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   BGH, 14.02.1990 - XII ZR 12/89   

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BGH, 14.02.1990 - XII ZR 12/89 (https://dejure.org/1990,968)
BGH, Entscheidung vom 14.02.1990 - XII ZR 12/89 (https://dejure.org/1990,968)
BGH, Entscheidung vom 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89 (https://dejure.org/1990,968)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Wolters Kluwer

    Ehelichkeit eines Kindes - Anfechtender Mann - Nichtehelichkeit - Berücksichtigung von Tatsachen - Widerspruch des Anfechtenden

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 1594 Abs. 2
    Kenntnis von den die Ehelichkeit eines Kindes in Frage stellenden Umständen

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1990, 2813
  • NJW-RR 1990, 1348 (Ls.)
  • MDR 1990, 817
  • FamRZ 1990, 507
 
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Wird zitiert von ... (25)

  • BGH, 23.09.2004 - IX ZR 137/03

    Zustandekommen eines Anwaltsvertrages im Rahmen der Prozesskostenhilfe; Haftung

    Dieser Sachverhalt soll als erster Anstoß genügen, den Mann zu etwaigen Nachforschungen zu veranlassen und sich über die Erhebung der Anfechtungsklage schlüssig zu werden (st. Rspr., vgl. BGHZ 9, 336, 337; 61, 195, 197 f; BGH, Urt. v. 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89, NJW 1990, 2813, 2814).
  • OLG Jena, 20.03.2012 - 1 WF 643/11

    Beginn der Frist für die Vaterschaftsanfechtung

    Soweit Zweifel verbleiben über die Kenntniserlangung des Anfechtungsberechtigten über außerehelichen Geschlechtsverkehr der Mutter in der Empfängniszeit, geht dies zu Lasten des Anfechtungsgegners (BGH, FamRZ 1978, 494:" Die bisherige Rechtsprechung des Senats darf nicht dahin verstanden werden, dass durch die Kenntnis eines Ehebruchs in der gesetzlichen Empfängniszeit stets für den Ehemann die Anfechtungsfrist in Lauf gesetzt würde"; vgl. auch BGH, FamRZ 1990, 507; OLG Rostock, FamRZ 2004, 479).

    Soweit Zweifel bestehen bleiben über die Kenntniserlangung über außerehelichen Geschlechtsverkehr der Mutter in der Empfängniszeit, geht dies zu Lasten des Anfechtungsgegners (BGH, FamRZ 1990, 507).

  • BGH, 22.04.1998 - XII ZR 229/96

    Darlegungs- und Beweislast im Rahmen einer Ehelichkeitsanfechtungsklage

    Das Gericht darf für das Anfechtungsbegehren günstige Tatsachen schon dann nicht berücksichtigen, wenn sie mit dem Tatsachenvortrag des Klägers nicht vereinbar sind (Senatsurteil vom 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89 - FamRZ 1990, 507, 508 m.N.).

    Zwar trägt die objektive Beweislast dafür, daß die Anfechtungsfrist des § 1594 BGB versäumt ist, grundsätzlich das beklagte Kind (Senatsurteil vom 14. Februar 1990 aaO S. 509 m.N.).

    Es genügt, wenn sie bei objektiver Betrachtung geeignet sind, Zweifel an der Ehelichkeit zu wecken und die Möglichkeit der nichtehelichen Abstammung als nicht ganz fernliegend erscheinen zu lassen (Senatsurteil vom 14. Februar 1990 aaO S. 509 m.N.; vgl. auch Soergel/Gaul BGB 12. Aufl. § 1594 Rdn. 8 f.; MünchKomm BGB/Mutschler aaO § 1594 Rdn. 4 f.).

  • BGH, 13.06.2012 - XII ZB 218/11

    Verfahrenskostenhilfe im Vaterschaftsanfechtungsverfahren:

    Es genügt nicht, wenn er sich auf den Vortrag beschränkt, der betreffende Beteiligte sei nicht der Vater des Kindes; vielmehr müssen die Gründe für die Zweifel an der Vaterschaft im Einzelnen dargelegt werden (Senatsurteil vom 22. April 1998 - XII ZR 229/96 - FamRZ 1998, 955 ff.; siehe auch Senatsurteil vom 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89 - FamRZ 1990, 507, 509 f.).
  • BGH, 29.03.2006 - XII ZR 207/03

    Beginn der Frist zur Anfechtung der Vaterschaft

    Vielmehr ist insoweit von dem Erkenntnisstand auszugehen, der bei einem verständigen Laien in der Regel erwartet werden kann (vgl. Senatsurteile vom 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89 - FamRZ 1990, 507, 509 und vom 5. Oktober 1988 - IVb ZR 99/87 - FamRZ 1989, 169, 170).
  • BGH, 11.12.2013 - XII ZR 58/12

    Fristversäumnis für eine Vaterschaftsanfechtungsklage: Kenntnis der Kindesmutter

    Vielmehr ist insoweit von dem Erkenntnisstand auszugehen, der bei einem verständigen Laien in der Regel erwartet werden kann (vgl. Senatsurteile vom 29. März 2006 - XII ZR 207/03 - FamRZ 2006, 771, 773; vom 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89 - FamRZ 1990, 507, 509 und vom 5. Oktober 1988 - IVb ZR 99/87 - FamRZ 1989, 169, 170).

    Da auf die objektive und verständige Beurteilung abzustellen ist, kommt es auf den individuellen Bildungsstand des Anfechtungsberechtigten nicht entscheidend an (vgl. Senatsurteile vom 29. März 2006 - XII ZR 207/03 - FamRZ 2006, 771, 773; vom 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89 - FamRZ 1990, 507, 509 und vom 5. Oktober 1988 - IVb ZR 99/87 - FamRZ 1989, 169, 170; Staudinger/Rauscher BGB [2011] § 1600 b Rn. 18a).

  • BGH, 23.10.1998 - LwZR 3/98

    Grundlage der Verkündung der Urteilsformel; Ersetzende Sachentscheidung des

    Auch dies hindert den Senat an einer ersetzenden Entscheidung, weil diese nur auf einer verfahrensrechtlich beachtlichen Grundlage möglich ist (vgl. BGH, Urt. v. 14. Februar 1990, XII ZR 12/89, NJW 1990, 2813, 2814).
  • OLG Brandenburg, 18.01.2000 - 10 UF 99/99

    Richterliche Entscheidung nach Änderung des Geschäftsverteilungsplans; Berechnung

    Auf die Einhaltung der Frist kommt es auch ungeachtet des Umstands an, daß die vormals mit der Sache belaßte Richterin ein Blutgruppengutachten eingeholt hat, nach dessen Inhalt die Vaterschaft des Klägers zur Beklagten ausgeschlossen ist (vgl. BGH, FamRZ 1990, 507).

    Das Erfahren von Umständen, die gegen die Vaterschaft sprechen, gem. § 1600 b Abs. 1 Satz 2 BGB ist der Sache nach gleichzusetzen mit dem Bekanntwerden von Umständen, die gegen die Vaterschaft sprechen, § 1600 h Abs. 2 Satz 1 BGB a. F., und mit der Kenntniserlangung von Umständen, die für die Nichtehelichkeit des Kindes sprechen, § 1594 Abs. 2 Satz 1 BGB a. F. Die zu den beiden letztgenannten Vorschriften ergangene Rechtsprechung kann daher nach wie vor herangezogen werden (vgl. auch FamRefK/Wax, § 1600 b, Rz. 1) Der Anfechtende hat Umstände, die gegen seine Vaterschaft sprechen, dann erfahren, wenn er Kenntnis von einem Sachverhalt erhalten hat, der sachlich seine Vaterschaft ernstlich in Zweifel stellt, also die nicht ganz fernliegende Möglichkeit der Abstammung durch einen anderen Mann begründet (vgl. BGH, FamRZ 1973, 592; FamRZ 1990, 507, 509 - jeweils bezogen auf die Ehelichkeitsanfechtung nach altem Recht -).

    Bei der Beurteilung, wann der anfechtende Mann Kenntnis von den Umständen erlangt, die gegen seine Vaterschaft sprechen, kommt es nicht auf seinen Bildungsstand, sondern auf die objektive Sicht eines verständigen Betrachters an (BGH, FamRZ 1997, 592 f.; FamRZ 1990, 507, 509; OLG München, FamRZ 1987, 3O7, 309).

  • BGH, 24.03.1999 - XII ZR 190/97

    Anfechtung der Anerkennung der Vaterschaft

    Entgegen der mit der Revisionserwiderung vertretenen Auffassung ist die Klage nämlich nicht deshalb unschlüssig, weil der Kläger keine hinreichenden Angaben zu den die Vaterschaft in Frage stellenden Umständen gemacht habe (vgl. hierzu allgemein Senatsurteile vom 22. April 1998 - XII ZR 229/96 - FamRZ 1998, 955, 956 ff. und vom 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89 - FamRZ 1990, 507, 509).
  • OLG Dresden, 22.08.1996 - 10 U 941/96

    Fristbeginn für Anfechtung eines Vaterschaftsanerkenntnisses

    Ausreichend ist die Kenntnis eines Sachverhalts, der aus der objektiven Sicht eines verständigen Betrachters die eigene Vaterschaft ernstlich in Zweifel stellt (BGH, Urteil vom 19. September 1979 - IV ZR 47/78 = FamRZ 1979/1007; BGH, Urteil vom 14. Februar 1990 - XII ZR 12/89 = FamRZ 1990/507; OLG Hammm, Urteil vom 9. Dezember 1994 - 29 U 65/94 = NJW-RR 1995/966; OLG Brandenburg; Beschluß vom 11. Dezember 1995 - 9 W 14/95 = FamRZ 1996/895 [LS]).

    Damit kannte er einen Sachverhalt, der ernstliche Zweifel an seiner Vaterschaft begründete (BGH, Urteil vom 7. Mai 1953 - IV ZR 240/52 = BGHZ 9/336; BGH, Urteil vom 19. September 1979 - aaO. - und vom 14. Februar 1990 - aaO.).

    So hätte schon das Amtsgericht Torgau entscheiden müssen, und zwar ohne jede Beweisaufnahme, allein aufgrund des eigenen Vorbringens des Klägers im Schriftsatz vom 14. März 1994 (Bl. 34 d.A.), § 640 d ZPO (vgl. BGH, Urteile vom 19. September 1979 und vom 14. Februar 1990 - aaO.).

  • OLG Koblenz, 23.02.2006 - 7 UF 457/05

    Vaterschaftsanfechtungsverfahren: Verwertbarkeit einer heimlich eingeholten

  • OLG Rostock, 02.06.2003 - 11 UF 14/03

    Anforderungen an die Kenntnis der die Nichtvaterschaft begründenden Umstände

  • OLG Naumburg, 08.09.1999 - 8 WF 249/99

    Anforderung an die Darlegung der eine Vaterschaftsanfechtung rechtfertigenden

  • AG Siegburg, 21.02.2011 - 328 F 28/09

    Beginn der Frist für die Anfechtung einer Vaterschaft

  • OLG Jena, 06.03.2003 - 1 UF 358/02

    Vaterschaftsanfechtung: Gerichtliches Verwertungsverbot einer privaten

  • OLG Brandenburg, 10.05.2001 - 15 UF 95/00

    Rechtsfolgen der Versäumung der Frist für die Vaterschaftsanfechtungsklage;

  • OLG Naumburg, 26.03.2013 - 8 UF 4/13

    Verwertbarkeit eines gem. § 1598a BGB eingeholten Abstammungsgutachtens im

  • OLG Brandenburg, 07.01.2002 - 9 WF 150/01

    Beginn der Frist für die Anfechtung der Vaterschaft

  • OLG Karlsruhe, 03.08.2000 - 2 WF 98/00

    Ehelichkeitsanfechtung - Anfechtungsfrist - Fristbeginn - Zweifel

  • OLG Koblenz, 16.03.2020 - 13 UF 88/20
  • OLG Bremen, 11.07.2016 - 4 UF 51/16

    Vaterschaftsanfechtung: Keine Berücksichtigung von für das Anfechtungsbegehren

  • OLG Rostock, 19.05.2003 - 3 U 143/02

    Auswirkungen auf die Haftung eines zunächst beauftragten Rechtsanwalts durch die

  • OLG Karlsruhe, 03.09.1998 - 2 U 2/98

    Anfechtungsfrist - Fristbeginn - Kenntnis von Umständen

  • OLG Brandenburg, 16.10.2003 - 15 UF 33/03

    Zahlung von Unterhalt bei nichtehelicher Vaterschaft; Anfechtung der Vaterschaft

  • OLG München, 03.12.1996 - 26 W 3038/96

    Beginn der Frist für die Anfechtung der Ehelichkeit

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