Rechtsprechung
| BFH, 30.04.1981 - VI R 169/78 |
Volltextveröffentlichungen
- Simons & Moll-Simons
AO 1977 § 227 Abs. 1
Kurzfassungen/Presse (2)
- NWB SteuerXpert START (Leitsatz)
AO (1977) § 227 Abs. 1
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz und Auszüge)
AO (1977) § 227 Abs. 1
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 133, 255
- BStBl II 1981, 611
Wird zitiert von ... (50)
- BFH, 20.09.2012 - IV R 29/10
Keine Unbilligkeit der Mindestbesteuerung, wenn Gewerbesteuermessbetrag auf vom …
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH können bestandskräftig festgesetzte Steuern im Billigkeitsverfahren u. a. nur dann sachlich überprüft werden, wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich oder nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit der Festsetzung rechtzeitig zu wehren (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255, BStB1 II 1981, 611; vom 11. August 1987 VII R 121/84, BFHE 150, 502, BStB1 II 1988, 512;… vom 29. Mai 2008 V R 45/06, BFH/NV 2008, 1889). - BFH, 21.01.1992 - VIII R 51/88
Prüfungspflicht bei Nichtdurchführung des Einspruchverfahrens (§ 163 AO 1 …
Sie sind aber vor allem gegeben, wenn der Steuerbescheid auf einem offensichtlichen und eindeutigen, anderweitig nicht behebbaren Irrtum des FA über die bereits aus dem Gesetz ersichtlichen Wertungen des Gesetzgebers beruht (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 3. März 1970 II 135/64, BFHE 99, 8, BStBl II 1970, 503, m. w. N.; vom 10. Juni 1975 VIII R 50/72, BFHE 116, 103, BStBl II 1975, 789; vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255, BStBl II 1981, 611; vom 26. Februar 1987 IV R 298/84, BFHE 149, 126, BStBl II 1987, 612; vom 11. August 1987 VII R 121/84, BFHE 150, 502, BStBl II 1988, 512, und vom 14. April 1989 III B 5/89, BFHE 156, 376, BStBl II 1990, 351). - BFH, 11.08.1987 - VII R 121/84
Sachliche Überprüfung bestandskräftig festgesetzter Steuern im …
Mangelnde Zumutbarkeit in diesem Sinn liegt nicht schon dann vor, wenn die Einlegung von Rechtsbehelfen im Hinblick auf eine - später geänderte - höchstrichterliche Rechtsprechung oder wegen entschuldbarer Rechtsunkenntnis unterblieben ist (Anschluß an BFH-Urteil vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255, BStBl II 1981, 611).Nach ständiger Rechtsprechung des BFH können jedoch Steuern, die wie im vorliegenden Fall bestandskräftig festgesetzt worden sind, nur dann im Billigkeitsverfahren sachlich überprüft werden, wenn die Steuerfestsetzung offensichtlich und eindeutig unrichtig ist und wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich und nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit rechtzeitig zu wehren (BFH-Urteile vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255, BStBl II 1981, 611; vom 26. Februar 1987 IV R 298/84, BFHE 149, 126).
- BFH, 17.12.1997 - III R 8/94 Diese Vorschrift dient nicht allgemein dazu, falsche Steuerfestsetzungen, gegen die kein Rechtsbehelf eingelegt worden ist, noch nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist zu korrigieren (vgl. u.a. BFH-Urteile vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255 , BStBl II 1981, 611 , und vom 26. Februar 1987 IV R 298/84, BFHE 149, 126, BStBl II 1987, 612 ).
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH kann eine falsche Steuerfestsetzung vielmehr nur dann zu einem Billigkeitserlaß führen, wenn die Fehlerhaftigkeit offensichtlich und eindeutig ist und wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich und nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit rechtzeitig zu wehren (vgl. BFH-Urteile vom 11. August 1987 VII R 121/84, BFHE 150, 502 , BStBl II 1988, 512 ; in BFHE 133, 255 , BStBl II 1981, 611 ).
Denn das FA beruft sich in der Revision zutreffend darauf, daß nach der ständigen Rechtsprechung des BFH die beiden Voraussetzungen der offensichtlich und eindeutig falschen Steuerfestsetzung sowie der Unmöglichkeit und Unzumutbarkeit des rechtzeitigen Vorgehens gegen diese Festsetzungen kumulativ nebeneinander vorliegen müssen (siehe die Entscheidungen in BFHE 133, 255 , BStBl II 1981, 611 , und in BFHE 150, 502 , BStBl II 1988, 512 ).
Im übrigen hat der BFH im Urteil in BFHE 133, 255 , BStBl II 1981, 611 entschieden, daß selbst bei einem kumulativen Vorliegen der genannten beiden Voraussetzungen der Erlaßantrag in der Regel dann scheitern muß, wenn die jeweilige Steuerfestsetzung auf unzureichenden Angaben des Steuerpflichtigen beruht.
- BFH, 26.02.1987 - IV R 298/84
Erlaß aus Billigkeitsgründen im Hinblick auf zukunftssichernde Maßnahmen eines …
Der Billigkeitserlaß (bzw. die Billigkeitserstattung) ist grundsätzlich nicht dazu bestimmt, die Folgen schuldhafter Versäumung einer Rechtsbehelfsfrist auszugleichen (BFH-Urteil vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255, BStBl II 1981, 611, m. w. N.).Deshalb wird von der Rechtsprechung des BFH eine sachliche Überprüfung bestandskräftiger Steuerfestsetzungen im Billigkeitsverfahren lediglich dann zugelassen, wenn die Steuerfestsetzung offensichtlich und eindeutig falsch ist und wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich und nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit rechtzeitig zu wehren (BFHE 133, 255, BStBl II 1981, 611).
- BFH, 23.05.1985 - V R 124/79
Billigkeitserlaß von Säumniszuschlägen wegen Zahlungsunfähigkeit
Vielmehr ist zusätzlich erforderlich, daß es dem Steuerpflichtigen nicht möglich und nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit rechtzeitig zu wehren (vgl. BFH-Urteil vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255, BStBl II 1981, 611). - BVerwG, 23.08.1990 - 8 C 42.88
Voraussetzungen für einen Billigkeitserlaß der Gewerbesteuer
Ein Erlaßantrag wegen sachlicher Unbilligkeit kann nur ausnahmsweise zu einer sachlichen Überprüfung der Steuerfestsetzung führen, und zwar dann, wenn die Steuerfestsetzung offensichtlich und eindeutig falsch ist und wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich und nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit rechtzeitig zu wehren (vgl. BFH, Urteile vom 30. April 1981 - VI R 169/78 - BStBl. 1981 II S. 611 und vom 26. Februar 1987 - IV R 298/84 - BStBl. 1987 II S. 612, 614). - BFH, 09.07.2003 - V R 57/02
Erlass von Säumniszuschlägen im Konkurs
Nach der Rechtsprechung des BFH wird vielmehr eine sachliche Überprüfung bestandskräftiger Steuerfestsetzungen im Billigkeitsverfahren lediglich dann zugelassen, wenn die Steuerfestsetzung offensichtlich und eindeutig falsch ist und wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich und nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit rechtzeitig zu wehren (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255, BStBl II 1981, 611, und in BFHE 168, 310, BStBl II 1993, 613). - BFH, 17.05.2001 - V R 77/99
Berichtigung einer zu Unrecht ausgewiesenen Steuer
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH kann eine falsche Steuerfestsetzung jedenfalls dann zu einem Billigkeitserlass führen, wenn die Fehlerhaftigkeit offensichtlich und eindeutig ist und wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich und nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit rechtzeitig zu wehren (vgl. BFH-Urteile vom 30. April 1981 VI R 169/78, BFHE 133, 255, BStBl II 1981, 611; vom 11. August 1987 VII R 121/84, BFHE 150, 502, BStBl II 1988, 512, …und vom 17. Dezember 1997 III R 8/94, BFH/NV 1998, 935). - BGH, 23.11.1995 - IX ZR 225/94
Haftungsausfüllende Kausalität bei anwaltlicher Pflichtverletzung; Abhängigkeit …
Bestandskräftig festgesetzte Steuern könne im Billigkeitsverfahren nur dann nachgeprüft werden, wenn die Steuerfestsetzung offensichtlich und eindeutig unrichtig ist und wenn es dem Steuerpflichtigen nicht möglich oder nicht zumutbar war, sich gegen die Fehlerhaftigkeit rechtzeitig zu wehren (BFHE 133, 255, 257; BFHE 149, 126, 129; BFH NV 1988, 73, 74; NVwZ 1988, 575 f; BVerwG NJW 1991, 1073, 1074 f). - BFH, 14.04.1989 - III B 5/89
Wirksamkeit eines Bescheids bei groben Schätzungsfehlern
- BFH, 24.10.1988 - X B 54/88
- BFH, 15.07.1992 - II R 59/90
Finanzrechtsweg für Verzichtsverpflichtung auf festgestelltes Konkursvorrecht
- BFH, 04.08.2009 - V B 26/08
Erlass bestandskräftig festgesetzter Steuern - Billigkeitserlass
- VGH Bayern, 21.09.2009 - 4 BV 07.498
Säumniszuschlag; Nichtiger Gewerbesteuermessbescheid; Rechtswidriger …
- BFH, 08.04.1987 - X R 14/81
- BFH, 15.03.1995 - I R 61/94
- BFH, 17.09.1987 - IV R 31/87
Vorübergehende Befreiung von der Buchführungspflicht
- BFH, 21.10.1987 - X R 29/81
- BFH, 13.07.2004 - X B 175/03
Divergenz
- BFH, 24.07.2000 - VII B 233/99
Grundsätzliche Bedeutung bei Erlaßentscheidung
- BFH, 21.07.1993 - X R 104/91
- BFH, 19.10.2010 - X R 9/09
Fehler im Veranlagungsverfahren rechtfertigen keinen Erlass
- BFH, 30.10.1990 - VII R 106/87
- BFH, 09.12.1997 - I B 99/97
- BVerwG, 09.03.1984 - 8 C 43.82
- BFH, 27.05.1987 - X R 41/81
- BFH, 17.03.1987 - VII R 26/84
- BFH, 29.06.1987 - X R 22/81
- BFH, 18.04.1989 - VIII R 319/84
- OVG Nordrhein-Westfalen, 14.12.2010 - 14 A 121/10
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen § 163 und § 227 …
- BFH, 29.04.1987 - II R 166/84
- BFH, 29.04.1987 - X R 22/82
- BFH, 15.07.1992 - II R 51/90
- FG Hamburg, 29.06.2000 - II 509/99
Erlaß von Nachforderungszinsen
- FG Hamburg, 27.08.2003 - V 11/01
Erlass von Steuern und steuerlichen Nebenleistungen nach Bestandskraft der …
- FG Niedersachsen, 18.08.2010 - 3 K 124/09
Restschuldbefreiung für Steuerverbindlichkeiten aufgrund von Einkünften aus …
- FG Düsseldorf, 06.11.1998 - 18 K 6133/96
- FG Saarland, 06.02.2001 - 1 K 106/00
Fehler des Konkursverwalters einer GmbH grundsätzlich kein sachlicher …
- FG Nürnberg, 14.12.2001 - VI 289/98
Kein Billigkeitserlass bestandskräftig festgesetzter Steuern
- FG München, 11.03.2004 - 14 K 4370/01
Zuständigkeitsabgrenzung zwischen dem Zentralfinanzamt und den Münchener …
- BFH, 19.06.1985 - I R 79/82
- BFH, 17.09.1986 - II R 56/83
- BFH, 17.11.1987 - VII B 79/87
- FG Münster, 23.02.1988 - VI 430/86
- BFH, 23.04.1986 - II R 194/83
- BFH, 16.07.1986 - II B 92/86
- BFH, 07.08.1987 - VI B 50/87
- FG Hessen, 10.06.2008 - 1 K 2204/04
Erlass aus sachlichen Billigkeitsgründen bei doppelter Besteuerung; Lohn; …
- FG München, 09.12.2009 - 3 K 1332/07
Kein Billigkeitserlass für die Steuerschulden eines steuerlichen Laien bei …
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