte Formularklausel zur Umlage der "Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung" nicht gegen das Transparenzgebot gemäß § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB verstößt (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671; siehe auch Senatsurteil vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - GuT 2011, 48 Rn. 8 ff.).

    Der im Mietvertrag verwendete Begriff der "Verwaltungskosten" ist hinreichend bestimmt im Sinne des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB (Senatsurteile vom 24. Februar 2010 - XII ZR 69/08 - NJW-RR 2010, 739 Rn. 9 und BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 23 mwN).

    Auch die Herausnahme der Verwaltungskosten aus den umlegbaren Kosten nach der Betriebskostenverordnung hindert nicht daran, im Bereich der Geschäftsraummiete zur Ausfüllung des Begriffs der Verwaltungskosten auf die vorhandene gesetzliche Definition zurückzugreifen (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 24 mwN).

    Verbleibende Unklarheiten gehen überdies nach § 305 c Abs. 2 BGB zu Lasten des Klauselverwenders (Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 25).

    Wenn sie sich im Rahmen des Ortsüblichen halten, können sie von dem gewerblichen Mieter wenigstens im Groben abgeschätzt werden (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 27 f. mwN; vom 24. Februar 2010 - XII ZR 69/08 - NJW-RR 2010, 739 Rn. 11 und vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - GuT 2011, 48 Rn. 11).

    Gegen die Umlegung überhöhter oder nicht erforderlicher Kosten ist der Mieter schließlich durch das allgemeine Wirtschaftlichkeitsgebot hinreichend geschützt, das den Vermieter dazu verpflichtet, den Mieter von der Umlegung nicht erforderlicher Kosten freizustellen (Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 11 und vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - GuT 2011, 48 Rn. 19).

    Denn gerade weil die Klägerin daneben unter Buchstabe h) auch "Kosten für Verwaltung" und unter Buch-stabe r) fernerhin "Raumkosten für Büro- und Verwaltungsräume" verlangt, ist nicht ersichtlich, welche anderen Kosten unter dem Begriff "Center-Manager" anfallen (vgl. KG KGR 2004, 21, 22; s. auch Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 26).

    Weil der Umfang der durch den "Center-Manager" zu ergreifenden Maßnahmen weder vertraglich eingegrenzt ist noch etwa die Begriffe eines allgemein "Ortsüblichen und Notwendigen" eine hinreichend klare Eingrenzung ermöglichen, können die hierunter entstehenden Kosten auch nicht im Groben abgeschätzt werden und sind deshalb intransparent (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 27 f. mwN, vom 24. Februar 2010 - XII ZR 69/08 - NJW-RR 2010, 739 Rn. 11 und vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - GuT 2011, 48 Rn. 11).

  • BGH, 24.02.2010 - XII ZR 69/08  

    Gewerberaummiete: Formularmäßige Umlage von Verwaltungskosten auf den Mieter

    Die in einer Formularklausel festgelegte allgemeine Umlage von Verwaltungskosten auf den Mieter verstößt bei der Gewerbemiete nicht gegen das Transparenzgebot gemäß § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB (im Anschluss an Senatsurteil vom 9. Dezember 2009, XII ZR 109/08, BGHZ 183, 299) .

    Der Senat hat nach Erlass des angefochtenen Urteils entschieden, dass eine in einem gewerblichen Mietverhältnis vereinbarte Formularklausel zur Umlage der "Kosten der kaufmännischen und technischen Hausverwaltung" nicht gegen das Transparenzgebot gemäß § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB verstößt (Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).

    Der in § 5 des Mietvertrages verwendete Begriff der "Verwaltungskosten" ist hinreichend bestimmt im Sinne des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB (Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt m.w.N.).

    Auch die Herausnahme der Verwaltungskosten aus den umlegbaren Kosten nach der BetrKV hindert nicht daran, im Bereich der Geschäftsraummiete zur Ausfüllung des Begriffs der Verwaltungskosten auf die vorhandene gesetzliche Definition zurückzugreifen (Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt m.w.N.).

    Verbleibende Unklarheiten gehen überdies nach § 305 c Abs. 2 BGB zu Lasten des Klauselverwenders (Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).

    Vielmehr sind die Verwaltungskosten als Gemeinkosten von den Kosten von Dienst- oder Werkleistungen im Rahmen einer konkreten Instandhaltungsmaßnahme zu trennen (Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).

    Vielmehr hatte die Klägerin, etwa wegen eines möglichen Verwalterwechsels, ein legitimes Interesse an der variablen Ausgestaltung der Kostenregelung und war die Beklagte als Geschäftsraummieterin in der Lage, die entstehenden Kosten wenigstens im Groben abzuschätzen (vgl. Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt m.w.N. auch zur Abgrenzung von der bisherigen Senatsrechtsprechung).

  • BGH, 26.07.2012 - VII ZR 262/11  

    Überraschende Entgeltklausel für Eintrag in ein Internet - Branchenverzeichnis

    Überraschenden Inhalt hat eine Bestimmung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen dann, wenn sie von den Erwartungen des Vertragspartners deutlich abweicht und dieser mit ihr den Umständen nach vernünftigerweise nicht zu rechnen braucht (BGH, Urteile vom 17. Mai 1982 - VII ZR 316/81, BGHZ 84, 109, 113; vom 18. Mai 1995 - IX ZR 108/94, BGHZ 130, 19, 25; vom 11. Dezember 2003 - III ZR 118/03, NJW-RR 2004, 780 unter II 2 d aa; vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08, NJW 2010, 671 Rn. 12; jeweils m.w.N.).
  • BGH, 21.06.2016 - VI ZR 476/15  
    Eine Regelung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat einen überraschenden Inhalt i. S. v. § 305c Abs. 1 BGB, wenn sie von den Erwartungen des Vertragspartners deutlich abweicht und dieser mit ihr den Umständen nach vernünftigerweise nicht zu rechnen braucht (vgl. BGH, Urteile vom 28. Mai 2014 - VIII ZR 241/13, ZMR 2014, 966 Rn. 19; vom 18. Mai 1995 - IX ZR 108/94, BGHZ 130, 19, 25; vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 344/13, NZBau 2014, 757 Rn. 14; vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08, BGHZ 183, 299 Rn. 12; vom 11. Dezember 2003 - III ZR 118/03, WM 2004, 278, 280; vom 26. Juli 2012 - VII ZR 262/11, MDR 2012, 1247 Rn. 10; vom 30. Juni 1995 - V ZR 184/94, BGHZ 130, 150, 154).
  • BGH, 21.06.2016 - VI ZR 477/15  
    Eine Regelung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat einen überraschenden Inhalt i. S. v. § 305c Abs. 1 BGB, wenn sie von den Erwartungen des Vertragspartners deutlich abweicht und dieser mit ihr den Umständen nach vernünftigerweise nicht zu rechnen braucht (vgl. BGH, Urteile vom 28. Mai 2014 - VIII ZR 241/13, ZMR 2014, 966 Rn. 19; vom 18. Mai 1995 - IX ZR 108/94, BGHZ 130, 19, 25; vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 344/13, NZBau 2014, 757 Rn. 14; vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08, BGHZ 183, 299 Rn. 12; vom 11. Dezember 2003 - III ZR 118/03, WM 2004, 278, 280; vom 26. Juli 2012 - VII ZR 262/11, MDR 2012, 1247 Rn. 10; vom 30. Juni 1995 - V ZR 184/94, BGHZ 130, 150, 154).
  • BGH, 27.01.2010 - XII ZR 22/07  

    Gewerberaummiete: Angemessene Frist für die Abrechnung vorausgezahlter

    Auch das Verwalterhonorar ist bei der Geschäftsraummiete umlagefähig (vgl. Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - juris Tz. 8 ff.).
  • BGH, 21.07.2010 - XII ZR 189/08  

    Geschäftsraummietvertrag: Vorliegen eines anfänglichen Mangels der Mietsache,

    Das ist etwa der Fall, wenn sie in einem systematischen Zusammenhang steht, in dem der Vertragspartner sie nicht zu erwarten braucht (im Anschluss an BGH, 9. Dezember 2009, XII ZR 109/08, NJW 2010, 671) .

    Aus der Stellung der Klausel kann sich ein Überraschungseffekt vielmehr dann ergeben, wenn diese in einem systematischen Zusammenhang steht, in dem der Vertragspartner sie nicht zu erwarten braucht (Senatsurteil vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - NJW 2010, 671 Tz. 16 f.).

    Bei der Bewertung der Transparenz ist auf die Erwartungen und Erkenntnismöglichkeiten eines durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders im Zeitpunkt des Vertragsschlusses abzustellen (Senatsurteile vom 9. Dezember 2009 - XII ZR 109/08 - NJW 2010, 671 Tz. 22; vom 7. Mai 2008 - XII ZR 5/06 - GuT 2008, 339 Tz. 18; vom 16. Mai 2007 - XII ZR 13/05 - NZM 2007, 516 Tz. 14 und vom 12. Juli 2006 - XII ZR 39/04 - NJW 2006, 3057 Tz. 14 f.).

  • BGH, 26.09.2012 - XII ZR 112/10  

    Geschäftsraummiete in einem Einkaufszentrum: Formularklausel über die

  • BGH, 09.10.2014 - III ZR 33/14  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen zu einem Prepaid-Mobilfunkvertrag:

  • OLG Düsseldorf, 21.05.2015 - 10 U 29/15  

    Umfang der Umlage von Betriebskosten bei einem Gewerberaummietvertrag

  • BGH, 05.12.2012 - IV ZR 110/10  

    Kirchliche Zusatzversorgungskasse: Höhe des Sanierungsgeldes als

  • BGH, 17.12.2014 - XII ZR 170/13  

    Verwaltungskosten in der Nebenkostenabrechnung bei Gewerberaummiete:

  • BGH, 23.02.2011 - XII ZR 101/09  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen: Transparenz einer Klausel in einem

  • BGH, 09.05.2012 - XII ZR 79/10  

    Gewerberaummietvertrag: Leistungsbestimmungsrecht des Vermieters bei einer

  • OLG Düsseldorf, 27.03.2012 - 24 U 123/11  

    Umfang der Verpflichtung zur Tragung von Mietnebenkosten eines Gewerbeobjekts

  • BGH, 02.05.2012 - XII ZR 88/10  

    Wohnraummiete: Umlegung der Betriebskosten auf Grund Vereinbarung der Zahlung

  • BGH, 05.12.2012 - IV ZR 111/10  

    Wirksamkeit einer Entscheidung des Verwaltungsrats einer rechtlich

  • LG Köln, 30.10.2013 - 26 O 211/13  

    Tempodrosselung der Datenübermittlungsgeschwindigkeit in AGB ist unwirksam

  • BGH, 28.01.2016 - I ZR 60/14  

    Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Kranunternehmers: Wirksamkeit einer

  • OLG Frankfurt, 18.03.2013 - 2 U 179/12  

    Wirksamkeit einer doppelten Schriftformklausel in AGB

  • BGH, 16.01.2013 - IV ZR 94/11  

    Allgemeine Versicherungsbedingungen der Krankheitskostenversicherung:

  • OLG Frankfurt, 16.10.2015 - 2 U 216/14  

    Geschäftsraummiete: Übertragung von Wartungskosten als Betriebskosten in AGB

  • BGH, 27.06.2012 - XII ZR 93/10  

    Mietvertrag: Intransparenz einer Entgeltanpassungsklausel

  • BGH, 09.12.2015 - VIII ZR 349/14  

    Formularmäßiger Gasbelieferungsvertrag: Inhaltskontrolle für eine fingierte

  • OLG Düsseldorf, 09.07.2015 - 10 U 126/14  

    Anforderungen an verständliche Betriebskostenabrechnung?

  • OLG Düsseldorf, 08.02.2011 - 24 U 112/09  

    Formularmäßige Vereinbarung einer Zeittaktklausel in einer Honorarvereinbarung

  • OLG Düsseldorf, 27.11.2014 - 6 U 78/14  

    Formularmäßiger Ausschluss der Eintrittspflicht eines Rechtsschutzversicherers

  • LG Karlsruhe, 07.05.2013 - 11 O 53/11  

    Gewerberaummiete: Wirksamkeit einer Mietvertragsklausel über ein Vormietrecht;

  • OLG Düsseldorf, 15.12.2011 - 10 U 96/11  

    Umfang der Überwälzung von Betriebskosten auf den Mieter

  • OLG Düsseldorf, 19.03.2013 - 24 U 115/12  

    Umlage der Hausmeisterkosten im Rahmen von Gewerberaummiete

  • OLG Düsseldorf, 08.03.2012 - 24 U 162/11  

    Umfang der Aufklärungspflicht des Vermieters über die Höhe der Nebenkosten

  • OLG Düsseldorf, 13.09.2012 - 6 U 198/11  

    Freizeichnung des Rechtsschutzversicherers von der Gewährung von Rechtsschutz im

  • KG, 05.03.2012 - 8 U 48/11  

    Minderung der Miete wegen Überschreitung der Temperaturgrenzen der ArbStättV in

  • OLG Düsseldorf, 21.07.2011 - 24 U 153/10  

    Rückforderung von Betriebskostenzahlungen durch den Mieter

  • ArbG München, 13.03.2015 - 33 Ca 14749/13  

    AGB-Kontrolle, überraschende Klausel, Anfechtung, Änderung einer

  • AG Brandenburg, 07.06.2010 - 31 C 210/09  

    Wohnraummiete: Anforderungen an die formelle Ordnungsmäßigkeit einer

  • AG Warstein, 17.10.2012 - 3 C 161/12  

    Verpflichtung des Versicherungsnehmers zur Übernahme der Abschlusskosten und

  • LG Köln, 23.08.2010 - 15 O 211/07  

    Rückzahlung von Betriebskosten i.R.e. Betriebskostenabrechnung und

  • LG Essen, 24.11.2015 - 8 O 82/15  

    Umlage für Instandsetzungskosten ist auf 10% der Jahresmiete begrenzt!

  • LG Lüneburg, 17.09.2014 - 6 S 92/13  

    Wann sind Kosten für Müllbeseitigung ohne ausdrückliche Klausel umlagefähig?

  • AG Hanau, 09.07.2014 - 37 C 106/14  

    Betriebskostenkatalog in der "jeweils geltenden Fassung": Klausel unwirksam!

  • LG Magdeburg, 04.02.2014 - 11 O 623/13  

    Anspruch auf Nachzahlung von Betriebskosten

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