Rechtsprechung
   BGH, 03.07.1985 - IVa ZR 246/83   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • zimmermann-notar-rostock.de

    Begriff des "Aushandelns"

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AGBG § 1 Abs. 2
    Begriff des Aushandelns

  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Begriff des »Aushandelns« i. S. von § 1 Abs. 2 AGBG

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Aushandeln von AGB nur bei Möglichkeit der inhaltlichen Disposition über den "gesetzesfremden" Kerngehalt einer Klausel

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 1986, 54
  • ZIP 1985, 1272
  • MDR 1985, 1005
  • BB 1985, 2069



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Wird zitiert von ... (18)  

  • BGH, 03.04.1998 - V ZR 6/97  

    Wirksamkeit einer formularmäßigen Vereinbarung einer Vertragsstrafe in einem

    Dieser muß die reale Möglichkeit erhalten, den Inhalt der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (BGHZ 85, 305, 308; BGH, Urt. v. 3. Juli 1985, IVa ZR 246/83, NJW-RR 1986, 54 f; vgl. auch BGHZ 104, 232, 236).
  • BGH, 27.03.1991 - IV ZR 90/90  

    Aushandeln einer Eigenverkaufsklausel beim Maklervertrag

    Auch die allgemeinen Ausführungen im Berufungsurteil zum Begriff "ausgehandelt" des § 1 Abs. 2 AGBG stehen gerade für das Verhältnis zwischen dem Makler und seinem Kunden im Einklang mit der vom Tatrichter umfassend dargestellten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (vgl. insbesondere die Senatsurteile vom 3.7.1985 - IVa ZR 246/83 - und vom 30.9.1987 - IVa ZR 6/86 - WM 1985, 1208 und 1988, 28 = LM AGBG § 1 Nr. 4 und 11; Ulmer in Ulmer/Brandner/Hensen, aaO § 1 Rdn. 47ff.).

    Nur soweit der Vertragsinhalt nicht nur vom Verwender, sondern ebenso vom Kunden in seinen rechtsgeschäftlichen Gestaltungswillen aufgenommen worden ist, kann er als Ausdruck seiner rechtsgeschäftlichen Selbstbestimmung und Selbstverantwortung gewertet werden (Senatsurteil vom 3.7.1985 aaO unter II. 2. c).

    Vielmehr kann von "Aushandeln" nur dann gesprochen werden, wenn der Verwender zunächst den in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltenen "gesetzesfremden" Kerngehalt, also die den wesentlichen Inhalt der gesetzlichen Regelung ändernden oder ergänzenden Bestimmungen inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellt und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumt mit zumindest der realen Möglichkeit, die inhaltliche Ausgestaltung der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (Senatsurteile vom 3.7.1985 - IVa ZR 246/83 - WM 1985, 1208 = LM AGBG § 1 Nr. 4 unter II 2c und vom 30.9.1987 - IVa ZR 6/86 - WM 1988, 28 = NJW 1988, 410 unter I 2).

  • BGH, 28.01.1987 - IVa ZR 173/85  

    Gültigkeit einer vorformulierten Aushandelnsbestätigung; Vorformulierte

    Insbesondere muß der Verwender den "gesetzesfremden" Kerngehalt seiner Bedingung ernsthaft zur Disposition stellen (näher dazu Senatsurteil vom 3. Juli 1985 - IVa ZR 246/83 - LM AGBG § 1 Nr. 4 = WM 1985, 1208 und Urteil vom 9.10.1986 - VII ZR 245/85 - WM 1987, 42 ).
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