Rechtsprechung
| BVerwG, 21.01.1993 - 3 C 34.90 |
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- Jurion
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Die Entstehung des PsyHP - Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
1. DVO-HeilprG § 2 Abs. 1 lit. i, § 3 Abs. 1; HeilprG § 1 Abs. 1, 3
Verfahrensgang
- BVerwG, 01.01.1993 - 3 C 34.90
- BVerwG, 21.01.1993 - 3 C 34.90
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 91, 256
- BVerwGE 91, 356
- NJW 1993, 2395
- NVwZ 1993, 993 (Ls.)
Wird zitiert von ... (43)
- BVerwG, 21.12.1995 - 3 C 24.94
Berufsrecht - Heilpraktiker: Fehlender Beurteilungsspielraum bei Amtsärztliche …
Dazu sei er aber nach den Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts in seinem Urteil vom 21. Januar 1993 - BVerwG 3 C 34.90 - im Rahmen der Sachverhaltsermittlung verpflichtet gewesen.Entgegen dem Wortlaut des § 2 Abs. 1 HPG steht die Erlaubniserteilung nicht im Ermessen der Behörden; vielmehr ist nach verfassungskonformer Auslegung jeder Antragsteller zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung zuzulassen, wenn kein aus § 2 Abs. 1 der 1. DVO zum Heilpraktikergesetz ergebender - rechtsstaatlich unbedenklicher - Versagungsgrund gegeben ist (BVerwG, Urteil vom 24. Januar 1957 - BVerwG 1 C 194.54 - BVerwGE 4, 250 = Buchholz 418.04 Nr. 1; Urteil vom 21. Januar 1993 - BVerwG 3 C 34.90 - BVerwGE 91, 356, 358 = Buchholz 418.04 Nr. 18; vgl. auch BVerfG, Beschluß vom 10. Mai 1988 - 1 BvR 482/84 und 1166/85 - BVerfGE 78, 179, 192).
Eine Vorschrift, die eine Entscheidung "im Benehmen mit" einer anderen Behörde vorsieht, verlangt nur, daß die entscheidende Behörde die Behörde, mit der sie sich ins Benehmen zu setzen hat, informiert und ihr Gelegenheit gibt, ihre fachliche Stellungnahme abzugeben (vgl. hierzu Urteil vom 21. Januar 1993 - BVerwG 3 C 34.90 - BVerwGE 91, 356, 363 = Buchholz 418.04 Nr. 18; BVerwGE 11, 195, 200, 203; Wolff-Bachof, VerwR 11, 4. Aufl., § 77 V e, S. 122).
Auch die sonstigen materiellrechtlichen Vorschriften des Heilpraktikergesetzes und seiner Durchführungsverordnung lassen die Einräumung einer derartigen Ermächtigung des Amtsarztes nicht erkennen (vgl. hierzu Urteil vom 21. Januar 1993 - BVerwG 3 C 34.90 - BVerwGE 91, 356, 360 = Buchholz 418.04 Nr. 18).
Im übrigen beruht die verwaltungsgerichtliche Entscheidung auf einem Mißverständnis des Urteils vom 21. Januar 1993 - BVerwG 3 C 34.90 - (BVerwGE 91, 356 ).
- BVerwG, 26.08.2009 - 3 C 19.08
Physiotherapeut, Heilpraktikererlaubnis, Beschränkung der Heilpraktikererlaubnis, …
Auf die Erteilung der Erlaubnis besteht ein Rechtsanspruch, wenn kein rechtsstaatlich unbedenklicher Versagungsgrund nach § 2 Abs. 1 der 1. DVO-HeilprG eingreift (Urteil vom 21. Januar 1993 - BVerwG 3 C 34.90 - BVerwGE 91, 356 = Buchholz 418.04 Heilpraktiker Nr. 18 S. 8).Dies hat der Senat für den Bereich der Psychotherapie bereits ausgesprochen (Urteil vom 21. Januar 1993 a.a.O. S. 361 bzw. S. 11); die dortigen Erwägungen sind aber nicht darauf beschränkt, sondern gelten allgemein.
Von einem Berufsbewerber dürfen nur solche Kenntnisse und Fähigkeiten verlangt werden, die in einem Bezug zu der geplanten Tätigkeit stehen (vgl. Urteile vom 21. Januar 1993 a.a.O. S. 360 f. bzw. S. 10 f. …und vom 10. Februar 1983 a.a.O. S. 372 f. bzw. S. 5 f.; vgl. auch BVerfG…, Beschluss vom 10. Mai 1988 a.a.O. S. 194).
Die Behörde muss zunächst die vorgelegten Zeugnisse und sonstigen Nachweise über absolvierte Studiengänge und Zusatzausbildungen prüfen und je nach dem Ergebnis die Art der weiteren Ermittlungen bestimmen (so bereits Urteil vom 21. Januar 1993 a.a.O. S. 360 f. bzw. S. 10 f.).
- OVG Sachsen-Anhalt, 12.12.2006 - 1 L 395/04
Zulässigkeit einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten …
Das Bundesverwaltungsgericht hat aber unter ausdrücklicher Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung entschieden, dass eine auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Heilpraktikererlaubnis zulässig und geboten ist, um die formelle Rechtslage mit der materiellen in Einklang zu bringen (Urteil vom 21.01.1993 - 3 C 34.90 -, BVerwGE 91, 356).Das Gericht hat vielmehr die Herausbildung der speziellen heilkundlichen Tätigkeit im Bereich der Psychotherapie als Anlass gesehen, die Vorschriften des vorkonstitutionellen Heilpraktikergesetzes an die gegenwärtigen Gegebenheiten anzupassen (BVerwG, Urteil vom 21.01.1993, a. a. O.; vgl. auch OVG Bremen…, Urteil vom 20.12.2005, a. a. O.).
Hiervon ist in der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 21.01.1993 (a. a. O.) nicht die Rede.
Das Heilpraktikergesetz mit seinen Durchführungsverordnungen ermöglicht hingegen die Ausübung eines Heilberufs gerade ohne vergleichbare Ausbildungsanforderungen und ohne das Bestehen einer formalisierten Prüfung im herkömmlichen Sinne, die eine zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erbringende Prüfungsleistung des Bewerbers zur Voraussetzung hat (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 21.01.1993, a. a. O.).
- LSG Bayern, 26.03.2010 - L 8 AL 117/06
Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben - berufliche …
Etwaige Erschwernisse bei der Erlaubniserteilung und Aufsicht, die sich aus der nur einen Teilbereich der Heilpraktikertätigkeit betreffenden Erlaubnis ergeben könnten, müssten im Hinblick auf Art. 12 Abs. 1 GG hingenommen werden (dazu VGH Baden-Württemberg…, Urteil vom 25.07.1997, 9 S 558/97 juris Rn. 19; vgl. ferner für die Zulässigkeit einer beschränkten Erlaubnis für Heilberufe auch OVG Bremen, Urteil vom 20.12.2005, 1 A 260/04; OVG Sachsen-Anhalt…, Urteil vom 12.12.2006, 1 L 395/04 juris Rn. 3; BVerwG, Urteil vom 21.01.1993, 3 C 34.90, BVerwGE 91, 356; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 21.11.2006, 6 A 10271/06; vgl. auch VG Koblenz vom 19.06.2000, 3 K 155/00.KO; abweichend VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19.03.2009, 9 S 1413/08 - Ablehnung einer beschränkten Heilpraktikererlaubnis wegen fehlender Abgrenzbarkeit der Physiotherapie -, BayVGH, Beschluss vom 23.09.2008, 21 ZB 08.784 -grundsätzlich keine Beschränkung der Heilpraktikererlaubnis auf bestimmte Therapieformen).Auch das Bundesverwaltungsgericht hat seine frühere Rechtsprechung (vgl. Beschluss vom 21.05.1964, I B 183.63, Buchholz 418.4 Heilpraktiker Nr. 6; Urteil vom 25.06.1970, I C 53.66, BVerwGE 35, 306, 316; Urteil vom 10.02.1983, 3 C 21.82, NJW 1984, 1414, 1415), die gegen eine beschränkte Erlaubnis sprach, ausdrücklich aufgegeben (vgl. Urteil vom 21.01.1993, 3 C 34.90 NJW 1993, 2395, 2397).
Einen sachlichen Grund, die Berufsbezeichnung ohne Ausnahme auf das gesamte Berufsfeld der nicht approbierten Heilbehandler anzuwenden, gibt es nicht (BVerfG…, Beschluss vom 10.05.1988, a.a.O.; BVerwG, Urteil vom 21.01.1993, 3 C 34/90, NJW 1993, 2395, 2396).
- VG Düsseldorf, 08.12.2008 - 7 K 5981/08
Rechtsprechung - Für die Behandlung ohne ärztliche Verordnung bedarf es keiner …
Rspr., vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 ff. (358).vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 ff. (360 f.); VG Ansbach, Urteil vom 9. Juli 2008 - AN 9 K 07.03319 -, juris.
mit Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 ff. (361 f.).
vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 ff., 360 (zu Psychotherapeuten).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 28.04.2006 - 13 A 2495/03
Falten unterspritzen nur mit Heilpraktikererlaubnis
u. a. BVerfG, Beschlüsse vom 10.5.1988 - 1 BvR 111/77 -, BVerfGE 78, 155, - 1 BvR 482/84 u. a. -, BVerfGE 78, 179, vom 24.10.1994 - 1 BvR 1016/89 -, n. v., und vom 2.3.2004 - 1 BvR 784/03 -, MedR 2005, 35; BVerwG, Urteile vom 24.1.1957 - I C 194.54 -, BVerwGE 4, 250, vom 25.6.1970 - I C 53.66 -, BVerwGE 35, 308, vom 10.2.1983 - 3 C 21.82 -, BVerwGE 66, 367, vom 21.1.1993 - 3 C 34.90 -, BVerwGE 91, 356, vom 11.11.1993 - 3 C 45.91 -, a. a. O., und vom 21.12.1995 - 3 C 24.94 -, BVerwGE 100, 221; OVG NRW, Urteile vom 24.12.2000 - 13 A 4790/97 - (die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision wurde durch Beschluss des BVerwG vom 28.11.2000 - 3 B 182.00 - zurückgewiesen) und vom 2.12.1998 - 13 A 5322/96 -, DVBl. 1999, 1057.Eine etwaige Überprüfung, durch die festgestellt werden soll, ob die Ausübung der Heilkunde durch die Klägerin eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bedeutet, ist dabei an den zur ordnungsgemäßen Erfüllung der geplanten Heilpraktikertätigkeit erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten zu orientieren, vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.10.1994 - 1 BvR 1016/89 - BVerwG, Urteile vom 21.1.1993 - 3 C 34.90 -, a. a. O., vom 10.2.1983 - 3 C 21.82 -, a. a. O., und vom 18.12.1972 - I C 2.69 -, a. a. O. .
- VG Düsseldorf, 08.12.2008 - 7 K 4083/08
Physiotherapeut Heilpraktikererlaubnis selbstständige und eigenverantwortliche …
Rspr., vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 ff. (358).vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 ff. (360 f.); VG Ansbach, Urteil vom 9. Juli 2008 - AN 9 K 07.03319 -, juris.
mit Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 ff. (361 f.).
vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 ff., 360 (zu Psychotherapeuten).
- VGH Baden-Württemberg, 19.03.2009 - 9 S 1413/08
Kein Erlaubniszwang nach HeilprG § 1 Abs 1 für Physiotherapeuten der …
Auch die hierfür vorgeschriebenen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt; insbesondere ist die Klagebefugnis gegeben, weil die Anspruchsgrundlage aus §§ 1 Abs. 1 und 2 Abs. 1 des Gesetzes über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) vom 17.02.1939 (RGBl. I S. 251, BGBl. III 2122-2; zuletzt geändert durch Gesetz vom 23.10.2001, BGBl. I S. 2702 - HeilprG -) i.V.m. § 2 Abs. 1 lit. i der Ersten Durchführungsverordnung zum Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung vom 18.02.1939 (RGBl. I S. 259; zuletzt geändert durch Verordnung vom 14.12.2002, BGBl. I S. 4456 - 1. DVO-HeilprG -) ein Recht auf Erlaubniserteilung vermittelt, sofern ein gesetzlich normierter Versagungsgrund nicht vorliegt (vgl. BVerwG, Urteil vom 21.01.1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356).Zwar hat das Bundesverwaltungsgericht die Erteilung einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Heilpraktikererlaubnis für zulässig und erforderlich erachtet (vgl. BVerwG, Urteil vom 21.01.1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 24.08.2000 - 13 A 4790/97 Zur Geltung und zur Auslegung dieser vorkonstitutionellen Rechtsvorschriften sind inzwischen zahlreiche verwaltungs- und verfassungsgerichtliche Entscheidungen ergangen, vgl. u.a. BVerwG, Urteile vom 21. Dezember 1995 - 3 C 24.94 -, DÖV 1996, 963, vom 11. November 1993 - 3 C 45.91 -, NJW 1994, 3024, vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, BVerwGE 91, 356 = NJW 1993, 2395, vom 10. Februar 1983 - 3 C 21.82 -, BVerwGE 66, 367, vom 18. Dezember 1972 - I C 2/69 -, NJW 1973, 579, vom 25. Juni 1970 - I C 53.66 -, BVerwGE 35, 308, vom 20. Januar 1966 - I C 73.64 -, BVerwGE 23, 140, 24. Januar 1957 - I C 194.54 - , BVerwGE 4, 250; BVerfG, Beschlüsse vom 24. Oktober 1994 - 1 BvR 1016/89 -, n. v., 10. Mai 1988 - 1 BvR 111/77 -, BVerfGE 78, 155, 1 BvR 482/84 u.a. -, BVerfGE 78, 179; OVG NRW, Urteile vom 2. Dezember 1998 - 13 A 5322/96 -, DVBl 1999, 1057, vom 8. Dezember 1997 - 13 A 4973/94 -, MedR 1998, 571, vom 24. August 1990 - 5 A 76/88 -, NWVBl 1991, 205, vom 6. März 1981 - 13 A 1020/80 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 9. Juli 1991 - 9 S 961/90 -, MedR 1992, 54; Bay. VGH, Urteile vom 20. November 1996 - 7 P 95.3013 -, NVwZ-RR 1998, 113, vom 7. August 1995 - 7 P 94/4171 -, NVwZ-RR 1996, 146, und vom 24. Januar 1990 - 7 P 89.1893 -, NJW 1991, 1558, jeweils m. w. N.
Dementsprechend bedarf es auch keiner Entscheidung des Senats dazu, ob das fehlende Sehvermögen des Klägers schon von vornherein einen absoluten Hinderungsgrund für eine Erlaubniserteilung darstellt oder ob diese körperliche Beeinträchtigung kompensiert werden kann durch eine besondere Sensibilität und durch besondere Fähigkeiten des Klägers und ob diese zum Gegenstand einer Überprüfung nach § 2 Abs. 1 Buchst. i) der 1. HPG-DVO, die sich an den zur ordnungsgemäßen Erfüllung der geplanten Heilpraktikertätigkeit erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten zu orientieren hat, vgl. BVerwG, Urteile vom 10. Februar 1983 - 3 C 21.82 -, a.a.O., vom 21. Januar 1993 - 3 C 34.90 -, a.a.O., und vom 18. Dezember 1972 - I C 2.69-, NJW 1973, 579; BVerfG, Beschluss vom 24. Oktober 1994 - 1 BvR 1016/89 -, gemacht werden können.
Des Weiteren bedarf es auch nicht einer Entscheidung zu der Frage, ob dem Kläger nach einer erfolgreichen Überprüfung nach § 2 Abs. 1 Buchst. i) der 1. HPG-DVO eine (auf die Chirotherapie) beschränkte Heilpraktikererlaubnis erteilt werden kann, vgl. dazu einerseits BVerwG, Urteil vom 25. Juni 1970 - I C 53.66 -, a.a.O., Beschluss vom 21. Mai 1964 - I B 183.63 -, a.a.O.; andererseits BVerwG, Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34/90 -, a.a.O.,und BVerfG, Beschluss vom 24. Oktober 1994 - 1 BvR 1016/89 -, n.v.
- VG Stuttgart, 10.04.2008 - 4 K 5891/07
Frage der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde im Fall eines Physiotherapeuten
In welcher Form und in welchem Umfang die Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Heilpraktikeranwärters zu erfolgen hat, ist weder im Heilpraktikergesetz noch in der DVO hierzu geregelt, was im Hinblick auf Art. 12 Abs. 1 GG bedenklich ist; diese Bedenken lassen sich aber im Wege der verfassungskonformen Auslegung mit Hilfe des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes ausräumen (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.01.1993 - 3 C 34.90 -, DVBl. 1993, 723; BVerfG, Beschl. v. 10.05.1988 - 1 BvR 482/84 und 1166/85 - BVerfGE 78, 179 = NJW 1988, 2290).Dies macht zwar nicht die Überprüfung an sich entbehrlich, stellt jedoch eine Prüfung der vorgelegten Zeugnisse und sonstigen Nachweise "nach Aktenlage" an den Anfang, um dann die Art der weiteren Ermittlungen zu bestimmen (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.01.1993 a.a.O.).
Das Bundesverwaltungsgericht geht aber seit dem Urteil vom 21.01.1993 (a.a.O.) in Änderung seiner Rechtsprechung von einer Teilbarkeit der Erlaubnis aus.
- BVerwG, 31.01.2002 - 2 C 7.01
Versetzung in den einstweiligen Ruhestand; Fortsetzungsfeststellungsklage; …
- OVG Rheinland-Pfalz, 21.11.2006 - 6 A 10271/06
Physiotherapeut, Erlaubnis nach MPhG, Heilkunde, selbständige Ausübung, …
- VGH Baden-Württemberg, 19.03.2009 - 9 S 2518/08
Masseure und medizinische Bademeister benötigen keine Heilpraktikererlaubnis, …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 02.12.1998 - 13 A 5322/96
Berufsrecht/Heilparktiker: Untersagung der Ausübung der Heilkunde, "Reiki-Spende"
- VGH Bayern, 22.06.2009 - 21 BV 05.256
Heilpraktikerprüfung; Fragestellung; Berücksichtigung unzulässiger Fragen
- VG Augsburg, 08.12.2011 - Au 2 K 08.1138
Schriftliche Überprüfung nach dem Heilpraktikergesetz
- VG Frankfurt/Main, 01.07.2009 - 12 K 30/08
- VG Göttingen, 25.04.2012 - 1 A 249/10
Kenntnisüberprüfung bei der Frage der Erteilung einer Heipraktikererlaubnis, …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 08.12.1997 - 13 A 4973/94
Auch "Wunderheiler" bedürfen der behördlichen Erlaubnis
- VGH Baden-Württemberg, 10.07.2006 - 9 S 519/06
Ausübung der Heilkunde; Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure durch als …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 07.08.2002 - 13 A 1253/01
- OVG Bremen, 20.12.2005 - 1 A 260/04
Erteilung einer Heilpraktikererlaubnis
- OVG Niedersachsen, 07.02.2011 - 8 LA 71/10
Zur Zulässigkeit der Verwendung der Berufsbezeichnung "Heilpraktiker für …
- VGH Baden-Württemberg, 25.07.1997 - 9 S 558/97
Heilpraktikererlaubnis: Beschränkung auf den Fachbereich "manuelle Therapien
- VG Ansbach, 09.07.2008 - AN 9 K 07.03319
Prüfungsfreie beschränkte Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapeuten
- VG Berlin, 22.09.2008 - 35 A 15.08
Rechtmäßigkeit der Regelungen zum Glücksspiel im Land Berlin; Rechtmäßigkeit der …
- VG Berlin, 31.05.2011 - 14 K 31.10
Blindheit schließt Zulassung als Heilpraktikerin nicht generell aus
- VGH Baden-Württemberg, 26.10.2005 - 9 S 2343/04
Zur Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten eines …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 20.11.2007 - 13 A 3786/05
HPG § 1 Abs. 1; HPG § 1 Abs. 2; HPG § 2 Abs. 1; HPG § 7; 1. DVO-HPG § 2 Abs. 1; …
- OVG Niedersachsen, 30.11.1994 - 8 L 2045/92
- VG Ansbach, 09.07.2008 - AN 9 K 08.00413
Prüfungsfreie beschränkte Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapeuten
- VG Ansbach, 09.07.2008 - AN 9 K 08.00410
Prüfungsfreie beschränkte Heilpraktikererlaubnis für Physiotherapeuten
- VG Bremen, 23.06.2004 - 1 K 1786/02
Zum Anspruch auf Erteilung einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten …
- VGH Bayern, 07.08.2008 - 11 CS 08.1854
Entziehung der Fahrerlaubnis nach § 11 Abs. 8 FeV; "personenbezogene …
- VG Oldenburg, 04.07.2008 - 7 A 3665/07
Entfallen der Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten für Heilpraktiker bei …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.08.1998 - 13 A 1781/96
- VGH Bayern, 07.08.1995 - 7 B 94.4171
- VG Gelsenkirchen, 22.08.2007 - 7 K 2003/05
Heilpraktikerprüfung, eingeschränkte Heilpraktikererlaubnis, Heilberuf, …
- VG Wiesbaden, 18.03.2009 - 7 K 631/08
Erlaubnis zur selbständigen Ausübung der Heilkunde durch Physiotherapeuten ohne …
- VG Würzburg, 04.08.2008 - W 7 K 08.906
Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf den Bereich der physikalischen Therapie …
- OVG Niedersachsen, 17.09.1998 - 8 L 3468/98
Heilpraktikererlaubnis ohne zusätzliche
- OVG Schleswig-Holstein, 01.03.1995 - 3 L 790/94
- VG München, 17.06.2008 - M 16 K 07.5751
Kenntnisüberprüfung der Heilpraktiker; keine Ersetzung durch staatliche …
Rechtsprechung
| BVerwG, 01.01.1993 - 3 C 34.90 |
Verfahrensgang
- BVerwG, 01.01.1993 - 3 C 34.90
- BVerwG, 21.01.1993 - 3 C 34.90
Wird zitiert von ...
- OVG Nordrhein-Westfalen, 13.08.1998 - 13 A 1781/96 Auf die Rechtsprechung zur Zulässigkeit der Erteilung einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Heilpraktikererlaubnis vgl. BVerwG, Urteil vom 1. Januar 1993 - 3 C 34.90 -, a.a.O.; Urteil vom 10. Februar 1983 - 3 C 21.82 -, a.a.O., kann sich der Kläger in diesem Zusammenhang nicht berufen.
Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 21. Dezember 1995 - 3 C 24.94 - , a.a.O., unter Klarstellung seiner Ausführungen im Urteil vom 21. Januar 1993 - 3 C 34.90 -, a.a.O., entschieden, daß im Regelfall für die untere Verwaltungsbehörde kein Anlaß besteht, von einer schriftlichen oder mündlichen Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten eines Heilpraktikeranwärters abzusehen.
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