Rechtsprechung
| BGH, 28.03.1995 - X ARZ 255/95 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Alpmann Schmidt
- Jurion
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Bezeichnung der beklagten Partei; Anfechtung des Titels durch eine "Scheinpartei"
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Beteiligung einer Scheinpartei an Rechtsstreit
Kurzfassungen/Presse
- recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1995, 2170
- NJW 1995, 2171 (Ls.)
- NJW-RR 1995, 764
- WM 1995, 1249
- BB 1995, 2344
- Rpfleger 1995, 422
Wird zitiert von ... (36)
- BGH, 27.11.2007 - X ZR 144/06
Verfahrensrecht - Auslegung der Parteibezeichnung
Bei objektiv unrichtiger oder auch mehrdeutiger Bezeichnung ist grundsätzlich diejenige Person als Partei anzusprechen, die erkennbar durch die Parteibezeichnung betroffen werden soll (…BGH, aaO; Beschl. v. 28.03.1995 - X ARZ 255/95, NJW-RR 1995, 764 m.w.N.).Die AG hat auch nicht durch die Zustellung der Klageschrift an sie die Stellung der beklagten Partei erlangt (…BGH, Urt. v. 05.10.1994 - XII ZR 53/93, BGHZ 127, 156, 163; Beschl. v. 28.03.1995 - X ARZ 255/95, NJW-RR 1995, 764).
Vielmehr müsste die Zustellung dann nachgeholt werden (§ 271 Abs. 1 ZPO; vgl. BGH, Beschl. v. 28.03.1995 aaO).
- BAG, 27.11.2003 - 2 AZR 692/02
Außerordentliche Kündigung - Klageschrift - Auslegung
Im Übrigen kann die Frage, wer Partei auf Arbeitgeberseite ist, bei Bedarf auch durch ein Zwischenurteil geklärt werden (BGH 28. März 1995 - X ARZ 255/95 - AP ZPO § 50 Nr. 8).Selbst bei äußerlich eindeutiger, aber offenkundig unrichtiger Bezeichnung ist entgegen der Auffassung der Revision grundsätzlich diejenige Person als Partei angesprochen, die erkennbar durch die Parteibezeichnung betroffen werden soll (BGH 28. März 1995 - X ARZ 255/95 - AP ZPO § 50 Nr. 8; 24. Januar 1952 - III ZR 196/50 - BGHZ 4, 328).
- OLG Nürnberg, 22.01.1997 - 9 U 2573/96
Zivilprozeßrecht: Auslegung einer Parteibezeichnung in der Klageschrift, …
Das ist hier die Berufung (BGH, NJW-RR 1995, 764, 765).Auch die späteren Prozessvorgänge können als Auslegungsmittel dienen, wobei nicht aus dem Blick verloren werden darf, dass es darauf ankommt, welcher Sinn der Parteibezeichnung aus objektiver Sicht zum Zeitpunkt der Zustellung der Klageschrift beizumessen ist (OLG Nürnberg, OLGZ 1987, 482, 483 m.w.N.; vgl. auch: BGH, NJW 1983, 2448, 2449; 1987, 1946, 1947; 1988, 1585, 1587; NJW-RR 1995, 764, 765; OLG Frankfurt, Rpfleger 1990, 201, 202; OLG Hamm, NJW-RR 1991, 188, 189; MDR 1991, 1201;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, 55. Aufl., Grundzüge § 50 ZPO Rdn. 2, 3;… Stein/Jonas/Bork, 21. Aufl., vor § 50 ZPO Rdn. 8;… Zöller/Vollkommer, 20. Aufl., Vor § 50 ZPO Rdn. 7).
Weil nämlich eine unzutreffende Vorstellung des Gerichts von der Person einer Partei nichts daran ändert, dass das Urteil Rechtskraftwirkung ausschließlich zwischen den tatsächlichen Prozessparteien entfaltet, wirkt ein gegenüber der Nichtpartei ergangenes Urteil, das auf den Namen der wahren Partei gestellt ist, für und gegen die wahre Partei (BGH, NJW-RR 1995, 764, 765).
Der Kläger muss indes dem Berufungsführer auch dessen (notwendige) Kosten erster Instanz erstatten; denn er hat diese Kosten durch seinen Antrag auf Berichtigung des Rubrums veranlasst (BGH, NJW-RR 1995, 764, 765).
- BGH, 16.12.1997 - VI ZR 279/96
Anforderungen an den Inhalt der Berufungsbegründung bei Parteiwechsel auf der …
Eine solche ist unschädlich (vgl. BGH, Urteile vom 24. November 1980 - VII ZR 208/79 - NJW 1981, 1453 …und vom 19. September 1994 - II ZR 237/93 - BGHR ZPO § 518 Abs. 2 Parteibezeichnung 11; Beschluß vom 28. März 1995 - X ARZ 255/95 - NJW-RR 1995, 764;… Wieczorek/Schütze/Hausmann, ZPO 3. Aufl., Vor § 50 Rn. 19, 24 a.E.).Zwar ist für die Frage, wen ein Kläger in Anspruch nehmen will, auf den objektiv erkennbaren Inhalt seiner Erklärung aus der Sicht der Empfänger (Gericht und Gegner) abzustellen (ständige Rechtsprechung; vgl. BGH, Urteile vom l3. Juli 1972 - III ZR 29/70 - WM 1972, 1128;… vom 24. November 1980 - VII ZR 208/79 - aaO S. 1454 und vom 12. Oktober 1987 - II ZR 21/87 - NJW 1988, 1585, 1587; Beschlüsse vom 28. März 1995 - X ARZ 255/95 - aaO S. 765 und vom 7. November 1995 - VI ZB 12/95 - NJW 1996, 320 f.).
- BAG, 12.02.2004 - 2 AZR 136/03
Kündigungsschutzklage - Auslegung der Klageschrift
Selbst bei äußerlich eindeutiger, aber offenkundig unrichtiger Bezeichnung ist entgegen der Auffassung der Revision grundsätzlich diejenige Person als Partei angesprochen, die erkennbar durch die Parteibezeichnung betroffen werden soll (so schon BGH 24. Januar 1952 - III ZR 196/50 - BGHZ 4, 328; 28. März 1995 - X ARZ 255/95 - LM ZPO § 36 Ziff. 6 Nr. 39). - BGH, 12.04.2005 - VI ZR 50/04
Arbeit & Soziales - Forderungsübergang auf den Versorgungsträger
Vielmehr ist bei einem irrtümlichen oder zweifelhaften Wortlaut im Wege der Auslegung zu ermitteln, welchen Sinn die prozessuale Willenserklärung aus objektiver Sicht hat (vgl. zur Auslegung eines Feststellungsantrags: Senatsurteile vom 16. November 1993 - VI ZR 105/92 - VersR 1994, 425, 427, insoweit nicht in BGHZ 124, 128 mit abgedruckt; vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99 - VersR 2000, 1521, 1522; zur zweifelhaften Parteibezeichnung: BGHZ 4, 328, 334; BGH, Urteile vom 16. Mai 1983 - VIII ZR 34/82 - NJW 1983, 2448 f. und vom 14. Mai 1997 - XII ZR 140/95 - NJW-RR 1997, 1216, 1217; BGH, Beschluß vom 28. März 1995 - X ARZ 255/95 - NJW-RR 1995, 764 f.). - OLG Dresden, 30.04.2003 - 2 W 388/03
Klauselerteilungsverfahren
Einer hierfür erforderlichen erkennbaren Fehlbezeichnung (vgl. hierzu: BGH NJW 2003, 1043; BGH NJW 2002, 3110 [3111]; BGH NJW-RR 1995, 764 f.; BGH NJW 1981, 1453 f.) steht entgegen, dass Hinweise auf eine Vereinigung aller Geschäftsanteile in der Hand des Antragsgegners weder dem schriftsätzlichen Vorbringen noch den eingereichten Anlagen entnommen werden konnten (vgl. BGH NJW 2002, 3110 [3111]; BGH NJW 1988, 1585 [1587]; BGH NJW 1987, 1946 [1947]).Die Interessen des Letzteren werden dadurch gewahrt, dass ihm ein Anspruch auf Erstattung seiner angefallenen außergerichtlichen Kosten zuzubilligen ist (vgl. BGH NJW-RR 1995, 764 [765]).
- BGH, 23.10.2003 - VII ZB 19/02
Verfahrensrecht - Falsche Bezeichnung der beklagten Partei
Es kommt darauf an, welcher Sinn der von der klagenden Partei in der Klageschrift gewählten Parteibezeichnung bei objektiver Würdigung des Erklärungsinhalts beizulegen ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. Januar 1952 - III ZR 196/50, BGHZ 4, 328, 334, 335; BGH, Beschluß vom 9. November 1977 - VIII ZB 34/77, VersR 1978, 139-140; BGH, Urteil vom 26. Februar 1987 - VII ZR 58/86, NJW 1987, 1946, 1947; BGH, Beschluß vom 28. März 1995 - X ARZ 255/95, NJW-RR 1995, 764-765). - BGH, 22.09.2011 - I ZB 61/10
Wohnungseigentum - Eidesstattliche Versicherung durch WEG-Verwalter
Bei unrichtiger äußerer Bezeichnung ist grundsätzlich die Person als Partei angesprochen, die erkennbar durch die Parteibezeichnung betroffen werden soll (BGH, Beschluss vom 28. März 1995 X ARZ 255/95, NJW-RR 1995, 764, 765). - BGH, 22.09.2011 - IX ZR 209/10
Kapitalanlage - Berechnung des Rückgewährsanspruchs gegen Anlagevermittler
- BGH, 03.06.2003 - X ZB 47/02
Zulässigkeit der Berichtigung einer Parteibezeichnung
- BSG, 13.12.2000 - B 9 V 1/00 R
Urteilsaufhebung bei irrtümlich angenommenen Beteiligtenwechsel, …
- BGH, 14.05.1997 - XII ZR 140/95
Anforderungen an die Bezeichnung eines vermieteten Grundstücks
- LG Duisburg, 28.06.2007 - 5 S 74/06
- LAG Düsseldorf, 03.07.2008 - 11 Sa 1908/07
- LAG Düsseldorf, 19.06.2008 - 11 Sa 275/08
Oberarzt; Eingruppierung
- OLG Hamm, 03.07.2009 - 11 U 25/09
Unbegründetheit der Klage eines Krankenhausarztes wegen der eingeschränkten …
- OLG Brandenburg, 11.03.2004 - 9 UF 123/03
Kostenentscheidung bei Parteiwechsel
- OLG Brandenburg, 08.03.2007 - 12 U 143/06
Bauvertrag - Bezeichnung des Vertragspartners
- OLG Köln, 01.06.2001 - 19 U 158/00
Nachweis des Mitverschuldens wegen Nichtanschnallens auf dem Rücksitz
- OLG Düsseldorf, 06.07.2001 - 24 U 214/00
Rechtsfolgen unrichtiger Parteibezeichnung; Kündigung des Mietvertrages gegenüber …
- OLG Stuttgart, 20.04.2009 - 5 W 68/08
Vollstreckbarerklärung ausländischer Urteile: Vollstreckbarerklärungsverfahren …
- OLG Dresden, 08.06.2007 - 10 W 291/07
Zur Erstattungsfähigkeit einer Verfahrensgebühr bei falscher Klagezustellung an …
- OLG Düsseldorf, 14.10.2008 - 10 W 92/08
Verfahrensrecht - Anfechtung einer isolierten Kostenentscheidung
- OLG Düsseldorf, 25.03.2009 - 24 W 19/09
Begriff der offensichtlichen Unrichtigkeit einer Parteibezeichnung
- OLG München, 18.11.2009 - 11 W 2492/09
Kostengrundentscheidung und Kostenerstattung nach Entlassung eines …
- OLG Düsseldorf, 25.10.2000 - 5 U 55/00
Inanspruchnahme des Konkursverwalters
- OLG Düsseldorf, 03.05.2006 - 24 W 33/06
- KG, 22.05.2006 - 8 U 143/05
Gewerberaummietrecht - Darlegungslast für vertragl. Sonderkündigungsrecht
- OLG Düsseldorf, 21.11.2006 - 21 U 74/06
Auslegung einer objektiv unrichtigen oder mehrdeutigen Parteibezeichnung
- OLG Düsseldorf, 27.12.2006 - 24 W 96/06
- OLG Hamm, 03.05.2010 - 6 U 142/09
Haftung einer Gemeinde wegen Nicht- oder Schlechterfüllung der …
- OLG Köln, 03.06.1998 - 5 U 41/98
BGB § 823; ZPO §§ 139, 319
- OLG Hamburg, 27.11.2006 - 9 W 101/06
Zulässigkeit des Einspruchs einer GmbH gegen einem an die GmbH in Gründung …
- OLG Brandenburg, 20.01.2012 - 12 W 22/11
Kosten einer formell nicht am Rechtsstreit beteiligten Partei
- BGH, 23.09.2008 - X ZR 135/04
Rechtsprechung
| BGH, 05.04.1995 - I ZR 67/93 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Jurion
- rechtsportal.de
ZPO § 549
"Versäumte Klagenhäufung"; Entscheidung des Berufungsgerichts bei versäumter evtl. Klagehäufung
Kurzfassungen/Presse
- recht.com (Leitsatz/Auszüge/Zusammenfassung)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1995, 2170
- MDR 1995, 1259
- GRUR 1995, 518
Wird zitiert von ... (14)
- BGH, 06.05.1999 - I ZR 199/96
Tele-Info-CD
Für die Beurteilung des in die Zukunft gerichteten Unterlassungsanspruchs hat sich die Rechtslage im Laufe des Revisionsverfahrens geändert; diese Rechtsänderung ist bei der Entscheidung des Revisionsgerichts zu berücksichtigen (vgl. BGHZ 9, 101; 36, 348; 55, 188, 191; 60, 68, 71 f.; BGH, Urt. v. 5.4.1995 - I ZR 67/93, GRUR 1995, 518, 519 = WRP 1995, 608 - Versäumte Klagenhäufung). - BGH, 08.06.2000 - I ZR 269/97
Dentalästhetika
aa) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bestimmt sich auch der Streitgegenstand einer wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsklage nach dem Antrag und dem dazu vorgetragenen Lebenssachverhalt (…BGH, Urt. v. 11.6.1992 - I ZR 226/90, GRUR 1992, 625, 627 = WRP 1992, 697 - Therapeutische Äquivalenz;… Urt. v. 2.4.1992 - I ZR 146/90, GRUR 1992, 552, 554 - Stundung ohne Aufpreis; Urt. v. 5.4.1995 - I ZR 67/93, GRUR 1995, 518 = WRP 1995, 608 - Versäumte Klagenhäufung;… Urt. v. 2.7.1998 - I ZR 77/96, GRUR 1999, 272 = WRP 1999, 183 - Die Luxusklasse zum Nulltarif). - BGH, 13.10.1998 - VI ZR 357/97
Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Unzulässigkeit geschäftsschädigende …
Dementsprechend ist auch der Streitgegenstand des Revisionsverfahrens auf den deliktsrechtlichen Fragenkreis beschränkt (vgl. hierzu auch BGH, Urteile vom 16. Mai 1991 - I ZR 218/89 - NJW 1992, 749 - "Fachliche Empfehlung II"; vom 2. April 1992 - I ZR 146/90 - NJW-RR 1992, 1069 - "Stundung ohne Aufpreis"; vom 5. April 1995 - I ZR 67/93 - NJW 1995, 2170, 2171 - "Versäumte Klagenhäufung").
- BGH, 18.12.1997 - I ZR 79/95
Verschulden bei Verbreitung einer auf Tonträger aufgenommenen Darbietung in der …
Diese Rechtsänderung, die in der Revisionsinstanz zu berücksichtigen ist (vgl. BGHZ 9, 101; 36, 348, 350 f.; BGH, Urt. v. 5.4.1995 - I ZR 67/93, GRUR 1995, 518, 519 = WRP 1995, 608 - Versäumte Klagenhäufung), kommt der Klägerin auch im Streitfall noch zugute (§ 137 e Abs. 1, Abs. 4 Satz 3 UrhG), so daß die vom Berufungsgericht aufgeführten Bedenken in keinem Fall durchgreifen. - BGH, 14.03.2000 - KZR 15/98
Zahnersatz aus Manila
Denn Maßstab für die rechtliche Beurteilung im Revisionsverfahren ist das im Zeitpunkt der Entscheidung geltende Recht (vgl. BGHZ 9, 101; 36, 348; 55, 188, 191; 60, 68, 71 f.; BGH, Urt. v. 5.4.1995 - I ZR 67/93, GRUR 1995, 518, 519 = WRP 1995, 608 - Versäumte Klagenhäufung;… Urt. v. 6.5.1999 - I ZR 199/96, GRUR 1999, 923, 925 = WRP 1999, 831 - Tele-Info-CD, zur Veröffentlichung in BGHZ 141, 329 bestimmt). - BGH, 02.07.1998 - I ZR 77/96
Die Luxusklasse zum Nulltarif - Bestandteil der Hauptware
a) Für die Bestimmung des Streitgegenstands eines Verfahrens ist in erster Linie der vom Kläger formulierte Antrag maßgebend, wobei zur Auslegung des Begehrens die Klagebegründung heranzuziehen ist (…BGH, Urt. v. 11.6.1992 - I ZR 226/90, GRUR 1992, 625, 627 = WRP 1992, 697 - Therapeutische Äquivalenz, m.w.N.; Urt. v. 5.4.1995 - I ZR 67/93, GRUR 1995, 518 = WRP 1995, 608 - Versäumte Klagenhäufung). - BGH, 21.09.2000 - I ZR 216/98
Kompressionsstrümpfe; Anbieten von Mitteln zur Krankenpflege in Apotheken
Hierfür bot der für die Bestimmung des Streitgegenstandes maßgebliche Sachvortrag des Beklagten keine Veranlassung (vgl. BGH, Urt. v. 5.4.1995 - I ZR 67/93, GRUR 1995, 518, 519 = WRP 1995, 608 - Versäumte Klagenhäufung). - OLG Saarbrücken, 18.10.2006 - 1 U 670/05
Wettbewerbsverstoß: Irreführende Werbung mit einem prozentualen …
Der Streitgegenstand einer Unterlassungsklage bestimmt sich indes nicht nur nach dem Klageantrag, sondern auch nach dem dazu vorgetragenen Lebenssachverhalt (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 2000, I ZR 269/97, NJW 2001, 1791 = GRUR 2001, 181, unter II. 2. a aa; BGH, Urteil vom 5. April 1995, I ZR 67/93, NJW 1995, 2170 = GRUR 1995, 518, unter II. 3.; BGH, Urteil vom 11. Juni 1992, I ZR 226/90, NJW 1992, 2969 = GRUR 1992, 625, unter II. 3.; BGH, Urteil vom 2. April 1992, I ZR 146/90, NJW-RR 1992, 1069 = GRUR 1992, 552, unter III.). - OLG Hamburg, 05.12.2002 - 5 U 26/02
Designerbrille
Für die Bestimmung des Streitgegenstands eines Verfahrens ist in erster Linie der vom Kläger formulierte Antrag maßgebend, wobei zu dessen Auslegung die Klagebegründung heranzuziehen ist (BGH GRUR 1999, 272, 274 "Die Luxusklasse zum Nulltarif"; BGH GRUR 1995, 518, 519 "Versäumte Klagenhäufung"). - BGH, 06.05.1999 - I ZR 211/96
Urheberrechtlicher Schutz der Teilnehmerdaten der Deutschen Telekom AG; …
Für die Beurteilung des in die Zukunft gerichteten Unterlassungsanspruchs hat sich die Rechtslage im Laufe des Revisionsverfahrens geändert; diese Rechtsänderung ist bei der Entscheidung des Revisionsgerichts zu berücksichtigen (vgl. BGHZ 9, 101; 36, 348; 55, 188, 191; 60, 68, 71 f.; BGH, Urt. v. 5.4.1995 - I ZR 67/93, GRUR 1995, 518, 519 = WRP 1995, 608 - Versäumte Klagenhäufung). - BGH, 06.05.1999 - I ZR 210/96
Urheberrechtlicher Schutz der Teilnehmerdaten der Deutschen Telekom AG; …
- BGH, 29.09.1998 - KZR 3/97
- LAG Hamm, 23.07.1998 - 17 Sa 870/98
Diskriminierung bei Einstellung einer Gleichstellungsbeauftragten
- OLG Düsseldorf, 06.04.2004 - 20 U 121/03
Irreführung durch die Bezeichnung als "Bundesfachverband"
