Einkommensteuergesetz
| IX. Sonstige Vorschriften, Bußgeld-, Ermächtigungs- und Schlussvorschriften (§§ 50b - 61) |
§ 58
Weitere Anwendung von Rechtsvorschriften, die vor Herstellung der Einheit Deutschlands in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet gegolten haben
(1) Die Vorschriften über Sonderabschreibungen nach § 3 Absatz 1 des Steueränderungsgesetzes vom 6. März 1990 (GBl. I Nr. 17 S. 136) in Verbindung mit § 7 der Durchführungsbestimmung zum Gesetz zur Änderung der Rechtsvorschriften über die Einkommen-, Körperschaft- und Vermögensteuer - Steueränderungsgesetz - vom 16. März 1990 (GBl. I Nr. 21 S. 195) sind auf Wirtschaftsgüter weiter anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 1989 und vor dem 1. Januar 1991 in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet angeschafft oder hergestellt worden sind.
(2) Rücklagen nach § 3 Absatz 2 des Steueränderungsgesetzes vom 6. März 1990 (GBl. I Nr. 17 S. 136) in Verbindung mit § 8 der Durchführungsbestimmung zum Gesetz zur Änderung der Rechtsvorschriften über die Einkommen-, Körperschaft- und Vermögensteuer - Steueränderungsgesetz - vom 16. März 1990 (GBl. I Nr. 21 S. 195) dürfen, soweit sie zum 31. Dezember 1990 zulässigerweise gebildet worden sind, auch nach diesem Zeitpunkt fortgeführt werden. Sie sind spätestens im Veranlagungszeitraum 1995 gewinn- oder sonst einkünfteerhöhend aufzulösen. Sind vor dieser Auflösung begünstigte Wirtschaftsgüter angeschafft oder hergestellt worden, sind die in Rücklage eingestellten Beträge von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzuziehen; die Rücklage ist in Höhe des abgezogenen Betrags im Veranlagungszeitraum der Anschaffung oder Herstellung gewinn- oder sonst einkünfteerhöhend aufzulösen.
(3) Die Vorschrift über den Steuerabzugsbetrag nach § 9 Absatz 1 der Durchführungsbestimmung zum Gesetz zur Änderung der Rechtsvorschriften über die Einkommen-, Körperschaft- und Vermögensteuer - Steueränderungsgesetz - vom 16. März 1990 (GBl. I Nr. 21 S. 195) ist für Steuerpflichtige weiter anzuwenden, die vor dem 1. Januar 1991 in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet eine Betriebsstätte begründet haben, wenn sie von dem Tag der Begründung der Betriebsstätte an zwei Jahre lang die Tätigkeit ausüben, die Gegenstand der Betriebsstätte ist.
Rechtsprechung zu § 58 EStG
46 Entscheidungen zu § 58 EStG in unserer Datenbank. Die relevantesten 10:
- BFH, 09.11.1994 - I R 67/94
Auswirkung des Steuerabzugsbetrags auf Solidaritätszuschlag im Beitrittsgebiet
- BFH, 06.07.1995 - IV R 84/94
Voraussetzungen für Steuerabzugsbetrag bei Selbständigen und Freiberuflern im ...
- BFH, 20.04.1995 - IV R 101/94
Steuervergünstigung bei Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit 1990 im ...
- BFH, 14.12.1994 - XI R 39/94
Neueröffnung eines Betriebs im Beitrittsgebiet nach § 9 Abs. 1 Satz 1 DB-StÄndG ...
- BFH, 06.03.1995 - VI R 81/94
Entscheidung über den Steuerabzugsbetrag nach § 9 Abs. 1 DBStÄndG DDR durch ...
- BFH, 13.11.1996 - XI R 6/95
Steuerbegünstigung bei Wechsel von nebenberuflich zu hauptberuflich ...
Zum selben Verfahren:
- BFH, 21.03.1996 - XI R 6/95
Entscheidung über Steuerabzugsbetrag nach § 9 Abs. 1 DB-StÄndG DDR durch ...
- BFH, 21.03.1996 - XI R 6/95
- BFH, 13.11.1996 - X R 104/95
Steuerabzugsbetrag für "Neueröffnung" eines Versicherungsvertreters
- BFH, 16.03.1994 - I R 146/93
Bilanzierungsfragen im Beitrittsgebiet
- BFH, 10.12.1997 - XI R 52/96
Auflösung der Akkumulationsrücklage
Stellenangebote Recht, Wirtschaft, Steuer

Ausgewählte Stellenangebote:
26.05.2012
bildungsmarkt-sachsen.de
26.05.2012
bildungsmarkt-sachsen.de
26.05.2012
Stellenangebote mit Schwerpunkt Steuerrecht
Querverweise
Rechtsberatung

Antwort auf alle Ihre Rechtsfragen in der Regel in wenigen Stunden. Bestimmen Sie selbst den Preis der Auskunft!
Frage stellen