Rechtsprechung
| BGH, 10.10.1991 - III ZR 100/90 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
§ 315 Abs. 3 BGB
- Bund der Energieverbraucher
Zur gerichtlichen Billigkeitskontrolle tariflicher Abwasserentgelte.
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Gerichtliche Billigkeitskontrolle tariflicher Abwasserentgelte eines Zweckverbandes
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Gerichtliche Billigkeitskontrolle tariflicher Abwasserentgelte
Zeitschriftenfundstellen
- BGHZ 115, 311
- NJW 1992, 171
- MDR 1992, 84
- WM 1991, 2071
- DVBl 1992, 369
- BB 1991, 2471
- DÖV 1992, 583
Wird zitiert von ... (114)
- BGH, 05.07.2005 - X ZR 60/04
AGB - Zahlungspflicht auch bei Einwendungen: Unwirksam!
Ob es sich dabei um einen (Werk-)Vertrag handelt (so BGHZ 115, 311, 314), braucht hier nicht entschieden zu werden.Es muß aber aufgrund des im Verwaltungsprivatrecht zu beachtenden öffentlichrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes (BGHZ 115, 311, 318), der eine für alle Kunden gleiche Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen verlangt, auch für die Leistungsbedingungen gelten.
a) Es ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs seit langem anerkannt, daß Tarife von Unternehmen, die mittels eines privatrechtlich ausgestalteten Benutzungsverhältnisses Leistungen der Daseinsvorsorge anbieten, auf deren Inanspruchnahme der andere Vertragsteil im Bedarfsfall angewiesen ist, nach billigem Ermessen festgesetzt werden müssen und einer Billigkeitskontrolle entsprechend § 315 Abs. 3 BGB unterworfen sind (…vgl. nur BGH, Urt. v. 19.01.1983 - VIII ZR 81/82, NJW 1983, 659;… Urt. v. 03.11.1983, aaO; BGHZ 115, 311, 316 m.w.N.;… Urt. v. 30.04.2003 - VIII ZR 279/02, NJW 2003, 3131).
Denn die rein öffentlich-rechtliche Wirkung der Genehmigung beschränkt sich auf das Verhältnis der Behörde zum Genehmigungsempfänger und ist für die privatrechtliche Überprüfung eines einseitig festgesetzten Entgelts anhand des § 315 Abs. 3 BGB nicht präjudiziell (vgl. nur BGHZ 115, 311, 315;… BGH, Urt. v. 02.07.1998 - III ZR 287/97, NJW 1998, 3188, jeweils m.w.N.;… vgl. auch Ludwig/Odenthal/Hempel/Franke, Recht der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserversorgung, § 30 AVBEltV Rdn. 56).
Denn die einschlägigen Urteile betrafen entweder nicht die Einrede nach § 315 Abs. 3 BGB (…Urt. v. 24.03.1988 - III ZR 11/87, MDR 1988, 759) oder nicht die Leistungsbedingungen der Klägerin (…Urt. v. 19.01.1983, aaO; BGHZ 115, 311 ff.;… Urt. v. 30.4.2003, aaO).
Die in den Formen des Privatrechts handelnde Verwaltung hat jedenfalls die grundlegenden Prinzipien der öffentlichen Finanzgebarung zu beachten (BGHZ 91, 84, 96 f.; 115, 311, 318).
Entscheidet sich die öffentliche Hand, Leistungsverhältnisse im Rahmen der Daseinsvorsorge in privatrechtlicher Form zu regeln, so muß sie es hinnehmen, daß der privatrechtliche Gehalt solcher Benutzungsverhältnisse der Kontrolle der ordentlichen Gerichte nach den für das Privatrecht maßgebenden Rechtssätzen unterliegt (BGHZ 115, 311, 317).
- BGH, 13.06.2007 - VIII ZR 36/06
Immobilien - Einseitige Tariferhöhung durch Gasversorger: Billigkeitskontrolle!
Die Berücksichtigung der typischen Interessenlage beider Parteien und eine umfassende Würdigung des Vertragszwecks sind aber auch bei einem Massengeschäft möglich (vgl. BGHZ 115, 311 zu Abwasserentgelten und BGH, Urteil vom 5. Juli 2005 - X ZR 60/04, NJW 2005, 2919 zur Abfallentsorgung).Die tatrichterlichen Ausführungen zur Anwendung des § 315 BGB im konkreten Fall können vom Revisionsgericht nur darauf überprüft werden, ob das Berufungsgericht den Begriff der Billigkeit verkannt, ob es die gesetzlichen Grenzen seines Ermessens überschritten oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht hat und ob es von einem rechtlich unzutreffenden Ansatz ausgegangen ist, der ihm den Zugang zu einer fehlerfreien Ermessensentscheidung versperrt hat (BGHZ 115, 311, 321; Senatsurteil vom 21. September 2005 - VIII ZR 7/05, NJW-RR 2006, 133, unter II 2 m.w.N.).
Es entspricht zwar ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass Tarife von Unternehmen, die mittels eines privatrechtlich ausgestalteten Benutzungsverhältnisses Leistungen der Daseinsvorsorge anbieten, auf deren Inanspruchnahme der andere Vertragsteil im Bedarfsfall angewiesen ist, nach billigem Ermessen festgesetzt werden müssen und einer Billigkeitskontrolle entsprechend § 315 Abs. 3 BGB unterworfen sind (vgl. BGHZ 73, 114, 116 zu Krankenhauspflegesätzen; BGHZ 115, 311, 316 zu tariflichen Abwasserentgelten; BGH…, Urteil vom 5. Juli 2005, aaO, unter II 1 a;… Urteil vom 21. September 2005 - VIII ZR 7/05, aaO, unter II 1 zu Baukostenzuschüssen zur Wasserversorgung).
Kommt zwischen dem Versorgungsunternehmen und dem Kunden - ob ausdrücklich oder konkludent gemäß § 2 Abs. 2 AVBGasV durch Entnahme von Gas aus einem Verteilungsnetz eines Versorgungsunternehmens - ein Gaslieferungsvertrag zu den jeweiligen allgemeinen Tarifen zustande (vgl. auch RGZ 111, 310, 312; BGHZ 115, 311, 314; Senatsurteil vom 30. April 2003 - VIII ZR 279/02, NJW 2003, 3131, unter II 1 a m.w.N. zum Stromlieferungsvertrag), so ist der von dem Kunden zu zahlende Preis durch den zuvor von dem Gasversorgungsunternehmen gemäß § 10 Abs. 1 Satz 1 EnWG 1998 veröffentlichten Tarif eindeutig bestimmt und als solcher mit dem Abschluss des Vertrags zwischen den Parteien vereinbart (…vgl. Senatsurteil vom 28. März 2007, aaO, unter II 1 a).
- BGH, 12.03.2003 - IV ZR 278/01
Arztrecht - Übermaßbehandlung
Nicht in Betracht kommt auch eine Billigkeitskontrolle entsprechend § 315 Abs. 3 BGB für Leistungen der Daseinsvorsorge, auf deren Inanspruchnahme der andere Vertragspartner angewiesen ist (vgl. BGHZ 73, 114, 116; BGH, Urteile vom 4. Dezember 1986 - VII ZR 77/86 - NJW 1987, 1828 unter II 2 b; vom 10. Oktober 1991 - III ZR 100/90 - NJW 1992, 171 unter II 5 a m.w.N.;… Palandt/Heinrichs, aaO § 315 Rdn. 4 m.w.N.).
- BGH, 05.07.2005 - X ZR 99/04 Ob es sich dabei um einen (Werk-)Vertrag handelt (so BGHZ 115, 311, 314), braucht hier nicht entschieden zu werden.
Es muß aber aufgrund des im Verwaltungsprivatrecht zu beachtenden öffentlichrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes (BGHZ 115, 311, 318), der eine für alle Kunden gleiche Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen verlangt, auch für die Leistungsbedingungen gelten.
a) Es ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs seit langem anerkannt, daß Tarife von Unternehmen, die mittels eines privatrechtlich ausgestalteten Benutzungsverhältnisses Leistungen der Daseinsvorsorge anbieten, auf deren Inanspruchnahme der andere Vertragsteil im Bedarfsfall angewiesen ist, nach billigem Ermessen festgesetzt werden müssen und einer Billigkeitskontrolle nach § 315 Abs. 3 BGB unterworfen sind (…vgl. nur BGH, Urt. v. 19.01.1983 - VIII ZR 81/82, NJW 1983, 659;… Urt. v. 03.11.1983, aaO; BGHZ 115, 311, 316 m.w.N.;… Urt. v. 30.04.2003 - VIII ZR 279/02, NJW 2003, 3131).
Denn die rein öffentlich-rechtliche Wirkung der Genehmigung beschränkt sich auf das Verhältnis der Behörde zum Genehmigungsempfänger und ist für die privatrechtliche Überprüfung eines einseitig festgesetzten Entgelts anhand des § 315 Abs. 3 BGB nicht präjudiziell (vgl. nur BGHZ 115, 311, 315;… BGH, Urt. v. 02.07.1998 - III ZR 287/97, NJW 1998, 3188, jeweils m.w.N.;… vgl. auch Ludwig/Odenthal/Hempel/Franke, Recht der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserversorgung, § 30 AVBEltV Rdn. 56).
Denn die einschlägigen Urteile betrafen entweder nicht die Einrede nach § 315 Abs. 3 BGB (…Urt. v. 24.03.1988 - III ZR 11/87, MDR 1988, 759) oder nicht die Leistungsbedingungen der Klägerin (…Urt. v. 19.01.1983, aaO; BGHZ 115, 311 ff.;… Urt. v. 30.04.2003, aaO).
Die in den Formen des Privatrechts handelnde Verwaltung hat jedenfalls die grundlegenden Prinzipien der öffentlichen Finanzgebarung zu beachten (BGHZ 91, 84, 96 f.; 115, 311, 318).
Entscheidet sich die öffentliche Hand, Leistungsverhältnisse im Rahmen der Daseinsvorsorge in privatrechtlicher Form zu regeln, so muß sie es hinnehmen, daß der privatrechtliche Gehalt solcher Benutzungsverhältnisse der Kontrolle der ordentlichen Gerichte nach den für das Privatrecht maßgebenden Rechtssätzen unterliegt (BGHZ 115, 311, 317).
- BGH, 28.03.2007 - VIII ZR 144/06
Immobilien - Richterliche Kontrolle der Strompreise?
Kommt zwischen dem Stromlieferungsunternehmen und dem Kunden - ob ausdrücklich oder konkludent durch Entnahme von Elektrizität aus einem Verteilungsnetz eines Versorgungsunternehmens (vgl. RGZ 111, 310, 312; BGHZ 115, 311, 314; Senatsurteil vom 30. April 2003 -- VIII ZR 279/02, NJW 2003, 3131, unter II 1 a m.w.N.) - ein Stromlieferungsvertrag zu den jeweiligen allgemeinen Tarifen zustande, so ist der von dem Kunden zu zahlende Preis durch den zuvor von dem Stromversorgungsunternehmen gemäß § 10 Abs. 1 Satz 1 EnWG 1998 veröffentlichten Tarif eindeutig bestimmt und als solcher mit dem Abschluss des Vertrags zwischen den Parteien vereinbart.Der Bundesgerichtshof geht allerdings in ständiger Rechtsprechung davon aus, dass Tarife von Unternehmen, die mittels eines privatrechtlich ausgestalteten Benutzungsverhältnisses Leistungen der Daseinsvorsorge anbieten, auf deren Inanspruchnahme der andere Vertragsteil im Bedarfsfall angewiesen ist, nach billigem Ermessen festgesetzt werden müssen und einer Billigkeitskontrolle entsprechend § 315 Abs. 3 BGB unterworfen sind (vgl. BGHZ 73, 114, 116 zu Krankenhauspflegesätzen; BGH, Urteil vom 4. Dezember 1986 - VII ZR 77/86, WM 1987, 295, unter II 2 b zu Baukostenzuschüssen und Hausanschlusskosten gem. §§ 9 Abs. 4, 10 Abs. 5 AVBGasV; Urteil vom 28. Januar 1987 - VIII ZR 37/86, NJW 1987, 1622, unter II zu einem Fernwärmelieferungsvertrag; BGHZ 115, 311, 316 zu tariflichen Abwasserentgelten; BGH, Urteil vom 5. Juli 2005 - X ZR 60/04, NJW 2005, 2919, unter II 1 a; Urteil vom 21. September 2005 - VIII ZR 7/05, NJW-RR 2006, 133, unter II 1 zu Baukostenzuschüssen zur Wasserversorgung).
Zwar nimmt nach ständiger Rechtsprechung (RGZ 111, 310, 312; BGHZ 115, 311, 314;… Senatsurteil vom 30. April 2003, aaO, unter II 1 a m.w.N.) derjenige, der aus einem Verteilungsnetz eines Versorgungsunternehmens Elektrizität, Gas, Wasser oder Fernwärme entnimmt, hierdurch das Angebot zum Abschluss eines entsprechenden Versorgungsvertrages konkludent an.
- BVerwG, 10.10.2002 - 6 C 8.01
Telekommunikation; Klagebefugnis; Sprungrevision und Verfahrensfehler; …
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass auf privatrechtlicher Grundlage geleistete Entgelte, die öffentlich-rechtlichen Vorgaben genügen müssen, grundsätzlich einer Billigkeitskontrolle nach § 315 Abs. 3 BGB unterworfen sind (stRspr, vgl. z.B. BGH, Urteil vom 10. Oktober 1991 - III ZR 100/90 - BGHZ 115, 311 m.w.N.). - BGH, 21.09.2005 - VIII ZR 7/05
Immobilien - Baukostenzuschüsse für Versorgungsanschlüsse
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass Tarife und sonstige Entgeltregelungen von Unternehmen, die mittels eines privatrechtlich ausgestalteten Benutzungsverhältnisses Leistungen der Daseinsvorsorge anbieten, auf deren Inanspruchnahme der andere Vertragsteil im Bedarfsfall angewiesen ist, nach billigem Ermessen festgesetzt werden müssen und auf ihre Billigkeit hin entsprechend § 315 Abs. 3 BGB zu überprüfen sind (…Urteil vom 4. Dezember 1986, aaO, unter II 2 b; Senatsurteil vom 2. Oktober 1991 - VIII ZR 240/90, NJW-RR 1992, 183, unter I; BGHZ 115, 311, 316; Urteil vom 5. Juli 2005 - X ZR 60/04, WuM 2005, 589, unter II 1 a).Die tatrichterlichen Ausführungen zur Anwendung des § 315 Abs. 3 BGB im konkreten Fall können vom Revisionsgericht nur daraufhin überprüft werden, ob das Berufungsgericht den Begriff der Billigkeit verkannt, ob es die gesetzlichen Grenzen seines Ermessens überschritten oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht hat und ob es von einem rechtlich unzutreffenden Ansatz ausgegangen ist, der ihm den Zugang zu einer fehlerfreien Ermessensausübung versperrt hat (BGHZ 115, 311, 321).
Sie hat neben den Grundrechten jedenfalls die grundlegenden Prinzipien öffentlichen Finanzgebarens zu beachten (…Urteil vom 5. Juli 2005, aaO, unter II 2 c bb (1); BGHZ 115, 311, 318; 91, 84, 96 f.).
Entscheidend dafür ist die Schutzbedürftigkeit des einzelnen Bürgers gegenüber der Erschließung gesetzwidriger Finanzquellen durch die öffentliche Verwaltung, die dem Bürger nicht Entgelte für Leistungen abverlangen soll, für die bei öffentlich-rechtlicher Ausgestaltung des Rechtsverhältnisses Abgaben nicht erhoben werden dürften (BGHZ 115, 311, 318; 91, 84, 97).
Das Kostendeckungsprinzip gehört zu den grundlegenden Prinzipien öffentlichen Finanzgebarens, die die öffentliche Hand auch dann zu beachten hat, wenn sie öffentliche Aufgaben in den Formen des Privatrechts wahrnimmt (BGHZ 115, 311, 318).
Da nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Urteil vom 4. Dezember 1986, aaO, unter II 3 a;… Senatsurteil vom 2. Oktober 1991, aaO; BGHZ 115, 311, 322; 154, 5, 8) das Versorgungsunternehmen die Darlegungs- und Beweislast für die Billigkeit seiner Bestimmung der Baukostenzuschüsse trägt, geht dies zu seinen Lasten.
- BGH, 18.10.2005 - KZR 36/04
Stromnetznutzungsentgelt
Denn die öffentlich-rechtliche Wirkung der Genehmigung beschränkt sich auf das Verhältnis der Behörde zum Genehmigungsempfänger und ist für die privatrechtliche Überprüfung eines einseitig festgesetzten Entgelts am Maßstab des § 315 Abs. 3 BGB nicht präjudiziell (BGHZ 115, 311, 317 f.;… BGH, Urt. v. 2.10.1991 - VIII ZR 240/90, NJW-RR 1992, 183, 185;… Urt. v. 2.7.1998 - III ZR 287/97, NJW 1998, 3188, 3192;… Urt. v. 5.7.2005 - X ZR 60/04, NJW 2005, 2919, 2920). - BGH, 30.04.2003 - VIII ZR 279/02
Immobilien - Wasserversorgung: Beweislast für Billigkeit des Entgelts
a) Nach ständiger Rechtsprechung (RGZ 111, 310, 312; BGHZ 115, 311, 314; s.a. BGH, Urteil vom 30. Juni 1959 - VIII ZR 69/58, LM Nr. 7 Vorb.z. § 145 BGB; BGH, Urteil vom 4. Dezember 1967 - VIII ZR 178/65, WM 1968, 115 unter II 2 b; BGH, Urteil vom 19. Januar 1983 - VIII ZR 81/82, WM 1983, 341 = NJW 1983, 1777 unter I 3 a; OLG Saarbrücken NJW-RR 1994, 436) und allgemeiner Meinung im Schrifttum (…Ludwig/Odenthal/Hempel/Franke, Recht der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserversorgung, AVBWasserV § 2 Rdnr. 17 ff.; Morell, AVBWasserV, E § 2 Anmerkung a) zu Abs. 2; siehe auch Palandt/Heinrichs, BGB, 62. Aufl., Einf. - BGH, 21.09.2005 - VIII ZR 8/05
Rechtmäßigkeit der Regelung über Baukostenzuschüsse bei privatrechtlich …
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass Tarife und sonstige Entgeltregelungen von Unternehmen, die mittels eines privatrechtlich ausgestalteten Benutzungsverhältnisses Leistungen der Daseinsvorsorge anbieten, auf deren Inanspruchnahme der andere Vertragsteil im Bedarfsfall angewiesen ist, nach billigem Ermessen festgesetzt werden müssen und auf ihre Billigkeit hin entsprechend § 315 Abs. 3 BGB zu überprüfen sind (…Urteil vom 4. Dezember 1986, aaO, unter II 2 b; Senatsurteil vom 2. Oktober 1991 - VIII ZR 240/90, NJW-RR 1992, 183, unter I; BGHZ 115, 311, 316; Urteil vom 5. Juli 2005 - X ZR 60/04, WuM 2005, 589, unter II 1 a).Die tatrichterlichen Ausführungen zur Anwendung des § 315 Abs. 3 BGB im konkreten Fall können vom Revisionsgericht nur daraufhin überprüft werden, ob das Berufungsgericht den Begriff der Billigkeit verkannt, ob es die gesetzlichen Grenzen seines Ermessens überschritten oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht hat und ob es von einem rechtlich unzutreffenden Ansatz ausgegangen ist, der ihm den Zugang zu einer fehlerfreien Ermessensausübung versperrt hat (BGHZ 115, 311, 321).
Sie hat neben den Grundrechten jedenfalls die grundlegenden Prinzipien öffentlichen Finanzgebarens zu beachten (…Urteil vom 5. Juli 2005, aaO, unter II 2 c bb (1); BGHZ 115, 311, 318; 91, 84, 96 f.).
Entscheidend dafür ist die Schutzbedürftigkeit des einzelnen Bürgers gegenüber der Erschließung gesetzwidriger Finanzquellen durch die öffentliche Verwaltung, die dem Bürger nicht Entgelte für Leistungen abverlangen soll, für die bei öffentlich-rechtlicher Ausgestaltung des Rechtsverhältnisses Abgaben nicht erhoben werden dürften (BGHZ 115, 311, 318; 91, 84, 97).
Das Kostendeckungsprinzip gehört zu den grundlegenden Prinzipien öffentlichen Finanzgebarens, die die öffentliche Hand auch dann zu beachten hat, wenn sie öffentliche Aufgaben in den Formen des Privatrechts wahrnimmt (BGHZ 115, 311, 318).
Da nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Urteil vom 4. Dezember 1986, aaO, unter II 3 a;… Senatsurteil vom 2. Oktober 1991, aaO; BGHZ 115, 311, 322; 154, 5, 8) das Versorgungsunternehmen die Darlegungs- und Beweislast für die Billigkeit seiner Bestimmung der Baukostenzuschüsse trägt, geht dies zu seinen Lasten.
- BGH, 29.05.2006 - II ZB 5/06
Handelsrecht - Freigabeverfahren: Rechtsbeschwerde ausgeschlossen
- VerfGH Berlin, 14.07.2010 - VerfGH 29/07
Zur Überprüfung der Tarife der Berliner Wasserbetriebe am Maßstab des § 315 …
- LG Frankfurt/Oder, 16.07.2004 - 2 O 714/03
- BGH, 02.07.1998 - III ZR 287/97
Wirksamkeit der "Tarifreform 1996" der Deutschen Telekom AG
- BGH, 26.01.2005 - VIII ZR 66/04
Keine konkludente Vertragsannahme bei fehlender Willenserklärung
- BGH, 04.03.2008 - KZR 29/06
Stromnetznutzungsentgelt III
- BGH, 15.02.2006 - VIII ZR 138/05
Immobilien - Was ist ein Fernwärmeversorgungsunternehmen?
- LG Frankfurt/Oder, 14.06.2004 - 12 O 714/03
Einleitung von Niederschlagswasser in ein von einer städtischen GmbH übernommenes …
- BGH, 24.05.2007 - III ZR 467/04
Keine Inhaltskontrolle bei Klauseln für Netzzugangsgewährung
- BGH, 18.10.2007 - III ZR 277/06
Entgelterhebung auf Flugplätzen
- OLG Naumburg, 13.11.2008 - 6 U 63/08
Gerichtliche Billigkeitskontrolle gemäß § 315 Abs. 1 BGB bei einseitigen …
- VerfGH Berlin, 21.10.1999 - VerfGH 42/99
Die Gewährleistung der staatlichen Einflussnahme bei der Privatisierung …
- BVerwG, 06.04.2005 - 8 CN 1.04
Anschluss- und Benutzungszwang; öffentliche Einrichtung; kommunale Einrichtung; …
- OLG Celle, 17.06.2010 - 13 U 155/09
Anspruch auf Rückzahlung von Netznutzungsentgelten: Gerichtliche Festsetzung des …
- BGH, 26.01.2005 - VIII ZR 1/04
Keine konkludente Vertragsannahme bei fehlender Willenserklärung
- OLG Frankfurt, 24.05.2006 - 4 U 94/02
Preisgestaltung bei der Tierkörperbeseitigung
- BGH, 24.11.1995 - V ZR 174/94
Beginn der Verjährung eines von gerichtlicher Leistungsbestimmung abhängenden …
- BGH, 05.04.2001 - I ZR 132/98
Urheberrecht - Überprüfbarkeit der Festsetzung eines Gesamtvertrages
- BGH, 30.05.2003 - V ZR 216/02
Immobilien - Leistungsbestimmungsrecht eines Drittbegünstigten
- BGH, 14.03.2007 - VIII ZR 36/06
Überprüfung der Tarife eines Gasversorgungsunternehmens
- OVG Schleswig-Holstein, 22.10.2003 - 2 KN 5/02
- OLG Köln, 18.05.1994 - 11 U 256/93
Grenzen einseitiger Leistungsbestimmung durch Versorgungsunternehmen - Vertrag, …
- BGH, 20.07.2010 - EnZR 23/09
Stromnetznutzungsentgelt IV
- BGH, 06.04.2005 - VIII ZR 260/04
Immobilien - Kontrahierungszwang des Wasserversorgungsunternehmens
- BGH, 23.01.1997 - III ZR 27/96
Erhebung eines Entgelts für die Inanspruchnahme von Diensten und Einrichtungen …
- BGH, 10.07.2009 - V ZR 72/08
Immobilien - Verkauf nach dem Ausgleichsleistungsgesetz
- KG, 16.02.2004 - 8 U 216/03
Müllentsorgungsentgelt in Berlin: Berechnung sog. Komforttarife bei …
- KG, 15.02.2005 - 7 U 140/04
AGB - Anwendbarkeit der AGB - Vorschriften bei teilprivatisierten Unternehmen
- FG Hamburg, 11.12.2009 - 3 K 4/09
Kipp-Entgelt für Abwasserbeseitigung aus Sammelgruben als durchlaufender Posten
- FG Hamburg, 30.12.2009 - 3 K 5/09
Umsatzsteuer: Durchlaufender Posten: Kipp-Entgelt für Abwasserbeseitigung aus …
- BFH, 29.03.2000 - I R 32/99
Zinsabschlag bei kommunalen Unternehmen
- AG Heilbronn, 15.04.2005 - 15 C 4394/04
Erhöhung von Tarifgaspreisen: Selbständige Klage auf Feststellung der …
- OLG Köln, 14.05.2004 - 19 U 114/03
Kein Rückforderungsanspruch eines Anbieters von …
- OVG Sachsen, 10.12.1996 - 2 S 550/94
Abgabenrecht, - Zweckverband, - Satzung über die netzgebundene öffentliche …
- BGH, 30.04.2003 - VIII ZR 278/02
Zustandekommen eines Wasserversorgungsvertrages; Festsetzung des …
- KG, 22.03.2001 - 19 U 3679/00
Geltendmachung der Unbilligkeit von Tariffestsetzungen durch ein …
- OLG Stuttgart, 17.02.2005 - 2 U 83/04
Stromdurchleitung durch das Netz eines ehemaligen Gebietsmonopolisten: Ablehnung …
- OLG Stuttgart, 17.02.2005 - 2 U 84/04
Stromdurchleitung durch das Netz eines ehemaligen Gebietsmonopolisten: Ablehnung …
- KG, 20.05.2005 - 7 U 184/04
Sondernutzung: Unbilligkeit des erhöhten Nutzungsentgelts für die Sondernutzung …
- BGH, 24.05.2007 - III ZR 468/04
AGB - Telekommunikationsdienstleistungen
- OLG Brandenburg, 16.03.2006 - 5 U 75/05
Fernwärmelieferung: Preisregelung mit Preisgleitklausel
- OVG Berlin-Brandenburg, 02.10.2007 - 12 B 9.07
Informationsrecht - Wiederbeschaffungspflicht von Akten durch die Behörde; …
- BGH, 20.07.2010 - EnZR 24/09
Kartellrecht - Stromnetznutzungsentgelt nach Ergebnis des Genehmigungsverfahren
- OLG Karlsruhe, 28.06.2006 - 7 U 194/04
Zurückweisung neuer Angriffsmittel in der Berufungsinstanz: Vortrag des …
- AG Regensburg, 15.09.2008 - 10 C 1336/08
Gasversorgungsvertrag: Gerichtliche Billigkeitskontrolle für Preiserhöhungen
- BGH, 15.05.2012 - EnZR 105/10
Stromnetznutzungsentgelt V
- BGH, 13.03.2003 - X ZR 106/00
Befreiung von Abwasserentsorgungsgebühren
- LG Bonn, 07.09.2006 - 8 S 146/05
Erhöhung der Gaspreise, Billigkeitskontrolle
- BGH, 23.06.2009 - EnZR 49/08
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Verjährung eines …
- BGH, 20.07.2010 - EnZR 26/09
Kartellrecht - Stromnetznutzungsentgelt nach Ergebnis des Genehmigungsverfahren
- BGH, 22.10.2004 - V ZR 7/04
Ist Entwässerungssystem eine Erschließungsanlage?
- OLG Düsseldorf, 26.11.2008 - 2 U (Kart) 12/07
Darlegungs- und Beweislast bei Rückforderung angeblich überhöhter …
- BGH, 31.05.1995 - VIII ZR 105/94
Reichweite des Leistungsbestimmungsrechts
- OLG Celle, 03.12.2003 - 3 U 181/03
Energieliefervertrag: Vertragsschluss des Endkunden mit einem Stromnetzbetreiber …
- OVG Berlin-Brandenburg, 02.10.2007 - 12 B 12.07
Nach Akteneinsichtsantrag weggegebene Akten; Wiederbeschaffungspflicht zur …
- OLG Nürnberg, 05.03.2008 - 4 W 72/08
Zulässiger Rechtsweg für die Haftung des Vorstandsmitglieds einer bayrischen …
- OLG Celle, 19.08.2010 - 13 U 82/07
Billigkeitsprüfung von Preiserhöhungen der Gasversorgungsunternehmen gegenüber …
- OLG Düsseldorf, 19.10.2011 - Verg 51/11
Vergabe - Dienstleistungskonzession: Vergabenachprüfungsinstanzen zuständig?
- OLG Dresden, 11.12.2006 - U 1426/06
- OVG Berlin-Brandenburg, 02.10.2007 - 12 B 11.07
Auskunftspflicht privatrechtlich handelnder juristischer Person des öffentlichen …
- OLG Nürnberg, 21.12.2010 - 1 U 2329/09
Preiserhöhung bei einem Gasversorgungsvertrag: Konkludente Zustimmung zur …
- OLG Köln, 04.02.2003 - 24 U 108/02
Gebrauchtwagenkauf - Was heißt „unfallfrei“?
- OLG Düsseldorf, 24.02.2005 - 2 U 64/03
Rüge der internationalen Zuständigkeit im Berufungsverfahren
- LG Karlsruhe, 03.02.2006 - 9 S 300/05
Gastarife: Möglichkeit der Preiskontrolle
- OLG Düsseldorf, 18.10.2006 - U (Kart) 1/05
Angemessenheit von Tarifbestimmungen bei marktbeherrschender Stellung eines …
- BGH, 08.11.2011 - EnZR 32/10
Rahmenvertrag im Stromverteilernetzwerk
- OLG Brandenburg, 10.01.2001 - 7 U 16/99
Aushandeln eines Vertrages über die Belieferung mit Erdgas; Angemessenheit der …
- OLG Nürnberg, 10.11.2010 - 12 U 565/10
Immobilien - Preisanpassungsklauseln: Rechtliche Qualifikation & Wirksamkeit
- OLG Düsseldorf, 13.04.2011 - 2 U (Kart) 13/08
Berechtigung des Gasversorgers zu Preisanpassungen
- OLG München, 22.07.1997 - 25 U 5688/96
Wirksamkeit der Tariferhöhung durch Deutsche Telekom
- OLG Naumburg, 09.11.2010 - 1 U 40/10
Zulässigkeit der gerichtlichen Überprüfung genehmigter Netznutzungsentgelte
- OLG Naumburg, 22.12.1993 - 2 U 75/92
- BGH, 30.07.1998 - III ZB 34/97
- BayObLG, 20.12.2001 - 5Z RR 398/01
Entgeltforderung für Tierkörperbeseitigung
- VerfGH Berlin, 06.07.2005 - VerfGH 60/02
- VG Berlin, 12.02.2007 - 34 A 31.04
Berlin muss 171.149.407,87 Euro an die Berliner Wasserbetriebe für …
- VG Freiburg, 20.06.2008 - 4 K 1144/07
Abfallgebührensatzung der Stadt Freiburg rechtmäßig
- OLG Düsseldorf, 21.02.1997 - 22 U 149/96
Formularmäßige Vereinbarung einer 6-werktägigen Kündigungsfrist für den …
- OLG Naumburg, 11.08.2004 - 12 U 27/04
Bemessung der Grundgebühr in der Wasserversorgung
- LG Ulm, 08.04.2005 - 10 O 23/04
Energie-Contracting: Gerichtliche Billigkeitskontrolle von Fernwärmepreisen
- LG Düsseldorf, 04.01.2006 - 12 O 544/05
Gaspreiserhöhung - Zurückbehaltung des Erhöhungsbetrages - Liefereinstellung
- AG Delmenhorst, 04.08.2006 - 4A C 4063/06
Zur Frage der Unwirksamkeit einer Gaspreiserhöhungen
- LG Duisburg, 10.05.2007 - 5 S 76/06
- BGH, 26.09.1997 - IX ZR 9/97
Überprüfung der Leistungsbestimmung durch das Revisionsgericht
- OLG Dresden, 24.06.2003 - 9 U 2015/02
Abwasserzweckverbände dürfen private Gesellschaften beauftragen
- OLG Dresden, 05.11.2003 - 6 U 567/03
- AG Brandenburg, 24.06.2009 - 34 C 106/08
Arbeit & Soziales - Unverhältnismäßige Gasversorgungsunterbrechung - Hartz IV
- LG Frankfurt/Oder, 16.07.2010 - 6a S 108/09
- OLG München, 12.06.1995 - 30 U 805/94
Gebührenhaftung für Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem …
- BGH, 28.06.1995 - XII ZB 82/95
- LG Düsseldorf, 10.01.2006 - 4b O 519/05
- AG Detmold, 14.01.2006 - 8 C 392/05
- LG Düsseldorf, 25.08.2009 - 14c O 104/08
- VK Düsseldorf, 16.05.2011 - VK-12/11
Vergabe - Konzessionsvergabe der Abfallbeseitigung
- OLG Düsseldorf, 07.02.2001 - 15 U 38/98
- LG Düsseldorf, 30.10.2007 - 4a O 140/07
Beratungsgespräch
- AG Regensburg, 19.11.2008 - 10 C 2592/08
Gasversorgungsvertrag: Gerichtliche Billigkeitskontrolle für Preiserhöhungen
- OVG Berlin-Brandenburg, 22.02.2012 - 9 B 50.11
Trinkwasserversorgung; Anschluss- und Benutzungszwang; privatrechtliche …
- AG Detmold, 14.07.2005 - 8 C 392/05
- LG Düsseldorf, 13.07.2006 - 4b O 520/05
- LG Frankfurt/Main, 20.02.2007 - 1 S 46/06
Fernwärmeversorgungsvertrag: Einwand eines zu hohen Arbeitspreises gegen die …
- LG Düsseldorf, 11.09.2007 - 4a O 34/07
Kostenerstattung
- LG Düsseldorf, 14.10.2010 - 4b O 85/10
Patentanwaltskosten
- LG Düsseldorf, 06.10.2009 - 4a O 70/09
Patentanmeldung
