Rechtsprechung
   BFH, 25.04.1985 - IV R 64/83   

Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse (2)

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 143, 500
  • BB 1985, 2304
  • BStBl II 1985, 648
  • BStBl II 1985, 68
  • NVwZ 1986, 872 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (52)  

  • BFH, 16.09.2004 - X R 22/01  

    Vorbehalt der Nachprüfung; Vorläufigkeitsvermerk

    Durch den Hinweis "im Hinblick auf Ihre Aktivitäten bezüglich An- und Verkauf von Grundstücken" war zudem --anders als in dem dem BFH-Urteil vom 25. April 1985 IV R 64/83 (BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648) zugrunde liegenden Fall-- der Grund der Vorläufigkeit und ihr zeitlicher Umfang für den Kläger erkennbar hervorgehoben.

    Hierzu hat der BFH wiederholt entschieden, dass die von § 165 Abs. 1 Satz 1 AO 1977 vorausgesetzte Ungewissheit sich auf Tatsachen beziehen müsse (BFH-Urteil vom 25. Oktober 1989 X R 109/87, BFHE 159, 128, BStBl II 1990, 278, 280, m.w.N.) und dass eine Unsicherheit in der steuerrechtlichen Beurteilung eines feststehenden Sachverhalts kein hinreichender Grund für die Anordnung der Vorläufigkeit sei (BFH-Urteile in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648; in BFH/NV 1991, 506; BFH-Beschlüsse vom 9. Oktober 1991 II B 71/90, BFH/NV 1992, 719; vom 8. Juli 1998 I B 111/97, BFHE 186, 313, BStBl II 1998, 702).

    Nach dem BFH-Urteil in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648 ist eine Änderung eines bestandskräftigen vorläufigen Bescheides selbst dann nicht wegen einer geänderten steuerlichen Beurteilung zulässig, wenn sich der dem vorläufigen Bescheid beigefügten Erläuterung entnehmen lässt, dass sich die Vorläufigkeit auf eine bestimmte Einkunftsart insgesamt beziehen soll.

    b) Der Senat kann offen lassen, ob er der Rechtsprechung des IV. Senats des BFH in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648 folgen könnte (vgl. hierzu auch BFH-Urteil in BFH/NV 1992, 464).

    Zu diesem Zweck durfte es auch nach dem BFH-Urteil in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648 im Bescheid vom 5. September 1995 den Vorläufigkeitsvermerk anbringen und im Zusammenhang mit der vorbehaltenen Aufklärung der tatsächlichen Ungewissheit dann erstmalig eine genauere rechtliche Beurteilung vornehmen oder eine vorherige rechtliche Beurteilung ändern (vgl. BFH-Beschluss vom 22. Dezember 1987 IV B 174/86, BFHE 152, 43, BStBl II 1988, 234).

  • BFH, 11.12.1991 - III R 59/89  

    Gewerblicher Grundstückshandel

    Der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Urteil vom 25. April 1985 IV R 64/83 (BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648 ) und im Beschluß vom 22. Dezember 1987 IV B 174/86 (BFHE 152, 43, BStBl II 1988, 234 ), wonach wegen vorbehaltener Rechtsprüfung und nicht wegen Ungewißheit über Tatsachen ergangene Vorläufigkeitsvermerke auch dann nicht zu einer Änderung der Steuerbescheide führen dürfen, wenn sie bestandskräftig geworden sind, folgte das FG ausdrücklich nicht.

    Sie berufen sich auf die Rechtsprechung des BFH in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648 und in BFHE 152, 43, BStBl II 1988, 234 , nach der die im Streitfall erfolgte Änderung der vorläufigen Bescheide vom 23. November 1981 und vom 31. März 1982 durch die angegriffenen Bescheide vom 24. Juli 1985 nicht zulässig gewesen sei.

    Dabei kann entgegen der Auffassung des FG offenbleiben, ob der Rechtsprechung des IV. Senats des BFH in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648 , BFHE 152, 43, BStBl II 1988, 234 zu folgen ist, wonach das FA eine bestandskräftige vorläufige Steuerfestsetzung nur im Hinblick auf Erkenntnisse über tatsächliche Verhältnisse, nicht aber allein im Hinblick auf eine veränderte rechtliche Beurteilung ändern darf (a.A. der IX. Senat des BFH im Urteil vom 12. März 1991 IX R 282/87, BFH/NV 1991, 506).

    Zu diesem Zweck durfte das FA nach den Urteilen in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648 und in BFHE 152, 43, BStBl II 1988, 234 in den Bescheiden vom 23. November 1981 und vom 31. März 1982 Vorläufigkeitsvermerke anbringen.

  • BFH, 08.07.1998 - I B 111/97  

    Vorläufige Steuerfestsetzung

    Hierzu hat der BFH wiederholt entschieden, daß die von § 165 Abs. 1 AO 1977 genannte "Ungewißheit" sich auf Tatsachen beziehen müsse (BFH-Urteil vom 25. Oktober 1989 X R 109/87, BFHE 159, 128, BStBl II 1990, 278, 280, m.w.N.) und daß eine Unsicherheit in der steuerrechtlichen Beurteilung eines feststehenden Sachverhalts kein hinreichender Grund für die Anordnung der Vorläufigkeit sei (BFH-Urteile vom 25. April 1985 IV R 64/83, BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648; vom 12. März 1991 IX R 282/87, BFH/NV 1991, 506; BFH-Beschluß vom 9. Oktober 1991 II B 71/90, BFH/NV 1992, 719).

    Es entspricht deshalb zu Recht der gefestigten höchstrichterlichen Rechtsprechung, daß ein solcher Bescheid auch dann nicht nach § 165 Abs. 2 AO 1977 geändert werden kann, wenn die Vorläufigkeitserklärung nicht angefochten wurde und der Bescheid daher unter Einschluß des Vorläufigkeitsvermerks bestandskräftig geworden ist (BFH-Urteil in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648, 649, und BFH-Beschluß in BFH/NV 1992, 719).

    Zum anderen muß hier ebenso wie in den bereits entschiedenen Fallgestaltungen der Gedanke durchgreifen, daß eine Zulassung der Änderung wegen veränderter rechtlicher Erkenntnisse namentlich bei der Anwendung des § 171 Abs. 8 AO 1977 zu kaum überwindlichen Schwierigkeiten führen würde (BFH-Urteil in BFHE 143, 500, BStBl II 1985, 648, 649).

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