Rechtsprechung
| VG Aachen, 10.02.2006 - 6 K 2480/04 |
Volltextveröffentlichungen (2)
Wird zitiert von ... (4)
- BFH, 30.01.2008 - XI R 53/06
Hippotherapie als von der Umsatzsteuer befreite Heilbehandlung nach § 4 Nr. …
Auch nach Auffassung anderer Gerichte stellt die Hippotherapie --in Abgrenzung zum heilpädagogischen Reiten-- als besondere Form der Krankengymnastik eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation dar (Verwaltungsgericht --VG-- Aachen, Urteil vom 10. Februar 2006 6 K 2480/04, nicht veröffentlicht --n.v.--; VG Bayreuth, Urteil vom 19. Mai 2006 B 5 K 04.1222, n.v.; Sozialgericht Düsseldorf, Urteil vom 13. März 2007 S 23 SO 195/05, n.v.). - SG Düsseldorf, 13.03.2007 - S 23 SO 195/05
Sozialhilfe
Nach der Rechtsprechung handele es sich um eine besondere Form der Krankengymnastik (VG Aachen, Urteil vom 10.02.2006, Az.: 6 K 2480/04).Während das heilpädagogische Reiten eine ganzheitliche Therapiemethode darstellt, deren Ziele sich über den emotionalen Bereich, den kognitiven Bereich, den motorischen Bereich und den sozialen Bereich erstrecken, und dieses unmittelbar an der Behinderung ansetzt, indem es durch ein positives Einwirken auf die Gesamtpersönlichkeit des Betroffenen dessen Entwicklungsverzögerung und Verhaltensauffälligkeit unmittelbar zu therapieren versucht (VG Aachen, Urteil vom 21.06.2006, Az.: 6 K 103/04), setzt die Hippotherapie an den Ursachen einer Behinderung an (VG Aachen, Urteil vom 10.02.2006, Az.: 6 K 2480/04).
Sofern der Kläger auf die Bewilligungspraxis anderer Kommunen abstellt, kann er dies der Beklagten nicht als anspruchsbegründenden Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz entgegenhalten, denn der Gleichheitsgrundsatz gilt nur gegenüber dem nach der Kompetenzordnung konkret zuständigen Träger öffentlicher Gewalt (VG Aachen, Urteil vom 10.02.2006, Az.: 6 K 2480/04).
- VG Aachen, 21.06.2006 - 6 K 103/04 Deswegen verliert auch der Umstand an Bedeutung, dass für die Therapie vorwiegend pädagogische Mittel eingesetzt werden, vgl. zu dieser Abgrenzung im Einzelnen: Bundessozialgericht (BSG), Urteile vom 3. September 2003 -B 1 KR 34/01 R- , (zur Petö-Therapie) und vom 19. März 2002 -B 1 KR 36/00 R-, (zur Hippotherapie); vgl. auch: Verwaltungsgericht (VG) Aachen, Urteil vom 10. Februar 2006 -6 K 2480/04- (ebenfalls zur Hippotherapie); sowie Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg, Beschluss vom 24. Mai 2005 -7 S 189/05-, Oberverwaltungsgericht (OVG) Rheinland-Pfalz, Urteil vom 1. September 2004 -12 A 10886/04-, FEVS 56, 84; VG Karlsruhe, Urteil vom 8. Juli 2004 -2 K 967/03-, VG Sigmaringen, Beschluss vom 16. Dezember 2004 -7 K 1279/04-, Schmeller, in: Mergler/Zink, Kommentar zum BSHG, Loseblattsammlung (Stand: August 2004), § 40 Rdnr. 80 (jeweils zur Petö-Therapie).
Denn der Gleichbehandlungsanspruch gilt nur gegenüber dem nach der Kompetenzordnung konkret zuständigen Träger öffentlicher Gewalt, vgl. hierzu statt Vieler: VG Aachen, Urteil vom 10. Februar 2006 -6 K 2480/04-, a.a.O.; VG Karlsruhe, Urteil vom 8. Juli 2004 - 2 K 967/03-, a.a.O.
- SG Düsseldorf, 13.03.2007 - S 23 SO 236/05
Sozialhilfe
Während das heilpädagogische Reiten eine ganzheitliche Therapiemethode darstellt, deren Ziele sich über den emotionalen Bereich, den kognitiven Bereich, den motorischen Bereich und den sozialen Bereich erstrecken, und dieses unmittelbar an der Behinderung ansetzt, indem es durch ein positives Einwirken auf die Gesamtpersönlichkeit des Klägers dessen Behinderung bedingte Entwicklungsverzögerung und Verhaltensauffälligkeit unmittelbar zu therapieren versucht (VG Aachen, Urteil vom 21.06.2006, Az.: 6 K 103/04), setzt die Hippotherapie an den Ursachen einer Behinderung an (VG Aachen, Urteil vom 10.02.2006, Az.: 6 K 2480/04).Diesen Sachverhalt kann er der Beklagten nicht als anspruchsbegründenden Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz entgegenhalten, denn der Gleichheitsgrundsatz gilt nur gegenüber dem nach der Kompetenzordnung konkret zuständigen Träger öffentlicher Gewalt (VG Aachen, Urteil vom 10.02.2006, Az.: 6 K 2480/04).
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