Rechtsprechung
| BVerwG, 09.07.1997 - 11 C 2.97 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- ArgeLandentwicklung
Abgrenzung; Anordnung; Aufklärung; Bodenordnungsverfahren; Erschließung; Flurbereinigungsgesetz; Freiwilliger Landtausch; Ladung; Scheitern des Landtausches; Subsidiaritätsprinzip; Verfahrensgebiet; Zweck; Zweck der Bodenordnung; Zweck des Bodenordnungsverfahrens; ...
- ArgeLandentwicklung (Volltext/Auszüge)
Zweck des Bodenordnungsverfahrens; Verfahrensgebiet/Abgrenzung; Subsidiaritätsprinzip/freiwilliger Landtausch; Freiwilliger Landtausch/Scheitern des Landtausches; Flurbereinigungsgesetz/sinngemäße Anwendung; Erschließung/Zweck der Bodenordnung; ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Recht der Landwirtschaft - Flurbereinigung, Form und Inhalt der Ladung zur Aufklärungsversammlung, Räumlicher Anwendungsbereich und "Zielstellung" des § 3 LwAnpG , Freiwilliger Landtausch und Ermittlung von Tauschflächen
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Ladung zur Aufklärungsversammlung - Zielstellung - Bodeneigentum - Gebäudeeigentum - Antragstellender Gebäudeeigentümer - Häuslebauer-Fälle - Ländlicher Grundbesitz - Freiwilliger Landtausch - Ermittlung von Tauschflächen - Neuordnungsauftrag
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Sachernechtsbereingung und Bodenneuordnung
Verfahrensgang
- OVG Sachsen, 25.09.1996 - 7 S 329/96
- BVerwG, 09.07.1997 - 11 C 2.97
Papierfundstellen
- BVerwGE 105, 128
Wird zitiert von ... (64) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 09.12.1992 - 11 B 5.92
Anordnung der Flurbereinigung - Freie Wahl bei mehreren Aufklärungsmöglichkeiten …
Auszug aus BVerwG, 09.07.1997 - 11 C 2.97
Soweit die Revision eine Verletzung von § 28 Abs. 1 VwVfG (i.V.m. § 1 SächsVwVfG) rügt, muß sie sich entgegenhalten lassen, daß für die Anwendung der genannten Vorschrift neben § 5 Abs. 1 FlurbG (i.V.m. § 63 Abs. 2 LwAnpG ) kein Raum ist (vgl. BVerwG, Beschluß vom 9. Dezember 1992 - BVerwG 11 B 5.92 - Buchholz 424.01 § 5 FlurbG Nr. 2).Auch die Form der Einladung zu einer Aufklärungsversammlung ist nicht gesetzlich festgelegt (vgl. schon BVerwG, Beschluß vom 28. Dezember 1959 - BVerwG 1 CB 170.59 - Buchholz 424.01 § 4 FlurbG Nr. 2, Beschluß vom 9. Dezember 1992 - BVerwG 11 B 5.92 - Buchholz 424.01 § 5 FlurbG Nr. 2).
- BVerwG, 28.12.1959 - I CB 170.59
Voraussetzungen für die Flurbereinigung - Anforderungen an die Bekanntmachung …
Auszug aus BVerwG, 09.07.1997 - 11 C 2.97
Auch die Form der Einladung zu einer Aufklärungsversammlung ist nicht gesetzlich festgelegt (vgl. schon BVerwG, Beschluß vom 28. Dezember 1959 - BVerwG 1 CB 170.59 - Buchholz 424.01 § 4 FlurbG Nr. 2, Beschluß vom 9. Dezember 1992 - BVerwG 11 B 5.92 - Buchholz 424.01 § 5 FlurbG Nr. 2).Durch die Rechtsprechung zur Auslegung dieses Begriffs ist geklärt, daß insoweit nicht darauf abzustellen ist, ob der Grundbesitz landwirtschaftlich genutzt wird (vgl. BVerwG, Beschluß vom 28. Dezember 1959, a.a.O., Urteil vom 5. Mai 1983 - BVerwG 5 C 2.81 - Buchholz 424.01 § 87 FlurbG Nr. 7 S. 13).
- BVerwG, 05.05.1983 - 5 C 2.81
Inanspruchnahme ländlicher Grundstücke "in großem Umfang" bei einer …
Auszug aus BVerwG, 09.07.1997 - 11 C 2.97
Durch die Rechtsprechung zur Auslegung dieses Begriffs ist geklärt, daß insoweit nicht darauf abzustellen ist, ob der Grundbesitz landwirtschaftlich genutzt wird (vgl. BVerwG, Beschluß vom 28. Dezember 1959, a.a.O., Urteil vom 5. Mai 1983 - BVerwG 5 C 2.81 - Buchholz 424.01 § 87 FlurbG Nr. 7 S. 13). - BVerwG, 08.11.1989 - 5 B 124.89
Auszug aus BVerwG, 09.07.1997 - 11 C 2.97
Rechtlich nicht zu beanstanden ist ferner die Auffassung des Oberverwaltungsgerichts, daß die Festlegung des Verfahrensgebiets im Rahmen des § 7 Abs. 1 Satz 2 FlurbG eine Ermessensentscheidung der Flurneuordnungsbehörde erfordert, die nur einer eingeschränkten gerichtlichen Überprüfung unterliegt (vgl. BVerwG, Beschluß vom 8. November 1989 - BVerwG 5 B 124.89 - Buchholz 424.01 § 7 FlurbG Nr. 2). - BVerwG, 03.03.1988 - 5 B 125.86
Verpachtungsmöglichkeit für Teilflächen von Abfindungsflurstücken aus einem …
Auszug aus BVerwG, 09.07.1997 - 11 C 2.97
Abgesehen davon, daß ein etwaiges Anhörungsdefizit im Widerspruchsverfahren geheilt worden wäre (vgl. § 1 SächsVwVfG i.V.m. § 45 Abs. 1 Nr. 3 VwVfG ; auch BVerwG, Beschluß vom 3. März 1988 - BVerwG 5 B 125.86 - Buchholz 424.01 § 57 FlurbG Nr. 2), überzeugt es nicht, wenn die Revision der Flurneuordnungsbehörde insoweit Verfahrensfehler vorhält.
- BVerwG, 10.12.2014 - 9 C 11.13
Bodenordnungsplan; Minderausweisung; Geldabfindung; Privatnützigkeit; …
Hierzu zählen auch Grundstücke, bei denen Grund- und Gebäudeeigentum bereits auf privat-rechtlicher Grundlage zusammengeführt worden sind (Bestätigung der BVerwG, Urteile vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 und vom 29. Juli 2002 - 9 C 1.02 - Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 9).Aus der Aufspaltung von Gebäude- und Grundeigentum herrührenden Investitionshindernisse für ländlichen Grundbesitz, zu dem auch die darauf errichteten Eigenheime gehören, sollen unter Beachtung der Interessen der Beteiligten (vgl. § 53 Abs. 1 LwAnpG) beseitigt werden (BVerwG, Urteile vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 , vom 2. September 1998 - 11 C 4.97 - BVerwGE 107, 177 ) und vom 29. Juli 2002 - 9 C 1.02 - Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 9 S. 8).
Dieser gestattet, auch solche Grundstücke in das Verfahrensgebiet einzubeziehen, die zwar für sich die Voraussetzungen des § 64 LwAnpG nicht erfüllen, ohne die aber eine sinnvolle Lösung des zugrunde liegenden sachenrechtlichen Konflikts nicht zu erreichen wäre (BVerwG, Urteile vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 ; vom 2. September 1998 - 11 C 4.97 - BVerwGE 107, 177 und vom 29. Juli 2002 - 9 C 1.02 - Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 9 S. 8).
Der Einleitungsbeschluss ist erst dann rechtswidrig, wenn er erkennbar nicht auf eine Abwägung aller für einen größtmöglichen Erfolg der Bodenordnung und für den einzelnen Beteiligten bedeutsamen Gesichtspunkte zurückgeht oder wenn er gänzlich ungeeignet ist, eine sachgerechte Bodenordnung zu fördern (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 und Beschlüsse vom 8. November 1989 - 5 B 124.89 - Buchholz 424.01 § 7 FlurbG Nr. 2 S. 1 f.) und vom 21. Oktober 1996 - 11 B 69.96 - juris Rn. 5).
Rn. 15 Auf dieser Grundlage hat es das Bundesverwaltungsgericht als zulässig angesehen, auch solche Grundstücke in das Verfahrensgebiet eines Bodenordnungsverfahrens einzubeziehen, die der Erschließung von Gebäuden bzw. Grundstücken dienen, hinsichtlich derer die Voraussetzungen des § 64 Satz 1 LwAnpG vorliegen (BVerwG, Urteile vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 , vom 2. September 1998 - 11 C 4.97 - BVerwGE 107, 177 und vom 29. Juli 2002 - 9 C 1.02 - Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 9 S. 8).
Rn. 16 Eine rechtliche Schranke für die Anordnungsbefugnis hat das Bundesverwaltungsgericht nur in Erwägung gezogen, wenn von vornherein erkennbar ist, dass eine Landabfindung nicht zur Verfügung steht und deswegen das Bodenordnungsverfahren notwendig auf eine zwangsweise Geldabfindung hinausläuft (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 ).
Ziel des Bodenordnungsverfahrens ist dabei, insbesondere im Interesse der Gebäudeeigentümer BGB-konforme Verhältnisse zu schaffen, hierdurch zu einer Entflechtung der Rechtsverhältnisse beizutragen und dadurch Investitionshindernisse zu beseitigen (BVerwG, Urteile vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 und vom 29. Juli 2002 - 9 C 1.02 - Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 9 S. 8).
- BVerwG, 29.07.2002 - 9 C 1.02
Freiwilliger Landtausch; Bodenordnungsverfahren, Antragsbefugnis für -; …
Vielmehr ist den Vorschriften der § 53 Abs. 1, § 63 Abs. 2 LwAnpG i.V.m. § 7 Abs. 1 Satz 2 FlurbG ein weitreichender Neuordnungsauftrag zu entnehmen, der es gestattet, auch solche Grundstücke in das Verfahrensgebiet einzubeziehen, die zwar für sich die Voraussetzungen des § 64 LwAnpG nicht erfüllen, ohne die aber eine sinnvolle Lösung des zugrunde liegenden sachenrechtlichen Konflikts nicht zu erreichen wäre (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - BVerwG 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 ; Urteil vom 2. September 1998 - BVerwG 11 C 4.97 - BVerwGE 107, 177 ).Die danach vorzunehmende Festlegung des Verfahrensgebietes liegt gemäß § 63 Abs. 2 LwAnpG i.V.m. § 7 Abs. 1 Satz 2 FlurbG im Ermessen der Flurneuordnungsbehörde (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997, a.a.O., S. 138).
Er ist darauf gerichtet, sachenrechtliche Konflikte, die auf die Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR zurückzuführen sind (BVerwG…, Urteil vom 2. September 1998, a.a.O., S. 182), durch Schaffung BGB-konformer Rechtsverhältnisse zu lösen, um sich durch die Aufspaltung von Gebäude- und Grundeigentum ergebende Investitionshindernisse für ländlichen Grundbesitz, zu dem auch die darauf errichteten Eigenheime gehören (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997, a.a.O., S. 134), unter Beachtung der Interessen der Beteiligten (vgl. § 53 Abs. 1 LwAnpG) zu beseitigen.
Auf dieser Grundlage hat es der Senat als zulässig angesehen, auch solche Grundstücke in das Verfahrensgebiet eines Bodenordnungsverfahrens einzubeziehen, die der Erschließung von Gebäuden bzw. Grundstücken dienen, hinsichtlich derer die Voraussetzungen des § 64 Abs. 1 LwAnpG vorliegen (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997, a.a.O., S. 138 f.;… Urteil vom 2. September 1998, a.a.O., S. 187).
- BVerwG, 02.09.1998 - 11 C 4.97
Anordnung der Bodenneuordnung nach dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz; …
Wie der Senat bereits in einer früheren Entscheidung ausgeführt hat, zielt das Landwirtschaftsanpassungsgesetz auf die Neuordnung des ländlichen Grundbesitzes im Interesse einer Strukturförderung des ländlichen Raumes; die von § 64 LwAnpG ermöglichte Zusammenführung von Grund- und Sondereigentum ist deswegen weder auf landwirtschaftlich genutzte Flächen beschränkt noch ausschließlich auf eine Rückkehr zu landwirtschaftlicher Nutzung gerichtet (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - BVerwG 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 = Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 1).Davon ist der Senat bereits in seiner Entscheidung vom 9. Juli 1997 (BVerwG 11 C 2.97 - a.a.O.) ausgegangen.
Daß sich der Einleitungsbeschluß auch auf das Flurstück 127/6 erstrecken durfte, folgt aus der bereits erwähnten«RR73" Entscheidung des Senats vom 9. Juli 1997 (BVerwG 11 C 2.97 a.a.O.), wonach §§ 53 Abs. 1, 63 Abs. 2 LwAnpG i.V.m. § 7 Abs. 1 Satz 2 FlurbG ein weitreichender Neuordnungsauftrag zu entnehmen ist, der es gestattet, auch solche Grundstücke in das Verfahrensgebiet einzubeziehen, die zwar für sich die Voraussetzungen des § 64 LwAnpG nicht erfüllen, ohne die aber eine sinnvolle Lösung des zugrunde liegenden sachenrechtlichen Konflikts - hier die gesicherte Zuwegung zu den Oxidationsteichen - nicht zu erreichen wäre.
- VGH Bayern, 08.05.2013 - 13 AS 13.406
Vorläufiger Rechtsschutz gegen Flurbereinigungsbeschluss; Form der …
Die Form der Aufklärung steht im Ermessen der Flurbereinigungsbehörde (BVerwG, U.v. 9.7.1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128).Insbesondere ist die Übersendung einer Gebietskarte nicht Voraussetzung einer ordnungsgemäßen Ladung zur Aufklärungsversammlung (BVerwG, U.v. 9.7.1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128).
Ebenso wenig wie die Form der Einladung zu einer Aufklärungsversammlung gesetzlich festgelegt ist, begegnet eine persönliche Verständigung des einzelnen Eigentümers keinen rechtlichen Bedenken (BVerwG, U.v. 9.7.1997, a.a.O.).
Dahinstehen bleiben kann deshalb auch, ob der Antrag deshalb unbegründet wäre, weil ein etwaiges Anhörungsdefizit durch Nachholung im Widerspruchsverfahren gemäß Art. 45 Abs. 1 Nr. 3 BayVwVfG noch geheilt werden könnte (zur Nachholung siehe BVerwG, U.v. 9.7.1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128).
- VGH Bayern, 08.05.2013 - 13 AS 13.420
Straßenbebauungsplan; Unternehmensflurbereinigung; Aufklärungsversammlung; …
Die Form der Aufklärung steht im Ermessen der Flurbereinigungsbehörde (BVerwG, U.v. 9.7.1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128).Insbesondere ist die Übersendung einer Gebietskarte nicht Voraussetzung einer ordnungsgemäßen Ladung zur Aufklärungsversammlung (BVerwG, U.v. 9.7.1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128).
Ebenso wenig wie die Form der Einladung zu einer Aufklärungsversammlung gesetzlich festgelegt ist, begegnet eine persönliche Verständigung des einzelnen Eigentümers keinen rechtlichen Bedenken (BVerwG, U.v. 9.7.1997, a.a.O.).
Dahinstehen bleiben kann deshalb auch, ob der Antrag deshalb unbegründet wäre, weil ein etwaiges Anhörungsdefizit durch Nachholung im Widerspruchsverfahren gemäß Art. 45 Abs. 1 Nr. 3 BayVwVfG noch geheilt werden könnte (zur Nachholung siehe BVerwG, U.v. 9.7.1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128).
- BVerwG, 24.03.2004 - 9 C 11.03
Bodenordnungsverfahren; selbständiges Volkseigentum an Gebäuden; …
Die Anordnung des Bodenordnungsverfahrens nach § 64 LwAnpG setzt voraus, dass Grundeigentum und Sondereigentum einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) oder Dritter an Gebäuden und Anlagen auf den betroffenen Grundstücken auseinander fallen und in diesem Verfahren zusammengeführt werden sollen (vgl. BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - BVerwG 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 ; Urteil vom 2. September 1998 - BVerwG 11 C 4.97 - BVerwGE 107, 177 ).Liegt danach ein mit dem Grundeigentum auseinander fallendes Sondereigentum an der Halle vor, hat es, wie § 64 LwAnpG weiter voraussetzt, seinen Ursprung ausweislich der abgeschlossenen Kreispachtverträge und der darüber vermittelten Anwendung des § 459 ZGB auch in der Kollektivierung der Landwirtschaft in der DDR (vgl. dazu BVerwG…, Urteil vom 2. September 1998, a.a.O., S. 182 und Urteil vom 9. Juli 1997, a.a.O., S. 132 ff.).
Die von der Klägerin beanstandete Einbeziehung des Flurstücks Nr. ... in das Bodenordnungsgebiet kann sie - abgesehen davon, dass es sich insoweit um eine gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbare Ermessensentscheidung der Flurneuordnungsbehörde handelt (BVerwG…, Urteil vom 29. Juli 2002 - BVerwG 9 C 1.02 - Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 9, S. 8) - schon deshalb nicht in ihren Rechten verletzen, weil mit dem Bodenordnungsbeschluss der Kreis der möglichen Tauschflächen in dem mehrstufigen Bodenordnungsverfahren noch nicht abschließend bestimmt ist (grundlegend hierzu vgl. BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997, a.a.O., S. 137 ff.).
- BVerwG, 27.05.2015 - 9 B 68.14
Klärungsbedürftigkeit der Abfindung in Land durch Weichen eines Grundeigentümers …
Rn. 5 Darüber hinaus ist in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts geklärt, dass Gebäudeeigentümern in § 64 Satz 1 LwAnpG ein Antragsrecht mit der Folge zugestanden worden ist, dass, obschon der Gesetzgeber des Landwirtschaftsanpassungsgesetzes keinem der beiden Rechtsinhaber eine Präferenzstellung einräumen wollte (BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 1998 - 11 C 5.97 - BVerwGE 108, 202 ), der Grundeigentümer dennoch in der Regel weichen muss (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 ).Aus der Aufspaltung von Gebäude- und Grundeigentum herrührende Investitionshindernisse für ländlichen Grundbesitz, zu dem auch die darauf errichteten Eigenheime gehören, sollen unter Beachtung der Interessen der Beteiligten beseitigt werden (BVerwG, Urteile vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 , vom 2. September 1998 - 11 C 4.97 - BVerwGE 107, 177 , vom 29. Juli 2002 - 9 C 1.02 - Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 9 S. 8 …und vom 10. Dezember 2014 - 9 C 11.13 - DVBl. 2015, 643 Rn. 12, 24).
Hinzu kommt, dass beim Auseinanderfallen von Gebäude- und Grundeigentum jede Fremdfinanzierung auf erhebliche Schwierigkeiten stößt, weil Geldinstitute das Gebäudeeigentum nicht ohne weiteres als ausreichendes Mittel zur Kreditsicherung akzeptieren werden (BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 ).
Rn. 8 Soweit die Beschwerde mit der vorgenannten Frage sinngemäß zudem geklärt wissen möchte, ob eine Zusammenführung von Grund- und Gebäudeeigentum nach § 64 LwAnpG möglich ist, wenn hiermit nicht die Wiederherstellung leistungs- und wettbewerbsfähiger Betriebe oder die Zusammenlegung zersplitterter und unwirtschaftlich geformter Grundstücke nach neuzeitlichen und betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, sondern allein eine Komplettierung des Eigentums an einem privat genutzten "Hausgrundstück" beabsichtigt ist, ist dies in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ebenfalls geklärt (BVerwG, Urteile vom 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 …und vom 10. Dezember 2014 - 9 C 11.13 - DVBl. 2015, 643 Rn. 15).
- BVerwG, 10.12.2003 - 9 C 5.03
Bodenneuordnung nach dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz; Anordnungsbeschluss; …
Der "in § 64 LwAnpG enthaltene Gestaltungsauftrag" (so BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - BVerwG 11 C 2.97 - BVerwGE 105, 128 ) verlangt von den zuständigen Behörden, dass sie im Interesse einer Strukturverbesserung des ländlichen Raums in den neuen Bundesländern die Aufspaltung zwischen Gebäude- und Grundeigentum zügig überwinden.Denn die Antragstellung des Gebäudeeigentümers hat in der Tat regelmäßig zur Folge, dass der Grundeigentümer weichen muss (vgl. BVerwG, Urteil vom 9. Juli 1997 - BVerwG 11 C 2.97 - a.a.O. ).
- OVG Sachsen, 20.11.2020 - 7 C 21/17
Verzicht; Geldabfindung, ; Planvereinbarung
Rn. 45 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts liegen die in § 54 Abs. 1 und § 56 Abs. 1 LwAnpG geregelten Voraussetzungen für die Einleitung eines Bodenordnungsverfahrens grundsätzlich vor, wenn eine Einigung durch eine teilweise oder vollständige Abfindung in Geld angestrebt wird, jedenfalls, wenn - wie hier - der Antrag auf Einleitung des Bodenordnungsverfahrens durch die Bauwerkseigentümerin (Beigeladene) gem. § 53 Abs. 1, § 54 Abs. 2 Satz 2 LwAnpG gestellt wurde (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 4. November 1988 - 5 B 159.88 -, juris, Urt. v. 29. April 1998 - 11 C 6.97 -, juris - Rn. 23 und Urt. v. 9. Juli 1997 - 11 C 2.97 -, juris Rn. 36).Rn. 46 Dabei kann auch im Rahmen des freiwilligen Landtauschs ein unwiderruflicher Verzicht im Rahmen einer Planvereinbarung erklärt werden, da § 52 FlurbG nach § 103 b Abs. 1 Satz 2 FlurbG i. V. m. § 55 Abs. 3 LwAnpG entsprechende Anwendung findet (vgl. BVerwG, Urt. v. 9. Juli 1997 a. a. O.).
Rn. 55 Der Wirksamkeit der in der Planvereinbarung enthaltenen Zustimmung zu einem Geldausgleich für das Bodenordnungsverfahren steht im Weiteren weder entgegen, dass die Zustimmung bereits vor der Anordnung des Bodenordnungsverfahrens mit bestandskräftigem Beschluss des Beklagten vom 12. August 2015 erklärt wurde, noch dass das Verfahren über den freiwilligen Landtausch gescheitert ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 9. Juli 1997 a. a. O., Rn. 35 f.).
aufgrund des Antrags der Beigeladenen auch zwingend durchzuführen (vgl. BVerwG, Urt. v. 9. Juli 1997 a. a. O., Rn. 35 f.;… Wingerter/Mayr a. a. O., § 4 Rn. 17 f).
- BVerwG, 17.12.1998 - 11 C 5.97
Entscheidungsbefugnisse des Flurbereinigungsgerichts; Zusammenführung von Boden- …
Abgesehen davon, daß mit zunehmender Herausbildung eines Verkehrswertes für entsprechend belastete Grundstücke auch die Bereitschaft zu einer Geldabfindung zunehmen wird, hat die Flurneuordnungsbehörde gegebenenfalls auch anderweitig zu beschaffendes geeignetes Ersatzland bereitzustellen und entsprechend § 63 Abs. 2 LwAnpG, § 7 Abs. 1 Satz 2 FlurbG (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 9. Juli 1997 BVerwG 11 C 2.97 Buchholz 424.02 § 64 LwAnpG Nr. 1 S. 8) in das Verfahren einzubeziehen. - OVG Sachsen, 02.07.2010 - F 7 D 37/07
Begrenzung des Anwendungsbereichs des Gesetzes über die strukturelle Anpassung …
- BGH, 17.06.2005 - V ZR 208/04
Voraussetzungen und Verjährung des Anspruchs auf Nutzungsentschädigung
- OVG Sachsen, 13.06.2014 - F 7 C 18/13
Bodenordnungsverfahren, Nutzungsrecht, Gebäudeeigentum, Zusammenführung, …
- OVG Berlin-Brandenburg, 18.03.2008 - 70 A 15.05
Anfechtung eines Bodenordnungsplans
- OVG Thüringen, 05.06.2002 - 7 F 950/00
Agrarordnung, Flurbereinigung; Klagebefugnis des Grundstückskäufers gegen die …
- OVG Sachsen, 04.04.2002 - F 7 D 35/01
Abfindungswert; Anfechtung der Wertfeststellung im Rahmen des …
- BVerwG, 19.01.2011 - 9 C 3.10
Bodenordnungsverfahren; Anordnungsbeschluss; Antragstellung; Bodenordnungsplan; …
- OVG Thüringen, 20.10.2009 - 7 F 761/07
Agrarordnung, Flurbereinigung; Zur notwendigen Privatnützigkeit bei der Anordnung …
- OVG Brandenburg, 10.03.2005 - 8 D 25/04
Berechtigung zur Einleitung eines Bodenordnungsverfahrens; Zusammenhang zwischen …
- BVerwG, 25.08.2000 - 11 B 28.00
Erfolgsaussichten einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - …
- OVG Sachsen, 24.02.2010 - F 7 D 26/06
Anordnungsbeschluss, Bodenordnungsverfahren, Antragsbefugnis, LPG-Einbringen …
- OVG Thüringen, 15.05.2000 - 7 F 930/98
Agrarordnung, Flurbereinigung; Agrarordnung, Flurbereinigung; Gebäudeeigentum; …
- BVerwG, 17.12.1998 - 11 C 1.98
Auseinanderfallen von Grund- und Gebäudeeigentum; selbständiges Gebäudeeigentum …
- OVG Sachsen-Anhalt, 23.03.2016 - 8 K 2/14
Anordnung eines Bodenordnungsverfahrens
- BGH, 17.06.2005 - V ZR 209/04
Voraussetzungen und Verjährung des Anspruchs auf Nutzungsentschädigung
- OVG Brandenburg, 26.02.1998 - 8 D 43/97
- BGH, 17.06.2005 - V ZR 207/04
Voraussetzungen und Verjährung des Anspruchs auf Nutzungsentschädigung
- OVG Sachsen-Anhalt, 07.05.1998 - C 8 S 6.97
Verfahrensgebiet/Änderungsbeschluss; Verfahrensgebiet/Abgrenzung; …
- OVG Sachsen-Anhalt, 07.04.2009 - 8 K 8/07
Zur Einstellung eines Bodenordnungsverfahrens infolge nachträglich eingetrener …
- BVerwG, 15.02.2000 - 11 B 52.99
Verwaltungsprozeßrecht; Flurbereinigungsrecht
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 30.03.1999 - 9 K 8/96
Bodenneuordnung, Wertermittlung, Abfindungsgrundstück
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.01.2017 - 9a B 149/16
Aufklärung der Grundstückseigentümer über Kosten und die Einleitung eines …
- BVerwG, 18.02.2004 - 9 B 8.04
Gewährung von Nachsicht im Sinne des § 134 FlurbG (Flurbereinigungsgesetz); …
- OVG Sachsen-Anhalt, 30.05.2024 - 8 K 1/23
Abfindung durch Gebäudeeigentum im Bodenordnungsverfahren
- OVG Nordrhein-Westfalen, 06.09.2021 - 9a D 108/19
Rechtmäßige Einleitung eines Vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens
- BVerwG, 11.12.2002 - 9 B 70.02
Bedeutung des Begriffs "ländlicher Grundbesitz" im Sinne des § 1 des …
- OVG Sachsen, 26.11.2025 - 13 C 6/19
Bodenordnungsverfahren; Erweiterung des Verfahrensgebiets; Beteiligung der …
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 03.09.1998 - 9 K 2/98
Bodenneuordnung; Verzicht zugunsten Dritter; Bemessung der Funktionalflächen
- OVG Sachsen-Anhalt, 10.06.2021 - 8 K 3/19
Zur Antragsbefugnis im Bodenordnungsverfahren
- OVG Sachsen, 22.03.2013 - F 7 C 10/12
Fehlen einer Norm zu einer umfassenden Gestaltung des Verfahrensgebietes im …
- OVG Sachsen-Anhalt, 13.11.2012 - 8 K 4/11
Zulässigkeit eines kombinierten Bodenordnungs- und vereinfachten …
- BVerwG, 02.02.2000 - 11 B 2.00
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Anordnung eines …
- OVG Sachsen, 19.08.2016 - 7 C 6/15
Anordnung eines Bodenordnungsverfahrens; Verjährung; Verzicht; Verwirkung; Zweck …
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 13.09.2006 - 9 K 8/06
Umwandlung einer LPG Bodenordnungsverfahren
- OVG Sachsen, 10.04.2003 - 7 D 14/02
Anordnung, Antragsbefugnis, Bodenordnung, Gebäudeeigentum, Zusammenführung
- OVG Brandenburg, 21.03.2002 - 8 D 2/00
Einleitung des nicht von Amts wegen durchzuführenden Bodenordnungsverfahrens; …
- OVG Brandenburg, 11.11.1999 - 8 D 18/98
Ein in seiner wesentlichen Bausubstanz neues Bauwerk; Feste Verbindung eines …
- OVG Brandenburg, 25.01.2001 - 8 D 6/99
Neuerrichtung ohne Verwendung von Altsubstanz von wesentlicher Bedeutung bei …
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 28.04.2004 - 9 K 17/03
Insolvenz; Bodenordnung
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 04.09.2003 - 9 K 29/02
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Widerspruch/Zulassung, nachträgliche; …
- OVG Brandenburg, 10.04.2003 - 8 D 25/01
Bodenordnungsverfahren, Bodenordnungsplan, Eigenheimbau, Dingliches …
- BVerwG, 17.12.1998 - 11 C 2.98
Recht der Landwirtschaft - Voraussetzungen für ein sog. Bodenordnungsverfahren …
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 21.08.1998 - 9 K 22/97
Schriftlicher Widerspruch im Zusammenführungsverfahren; Bodenneuordnung im …
- OVG Brandenburg, 10.04.2003 - 8 D 59/01
Landwirtschaftsanpassungsrecht, Einleitung des Bodenordnungsverfahrens, …
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 19.01.2000 - 9 K 19/99
Bodenordnungsverfahren; Zusammenfassen mehrerer Teilentscheidungen; Nichtigkeit …
- OVG Mecklenburg-Vorpommern, 30.03.1999 - 9 K 8.96
Wertermittlung/Sachenrechtsbereinigungsgesetz; Geldabfindung/ohne Zustimmung; …
- OVG Sachsen, 16.06.2003 - F 7 D 14/02
- BVerwG, 21.12.1998 - 11 B 60.98
Landwirtschaftsrecht - Voraussetzungen für ein Bodenordnungsverfahren nach LwAnpG
- OVG Thüringen, 03.04.2001 - 7 F 1366/98
Nutzungsrecht; Gebäudeeigentum; Anordnung/Anordnungsvoraussetzungen
- OVG Sachsen, 17.04.2015 - F 7 C 6/12
Gebäudeeigentum; Grundbuch; Antrag; Restnutzungsdauer; Landtausch
- OVG Berlin-Brandenburg, 04.06.2009 - 70 A 9.08
Anwendbarkeit von FlurbG §§ 7, 8 auf das Bodenordnungsverfahren
- OVG Sachsen-Anhalt, 05.02.1998 - C 8 S 2.97
Nutzungsrecht; Gebäudeeigentum; Behördenanhörung; Anordnung/Anordnungsbeschluss
- OVG Sachsen, 30.10.2014 - F 7 C 9/13
Bodenordnungsplan, Klagegegenstand, Widerspruchsbescheid, …
- OVG Brandenburg, 21.07.1999 - 8 B 73.99
Vorläufige Besitzregelung/Abgrenzung zur vorläufigen Anordnung; Vorläufige …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".