Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 04.11.1996 - 1 S 1540/95 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Landesrecht Baden-Württemberg
§ 3 Abs 1 AuslG 1990, § 3 Abs 3 AuslG 1990, § 8 Abs 1 Nr 1 AuslG 1990, § 9 Abs 1 Nr 1 AuslG 1990, § 71 Abs 2 S 2 AuslG 1990, § 1 Abs 1 AuslG1990DV, § 9 AuslG1990DV
Zur Einreise ohne erforderliches Visum iSd AuslG 1990 § 8 Abs 1 Nr 1) - VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst(Abodienst, kostenloser Testzugang, Einzelerwerb möglich, Leitsatz frei) (Volltext und Leitsatz)
Positivstaater; unerlaubte Einreise; Visumspflicht; Besuchsaufenthalt; Besuch; Nachentschluß; besonderer Versagungsgrund; Familiennachzug
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 27.04.1995 - A 8 K 14599/93
- VGH Baden-Württemberg, 04.11.1996 - 1 S 1540/95
Zeitschriftenfundstellen
- VBlBW 1997, 19 (Ls.)
- InfAuslR 1997, 242
Wird zitiert von ... (5)
- VGH Baden-Württemberg, 14.03.2006 - 11 S 1797/05
Zum erforderlichen Visum für eine Aufenthaltserlaubnis - hier: …
Ob ein nachträglicher Sinneswandel vorlag, war insoweit unerheblich (vgl. Urteile des Gerichtshofs vom 04.11.1996 - 1 S 1540/95 -, InfAuslR 1997, 242 und vom 12.12.1995 - 13 S 3327/94 -, InfAuslR 1996, 138 = DVBl. 1996, 626; ob dies auch bei einem nachträglichen Sinneswandel gelten kann, wurde allerdings offen gelassen in BVerwG, Urteil vom 18.06.1996 - 1 C 17.95 -, BVerwGE 101, 265 = InfAuslR 1997, 21). - VGH Baden-Württemberg, 30.03.2006 - 13 S 389/06
Zur Erforderlichkeit eines Visums - zum verfolgten Aufenthaltszweck
Wie bereits für die Vorgängerregelung des Ausländergesetzes entschieden worden ist (siehe dazu VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 04.11.1996 - 1 S 1540/95 -, InfAuslR 1997, 242; vom 12.12.1995 - 13 S 3327/94 -, InfAuslR 1996, 138), kam es für die Visumsproblematik nicht darauf an, ob ein Sinneswandel vorlag oder nicht; entscheidend war vielmehr, ob der Ausländer bei der Einreise das Visum eingeholt hatte, das den jetzigen Aufenthaltszweck abdeckte (offen gelassen in BVerwG, Urteil vom 18.06.1996 - 1 C 17.95 -, BVerwGE 101, 265). - OVG Niedersachsen, 28.08.2008 - 13 ME 131/08
Aufenthaltserlaubnis - "Ehetourismus"; Aufenthaltserlaubnis; Nachentschluss
Die Vorschrift zur Erforderlichkeit des Visums orientiere sich an demjenigen Aufenthaltstitel, um dessen Verlängerung bzw. Erteilung es nunmehr gehe (VGH Baden Württemberg, Beschl. vom 8.7.2008 - 11 S 1041/08 -, Juris; vom 30.3.2006 - 13 S 389/06 -, Juris; Urt. v. 4.11.1996 - 1 S 1540/95 -, InfAuslR 1997, 242; v. 12.12.1995 -13 S 3327/94 -, InfAuslR 1996, 138; Hessischer VGH, Beschl. v. 13.3.2005 - 12 TG 298/05 -, NVwZ 2006, 111; VGH Baden Württemberg, Beschl. v. 14.3.2006 - 11 S 1797/05 -, Juris).
- VG Stuttgart, 22.05.2002 - 4 K 873/02
Visumpflichtige Einreise und Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis
Nur wenn ein solcher ausdrücklich geregelter Ausnahmetatbestand erfüllt ist, reist der betroffene Ausländer nicht ohne das erforderliche Visum im Sinne von § 8 Abs. 1 Nr. 1 AuslG ein (vgl. BVerwG, U.v. 03.06.1997 - 1 C 18.96 - NVwZ 1998, 189; VGH Baden-Württemberg, U.v. 12.12.1995 - 13 S 3327/94 - InfAuslR 1996, 138; v. 04.11.1996 - 1 S 1540/95 - InfAuslR 1997, 242). - VG Schleswig, 07.02.2002 - 14 B 9/02
Humanitäre Hilfsaktion, Erlöschen einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis, …
§ 71 Abs. 2 S. 1 AuslG schreibt insoweit vor, dass Rechtsbehelfe gegen die Versagung der Aufenthaltsgenehmigung nach § 8 AuslG vor der Ausreise nur darauf gestützt werden können, dass der Versagungsgrund nicht vorliegt (Schl.-Holst. OVG, Beschl. vom 12.03.1992, InfAuslR 1992, 125 und Beschl. vom 30.12.1993 - 4 M 118/93 - VGH Baden-Württemberg, InfAuslR 1997, 242).
