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   OLG Köln, 11.07.2001 - Ss 273/01 (Z), Ss 273/01   

Volltextveröffentlichungen (3)

Papierfundstellen

  • zfs 2002, 254



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Wird zitiert von ... (8)  

  • OLG Köln, 22.05.2003 - Ss 169/03  
    Der Senat hatte deshalb, und zwar jeweils gemäß § 80a Abs. 2 Nr. 2 OWiG in der Besetzung mit einem Richter, nicht nur über den Zulassungsantrag, sondern auch über die Rechtsbeschwerde selbst zu entscheiden (vgl. OLG Karlsruhe DAR 2003, 182; SenE v. 17.7.1998 - Ss 351/98 Z = NStZ-RR 1998, 345 = NZV 1998, 476 [477] = VRS 95, 383 (384(; SenE v. 4.2.1999 - Ss 45/99 Z = NZV 1999, 264 [266] = VRS 96, 451(455(; SenE v. 15.4.1999 - Ss 144/99 Z = VRS 97, 187 [188]; SenE v. 11.7.2001 - Ss 273/01 Z = zfs 2002, 254; SenE v. 18.3.2003 - Ss 70/03 Z; SenE v. 31.3.2003 - Ss 82/03 Z; SenE v. 11.4.2003 - Ss 119/03 Z; SenE v. 28.4.2003 - Ss 134/03 Z; Göhler/König/Seitz a. a. O., § 80a Rdnr. 3 m. w. N.).

    Denn das Amtsgericht hat dem Betroffenen das rechtliche Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) versagt, indem es seinen Antrag auf Entbindung von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen in der Hauptverhandlung (§ 73 Abs. 1 OWiG) ohne nachvollziehbare Gründe abgelehnt hat (vgl. BayObLG DAR 2000, 578; SenE v. 8.5.2001 - Ss 170/01 Z; SenE v. 28.5.2001 - Ss 163/01 Z; SenE v. 11.7.2001 - Ss 273/01 Z = zfs 2002, 254 [255]; SenE v. 24.1.2003 - Ss 538/02 B; SenE v. 18.3.2003 - Ss 70/03 Z; SenE v. 31.3.2003 - Ss 82/03 Z; SenE v. 11.4.2003 - Ss 119/03 Z; SenE v. 28.4.2003 - Ss 134/03 Z; Göhler/König/Seitz a. a. O., § 80 Rdnr. 16b; Steindorf a. a. O., § 80 Rdnr. 41).

    Insoweit besteht für das Amtsgericht kein Ermessensspielraum (vgl. BayObLG DAR 2001, 371 [372]; BayObLG zfs 2001, 185, BayObLG zfs 2001, 186; OLG Dresden zfs 2003, 98; OLG Dresden zfs 2003, 209 [210]; OLG Karlsruhe zfs 1999, 538 [539]; OLG Stuttgart zfs 2003, 210 [211]; OLG Zweibrücken NZV 2000, 304 = zfs 1999, 537; SenE v. 8.5.2001 - Ss 170/01 Z; SenE v. 11.7.2001 - Ss 273/01 Z = zfs 2002, 254 [255]; SenE v. 24.1.2003 - Ss 538/02 B; SenE v. 18.3.2003 - Ss 70/03 Z; SenE v. 31.3.2003 - SSs 82/03 Z, SenE v. 11.4.2003 - Ss 119/03 Z; SenE v. 28.4.2003 - Ss 134/03 Z; Göhler/König/Seitz a. a. O., § 73 Rdnr. 5 m. w. N.).

    Die Entscheidung des Amtsgerichts, den Betroffenen nicht gemäß § 73 Abs. 2 OWiG von seiner Pflicht zum persönlichen Erscheinen zu entbinden, vermag deshalb von ihrer Begründung her nicht nachvollzogen zu werden und stellt sich daher als willkürlich dar, so dass sie das in Art. 103 Abs. 1 GG verankerte Verfassungsgebot der Gewährung rechtlichen Gehörs verletzt (vgl. BayObLG DAR 2000, 578; SenE v. 8.5.2001 - Ss 170/01 Z; SenE v. 11.7.2001- Ss 273/01 Z = zfs 2002, 254 [255]; SenE v. 24.1.2003 - Ss 538/02 B; SenE v. 18.3.2003 - Ss 70/03 Z; SenE v. 31.3.2003 - Ss 82/03 Z; SenE v. 11.4.2003 - Ss 119/03 Z; vgl. auch OLG Karlsruhe DAR 2003, 182; OLG Stuttgart zfs 2003, 210 [211]).

    Die zugelassene Rechtsbeschwerde erweist sich aufgrund der dargestellten Versagung des rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) und der damit verbundenen Rechtsfehlerhaftigkeit der auf § 74 Abs. 2 OWiG gestützten Verwerfung des Einspruchs des Betroffenen gegen den Bußgeldbescheid vom 25. September 2002 (vgl. BayObLG DAR 2000, 578; OLG Karlsruhe zfs 1999, 538 [539]; OLG Zweibrücken NZV 2000, 304 = zfs 1999, 537; Senge a. a. O., § 74 Rdnr. 36 m. w. N.) auch als begründet (vgl. BayObLG a. a. O.; SenE v. 8.5. 2001 - Ss 170/01 Z; SenE v. 11.7. 2001 - Ss 273/01 B = zfs 2002, 254 [255]; SenE v. 24.1. 2003 - Ss 538/02 B; SenE v. 18.3. 2003 - Ss 70/03 Z; SenE v. 31.3. 2003 - Ss 82/03; SenE v. 11.4. 2003 - Ss 119/03 Z; SenE v. 28.4. 2003 - Ss 134/03 Z), weil die schriftsätzliche Einlassung des Betroffenen zur Sache infolge dieses Verfahrensfehlers vom Amtsgericht bei der Urteilsfindung zu Unrecht nicht berücksichtigt worden ist (vgl. BayObLG zfs 2001, 185 [186]; BayObLG zfs 2001, 186 [187]; BayObLG VRS 103, 377 [378]; SenE v. 8.9.1987 - Ss 440/87 = NStZ 1988, 31 = zfs 1988, 60; SenE v. 4.2.1999 - Ss 45/99 Z = NZV 1999, 264 [266] = VRS 96, 451 [454 f.]; SenE v. 24.1.2003 - Ss 538/02 B; SenE v. 18.3.2003 - Ss 70/03 Z; SenE v. 31.3.2003 - Ss 82/03 Z; SenE v. 11.4.2003 - Ss 119/03 Z; SenE v. 28.4.2003 - Ss 134/03 Z).

  • OLG Hamm, 16.08.2006 - 2 Ss OWi 348/06  

    Entbindung; persönliches Erscheinen in der Hauptverhandlung; Verwerfung;

    Die Ablehnung des Antrags des Betroffenen, ihn von der Verpflichtung zum Erscheinen zu entbinden, ist im Rechtsbeschwerdeverfahren aufgrund der Verfahrensrüge überprüfbar; das Gericht hat sich deshalb im Urteil mit der Frage auseinander zu setzen, warum es dem Antrag des Betroffenen nicht entsprochen hat (OLG Hamm VRS 107, 124 = DAR 2004, 662 und u.a. auch noch Beschlüsse in 1 Ss OWi 664/03 sowie in 4 Ss OWi 3/04;; vgl. auch BayObLG DAR 2001, 371; DAR 2000, 578; OLG Köln zfs 2002, 254, 255; Göhler, a.a.O., § 73 Rn. 16; KK-OWiG/Senge, a.a.O., § 74 Rn. 39).
  • OLG Köln, 21.03.2005 - 8 Ss OWi 74/05  
    Zwar ist der Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs auch dann verletzt, wenn das Gericht über den Antrag des Betroffenen auf Entbindung von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen in der Hauptverhandlung überhaupt nicht oder ohne eine auf § 73 Abs. 2 OWiG zurückführbare Begründung ablehnend entscheidet und sich auch im Urteil mit den Gründen, die zur Rechtfertigung des Antrags geltend gemacht wurden, nicht befasst (SenE v. 31.03.2001 - Ss 227/01 Z - SenE v. 08.05.2001 - Ss 170/01 Z - SenE v. 28.05.2001 - Ss 163/01 Z - SenE v. 11.07.2001 - Ss 273/01 - = zfs 2002, 254 m. w. Nachw.; SenE v. 24.01.2003 - Ss 538/02 B - SenE v. 18.03.2003 - Ss 70/03 Z - SenE v. 11.04.2003 - Ss 119/03 Z - SenE v. 28.04.2003 - Ss 134/03 Z - SenE v. 22.05.2003 - Ss 169/03 Z - = VRS 105, 207 [208], SenE v. 29.09.2003 - Ss 400/03 Z - BayObLG DAR 2000, 578; OLG Brandenburg NZV 2003, 432; OLG Hamm zfs 2003, 425 = DAR 2003, 430 = VRS 105, 228 [229] = NZV 2003, 588; Göhler a.a.O. § 80 Rdnr. 16 b).

    Ansonsten konnte das Amtsgericht rechtsfehlerfrei seine Anwesenheit zur Sachaufklärung - etwa zur Identifizierung - für erforderlich erachten (vgl. dazu OLG Zweibrücken DAR 2000, 86 = VRS 98, 215 [216] = NZV 2000, 304; a. Korte NStZ 2000, 412; ferner OLG Stuttgart zfs 2002, 254; vgl. a. SenE v. 11.04.2003 - Ss 119/03 Z - ; SenE v. 31.03.2003 - Ss 82/03 Z - SenE v. 28.04.2003 - Ss 134/03 Z - SenE v. 22.05.2003 - Ss 169/03 Z - = VRS 105, 207 [210] m. w. Nachw.; SenE v. 09.03.2005 - 8 Ss-OWi 58/04 -).

  • OLG Hamm, 07.04.2003 - 2 Ss OWi 257/03  

    Erscheinen in der Hauptverhandlung; Entbindungsantrag; Begründung des

    Der Anspruch des Betroffenen auf Gewährung des rechtlichen Gehörs ist verletzt, wenn der Tatrichter den Antrag auf Entbindung von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen in der Hauptverhandlung ablehnt, ohne nachvollziehbare Gründe hierfür anzuführen, und sich auf das Urteil nicht mit den für eine Entbindung geltend gemachten Gründen auseinandersetzt (zu vgl. OLG Köln zfs 2002, 254).
  • OLG Celle, 06.10.2010 - 311 SsRs 113/10  

    Erforderlichkeit eines schriftlichen Nachweises für die einem

    Der Anspruch des Betroffenen auf Gewährung des rechtlichen Gehörs ist verletzt, wenn der Tatrichter den Antrag auf Entbindung von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen in der Hauptverhandlung ablehnt, ohne nachvollziehbare Gründe hierfür anzuführen, und sich auch das Urteil nicht mit den für eine Entbindung geltend gemachten Gründen auseinander setzt (vgl. OLG Celle, ZfS 2000, 365; OLG Köln NStZ-RR 1999, 337; Zfs 2002, 254).
  • OLG Hamm, 19.01.2004 - 4 Ss OWi 3/04  

    Versagung rechtlichen Gehörs, rechtliches Gehör, Zulassung der Rechtsbeschwerde,

    Eine Versagung des Anspruchs auf rechtliches Gehör gem. Art. 103 Abs. 1 GG liegt nämlich vor, wenn der Tatrichter den Antrag des Betroffenen auf Entbindung von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen in der Hauptverhandlung abgelehnt hat, ohne dafür nachvollziehbare Gründe angeführt zu haben (zu vgl. OLG Köln, zfs 2002, 254, 255).
  • OLG Köln, 27.09.2004 - 8 Ss OWi 18/04  
    Der Anspruch des Betroffenen auf Gewährung rechtlichen Gehörs ist verletzt, wenn das Gericht über den Antrag auf Entpflichtung vom persönlichen Erscheinen überhaupt nicht oder ohne eine auf § 73 Abs. 2 OWiG zurückführbare Begründung ablehnend entscheidet und sich auch im Urteil mit den Gründen, die hierfür geltend gemacht wurden, nicht befasst (SenE v. 11.07.2001 - Ss 273/01 - = zfs 2002, 254 m. w. Nachw.; SenE v. 18.03.2003 - Ss 70/03 Z - m. w. Nachw.; SenE v. 11.04.2003 - Ss 119/03 Z - SenE v. 28.04.2003 - Ss 134/03 Z - SenE v. 29.09.2003 - Ss 400/03 Z - SenE v. 02.01.2004 - Ss 554/03 Z - SenE v. 05.02.2004 - Ss 456/03 Z-; SenE v. 10.02.2004 - Ss 29/04 Z - = zfs 2004, 335; OLG Brandenburg NZV 2003, 432; OLG Hamm zfs 2003, 425 = DAR 2003, 430 = VRS 105, 228 [229] = NZV 2003, 588).
  • OLG Hamm, 19.01.2004 - 4 Ss OWi 3/4  

    Versagung rechtlichen Gehörs, rechtliches Gehör, Zulassung der Rechtsbeschwerde,

    Eine Versagung des Anspruchs auf rechtliches Gehör gem. Art. 103 Abs. 1 GG liegt nämlich vor, wenn der Tatrichter den Antrag des Betroffenen auf Entbindung von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen in der Hauptverhandlung abgelehnt hat, ohne dafür nachvollziehbare Gründe angeführt zu haben (zu vgl. OLG Köln, zfs 2002, 254, 255).
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