Rechtsprechung
| BSG, 17.04.2007 - B 5 RJ 30/05 R |
Volltextveröffentlichungen (7)
- lexetius.com
Anwendbarkeit des § 131 Abs 5 SGG auf die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Rentenversicherung
- openjur.de
Anwendbarkeit des § 131 Abs 5 SGG auf die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage
- Bundessozialgericht
Anwendbarkeit des § 131 Abs 5 SGG auf die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage
- NWB SteuerXpert START
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Aufhebung des Verwaltungsakts durch das Gericht bei kombinierter Anfechtungs- und Leistungsklage
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Anwendbarkeit des § 131 Abs 5 SGG auf die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage
Kurzfassungen/Presse (2)
- wkdis.de (Pressemitteilung)
§ 131 Abs. 5 SGG erfasst nicht die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage
- rentenberater.de (Leitsatz/Kurzinformation)
§ 131 Abs. 5 S. 1 SGG nicht auf kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage anwendbar
Sonstiges
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 17.04.2007, Az.: B 5 RJ 30/ 05 R (Zulässigkeit der Aufhebung eines angefochtenen Verwaltungsakts wegen unzureichender Ermittlungen im Verwaltungsverfahren)" von RiLSG Ansgar Humpert, original erschienen in: SGb 2008, 254 - 257.
Verfahrensgang
- SG Düsseldorf, 18.11.2004 - S 26 RJ 89/04
- LSG Nordrhein-Westfalen, 11.05.2005 - L 8 RJ 141/04
- BSG, 17.04.2007 - B 5 RJ 30/05 R
Zeitschriftenfundstellen
- BSGE 98, 198
Wird zitiert von ... (18)
- BSG, 10.12.2008 - B 6 KA 45/07 R
Gesonderte Erstattung der Personalkosten über einheitlichen Bewertungsmaßstab für …
Unter diesen Umständen ist es zweckmäßig, dass der Senat in der Sache selbst entscheidet (§ 170 Abs. 2 Satz 1 SGG), obgleich diese noch nicht in jeder Beziehung spruchreif ist (…zum Grundsatz, dass das Gericht die Sache von Amts wegen spruchreif zu machen hat, vgl BSGE 71, 90, 96 = SozR 3-2500 § 106 Nr. 13 S 78;… BSGE 87, 132, 138 f = SozR 3-4100 § 128 Nr. 10 S 86;… BSGE 88, 216, 225 = SozR 3-3300 § 9 Nr. 1 S 11;… BSG SozR 3-4100 § 128 Nr. 15 S 45 f; BSGE 98, 198 = SozR 4-1500 § 131 Nr. 2, jeweils RdNr 21; s auch Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 4.9.2007 (B 5 RJ 30/05 R - BSGE 98, 198 = SozR 4-1500 § 131 Nr. 2) sollte verdeutlicht werden, dass mit der Aufhebung des eine Leistung ablehnenden Verwaltungsakts das Verpflichtungs- bzw Leistungsbegehren noch nicht erschöpft ist.
Darüber hinaus sind nach ständiger Rechtsprechung des BSG auch Bescheidungsurteile in entsprechender Anwendung von § 131 Abs. 3 SGG für zulässig erachtet worden (so ausdrücklich BSGE 98, 198 = SozR 4-1500 § 131 Nr. 2, jeweils RdNr 9;… zur Zulässigkeit von Bescheidungsurteilen im Vertragsarztrecht - insbesondere zur Wahrung des Gestaltungsspielraums des zu einer Neuregelung verpflichteten untergesetzlichen Normgebers bzw des Beurteilungsspielraums der Verwaltungsbehörde - vgl BSGE 94, 181 = SozR 4-2500 § 103 Nr. 2, jeweils RdNr 25;… BSG SozR 4-1500 § 92 Nr. 2 RdNr 7, 12;… BSG SozR 4-2500 § 85 Nr. 26 RdNr 9;… BSG SozR 4-2500 § 75 Nr. 4 RdNr 21;… BSG SozR 4-1500 § 141 Nr. 1 RdNr 22; s auch Zeihe, SGG, Stand Mai 2008, § 131 RdNr 16a f).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 17.03.2010 - L 8 R 145/09
Rentenversicherung
Bei der Beurteilung der Erheblichkeit noch durchzuführender Ermittlungen und der Sachdienlichkeit einer Zurückverweisung stellt der Senat in Konkretisierung seiner Entscheidung vom 6.5.2005 (Az.: L 8 RJ 141/04) unter Beachtung der Rechtsprechung des BSG (Urteil v. 17.4.2007, B 5 RJ 30/05 R), der sich der Senat ausdrücklich anschließt, strenge Anforderungen.Hiervon kann man in der Regel nur dann ausgehen, wenn die Behörde nach ihrer personellen und sachlichen Ausstattung die Ermittlung zügiger als das Gericht durchführen kann und es unter übergeordneten Gesichtspunkten sachgerechter wäre, die Behörde tätig werden zulassen (BSG, Urteil vom 17.4.2007, B 5 RJ 30/05 R, Rdnr. 17).
Es handelt sich um eine Entscheidung im Einzelfall, die sich am Urteil des BSG vom 17.4.2007, Az B 5 RJ 30/05 R orientiert.
- LSG Sachsen-Anhalt, 05.05.2011 - L 7 SB 42/09
Voraussetzungen für eine Zurückverweisung nach § 131 Abs. 5 SGG …
Die Entscheidung nach § 131 Abs. 5 SGG bedeutet eine - grundsätzlich eng auszulegende - Ausnahme von dem Grundsatz, dass das Gericht selbst eine Sachentscheidung über eine zulässige Klage treffen muss (BSG, Urteil vom 17. April 2007 - B 5 RJ 30/05 R - juris; Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 27. Januar 2009 - L 4 R 1519/08; Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 17. März 2010 - L 8 R 145/09 - juris).Bei der Beurteilung der Erheblichkeit noch durchzuführender Ermittlungen und der Sachdienlichkeit der Aufhebung der Verwaltungsentscheidung stellt der Senat unter Beachtung der Rechtsprechung des BSG (Urteil vom 17. April 2007 - B 5 RJ 30/05 R), der sich der Senat anschließt, strenge Anforderungen.
Es handelt sich um die Entscheidung eines Einzelfalles ohne grundsätzliche Bedeutung unter Beachtung aktueller Rechtsprechung des BSG im Urteil vom 17. April 2007 - B 5 RJ 30/05 R.
- LSG Sachsen-Anhalt, 05.05.2011 - L 7 SB 54/09
Zurückverweisung; erheblicher Aufwand; Befundbericht; Verzögerung; …
Die Entscheidung nach § 131 Abs. 5 SGG beinhaltet eine - grundsätzlich eng auszulegende - Ausnahme von dem Grundsatz, dass das Gericht selbst eine Sachentscheidung über eine zulässige Klage treffen muss (BSG, Urteil vom 17. April 2007 - B 5 RJ 30/05 R - juris; Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 27. Januar 2009 - L 4 R 1519/08; Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 17. März 2010 - L 8 R 145/09 - juris).Bei der Beurteilung der Erheblichkeit noch durchzuführender Ermittlungen und der Sachdienlichkeit der Aufhebung der Verwaltungsentscheidung stellt der Senat unter Beachtung der Rechtsprechung des BSG (Urteil vom 17. April 2007 - B 5 RJ 30/05 R - juris), der sich der Senat anschließt, strenge Anforderungen.
Es handelt sich um die Entscheidung eines Einzelfalles ohne grundsätzliche Bedeutung unter Beachtung aktueller Rechtsprechung des BSG im Urteil vom 17. April 2007 - B 5 RJ 30/05 R.
- LSG Berlin-Brandenburg, 27.01.2009 - L 4 R 1519/08
(Sozialgerichtliches Verfahren - Zurückverweisung gem § 131 Abs 5 SGG an …
Ob das Sozialgericht vorliegend durch Gerichtsbescheid nach § 105 Abs. 1 SGG entscheiden konnte, weil es die Klage im Sinn der Vorschrift des § 131 Abs. 5 SGG für begründet hielt, kann dahinstehen (dafür : LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 04.01.2006 - L 6 SB 197/05 - juris unter Hinweis auf LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 11.05.2005 - L 8 RJ 141/04 - ;… Bolay in Hk-SGG § 131 Rn. 33;… für § 113 VwGO : Redeker/von Oertzen, VwGO, 14. Auflage 2004, § 113 Rn. 26; nicht weiter problematisiert in BSG, Urteil vom 17.04.2007 - B 5 RJ 30/05 R - BSGE 98, 198 = SozR 4-1500 § 131 Nr. 2 = SGb 2008, 250;… dagegen : Keller in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, a.a.O, § 131 Rn. 19b;… Gerhardt in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Stand: März 2008, § 113 Rn. 51).Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn die Behörde nach ihrer personellen und sachlichen Ausstattung die Ermittlungen besser als das Gericht durchführen kann und es auch unter übergeordneten Gesichtspunkten sachgerechter wäre, die Behörde tätig werden zu lassen (BSG, Urteil vom 17.04.2007 - B 5 RJ 30/05 R - BSGE 98, 198 = SozR 4-1500 § 131 Nr. 2; vgl. auch zu § 113 Abs. 3 VwGO : BVerwG, Urteil vom 18.11.2002 - 9 C 2/02 - BVerwGE 117, 200 = DVBl. 2003, 338 = DÖV 2003, 333 = NVwZ 2003, 1130).
- LSG Sachsen, 19.01.2009 - L 7 R 447/06 Der erkennende Senat nimmt in diesem Zusammenhang Bezug auf das Urteil des Bundessozialgerichts vom 17.04.2007 (B 5 RJ 30/05 R) die im Zeitpunkt der Entscheidung des Sozialgerichts allerdings noch nicht vorlag und schließt sich den dortigen Ausführungen aus eigener Überzeugung an (vgl. im Einzelnen hierzu: SächsLSG, Urteil vom 20.11.2007 - L 4 R 1034/05 m.w.N.).
Der Senat hat sich in diesem Zusammenhang davon leiten lassen, dass bis zum Urteil des Bundessozialgerichts vom 17.04.2007 (B 5 RJ 30/05 R) zumindest in der sozialrechtlichen Literatur wie auch in der Rechtsprechung verschiedener Landessozialgerichte und Sozialgerichte (vgl. Sozialgericht Dresden, Urteil vom 11.08.2005 S 18 KR 304/05 ; SächsLSG, Urteil vom 26.10.2005 L 6 SB 24/05 ; LSG NRW, Urteil vom 11.05.2005 L 8 RJ 141/04 ) der Anwendungsbereich des § 131 Abs. 5 SGG umstritten war.
- BSG, 01.07.2010 - B 13 R 86/09 R
Halbwaisenrentenanspruch in der Zeit zwischen dem Erwerb der allgemeinen …
Selbst wenn es sich insoweit nicht um Ausnahmevorschriften im eigentlichen Sinne handelt, die eng ausgelegt werden müssen (vgl BVerfG [Kammer] Beschluss vom 21.6. 2005 - 2 BvR 957/04 - Juris RdNr 3; BSG Urteil vom 17.4. 2007 - B 5 RJ 30/05 R - BSGE 98, 198 = SozR 4-1500 § 131 Nr. 2, RdNr 19), ist doch die Grundentscheidung des Gesetzgebers zu beachten, dass volljährige Waisen ihren Lebensunterhalt selbst - ohne Rückgriff auf die von der Versichertengemeinschaft aufgebrachten Mittel - bestreiten müssen, wenn keiner der in § 48 Abs. 4 SGB VI enumerativ aufgezählten Sachverhalte vorliegt. - SG Lübeck, 15.02.2010 - S 15 R 428/09 Als sachdienlich ist die Zurückverweisung dann anzusehen, wenn die Verwaltungsbehörde die erforderlichen Ermittlungen nach ihrer persönlichen und sachlichen Ausstattung besser, das heißt billiger, schneller und effektiver durchführen kann als das Gericht und es daher vernünftiger und sachgerechter ist, die Behörde tätig werden zu lassen (BSG, Urteil vom 17.04.2007 - B 5 RJ 30/05 R, BSGE 98, 198; BVerwG, Urteil vom 18.11.2002 - 9 C 2/02, BVerwGE 117, 200; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 27.01.2009 - L 4 R 1519/08, juris; SG Chemnitz, Gerichtsbescheid vom 23.09.2009 - S 16 SB 184/09, juris;… Keller, in: Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer (Hrsg.), SGG, 9. Aufl. 2008, § 131 Rdnr. 19a; Bienert, SGb 2005, 84, 86).
Eine Zurückverweisung ist regelmäßig dann sachdienlich, wenn die begründete Möglichkeit besteht, dass die noch erforderlichen erheblichen Ermittlungen, insbesondere wegen der personellen und sachlichen Ausstellung der Behörde - etwa mit eigenem ärztlichen Dienst - inhaltlich besser oder schneller vonstatten gehen als bei Gericht (BSG, Urteil vom 17.04.2007 - B 5 RJ 30/05 R, BSGE 98, 198;… Keller, in: Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer (Hrsg.), SGG, 9. Aufl. 2008, § 131 Rdnr. 19a).
- LSG Berlin-Brandenburg, 08.11.2007 - L 15 B 174/07 Eine planwidrige Regelungslücke, welche Voraussetzung für eine analoge Anwendung der Vorschrift wäre (s. stellvertretend Bundessozialgericht, Urteil vom 17. April 2007 - Aktenzeichen B 5 RJ 30/05 R -), kann nicht angenommen werden.
- LSG Bayern, 19.09.2007 - L 2 U 290/06 Wie das Bundessozialgericht in der Entscheidung vom 17. April 2007 (B 5 RJ 30/05 R) ausgeführt hat, lässt sich eine Ausdehnung des Anwendungsbereichs von § 131 Abs. 5 Satz 1 SGG auf die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage weder im Wege der Auslegung noch im Wege der Analogie rechtfertigen.
- SG Düsseldorf, 23.02.2007 - S 26 R 269/06
Rentenversicherung
- SG Düsseldorf, 07.03.2007 - S 26 R 289/06
Rentenversicherung
- LSG Sachsen, 15.12.2011 - L 3 AS 619/10
Erforderlichkeit weiterer Ermittlungen; Sachdienlichkeit weiterer Ermittlungen; …
- LSG Berlin-Brandenburg, 19.04.2012 - L 11 SB 45/11
Schwerbehindertenrecht - Grad der Behinderung - Merkzeichen "aG" - …
- LSG Berlin-Brandenburg, 24.04.2012 - L 13 SB 10/12
Zurückverweisung an Verwaltung - erhebliche Ermittlungen
- SG Düsseldorf, 20.06.2006 - S 26 R 107/06
Rentenversicherung
- SG Düsseldorf, 23.02.2007 - S 26 R 282/06
Rentenversicherung
- SG Berlin, 01.02.2011 - S 30 R 4456/10
Antrag auf Gewährung einer Erwerbsminderungsrente - sozialgerichtliches Verfahren …
Für Blogger: