Rechtsprechung
| SG Freiburg, 24.10.2006 - S 9 AS 1557/06 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Justiz Baden-Württemberg
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung bei stationärer Unterbringung - keine Einkommensberücksichtigung bzw Kürzung der Regelleistung
- my-sozialberatung.de
§§ 11 Abs. 1, 20 Abs. 1 SGB II
Einkommen, Sachbezug, stationärer Aufenthalt, Regelleistungskürzung
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
SGB XII § 28 Abs. 1 S. 2; SGB II § 11 Abs. 1 S. 1 § 20 Abs. 2 § 3 Abs. 3 § 9 Abs. 1
Kürzung der Regelleistung beim Anspruch auf Arbeitslosengeld II bei stationärer Unterbringung
Wird zitiert von ... (41)
- SG Reutlingen, 21.08.2007 - S 2 AS 2502/07
Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Berücksichtigung unentgeltlicher Verpflegung …
bb) Die Vollpflegung führt nicht zu einer Minderung des Bedarfes des Klägers in dem Sinne, dass seine Regelleistung um den Betrag zu senken wäre, der in ihr für Nahrung und Getränke vorgesehen ist (insofern ebenso LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; SG Berlin, Urteil vom 22.06.2007, Az.: S 37 AS 8103/06, Juris; SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris; SG Berlin, Urteil vom 24.04.2007, Az.: S 93 AS 9826/06, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 29.03.2007, Az.: S 9 AS 372/07, n.v.; SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az.: S 9 AS 3882/06, Juris; SG Karlsruhe, Urteil vom 09.01.2007, Az.: S 14 AS 2026/06, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris; SG Berlin, Urteil vom 06.03.2006, Az.: S 103 AS 468/06, Juris; a.A. SG Augsburg, Urteil vom 21.11.2006, n.v.).Die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes sollen grundsätzlich in pauschalierter Form erbracht werden (SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; SG Berlin, Urteil vom 24.04.2007, Az.: S 93 AS 9826/06, Juris; SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az.: S 9 AS 3882/06, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris; SG Berlin, Urteil vom 06.03.2006, Az.: S 103 AS 468/06, Juris).
Dies folgt zudem aus dem Umkehrschluss zu § 28 Abs. 1 Satz 2 SGB XII, wo eine anderweitige Festlegung der Bedarfe im Falle der vollständigen oder teilweise anderweitigen Deckung zugelassen wurde (vgl. auch § 9 Abs. 1 SGB XII), während es an einer solchen Regelung im zeitgleich in Kraft getretenen SGB II fehlt (darauf weisen zu Recht SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris, hin).
Vielmehr wurde durch die Einführung des SGB II und die damit verbundene Änderung (Erhöhung) der Regelsätze nach dem bis dahin geltenden BSHG das System der einmaligen Beihilfen bis auf wenige Ausnahmen abgeschafft (vgl. OVG Bremen, Beschluss vom 19.03.2007, Az.: S 1 B 77/07, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris).
Damit scheidet eine über die Regelleistungen des § 20 SGB II hinausgehende Leistungsgewährung in Form einmaliger Beihilfen aus, soweit sich nicht aus dem Gesetz explizit ein Anspruch auf eine solche Leistung ergibt (SG Darmstadt, Urteil vom 26.01.2007, Az.: S 19 AS 238/06, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris).
Die gleichen Vorgaben gelten aber auch zu Gunsten des Hilfebedürftigen, dem die Behörden die Regelleistung auch dann nicht kürzen dürfen, wenn seine tatsächlichen Ausgaben geringer sind (ebenso SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris; SG Berlin, Urteil vom 24.04.2007, Az.: S 93 AS 9826/06, Juris; SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az.: S 9 AS 3882/06, Juris; SG Karlsruhe, Urteil vom 09.01.2007, Az.: S 14 AS 2026/06, Juris; SG Gotha, Urteil vom 10.11.2006, Az.: S 26 AS 748/96, n.v.; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris; SG Berlin, Urteil vom 06.03.2006, Az.: S 103 AS 468/06, Juris; a.A. SG Augsburg, Urteil vom 21.11.2006, n.v.).
Ob und inwieweit sich die Hilfebedürftigkeit mindert, ist nach Maßgabe der den § 9 Abs. 1 SGB II konkretisierenden speziellen Vorschriften der § 11, § 12, § 9 Abs. 2 bis 5 SGB II festzustellen (VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris).
Insbesondere stellt die unentgeltliche Verpflegung während eines stationären Aufenthaltes kein Einkommen im Sinne von § 11 Abs. 1 SGB II dar (ebenso SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; SG Berlin, Urteil vom 24.04.2007, Az.: S 93 AS 9826/06, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 29.03.2007, Az.: S 9 AS 372/07, n.v.; SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az.: S 9 AS 3882/06, Juris; SG Gotha, Urteil vom 10.11.2006, Az.: S 26 AS 748/96, n.v.; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris; a.A. allerdings LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; Bayerisches LSG, Urteil vom 19.06.2007, Az.: L 11 AS 4/07, Juris; LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 19.06.2007, Az.: L 3 ER 144/07 AS, Juris; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 29.01.2007, Az.: L 13 AS 14/06 ER, Juris; SG Karlsruhe, Urteil vom 09.01.2007, Az.: S 14 AS 2026/06, Juris; SG Koblenz, Urteil vom 20.04.2006, Az.: S 13 AS 229/05, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 14.11.2005, Az.: S 12 AS 2283/05, n.v.; SG Reutlingen, Urteil vom 14.11.2005, Az.: S 12 AS 2821/05, n.v.; offen gelassen von LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10.01.2007, Az.: L 20 B 304/06 AS ER).
Damit können auch Sachleistungen Einkommen sein, wenn sie einen in Geld ausdrückbaren Wert - das Gesetz spricht von "Geldeswert" (§ 11 Abs. 1 Satz 1 SGB II) - haben (LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 19.07.2007, Az.: L 7 AS 1431/07, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris).
Marktwert bedeutet, dass die Sache gegen Geld tauschbar ist (VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 14.11.2005, Az.: S 12 AS 2283/05, n.v.; a.A. LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 19.06.2007, Az.: L 3 ER 144/07 AS, Juris).
Er konnte die Mahlzeiten schwerlich einzeln noch in ihrer Gesamtheit auf einem Markt - der nicht nur Angebot, sondern auch Nachfrage voraussetzt - anbieten und entsprechend keinen Erlös erzielen (ähnlich VG Bremen, Urteil vom 04.06.2007, Az.: S 8 K 1416/06, Juris; SG Reutlingen, Urteil vom 29.03.2007, Az.: S 9 AS 372/07, n.v.; SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az.: S 9 AS 3882/06, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris).
Es würde in letzter Konsequenz im übrigen auch dazu führen, dass der Hilfebedürftige verpflichtet wäre, die Regelleistung anteilig genau für die Aufwendungen zu verwenden, die bei der abstrakten Berechnung ihrer Höhe zugrundegelegt wurden (vgl. auch SG Reutlingen, Urteil vom 29.03.2007, Az.: S 9 AS 372/07, n.v.; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris; zur Zusammensetzung des Regelsatzes siehe Schwabe, ZfZ 2007, 25 ff., 145 ff.).
Diese Freiheit wäre ihm genommen, wenn ihm die Regelleistung gekürzt würde, nur weil ihm Nahrung und - in eingeschränkter Weise - Getränkte unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden (so auch SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris).
Dies zeigt sich zum einen darin, dass sie nicht den konkreten Wert der vom Kläger empfangenen Verpflegung ihrer Berechnung zugrunde gelegt hat, sondern eben den in der Regelleistung für Nahrung und Getränke veranschlagten Betrag (so auch die Kritik bei SG Osnabrück, Urteil vom 20.06.2007, Az.: S 24 AS 189/07, Juris; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az.: S 9 AS 1557/06, Juris).
- BSG, 18.06.2008 - B 14 AS 22/07 R
Arbeitslosengeld II - Einkommensberücksichtigung - freie Verpflegung bei …
Wäre diese Voraussetzung erfüllt, müsste sodann die Frage geklärt werden, ob diese Einnahme in Geldeswert einen "Marktwert" hat bzw haben muss (vgl einerseits SG Freiburg, 24. Oktober 2006 - S 9 AS 1557/06; SG Osnabrück, 20. Juni 2007 - S 24 AS 189/07; und andererseits LSG Niedersachsen-Bremen, 29. Januar 2007, L 13 AS 14/06 ER; LSG Rheinland-Pfalz, 19. Juni 2007 - L 3 ER 144/07 AS). - SG Lüneburg, 22.08.2007 - S 25 AS 1455/06 Soweit ersichtlich haben sich gegen eine Anrechnung freier Verpflegung ausgesprochen: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30. Juli 2007, - L 8 AS 186/07 ER - Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 10. Januar 2006, - S 9 AS 237/05 - Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Urteil vom 29. September 2006, - S 37 AS 2302/06 - Sozialgericht Oldenburg, Beschluss vom 02. November 2006 , - S 46 AS 1333/06; Sozialgericht Gotha, Urteil vom 10. November 2006, - S 26 AS 748/06 - und Urteil vom 18. Dezember 2006, - S 26 AS 748/06 - Sozialgericht Schleswig, Beschluss vom 26. Januar 2007, - S 2 AS 12/07 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 - kritisch auch Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 12. Februar 2007, - L 8 B 201/06 AS - Sozialgericht Münster, Beschluss vom 10. Januar 2007, - S 16 AS 191/06 - differenzierend: Sozialgericht Berlin, Urteil vom 24. April 2007, - S 93 AS 9826/06 - offen gelassen: Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10. Januar 2007, - L 20 B 304/06 -.
Ebenso wenig wie sich ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger auf einen dauerhaft höheren Bedarf (außerhalb der anerkannten Mehrbedarfsfälle) berufen kann, kann sich der jeweilige Leistungsträger auf einen tatsächlich niedrigeren Bedarf zur Rechtfertigung einer Kürzung der Regelleistung berufen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Verwaltungsgericht Bremen, Urteile vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Nimmt der Leistungsempfänger andererseits die dargebotene Verpflegung ganz oder teilweise nicht entgegen, entsteht ihm hierdurch gerade auch kein geldwerter Vorteil (so auch Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Eine Berücksichtigung dieser Sachleistung als Einkommen würde auch der vom Gesetzgeber beabsichtigten Forderung und Förderung der Hilfebedürftigen durch eigenverantwortliche Verteilung der pauschalierten Leistungen auf ihre Bedarfe widersprechen; soweit ein Hilfebedürftiger nicht marktfähige Sachleistungen annimmt, wäre er gleichsam gezwungen, diese mit einer die Regelleistung vermindernden Wirkung zu verbrauchen und daran gehindert, den abgezogenen Teil der Regelleistung für von ihm eigenverantwortlich bestimmte andere Zwecke einzusetzen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
- SG Lüneburg, 22.08.2007 - S 25 AS 1445/06 Soweit ersichtlich haben sich gegen eine Anrechnung freier Verpflegung ausgesprochen: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30. Juli 2007, - L 8 AS 186/07 ER - Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 10. Januar 2006, - S 9 AS 237/05 - Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Urteil vom 29. September 2006, - S 37 AS 2302/06 - Sozialgericht Oldenburg, Beschluss vom 02. November 2006 , - S 46 AS 1333/06; Sozialgericht Gotha, Urteil vom 10. November 2006, - S 26 AS 748/06 - und Urteil vom 18. Dezember 2006, - S 26 AS 748/06 - Sozialgericht Schleswig, Beschluss vom 26. Januar 2007, - S 2 AS 12/07 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 - kritisch auch Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 12. Februar 2007, - L 8 B 201/06 AS - Sozialgericht Münster, Beschluss vom 10. Januar 2007, - S 16 AS 191/06 - differenzierend: Sozialgericht Berlin, Urteil vom 24. April 2007, - S 93 AS 9826/06 - offen gelassen: Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10. Januar 2007, - L 20 B 304/06 -.
Ebenso wenig wie sich ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger auf einen dauerhaft höheren Bedarf (außerhalb der anerkannten Mehrbedarfsfälle) berufen kann, kann sich der jeweilige Leistungsträger auf einen tatsächlich niedrigeren Bedarf zur Rechtfertigung einer Kürzung der Regelleistung berufen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Verwaltungsgericht Bremen, Urteile vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Nimmt der Leistungsempfänger andererseits die dargebotene Verpflegung ganz oder teilweise nicht entgegen, entsteht ihm hierdurch gerade auch kein geldwerter Vorteil (so auch Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Eine Berücksichtigung dieser Sachleistung als Einkommen würde auch der vom Gesetzgeber beabsichtigten Forderung und Förderung der Hilfebedürftigen durch eigenverantwortliche Verteilung der pauschalierten Leistungen auf ihre Bedarfe widersprechen; soweit ein Hilfebedürftiger nicht marktfähige Sachleistungen annimmt, wäre er gleichsam gezwungen, diese mit einer die Regelleistung vermindernden Wirkung zu verbrauchen und daran gehindert, den abgezogenen Teil der Regelleistung für von ihm eigenverantwortlich bestimmte andere Zwecke einzusetzen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
- SG Lüneburg, 11.12.2007 - S 25 AS 1715/07
Arbeitslosengeld II - keine Kürzung aufgrund freier Verpflegung bei stationärem …
Soweit ersichtlich haben sich gegen eine Anrechnung freier Verpflegung ausgesprochen: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30. Juli 2007, - L 8 AS 186/07 ER - Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 10. Januar 2006, - S 9 AS 237/05 - Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Urteil vom 29. September 2006, - S 37 AS 2302/06 - Sozialgericht Oldenburg, Beschluss vom 02. November 2006 , - S 46 AS 1333/06; Sozialgericht Gotha, Urteil vom 10. November 2006, - S 26 AS 748/06 - und Urteil vom 18. Dezember 2006, - S 26 AS 748/06 - Sozialgericht Schleswig, Beschluss vom 26. Januar 2007, - S 2 AS 12/07 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 - kritisch auch Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 12. Februar 2007, - L 8 B 201/06 AS - Sozialgericht Münster, Beschluss vom 10. Januar 2007, - S 16 AS 191/06 - differenzierend: Sozialgericht Berlin, Urteil vom 24. April 2007, - S 93 AS 9826/06 - offen gelassen: Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10. Januar 2007, - L 20 B 304/06 -.Ebenso wenig wie sich ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger auf einen dauerhaft höheren Bedarf (außerhalb der anerkannten Mehrbedarfsfälle) berufen kann, kann sich der jeweilige Leistungsträger auf einen tatsächlich niedrigeren Bedarf zur Rechtfertigung einer Kürzung der Regelleistung berufen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Verwaltungsgericht Bremen, Urteile vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Nimmt der Leistungsempfänger andererseits die dargebotene Verpflegung ganz oder teilweise nicht entgegen, entsteht ihm hierdurch gerade auch kein geldwerter Vorteil (so auch Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Eine Berücksichtigung dieser Sachleistung als Einkommen würde auch der vom Gesetzgeber beabsichtigten Forderung und Förderung der Hilfebedürftigen durch eigenverantwortliche Verteilung der pauschalierten Leistungen auf ihre Bedarfe widersprechen; soweit ein Hilfebedürftiger nicht marktfähige Sachleistungen annimmt, wäre er gleichsam gezwungen, diese mit einer die Regelleistung vermindernden Wirkung zu verbrauchen und daran gehindert, den abgezogenen Teil der Regelleistung für von ihm eigenverantwortlich bestimmte andere Zwecke einzusetzen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
- SG Lüneburg, 14.05.2008 - S 25 AS 25/08 Soweit ersichtlich haben sich gegen eine Anrechnung freier Verpflegung ausgesprochen: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30. Juli 2007, - L 8 AS 186/07 ER - Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 10. Januar 2006, - S 9 AS 237/05 - Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Urteil vom 29. September 2006, - S 37 AS 2302/06 - Sozialgericht Oldenburg, Beschluss vom 02. November 2006 , - S 46 AS 1333/06; Sozialgericht Gotha, Urteil vom 10. November 2006, - S 26 AS 748/06 - und Urteil vom 18. Dezember 2006, - S 26 AS 748/06 - Sozialgericht Schleswig, Beschluss vom 26. Januar 2007, - S 2 AS 12/07 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 - kritisch auch Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 12. Februar 2007, - L 8 B 201/06 AS - Sozialgericht Münster, Beschluss vom 10. Januar 2007, - S 16 AS 191/06 - differenzierend: Sozialgericht Berlin, Urteil vom 24. April 2007, - S 93 AS 9826/06 - offen gelassen: Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10. Januar 2007, - L 20 B 304/06 -.
Ebenso wenig wie sich ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger auf einen dauerhaft höheren Bedarf (außerhalb der anerkannten Mehrbedarfsfälle) berufen kann, kann sich der jeweilige Leistungsträger auf einen tatsächlich niedrigeren Bedarf zur Rechtfertigung einer Kürzung der Regelleistung berufen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Verwaltungsgericht Bremen, Urteile vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Nimmt der Leistungsempfänger andererseits die dargebotene Verpflegung ganz oder teilweise nicht entgegen, entsteht ihm hierdurch gerade auch kein geldwerter Vorteil (so auch Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Eine Berücksichtigung dieser Sachleistung als Einkommen würde auch der vom Gesetzgeber beabsichtigten Forderung und Förderung der Hilfebedürftigen durch eigenverantwortliche Verteilung der pauschalierten Leistungen auf ihre Bedarfe widersprechen; soweit ein Hilfebedürftiger nicht marktfähige Sachleistungen annimmt, wäre er gleichsam gezwungen, diese mit einer die Regelleistung vermindernden Wirkung zu verbrauchen und daran gehindert, den abgezogenen Teil der Regelleistung für von ihm eigenverantwortlich bestimmte andere Zwecke einzusetzen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
- SG Lüneburg, 14.05.2008 - S 25 AS 1825/07 Soweit ersichtlich haben sich gegen eine Anrechnung freier Verpflegung ausgesprochen: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30. Juli 2007, - L 8 AS 186/07 ER - Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 10. Januar 2006, - S 9 AS 237/05 - Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Urteil vom 29. September 2006, - S 37 AS 2302/06 - Sozialgericht Oldenburg, Beschluss vom 02. November 2006 , - S 46 AS 1333/06; Sozialgericht Gotha, Urteil vom 10. November 2006, - S 26 AS 748/06 - und Urteil vom 18. Dezember 2006, - S 26 AS 748/06 - Sozialgericht Schleswig, Beschluss vom 26. Januar 2007, - S 2 AS 12/07 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 - kritisch auch Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 12. Februar 2007, - L 8 B 201/06 AS - Sozialgericht Münster, Beschluss vom 10. Januar 2007, - S 16 AS 191/06 - differenzierend: Sozialgericht Berlin, Urteil vom 24. April 2007, - S 93 AS 9826/06 - offen gelassen: Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10. Januar 2007, - L 20 B 304/06 -.
Ebenso wenig wie sich ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger auf einen dauerhaft höheren Bedarf (außerhalb der anerkannten Mehrbedarfsfälle) berufen kann, kann sich der jeweilige Leistungsträger auf einen tatsächlich niedrigeren Bedarf zur Rechtfertigung einer Kürzung der Regelleistung berufen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Verwaltungsgericht Bremen, Urteile vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Nimmt der Leistungsempfänger andererseits die dargebotene Verpflegung ganz oder teilweise nicht entgegen, entsteht ihm hierdurch gerade auch kein geldwerter Vorteil (so auch Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Eine Berücksichtigung dieser Sachleistung als Einkommen würde auch der vom Gesetzgeber beabsichtigten Forderung und Förderung der Hilfebedürftigen durch eigenverantwortliche Verteilung der pauschalierten Leistungen auf ihre Bedarfe widersprechen; soweit ein Hilfebedürftiger nicht marktfähige Sachleistungen annimmt, wäre er gleichsam gezwungen, diese mit einer die Regelleistung vermindernden Wirkung zu verbrauchen und daran gehindert, den abgezogenen Teil der Regelleistung für von ihm eigenverantwortlich bestimmte andere Zwecke einzusetzen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
- SG Bremen, 19.11.2009 - S 23 AS 1109/09 Soweit ersichtlich haben sich gegen eine Anrechnung freier Verpflegung ausgesprochen: SG Detmold, Beschluss vom 10.01.2006, Az. S 9 AS 237/05; SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az. S 9 AS 1557/06; SG Berlin, Urteil vom 06.03.2006, Az. S 103 AS 468/06 und Urteil vom 29.09.2006, Az. S 37 AS 2302/06; SG Oldenburg, Beschluss vom 02.11.2006, Az. S 46 AS 1333/06; SG Gotha, Urteil vom 10.11.2006, Az. S 26 AS 748/06 und Urteil vom 18.12.2006, Az. S 26 AS 748/06; SG Schleswig, Beschluss vom 26.01.2007, Az. S 2 AS 12/07; SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az. S 9 AS 3882/06; kritisch auch: LSG MV, Beschluss vom 12.02.2007, Az. L 8 B 201/06; SG Münster, Beschluss vom 10.01.2007, Az. S 16 AS 191/06; offen gelassen: LSG NRW, Beschluss vom 10.01.2007, L 20 B 304/06.
Ebenso wenig wie sich ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger auf einen dauerhaft höheren Bedarf (außerhalb der anerkannten Mehrbedarfsfälle) berufen kann, kann sich die Beklagte auf einen tat-sächlich niedrigeren Bedarf zur Rechtfertigung einer Kürzung der Regelleistung beru-fen (vgl. SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az. S 9 AS 1557/06; SG Berlin, Urteil vom 06.03.2006, Az. S 103 AS 468/06).
Nimmt der Leistungsempfänger andererseits die dargebotene Verpflegung ganz oder teilweise nicht entgegen, entsteht ihm hierdurch kein geldwerter Vorteil (so auch SG Freiburg, Urteil vom 24.10.2006, Az. S 9 AS 1557/06, SG Mannheim, Urteil vom 28.02.2007, Az. S 9 AS 3882/06).
Eine Berücksichtigung dieser Sachleistung als Einkommen würde auch der vom Ge-setzgeber beabsichtigten Forderung und Förderung der Hilfebedürftigen durch eigen-verantwortliche Verteilung der pauschalierten Leistungen auf ihre Bedarfe widerspre-chen; soweit ein Hilfebedürftiger nicht marktfähige Sachleistungen annimmt, wäre er gleichsam gezwungen, diese mit einer die Regelleistung vermindernden Wirkung zu verbrauchen und daran gehindert, den abgezogenen Teil der Regelleistung für von ihm eigenverantwortlich bestimmte andere Zwecke einzusetzen (vgl. SG Freiburg, Ur-teil vom 24.10.2006, Az. S 9 AS 1557/06).
- SG Lüneburg, 19.05.2008 - S 25 AS 25/08
Arbeitslosengeld II - keine Kürzung wegen kostenfreier Verpflegung bei …
Soweit ersichtlich haben sich gegen eine Anrechnung freier Verpflegung ausgesprochen: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30. Juli 2007, - L 8 AS 186/07 ER - Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 10. Januar 2006, - S 9 AS 237/05 - Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Urteil vom 29. September 2006, - S 37 AS 2302/06 - Sozialgericht Oldenburg, Beschluss vom 02. November 2006 , - S 46 AS 1333/06; Sozialgericht Gotha, Urteil vom 10. November 2006, - S 26 AS 748/06 - und Urteil vom 18. Dezember 2006, - S 26 AS 748/06 - Sozialgericht Schleswig, Beschluss vom 26. Januar 2007, - S 2 AS 12/07 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 - kritisch auch Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 12. Februar 2007, - L 8 B 201/06 AS - Sozialgericht Münster, Beschluss vom 10. Januar 2007, - S 16 AS 191/06 - differenzierend: Sozialgericht Berlin, Urteil vom 24. April 2007, - S 93 AS 9826/06 - offen gelassen: Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10. Januar 2007, - L 20 B 304/06 -.Ebenso wenig wie sich ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger auf einen dauerhaft höheren Bedarf (außerhalb der anerkannten Mehrbedarfsfälle) berufen kann, kann sich der jeweilige Leistungsträger auf einen tatsächlich niedrigeren Bedarf zur Rechtfertigung einer Kürzung der Regelleistung berufen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Verwaltungsgericht Bremen, Urteile vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Nimmt der Leistungsempfänger andererseits die dargebotene Verpflegung ganz oder teilweise nicht entgegen, entsteht ihm hierdurch gerade auch kein geldwerter Vorteil (so auch Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Eine Berücksichtigung dieser Sachleistung als Einkommen würde auch der vom Gesetzgeber beabsichtigten Forderung und Förderung der Hilfebedürftigen durch eigenverantwortliche Verteilung der pauschalierten Leistungen auf ihre Bedarfe widersprechen; soweit ein Hilfebedürftiger nicht marktfähige Sachleistungen annimmt, wäre er gleichsam gezwungen, diese mit einer die Regelleistung vermindernden Wirkung zu verbrauchen und daran gehindert, den abgezogenen Teil der Regelleistung für von ihm eigenverantwortlich bestimmte andere Zwecke einzusetzen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
- SG Lüneburg, 19.05.2008 - S 25 AS 1825/07
Arbeitslosengeld II - keine Kürzung aufgrund freier Verpflegung während …
Soweit ersichtlich haben sich gegen eine Anrechnung freier Verpflegung ausgesprochen: Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30. Juli 2007, - L 8 AS 186/07 ER - Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 10. Januar 2006, - S 9 AS 237/05 - Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Urteil vom 29. September 2006, - S 37 AS 2302/06 - Sozialgericht Oldenburg, Beschluss vom 02. November 2006 , - S 46 AS 1333/06; Sozialgericht Gotha, Urteil vom 10. November 2006, - S 26 AS 748/06 - und Urteil vom 18. Dezember 2006, - S 26 AS 748/06 - Sozialgericht Schleswig, Beschluss vom 26. Januar 2007, - S 2 AS 12/07 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 - kritisch auch Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 12. Februar 2007, - L 8 B 201/06 AS - Sozialgericht Münster, Beschluss vom 10. Januar 2007, - S 16 AS 191/06 - differenzierend: Sozialgericht Berlin, Urteil vom 24. April 2007, - S 93 AS 9826/06 - offen gelassen: Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10. Januar 2007, - L 20 B 304/06 -.Ebenso wenig wie sich ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger auf einen dauerhaft höheren Bedarf (außerhalb der anerkannten Mehrbedarfsfälle) berufen kann, kann sich der jeweilige Leistungsträger auf einen tatsächlich niedrigeren Bedarf zur Rechtfertigung einer Kürzung der Regelleistung berufen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 06. März 2006, - S 103 AS 468/06 - und Verwaltungsgericht Bremen, Urteile vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Nimmt der Leistungsempfänger andererseits die dargebotene Verpflegung ganz oder teilweise nicht entgegen, entsteht ihm hierdurch gerade auch kein geldwerter Vorteil (so auch Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Sozialgericht Mannheim, Urteil vom 28. Februar 2007, - S 9 AS 3882/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
Eine Berücksichtigung dieser Sachleistung als Einkommen würde auch der vom Gesetzgeber beabsichtigten Forderung und Förderung der Hilfebedürftigen durch eigenverantwortliche Verteilung der pauschalierten Leistungen auf ihre Bedarfe widersprechen; soweit ein Hilfebedürftiger nicht marktfähige Sachleistungen annimmt, wäre er gleichsam gezwungen, diese mit einer die Regelleistung vermindernden Wirkung zu verbrauchen und daran gehindert, den abgezogenen Teil der Regelleistung für von ihm eigenverantwortlich bestimmte andere Zwecke einzusetzen (vgl. Sozialgericht Freiburg, Urteil vom 24. Oktober 2006, - S 9 AS 1557/06 - Verwaltungsgericht Bremen, Urteil vom 04. Juni 2007, - S 8 K 2002/06 - sowie Urteil vom gleichen Tage, - S 8 K 1416/06 -).
- SG Lüneburg, 23.08.2007 - S 25 AS 1455/06
Arbeitslosengeld II - keine Kürzung der Regelleistung wegen kostenfreier …
- SG Lüneburg, 23.08.2007 - S 25 AS 1445/06
Arbeitslosengeld II - keine Kürzung der Regelleistung wegen kostenfreier …
- SG Reutlingen, 02.10.2007 - S 2 AS 2931/07
Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Bestimmung der erstattungsfähigen Kosten für …
- VG Bremen, 04.06.2007 - S8 K 2002/07
Freie Verpflegung bei Kuraufenthalt - keine Kürzung der Regelleistung -keine …
- VG Bremen, 28.05.2008 - S3 K 3284/07
Keine Regelleistungskürzung für stationäre Behandlungen
- VG Bremen, 04.06.2007 - S8 K 1416/06
Freie Verpflegung bei stationärem Aufenthalt - keine Kürzung der Regelleistung - …
- BSG, 18.06.2008 - B 14 AS 46/07 R
Verpflegung, die eine Bezieherin von Arbeitslosengeld II im Haushalt der Eltern …
- SG Duisburg, 28.06.2007 - S 10 AS 51/07
Grundsicherung für Arbeitssuchende
- SG Schleswig, 26.01.2007 - S 2 AS 12/07
- LSG Niedersachsen-Bremen, 29.01.2007 - L 13 AS 14/06
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - freie …
- SG Osnabrück, 20.06.2007 - S 24 AS 189/07
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung bei Aufenthalt in Rehabilitationsklinik - …
- BSG, 21.06.2011 - B 4 AS 118/10 R
Überprüfungsantrag - Rücknahme einer rechtswidrigen Kürzung des Arbeitslosengeld …
- LSG Rheinland-Pfalz, 19.06.2007 - L 3 ER 144/07
Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts …
- LSG Baden-Württemberg, 19.07.2007 - L 7 AS 1431/07
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Mittagessen …
- SG Berlin, 19.07.2007 - S 106 AS 530/07
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung bei stationärer Rehabilitationsmaßnahme - …
- SG Mannheim, 28.02.2007 - S 9 AS 3882/06
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung bei stationärer Unterbringung - keine …
- SG Berlin, 24.04.2007 - S 93 AS 9826/06
Arbeitslosengeld II - Verpflegung bei Krankenhausaufenthalt - Kürzung der …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 03.12.2007 - L 20 AS 2/07
Grundsicherung für Arbeitssuchende
- SG Hamburg, 20.08.2007 - S 56 AS 1948/06
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung bei stationärem Krankenhausaufenthalt - …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 25.10.2007 - L 7 B 185/07
Grundsicherung für Arbeitssuchende
- SG Detmold, 24.08.2007 - S 10 AS 106/06
Grundsicherung für Arbeitssuchende
- SG Lüneburg, 18.09.2007 - S 24 AS 1202/07
- SG Osnabrück, 24.01.2008 - S 24 AS 900/07
Arbeitslosengeld II - keine Kürzung aufgrund freier Verpflegung während …
- SG Osnabrück, 27.10.2008 - S 24 AS 831/08
Arbeitslosengeld II - keine Kürzung aufgrund freier Verpflegung während …
- SG Berlin, 24.01.2008 - S 116 AS 17528/07
Arbeitslosengeld II - freie Verpflegung während stationärer …
- SG Lüneburg, 01.08.2008 - S 30 AS 1178/08
- SG Lüneburg, 19.09.2007 - S 24 AS 1202/07
- VG Bremen, 22.05.2008 - S3 V 1393/08
Regelleistungskürzung wegen Klinikaufenthalts auch 2008 unzulässig
- SG Mannheim, 05.03.2007 - S 4 AS 3966/06
- SG Heilbronn, 06.03.2007 - S 7 AS 4471/06
- SG Freiburg, 25.05.2007 - S 9 AS 1774/07
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