Rechtsprechung
| BVerwG, 23.10.1984 - 1 WB 98.82 |
Volltextveröffentlichungen
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 76, 267
- NJW 1985, 1658
- NVwZ 1985, 589 (Ls.)
Wird zitiert von ... (15)
- BVerwG, 10.10.1985 - 2 WD 19.85
GG Art. 5 Abs. 1, Art. 8, Art. 17a Abs. 1, Art. 26 Abs. 1 …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BVerwG, 27.11.1996 - 1 WB 37.96
Recht der Soldaten - Erzieherische Maßnahmen, Zuständigkeit, Gerichtliche …
Erzieherische Maßnahmen können dann mit dem Antrag auf gerichtliche Entscheidung angefochten werden, wenn sie die Rechtssphäre des Betroffenen berühren; das ist jedenfalls dann der Fall, wenn ihm der Vorwurf pflichtwidrigen Verhaltens gemacht wird (wie Beschluß vom 23. Oktober 1984 - 1 WB 98.82 = BVerwGE 76, 267 -).Erzieherische Maßnahmen können ohne Rücksicht darauf, wie sie formell zu bewerten sind, stets dann mit einem Antrag auf gerichtliche Entscheidung nach § 17 WBO angefochten werden, wenn sie die Rechtssphäre des Betroffenen berühren (Beschluß vom 23. Oktober 1984 - BVerwG 1 WB 98.82 - (BVerwGE 76, 267 = NZWehrr 1985, 113) m.w.N.).
Dieser Vorwurf ist geeignet, den Soldaten in seiner Rechtssphäre zu verletzen und führt nicht nur zur Zulässigkeit einer Beschwerde, sondern auch zur Anfechtbarkeit der Maßnahme im wehrdienstgerichtlichen Verfahren (Beschluß vom 23. Oktober 1984 a.a.O.).
- BVerwG, 10.03.1998 - 1 WB 70.97
Recht der Soldaten - Bekanntgabe von Dienstgrad und Dienststelle im Zusammenhang …
Wie der Senat wiederholt entschieden hat, können Zurechtweisungen und Mißbilligungen mit der Wehrbeschwerde angefochten und von den Wehrdienstgerichten im Rahmen des § 17 WBO auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden, wenn durch sie in die Rechtssphäre des Betroffenen eingegriffen wird (vgl. u.a. Beschlüsse vom 12. Januar 1977 - BVerwG 1 WB 100.75 -, BVerwGE 53, 239 , f. m.w.N., vom 23. Oktober 1984 - BVerwG 1 WB 98.82 -, BVerwGE 76, 267, 270 f. = NZWehrr 1985, 113 und vom 27. November 1996 - BVerwG 1 WB 37.96, Buchholz 311 § 17 Nr. 17 = NZWehrr 1997, 81 ).Das dem Soldaten zustehende Recht der freien Meinungsäußerung umfaßt grundsätzlich auch das Recht, durch Hinzufügung seines Dienstgrades auf die Zugehörigkeit zur Bundeswehr hinzuweisen (Beschluß vom 23. Oktober 1984 - BVerwG 1 WB 98.82 -, a.a.O., 272; vgl. auch Urteile vom 29. Oktober 1987 - BVerwG 2 C 72.86 -, BVerwGE 78, 216, 221 und vom 29, Oktober 1987 - BVerwG 2 C 73.86 -, ZBR 1988, 128 , f. = DÖD 1988, 141, 143).
Der Senat hat deshalb auch nicht darüber zu befinden, ob der Antragsteller durch die private Meinungsäußerung als solche Dienstpflichten verletzt hat (vgl. hierzu grundlegend Beschlüsse vom 12. April 1978 - BVerwG 2 WDB 24.77 -, BVerwGE 63, 37 , vom 6. August 1981 - BVerwG 1 WB 89.80 -, BVerwGE 73, 237 , vom 23. Oktober 1984 - BVerwG 1 WB 98.82 -, a.a.O.;… Urteile vom 29. Oktober 1987 - BVerwG 2 C 72.86 -, a.a.O. …und vom 29. Oktober 1987 - BVerwG 2 C 73.86 -, a.a.O. sowie BVerfG, Beschluß vom 6. Juni 1988 - 2 BvR 111/88 -, NJW 1989, 93 ).
- BVerwG, 24.09.1992 - 2 WD 13.91 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BVerwG, 27.06.2007 - 6 A 1.06
Wahl der Gleichstellungsbeauftragten beim Bundesnachrichtendienst; …
Diese Grenze ist insbesondere dann überschritten, wenn der Beschäftigte wider besseres Wissen oder unter Verletzung der ihm zuzumutenden Sorgfalt unwahre Behauptungen aufstellt oder Vorgesetzte oder Kollegen diffamiert (vgl. Beschluss vom 23. Oktober 1984 - BVerwG 1 WB 98/82 - BVerwGE 76, 267 ; Urteile vom 24. September 1992 - BVerwG 2 WD 13.91, 7.92 - BVerwGE 93, 287 …und vom 15. Dezember 2005 - BVerwG 2 A 4.04 - juris Rn. 37 und 63 f., insoweit bei Buchholz 235.1 § 24 BDG Nr. 1 nicht abgedruckt;… Lemhöfer, in: Plog/Wiedow/Lemhöfer/Bayer, Bundesbeamtengesetz, § 53 Rn. 6, § 54 Rn. 22 f.). - BVerwG, 27.09.1991 - 2 WD 43.90
Dienstvergehen von Soldaten durch Billigung des Zitats "Alle Soldaten sind …
Als Staatsbürger und Soldat kann er sich dabei auch kritisch mit politischen Fragen, insbesondere solchen der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik, auseinandersetzen und dabei selbst in Widerspruch zu Meinungen von Vorgesetzten und Kameraden geraten; er darf in diesem Zusammenhang sogar grundsätzlich auf seine Zugehörigkeit zur Bundeswehr durch die Angabe seines Dienstgrades hinweisen (Beschlüsse vom 12. April 1978 - BVerwG 2 WDB 24.77 - [BVerwGE 63, 37], vom 25. Juli 1984 - BVerwG 2 WDB 3, 84 - [NZWehrr 1984, 258 = NJW 1985, 160], und vom 23. Oktober 1984 - BVerwG 1 WB 98.82 - [BVerwGE 76, 267]; BVerwGE 83, 60 ).Das öffentliche Eintreten der Vorgesetzten für den Verteidigungsauftrag der Bundeswehr stellt ohnedies keine unzulässige politische Beeinflussung ihrer Untergebenen dar (BVerwGE 76, 267 ).
- BVerwG, 29.11.1988 - 1 WB 83.88
PersKM 1/87 Nr. 6.1; SG § 55 Abs. 5, § 59; VwGO § 162 Abs. 2; …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BVerwG, 17.12.1992 - 2 WD 11.92 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BVerwG, 10.10.1989 - 2 WDB 4.89
GG Art. 1 Abs. 3, Art. 5 Abs. 1, 2, Art. 17a Abs. 1, Art. …
Dieses Gebot wird nicht verletzt, wenn ein Soldat außer Dienst und außerhalb dienstlicher Unterkünfte und Anlagen sich in Rede oder Schrift kritisch mit politischen, auch wehr- und sicherheitspolitischen Themen auseinandersetzt oder in Diskussionen eingreift, die in der Öffentlichkeit geführt werden (vgl. BVerwGE 63, 37; BVerwG NJW 1985, 1658). - BVerwG, 13.02.1985 - 1 WB 65.83 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BVerwG, 14.01.1997 - 1 WB 68.96
- BVerwG, 29.04.1999 - 1 WB 55.98
- BVerwG, 13.03.1990 - 1 WB 123.89
Aufhebung einer rechtsbeständigen Erzieherischen Maßnahme
- BVerwG, 20.05.1999 - 1 WB 85.98
- BVerwG, 09.04.1991 - 2 WDB 9.91
