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   BVerwG, 02.08.2012 - 7 CN 1.11   

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https://dejure.org/2012,28265
BVerwG, 02.08.2012 - 7 CN 1.11 (https://dejure.org/2012,28265)
BVerwG, Entscheidung vom 02.08.2012 - 7 CN 1.11 (https://dejure.org/2012,28265)
BVerwG, Entscheidung vom 02. August 2012 - 7 CN 1.11 (https://dejure.org/2012,28265)
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Volltextveröffentlichungen (10)

  • lexetius.com

    VwGO § 47 Abs. 5; WHG § 51 Abs. 1
    Normenkontrolle; Beschwer; Grundwasser; Trinkwasservorkommen; Wasserschutzgebiet; Wassereinzugsgebiet; Trennstromlinie; Grenzziehung; Vereinfachungsspielraum, administrativer; Schutzkonzept; 50 %-Regel; Schutzgebietsverordnung; Teilbarkeit

  • Bundesverwaltungsgericht

    VwGO § 47 Abs. 5
    50 %-Regel; Beschwer; Grenzziehung; Grundwasser; Normenkontrolle; Schutzgebietsverordnung; Schutzkonzept; Teilbarkeit; Trennstromlinie; Trinkwasservorkommen; Vereinfachungsspielraum, administrativer; Wassereinzugsgebiet; Wasserschutzgebiet

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 47 Abs 5 VwGO, § 51 Abs 1 WHG
    Wasserschutzgebietsverordnung; Schutzgebietsabgrenzung

  • Wolters Kluwer

    Notwendigkeit der Orientierung an den hydrogeologisch-hydraulisch ermittelten Grenzen des Wassereinzugsgebiets bei der Abgrenzung des Wasserschutzgebiets; Bestehen eines administrativen Vereinfachungsspielraums" der Behörden bei der Abgrenzung eines Wasserschutzgebiets

  • rewis.io
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    WHG § 19 a.F; WHG § 51 n.F.; WHG § 52 Abs. 3
    Notwendigkeit der Orientierung an den hydrogeologisch-hydraulisch ermittelten Grenzen des Wassereinzugsgebiets bei der Abgrenzung des Wasserschutzgebiets; Bestehen eines administrativen Vereinfachungsspielraums" der Behörden bei der Abgrenzung eines Wasserschutzgebiets

  • rechtsportal.de

    WHG § 19 a.F; WHG § 51 n.F.; WHG § 52 Abs. 3
    Notwendigkeit der Orientierung an den hydrogeologisch-hydraulisch ermittelten Grenzen des Wassereinzugsgebiets bei der Abgrenzung des Wasserschutzgebiets; Bestehen eines administrativen Vereinfachungsspielraums" der Behörden bei der Abgrenzung eines Wasserschutzgebiets

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Wasserschutzgebiete: Vereinfachungsspielraum der Behörde!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Abgrenzung eines Wasserschutzgebiets

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Wasserschutzgebiet: Behörde darf bei der Abgrenzung angemessen vereinfachen! (IBR 2013, 1102)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ 2013, 227
  • BauR 2013, 996
  • ZfW 2014, 93
 
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Wird zitiert von ... (76)

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 18.11.2015 - 11 A 3048/11

    Rechtmäßigkeit eines bergrechtlichen Hauptbetriebsplanes für die Gewinnung von

    vgl. BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 -, Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1, S. 4; Beschluss vom 20. Januar 2015 - 7 BN 2.14 -, juris, Rn. 26.

    vgl. BVerfG, Beschluss vom 6. September 2005 - 1 BvR 1161/03 -, NVwZ 2005, 1412 (1414); BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 -, Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1, S. 4 f., m. w. N.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 -, Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1, S. 4 ff.

    vgl. zu den DVGW-Arbeitsblättern allgemein: BVerwG, Beschluss vom 2. November 2007 - 7 BN 3.07 -, juris, Rn. 10, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 -, Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1, S. 8, und Beschluss vom 20. Januar 2015 - 7 BN 2.14 -, juris, Rn. 16; OVG Rh.-Pf.-, Urteil vom 27. September 1989 - 10 C 42/88 -, NVwZ-RR 1990, 126 (127); Salzwedel, ZfW 1992, 397 (401).

    vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 -, Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1, S. 4 ff., m. w. N.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 -, Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1, S. 5 f.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 -, Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1, S. 8.

  • VGH Bayern, 13.11.2012 - 22 N 09.1093

    Heilquellenschutzgebiet; Anerkennung als Heilquelle; Erforderlichkeit der

    Dieses aus der Rechtsprechung zu Trinkwasserschutzgebieten bekannte Erforderlichkeitskriterium (vgl. neuerdings BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNr. 20) kann auch bei Heilquellenschutzgebieten herangezogen werden.

    Auch dieses aus der Rechtsprechung zu Trinkwasserschutzgebieten bekannte Erforderlichkeitskriterium (vgl. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNr. 20) kann bei Heilquellenschutzgebieten herangezogen werden.

    Auch insoweit handelt es sich um ein aus der Rechtsprechung zu Trinkwasserschutzgebieten bekanntes Erforderlichkeitskriterium (vgl. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 20), das auch auf Heilquellenschutzgebiete angewandt werden kann.

    Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn sich die Behörde bei einer näheren Abgrenzung des Schutzgebiets und seiner Zonen mit wissenschaftlich fundierten, in sich schlüssigen Schätzungen begnügt (vgl. zu Trinkwasserschutzgebieten z.B. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNr. 22; BayVGH vom 20.5.2009 a.a.O.).

    Somit stehen keine durchgreifenden Gründe entgegen, einer Praktikabilität des Vollzugs den Vorzug zu geben (vgl. BayVGH vom 27.10.2006 Az. 22 N 04.2609 m.w.N.; auch BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 22 zum administrativen Beurteilungsspielraum der Behörde).

    Eine Arrondierung über das Maß des Erforderlichen hinaus ist grundsätzlich nicht möglich, und eine hydrogeologisch nicht gerechtfertigte Einbeziehung eines Grundstücks in ein Heilquellenschutzgebiet wäre ebenso rechtswidrig (st. Rspr., vgl. z.B. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 22 ff.; BayVGH vom 20.5.2009 Az. 22 N 07.1775; auch BVerfG vom 6.9.2005 NVwZ 2005, 1412/1414).

    Bei dieser besonderen Fallgestaltung stehen keine durchgreifenden Gründe entgegen, der Praktikabilität des Vollzugs und einer Abgrenzung entlang vorhandener Straßenzüge im bebauten Gebiet den Vorzug zu geben (vgl. zur Orientierung an vorhandenen Straßenzügen im bebauten Gebiet BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNr. 24 m.w.N.).

    Selbst wenn die Einbeziehung dieser Grundstücke mit dem Eigentumsgrundrecht des Art. 14 Abs. 1 GG nicht vereinbar wäre, führte dies nur zu einer teilweisen Unwirksamkeit der Verordnung, weil der Verordnungsgeber den Erlass der Verordnung in diesem Fall auch ohne diese Grundstücke gewollt hätte, ohne dass dies sein tragfähiges Schutzkonzept in Frage gestellt hätte (vgl. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNr. 25, 28, 34 ff. m.w.N.), da das Heilquellenschutzgebiet seinen Zweck auch ohne die Einbeziehung dieser Grundstücke erfüllen kann.

    Auch im umgekehrten Fall bestehen keine Bedenken, solange keine Schutzanordnungen Geltung beanspruchen, die nicht mehr als erforderlich gelten können, was hier allerdings nicht der Fall ist (zum effektiven Schutzniveau als Maßstab bei Wasserschutzgebieten BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 22 ff.).

  • VGH Bayern, 01.09.2020 - 20 CS 20.1962

    Corona - Verwaltungsgerichtshof bestätigt Unverhältnismäßigkeit des nächtlichen

    Hierfür genügt es, dass die Maßnahme zur Zweckerreichung beiträgt (vgl. BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 - juris Rn. 29).
  • OVG Niedersachsen, 20.12.2017 - 13 KN 67/14

    Verbot von Anlagen zur Erzeugung von Biogas in Wasserschutzgebieten

    Eines Schutzes bedarf die Trinkwassergewinnung aus Grundwasser in den aufgrund von § 51 Abs. 2 WHG (bzw. früher § 49 Abs. 1 Satz 2 NWG a.F.) nach anerkannten Regeln der Technik (DVGW-Arbeitsblatt W 101 (Stand: Juni 2006) "Richtlinien für Trinkwasserschutzgebiete, I. Teil: Schutzgebiete für Grundwasser", Technische Regel des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. als "antizipiertes Sachverständigengutachten" und allgemeine Orientierung für den Regelfall; vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 2.8.2012 - BVerwG 7 CN 1.11 -, NVwZ 2013, 227, 229, juris Rn. 22; Beschl. v. 20.1.2015 - BVerwG 7 BN 2.14 -, juris Rn. 16; OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 8.10.2015, a.a.O., Rn. 38) in Zonen unterschiedlichen Schutzniveaus unterteilten Wasserschutzgebieten nicht nur im Fassungsbereich (Schutzzone I), der vor jedweder Verunreinigung und Beeinträchtigung geschützt werden soll, und in der engeren Schutzzone (Schutzzone II), die dem Schutz des dahinter liegenden Einzugsbereichs vor Verunreinigungen (insbesondere durch pathogene Mikroorganismen) und sonstigen Beeinträchtigungen dient, die von verschiedenen menschlichen Tätigkeiten und Einrichtungen ausgehen und wegen ihrer Nähe zur Fassungsanlage (insbesondere bei geringer Fließdauer) besonders gefährlich sind (diese wird grundsätzlich nach der sog. "50-Tage-Linie" - der Linie, von der aus das später genutzte Grundwasser bis zur Fassungsanlage eine Fließzeit von 50 Tagen benötigt - abzugrenzen sein; vgl. BVerwG, Beschl. v. 20.1.2015, a.a.O., Rn. 31; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 24.3.2014 - 3 S 280/10 -, juris Rn. 55, 57; DVGW-Arbeitsblatt W 101, a.a.O., S. 6, 8).
  • VGH Bayern, 28.08.2019 - 8 N 17.523

    Wasserrecht - Wasserschutzgebiet in der Gemeinde Schwangau

    Der gerichtlich voll überprüfbare Begriff der Erforderlichkeit bezieht sich zum einen in sachlicher Hinsicht auf den Schutz des Wasservorkommens dem Grunde nach, was sich nach der Schutzwürdigkeit, Schutzbedürftigkeit und Schutzfähigkeit richtet (vgl. BVerwG, U.v. 26.11.2015 - 7 CN 1.14 - NVwZ 2016, 609 = juris Rn. 25; U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 = juris Rn. 20; vgl. auch Breuer/Gärditz, Öffentliches und privates Wasserrecht, 4. Aufl. 2017, Rn. 1086).

    Die Voraussetzungen, unter denen nach § 51 Abs. 1 WHG ein Wasserschutzgebiet überhaupt festgesetzt werden kann, müssen demnach für jede darin einbezogene Teilfläche gegeben sein (vgl. BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 = juris Rn. 21; BayVGH, U.v. 1.8.2011 - 22 N 09.2729 - ZfW 2012, 94 = juris Rn. 39).

    Der Normgeber muss die örtlichen Gegebenheiten prüfen und sich hierbei auf wasserwirtschaftliche und hydrogeologische Erkenntnisse stützen (vgl. BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 = juris Rn. 21).

    Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn sich die Wasserrechtsbehörde bei einer näheren Abgrenzung des Schutzgebiets und seiner Zonen mit wissenschaftlich fundierten, in sich schlüssigen Schätzungen begnügt (vgl. BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 = juris Rn. 22; BayVGH, U.v. 12.7.2018 - 8 N 16.2563 - juris Rn. 56; VGH BW, U.v. 24.3.2014 - 3 S 280/10 - juris Rn. 62; vgl. auch Czychowski/Reinhardt, WHG, § 51 Rn. 45; Schwind in Berendes/Frenz/Müggenborg, WHG, 2. Aufl. 2017, § 51 Rn. 40; Gößl in Sieder/Zeitler/Dahme/Knopp, WHG AbwAG, Stand 1.6.2018, § 51 WHG Rn. 46).

    Diese Vorgehensweise ist vom "administrativen Vereinfachungsspielraum" gedeckt; dieser ist rechtlich nur beschränkt überprüfbar, nämlich auf die Wahl nachvollziehbarer Maßstäbe, und betrifft unter dem Aspekt der Erforderlichkeit nur die Erweiterung des Schutzgebiets über das Wassereinzugsgebiet hinaus (vgl. BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 = juris Rn. 22 m.w.N.).

    ... würde das Schutzgebiet gravierend über das Einzugsgebiet hinaus erweitern und wäre deshalb von dem anzuerkennenden "administrativen Vereinfachungsspielraum" (vgl. BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 = juris Rn. 22) nicht mehr gedeckt.

    Der Verordnungsgeber hat sich insoweit rechtsfehlerfrei an den Grundstücksgrenzen orientiert (vgl. LfU-Merkblatt Nr. 1.2/7 S. 11 Nr. 4.2.3; DGVW-Arbeitsblatt W 101 S. 13 Nr. 5; vgl. hierzu auch BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 = juris Rn. 22); alle einbezogenen Grundstücke werden von den - hier deckungsgleich verlaufenden - Grenzlinien "Zuströmbereich" und "Einzugsgebiet" angeschnitten (vgl. Lageplan Schutzzonenvorschlag, Anlage 8).

  • VGH Bayern, 13.11.2012 - 22 N 09.1092

    Heilquellenschutzgebiet; Anerkennung als Heilquelle; Erforderlichkeit der

    Dieses aus der Rechtsprechung zu Trinkwasserschutzgebieten bekannte Erforderlichkeitskriterium (vgl. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 20) kann auch bei Heilquellenschutzgebieten herangezogen werden.

    Auch dieses aus der Rechtsprechung zu Trinkwasserschutzgebieten bekannte Erforderlichkeitskriterium (vgl. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 20) kann bei Heilquellenschutzgebieten herangezogen werden.

    Auch insoweit handelt es sich um ein aus der Rechtsprechung zu Trinkwasserschutzgebieten bekanntes Erforderlichkeitskriterium (vgl. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 20), das auch auf Heilquellenschutzgebiete angewandt werden kann.

    Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn sich die Behörde bei einer näheren Abgrenzung des Schutzgebiets und seiner Zonen mit wissenschaftlich fundierten, in sich schlüssigen Schätzungen begnügt (vgl. die Rechtsprechung zu Trinkwasserschutzgebieten z.B. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNr. 22; BayVGH vom 20.5.2009 a.a.O.).

    Eine Arrondierung über das Maß des Erforderlichen hinaus ist grundsätzlich nicht möglich, und eine hydrogeologisch nicht gerechtfertigte Einbeziehung eines Grundstücks in ein Heilquellenschutzgebiet wäre ebenso rechtswidrig (st. Rspr., vgl. z.B. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 22 ff.; BayVGH vom 20.5.2009 Az. 22 N 07.1775; auch BVerfG vom 6.9.2005 NVwZ 2005, 1412/1414).

    Bei dieser besonderen Fallgestaltung stehen keine durchgreifenden Gründe entgegen, der Praktikabilität des Vollzugs und einer Abgrenzung entlang vorhandener Straßenzüge im bebauten Gebiet den Vorzug zu geben (vgl. zur Orientierung an vorhandenen Straßenzüge im bebauten Gebiet BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNr. 24 m.w.N.).

    Selbst wenn die Einbeziehung dieser Grundstücke mit dem Eigentumsgrundrecht des Art. 14 Abs. 1 GG nicht vereinbar wäre, führte dies nur zu einer teilweisen Unwirksamkeit der Verordnung, weil der Verordnungsgeber den Erlass der Verordnung in diesem Fall auch ohne diese Grundstücke gewollt hätte, ohne dass dies sein tragfähiges Schutzkonzept in Frage gestellt hätte (vgl. BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNr. 25, 28, 34 ff. m.w.N.), da das Heilquellenschutzgebiet seinen Zweck auch ohne ihre Einbeziehung erfüllen kann.

    Auch im umgekehrten Fall bestehen keine Bedenken, solange keine Schutzanordnungen Geltung beanspruchen, die nicht mehr als erforderlich gelten können, was hier allerdings nicht der Fall ist (zum effektiven Schutzniveau als Maßstab bei Wasserschutzgebieten BVerwG vom 2.8.2012 Az. 7 CN 1/11 RdNrn. 22 ff.).

  • OVG Niedersachsen, 16.02.2016 - 9 KN 288/13

    Normenkontrollverfahren - zur Höhe des Gemeindeanteils bei

    Steht eine einzelne unwirksame Satzungsregelung derart untrennbar in einem Gesamtzusammenhang mit dem übrigen Normgefüge, dass eine Teilunwirksamkeit ausscheidet, muss das Normenkontrollgericht die Satzung insgesamt für unwirksam erklären (vgl. BVerwG, Beschluss vom 20.8.1991 - 4 NB 3.91 - NVwZ 1992, 567; Urteile vom 16.12.1999 - 4 CN 7.98 - BVerwGE 110, 193, vom 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 und vom 17.2.2005 - 7 CN 6.04 - NVwZ 2005, 695; Senatsurteil vom 10.11.2014 - 9 KN 33/14 -Rn. 91 in juris).
  • VGH Baden-Württemberg, 26.03.2015 - 3 S 166/14

    Normenkontrollverfahren gegen eine Wasserschutzgebietsverordnung

    Denn er ist Eigentümer von Grundstücken im Geltungsbereich der Verordnung, die Inhalt und Schranken seiner Eigentümerbefugnisse unmittelbar und rechtssatzmäßig bestimmt und ausgestaltet (Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG; vgl. BVerwG, Urt. v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - ZfW 2014, 93; Urt. des Senats v. 7.12.2009 - 3 S 170/07 - NuR 2010, 659).

    Das Wohl der Allgemeinheit erfordert die Festsetzung eines Wasserschutzgebietes zum Schutz des Grundwassers dann, wenn das genutzte Grundwasservorkommen schutzwürdig, schutzbedürftig und ohne unverhältnismäßige Beeinträchtigung der Rechte anderer auch schutzfähig ist (vgl. zu diesen die Erforderlichkeit bestimmenden Kriterien BVerwG, Urt. v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - ZfW 2014, 93; Urt. des Senats vom 24.3.2014 - 3 S 280/10 - juris; Urt. v. 7.12.2009 - 3 S 170/07 - NuR 2010, 659; Urt. v. 26.11.2009 - 3 S 140/07 -juris; Czychowski/Reinhardt, WHG, 11. Aufl. 2014, § 51 Rn. 19; Kibele, ZfW 2012, 177, 179).

    Die Voraussetzungen, unter denen gemäß § 51 Abs. 1 WHG ein Wasserschutzgebiet überhaupt festgesetzt werden kann, müssen demnach für jede darin einbezogene Teilfläche gegeben sein (BVerfG, Beschl. v. 6.9.2005 - 1 BvR 1161/03 - NVwZ 2005, 1412; BVerwG Urt. v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - ZfW 2014, 93; Urte. des Senats v. 24.3.2014, 7.12.2009 und 26.11.2009, jeweils a.a.O.).

    Bei dieser Umsetzung bietet es sich im Interesse der Normklarheit und der Praktikabilität an, die Grenzziehung entlang natürlich wahrnehmbarer, insbesondere topografischer Merkmale, vorzunehmen (BVerwG, Urt. v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - ZfW 2014, 93; Cyzchowski/Reinhardt, a.a.O., § 51 Rn. 43; DVGW Arbeitsblatt W 101, Stand Juni 2006, Nr. 5: "markante Geländestrukturen").

    Die Wasserrechtsbehörde darf sich deshalb bei einer näheren Abgrenzung des Schutzgebiets und seiner Zonen mit wissenschaftlich fundierten, in sich schlüssigen Schätzungen begnügen (BVerfG, Beschl. v. 6.9.2005 - 1 BvR 1161/03 - ZfW 2007, 99; BVerwG, Urt. v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - ZfW 2014, 93; Urt. des Senats v. 24.3.2014, 7.12.2009 und 26.11.2009, jeweils a.a.O.; BayVGH, Urt. v. 5.2.2007 - 22 N 06.2838 - ZfW 2008, 158; Kibele, ZfW 2012, 177, 182).

    Umgekehrt kann bei der fehlerhaft unterbliebenen Einbeziehung von Grundstücken diesseits einer unterirdischen Wasserscheide die Eignung des (gesamten) Wasserschutzgebiets für den verfolgten Zweck infrage stehen (BVerwG, Urt. v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - ZfW 2014, 93).

    58 Zwar kann auch die fehlerhaft unterbliebene Einbeziehung von Grundstücken diesseits einer unterirdischen Wasserscheide die Eignung des (gesamten) Wasserschutzgebiets für den verfolgten Zweck in Frage stellen (BVerwG, Urt. v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - ZfW 2014, 93).

  • BVerwG, 26.11.2015 - 7 CN 1.14

    Normenkontrollverfahren; Antragsbefugnis; Wasserschutzgebiet; Festsetzung;

    Dem liegt letztlich zugrunde, dass die Ausweisung eines Wasserschutzgebiets wegen der damit einhergehenden Nutzungsbeschränkungen als Eingriff in das Eigentumsgrundrecht der betroffenen Grundstückseigentümer rechtfertigungsbedürftig ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 - Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1 Rn. 21).

    Der gerichtlich voll überprüfbare Begriff der Erforderlichkeit bezieht sich in sachlicher Hinsicht auf den Schutz des Wasservorkommens dem Grunde nach, was sich nach der Schutzwürdigkeit, der Schutzbedürftigkeit und der Schutzfähigkeit richtet (vgl. BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 - Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1 Rn. 20 sowie Beschluss vom 20. Januar 2015 - 7 BN 2.14 - W+B 2015, 120 = juris Rn. 27 ff.).

    Sie setzt wegen der Eigentumsgarantie aus Art. 14 Abs. 1 GG der räumlichen Ausdehnung Grenzen, weil die mit der Ausweisung eines Wasserschutzgebiets einhergehende Beschränkung der Eigentümerbefugnisse im Wege der Inhalts- und Schrankenbestimmung nur zulässig ist, wenn von dem betroffenen Grundstück Einwirkungen auf das zu schützende Grundwasser ausgehen können (BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 - Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1 Rn. 21 m.w.N.).

    Diese Ermessensentscheidung muss sich jedoch an einem nachvollziehbaren Schutzkonzept messen lassen (vgl. BVerwG, Urteil vom 2. August 2012 - 7 CN 1.11 - Buchholz 445.4 § 51 WHG Nr. 1 Rn. 23).

  • VGH Bayern, 06.10.2015 - 8 N 13.1281

    Wasserschutzgebiet bei Ingolstadt

    Im Hinblick auf die Eigentumsgarantie aus Art. 14 Abs. 1 GG ist sie nur dann zulässig, wenn von dem betroffenen Grundstück Einwirkungen auf das zu schützende Grundwasser ausgehen können (BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1/11 - NVwZ 2013, 227 Rn. 30 f. m. w. N.; vgl. auch BVerfG, B.v. 6.9.2005 - 1 BvR 1161/03 - NVwZ 2005, 1412/1414).

    Die Voraussetzungen, unter denen gemäß § 51 Abs. 1 WHG 2010 ein Wasserschutzgebiet festgesetzt werden kann, muss für jede darin einbezogene Teilfläche gegeben sein (BVerfG, B.v. 6.9.2005 - 1 BvR 1161/03 - NVwZ 2005, 1418; BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227; BayVGH, U.v. 1.8.2011 - 22 N 09.2729 - ZfW 2012, 94).

    Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn sich die Wasserrechtsbehörde bei einer näheren Abgrenzung des Schutzgebiets und seiner Zonen mit wissenschaftlich fundierten, in sich schlüssigen Schätzungen begnügt (st. Rspr.; BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227 Rn. 22; BayVGH, U.v. 1.8.2011 - 22 N 09.2729 - ZfW 2012, 94 Rn. 39 m. w. N.; VGH BW, U.v. 26.3.2015 - 3 S 166/14 - NuR 2015, 575 - Rn. 48 m. w. N.).

    Unter Berücksichtigung dieser Erläuterungen der Fachbehörde und des der Behörde entsprechend obigen Ausführungen zuzuerkennenden "administrativen Vereinfachungsspielraums" (BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227) stellt sich das im Antrag auf Ausdehnung des Wasserschutzgebiets zugrunde liegende Fachgutachten als wissenschaftlich fundiert und in sich schlüssig dar.

    Dass die Antragsgegnerin die Grenzen des Wasserschutzgebiets unter Berücksichtigung der geologischen und hydrogeologischen Gegebenheiten, der Grundwasserhydraulik und der Schutzfunktion der Deckschichten (vgl. auch Ziffer 6.6.1 des LfU-Merkblatts Nr. 1.2/7) hiervon abweichend festgesetzt hat, ist rechtlich nicht zu beanstanden, weil sie in den Antragsunterlagen (vgl. Anlage 4 unter 4.2.3, Bl. 47 f.; Anlage 6 unter 3.3, S. 108 ff.) und in der mündlichen Verhandlung (vgl. Sitzungsniederschrift S. 7) ein nachvollziehbares Schutzkonzept (vgl. BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 2227; vgl. auch BayVGH, U.v. 27.11.2012 - 22 N 09.2974 - NVwZ 2013, 239 [Leitsatz]) dargelegt hat.

    Nach Maßgabe des oben dargestellten administrativen Vereinfachungsspielraums (BVerwG, U.v. 2.8.2012 - 7 CN 1/11 - NVwZ 2013, 2227) mussten auch unter Berücksichtigung der schwankenden Deckschichtenverhältnisse keine weiteren Bohrungen in diesem Bereich erfolgen, nachdem bereits 200 bis 300 m weiter westlich hiervon Bohrungen durchgeführt worden waren (vgl. Sitzungsniederschrift S. 8).

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  • VG München, 29.10.2020 - M 26a S 20.5372

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  • VGH Bayern, 11.01.2013 - 8 ZB 12.326

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  • OVG Schleswig-Holstein, 12.05.2016 - 4 LB 10/16
  • VG München, 15.10.2020 - M 26b S 20.5134

    Verbot des Verkaufs und der Abgabe von Alkohol in Gaststätten

  • VG München, 23.10.2020 - M 26b S 20.5275

    Corona im Berchtesgadener Land: Eilantrag gegen Verbot, Schulen außerhalb des

  • VG München, 15.10.2020 - M 26b S 20.5125

    Verbot des Verkaufs und der Abgabe von Alkohol in Gaststätten

  • VG München, 24.09.2020 - M 26b S 20.4586

    Beschränkung der Teilnehmerzahl an Hochzeitsfeiern

  • VG München, 17.10.2020 - M 26b E 20.5181

    Ablehnung des Antrags auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zur Konfirmation

  • OVG Schleswig-Holstein, 11.12.2013 - 4 MB 55/13
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