Rechtsprechung
   BGH, 11.11.1994 - V ZR 46/93   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Alpmann Schmidt

    ZPO § 322 Abs. 1

  • Prof. Dr. Lorenz

    Objektiver Umfang der materiellen Rechtskraft: Bedeutung der Urteilsgründe, Rechtskraft des "kontradiktorischen Gegenteils"

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ZPO § 322 Abs. 1
    Umfang der Rechtskraft und Präklusion von Tatsachen durch anderweitige gerichtliche Entscheidungen

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1995, 967
  • MDR 1995, 953
  • FamRZ 1995, 224
  • WM 1995, 266



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Wird zitiert von ... (36)  

  • BGH, 23.02.2006 - I ZR 272/02  

    Markenparfümverkäufe

    In Rechtskraft erwächst danach der in die Zukunft gerichtete Verbotsausspruch nicht als solcher, sondern nur in seinem Bezug auf die vom Gericht festgestellte(n) Verletzungshandlung(en) (vgl. BGH, Urt. v. 8.2.1963 - Ib ZR 76/61, GRUR 1963, 378, 381 = WRP 1963, 211 - Deutsche Zeitung; BGH, Urt. v. 11.11.1994 - V ZR 46/93, NJW 1995, 967; vgl. auch BGHZ 82, 299, 304 - Kunststoffhohlprofil II; BGH, Urt. v. 6.10.2005 - I ZR 266/02, GRUR 2006, 136 Tz. 19 = WRP 2006, 274 - Pressefotos; vgl. weiter Stein/Jonas/Leipold aaO § 322 Rdn. 104 f.; Schilken, Zivilprozessrecht, 4. Aufl., Rdn. 1019; Musielak, NJW 2000, 3593, 3596).
  • BGH, 08.02.1996 - IX ZR 215/94  

    Umfang der Feststellung der Schadensersatzpflicht eines Steuerberaters wegen

    Der Gegenstand der Rechtskraft beschränkt sich demnach auf das Bestehen oder Nichtbestehen der geltend gemachten Rechtsfolge aufgrund des zur Entscheidung gestellten Lebenssachverhalts (vgl. BGH, Urt. v. 12. Dezember 1975 - IV ZR 101/74, NJW 1976, 1095; v. 11. November 1994 - V ZR 46/93, WM 1995, 266 f; v. 14. Juli 1995 - V ZR 171/94, NJW 1995, 2993).

    Ausgeschlossen sind mithin Tatsachen, die bei einer natürlichen, vom Standpunkt der Parteien ausgehenden Betrachtung zu dem durch ihren Sachvortrag zur Entscheidung gestellten Tatsachenkomplex gehört hätten (BGH, Urt. v. 11. November 1994 aaO. m.w.N.).

    In einem solchen Fall sind Tatbestand und Entscheidungsgründe zur Auslegung der Urteilsformel heranzuziehen (BGH, Urt. v. 12. Dezember 1975 und 11. November 1994 aaO.).

    Hier zählen ohne Rücksicht auf ihre Darlegung sämtliche die Wirksamkeit des Rechtsgeschäfts betreffenden Vorgänge zu dem zur Entscheidung gestellten Lebenssachverhalt (vgl. BGH, Urt. v. 11. November 1994 aaO.).

    Es müssen vielmehr besondere Umstände hinzutreten, aufgrund deren es dem Kläger zugemutet werden muß, die ihm mit dem rechtskräftigen Titel unverdient zugefallene Rechtsposition aufzugeben (vgl. BGH, Urt. v. 24. Juni 1993 - III ZR 43/92, NJW 1993, 3204, 3205; v. 11. November 1994 aaO. mit Anmerkung Grunsky LM H. 4/1995 § 322 ZPO Nr. 139).

  • BGH, 17.03.1995 - V ZR 178/93  

    Rechtskraft der Abweisung einer negativen Feststellungsklage

    Vielmehr sind die Streitgegenstände auch identisch, wenn im Zweitprozeß der Ausspruch des "kontradiktorischen Gegenteils" begehrt wird (BGHZ 123, 137, 139; Senatsurt. v. 11. November 1994, V ZR 46/93, Umdruck S. 5 f).

    Infolgedessen gehört zu den Rechtskraftwirkungen die Präklusion nicht nur der im ersten Prozeß vorgetragenen Tatsachen, sondern auch der nicht vorgetragenen Tatsachen, sofern sie nicht erst nach Schluß der mündlichen Verhandlung im ersten Prozeß entstanden sind (st.Rspr., vgl. BGHZ 98, 353, 358; Urt. v. 24. Juni 1993, III ZR 43/92, NJW 1993, 3204; Senatsurt. v. 11. November 1994, V ZR 46/93, Umdruck S. 6, 7).

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