Rechtsprechung
   BFH, 25.04.2001 - II R 72/00   

Volltextveröffentlichungen (8)

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  • DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Grundstücksübertragungen zwischen Partnern einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft - Keine Grunderwerbsteuerbefreiung - Kein Verstoß gegen Grundgesetz - Auch nicht, wenn aus Lebensgemeinschaft Kinder hervorgehen und dadurch Familie entsteht

  • NWB SteuerXpert START

    GG Art. 3 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1 GrEStG 1983 § 3 Nr. 4
    Keine Grunderwerbsteuerbefreiung für Grundstücksübertragungen zwischen Partnern nichtehelicher Lebensgemeinschaften

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Grunderwerbsteuer bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
  • Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Grundstücksübertragungen zwischen Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft nicht grunderwerbsteuerfrei

Kurzfassungen/Presse (6)

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  • grundeigentum-verlag.de (Kurzinformation)

    Grunderwerbsteuer - Befreiung gilt nur für Eheleute

  • lifeandlaw.de (Pressemitteilung)

    Keine Grunderwerbsteuerbefreiung für Grundstücksübertragungen zwischen Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft

  • rp-online.de (Kurzinformation)

    Grundstücksübertragung ist steuerpflichtig

Besprechungen u.ä.

  • IWW (Kurzanmerkung)

    Grunderwerbsteuer - Nichteheliche Lebensgemeinschaft

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    GrEStG § 3 Nr 4, GrEStG § 3 Nr 5, GrEStG § 3 Nr 6
    Eheähnliche Gemeinschaft; Grunderwerbsteuer; Grundstückserwerb; Lebenspartner; Steuerbefreiung

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BFHE 194, 462
  • NJW 2001, 2655
  • FamRZ 2001, 1369
  • BB 2001, 1516
  • DB 2001, 1865
  • BStBl II 2001, 610



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Wird zitiert von ... (15)  

  • BFH, 28.07.2005 - III R 30/03  

    Kein Abzug von Aufwendungen für künstliche Befruchtungen einer unverheirateten

    Soweit der Gesetzgeber Ehe und Familie steuerlich besser stellt als nichteheliche Lebensgemeinschaften, ist dies durch Art. 6 Abs. 1 GG gerechtfertigt (BVerfG-Beschluss vom 7. Oktober 2003 1 BvR 246/93 u.a., BVerfGE 108, 351; BFH-Urteile vom 25. April 2001 II R 72/00, BFHE 194, 462, 464, BStBl II 2001, 610, und vom 20. April 2004 VIII R 88/00, BFH/NV 2004, 1103, jew. m.w.N.).

    Eine unterschiedliche Förderung von Ehe und Familie im Vergleich zu anderen Formen gemeinschaftlichen Zusammenlebens verstößt nicht gegen den insoweit nachrangigen Art. 3 Abs. 1 GG (BVerfG-Beschluss vom 1. Juni 1983 1 BvR 107/83, BStBl II 1984, 172; BFH-Urteil in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610).

    Auch wenn nichteheliche Lebensgemeinschaften mit der bürgerlichen Ehe auf einigen Rechtsgebieten gleichgestellt worden sind, unterscheiden sie sich weiterhin wesentlich von der Ehe dadurch, dass bei der Ehe nicht nur die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Partner während der Dauer der Gemeinschaft geregelt sind, sondern auch die Aufhebung der Gemeinschaft und die sich daraus ergebenden vermögensmäßigen und wirtschaftlichen Folgen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610).

  • BFH, 26.01.2006 - III R 51/05  

    Keine Zusammenveranlagung und Splittingtarif für eingetragene Lebenspartner

    Eine unterschiedliche Förderung von Ehe und Familie im Vergleich zu anderen Formen gemeinschaftlichen Zusammenlebens verstößt daher nicht gegen den insoweit nachrangigen Art. 3 Abs. 1 GG (vgl. BVerfG-Beschluss in BStBl II 1984, 172; BFH-Urteile vom 25. April 2001 II R 72/00, BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610, und in BFH/NV 2004, 1103; vgl. auch Senatsurteil vom 28. Juli 2005 III R 30/03, BFHE 210, 355, BFH/NV 2005, 2277, jeweils m.w.N.).
  • BFH, 20.04.2004 - VIII R 88/00  

    Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft: kein Kinderfreibetrag für Kind der

    Der Begriff des "Ehegatten" ist eindeutig in dem Sinne, dass damit nur die Partner einer Ehe im Sinne des bürgerlichen Rechts gemeint sind (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 27. Oktober 1982 II B 77/81, BFHE 137, 76, BStBl II 1983, 114; BFH-Urteil vom 25. April 2001 II R 72/00, BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610).

    Denn die verfassungskonforme Auslegung findet ihre Grenzen dort, wo sie zu dem Wortlaut und dem klar erkennbaren Willen des Gesetzgebers in Widerspruch treten würde (vgl. z.B. BVerfG-Beschlüsse vom 26. April 1994 1 BvR 1299/89 und 1 BvL 6/90, BVerfGE 90, 263, 275; vom 24. Mai 1995 2 BvF 1/92, BVerfGE 93, 37, 81; vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610, unter II.2. der Gründe).

    Dies ermöglicht es dem Gesetzgeber, ohne Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG Regelungen zu treffen, die zwischen Ehegatten und Nichtehegatten differenzieren und erstere begünstigen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610).

    Deshalb ist es nach ständiger Rechtsprechung des BFH zulässig, dass Ehegatten gegenüber Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft steuerrechtlich privilegiert werden (vgl. z.B. BFH-Entscheidungen in BFHE 137, 76, BStBl II 1983, 114; vom 10. Juli 1996 X R 72/93, BFHE 181, 40, BStBl II 1998, 111; vom 1. April 1997 X B 223/96, BFH/NV 1997, 652; vom 18. Dezember 1997 X B 120/97, BFH/NV 1998, 699; in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610).

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  • BFH, 11.10.2002 - II B 193/01  

    GrSt; Grundstückserwerb zwischen Verlobten

    Außerdem rügt er, das FG sei von der Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 25. April 2001 II R 72/00 (BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610) abgewichen.

    In der Rechtsprechung des BFH ist bereits geklärt, dass der in § 3 Nr. 4 GrEStG verwendete Begriff des "Ehegatten" nur Partner einer Ehe im Sinne des bürgerlichen Rechts meint und daher nur der Grundstückserwerb durch diesen Partner des Veräußerers von der Grunderwerbsteuer befreit ist (Urteil in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610).

    Dem Gesetzgeber ist es wegen des verfassungsrechtlichen Schutzes der Ehe aus Art. 6 Abs. 1 GG nicht verwehrt, Ehegatten gegenüber Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft steuerrechtlich zu privilegieren (BFH in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610, m.w.N.; vgl. auch Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 17. Juli 2002 1 BvF 1/01, 1 BvF 2/01, Neue Juristische Wochenschrift 2002, 2543).

    Daher ist § 3 Nr. 4 GrEStG verfassungsgemäß (BFH in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610).

    b) Die gesetzlichen Voraussetzungen einer Revisionszulassung gemäß § 115 Abs. 2 Nr. 2 (2. Alternative) FGO liegen nicht vor, weil das FG-Urteil --wie vorstehend u.a. dargelegt-- nicht von dem BFH-Urteil in BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610) abweicht.

  • FG Düsseldorf, 01.12.2003 - 4 V 4529/03  

    Lebensgemeinschaft - Keine erbschaftsteuerliche Privilegierung

    Nach umgangssprachlichem und juristischem Verständnis sind mit "Ehegatten" nur die Partner einer nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts geschlossenen Ehe gemeint (vgl. BFH, Urteil vom 25. April 2001 - II R 72/00 - Bundessteuerblatt (BStBl) II 2001, 610 (611); BFH, Beschluss vom 11. Oktober 2002 - II B 193/01 - Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des Bundesfinanzhofs (BFH/NV) 2003, 201).

    Darin liegt eine Wertentscheidung des Verfassungsgesetzgebers zu Gunsten der Ehe (zwischen Mann und Frau); alternative Lebensformen, wie etwa die nichteheliche Lebensgemeinschaft oder die eingetragene Lebenspartnerschaft nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, nehmen an diesem grundgesetzlichen Schutz nicht teil (so ausdrücklich: BVerfG, Urteil vom 17. Juli 2002 - 1 BvF - 1/01, a.a.O., 2548 (eingetragene Lebenspartnerschaft); BFH, Urteil vom 25. April 2001 - II R 72/00 - a.a.O., 611 f. (nichteheliche Lebensgemeinschaft)).

    Dieser grundgesetzlich gewährleistete Schutz der Ehe ermöglicht es dem Gesetzgeber, beispielsweise Ehegatten gegenüber Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft steuerrechtlich zu privilegieren (BFH, st. Rspr., vgl. nur Urteil vom 25. April 2001 - II R 72/00 - a.a.O., 612 m.w.N.).

  • FG Köln, 29.06.2005 - 9 K 1041/03  

    Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft erbschaftsteuerlich nicht einem

    Umgangssprachliches und juristisches Wortverständnis stimmen darin überein, dass mit "Ehegatten" nur die Partner einer Ehe im Sinne des bürgerlichen Rechts gemeint sind (vgl. BFH-Urteil vom 25. April 2001 II R 72/00, BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610 m.w.N.).

    Diese Begünstigung ermöglicht auch steuerrechtliche Privilegierungen von Ehegatten gegenüber Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft (vgl. BFH-Urteil vom 25. April 2001 II R 72/00, BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610) oder Partnern einer eingetragenen Lebenspartnerschaft (vgl. hinsichtlich der erbschaftsteuerlichen Vergünstigungen in §§ 15 Abs. 1 und 16 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG: FG Düsseldorf, Beschluss vom 1. Dezember 2003 4 V 4529/03 A (Erb), EFG 2004, 517 und hinsichtlich der einkommensteuerlichen Vergünstigungen durch das Ehegattensplitting: FG des Saarlandes, Urteil vom 21. Januar 2004 1 K 466/02, EFG 2004, 568; Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 18. August 2004 3 K 200/02, EFG 2005, 51; FG Hamburg, Urteil vom 8. Dezember 2004 II 510/03, EFG 2005, 705 und Niedersächsisches FG, Urteil vom 15. Dezember 2004 2 K 292/03, EFG 2005, 606).

  • BFH, 14.10.2008 - II B 65/07  

    Berechnung des Meistgebots - Berücksichtigung bestehen bleibender Rechte -

    Nach der Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 25. April 2001 II R 72/00, BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610; vgl. auch BFH-Beschluss vom 11. Oktober 2002 II B 193/01, BFH/NV 2003, 201) erfasst die Grunderwerbsteuerbefreiung nach § 3 Nr. 4 GrEStG nur Grundstückserwerbe zwischen Partnern einer Ehe im Sinne des bürgerlichen Rechts.
  • FG Münster, 24.03.2011 - 8 K 2430/09  

    Verfassungswidrige Benachteiligung von Lebenspartnern?

    Die Bedeutung der Worte "Ehe" bzw. "Ehegatten" sind eindeutig und keiner Auslegung zugänglich (vgl. BFH, Urteil vom 25.03.2001 II R 72/00, BFHE 194, 462, BStBl. II 2001, 610).
  • FG Hamburg, 18.02.2008 - 3 K 212/06  

    Körperschaftsteuerrecht: Steuerfreiheit von Gewinnen aus der Veräußerung von

    Ein schützenwertes nachhaltige Vertrauen ist nur dann und solange gegeben, als die Steuerpflichtigen nicht mit einer Änderung rechnen oder ihnen zumindest Zweifel hätten kommen müssen (BFH-Urteil vom 31. Oktober 1990 I R 3/86, BFHE 163, 478, BStBl II 2001, 610 m.w.N.).
  • FG Schleswig-Holstein, 28.06.2011 - 3 K 217/08  

    Verfassungsmäßigkeit von § 3 Nr. 4 GrEStG a.F. mangels Befreiung von der

    Der Begriff des "Ehegatten" ist eindeutig in dem Sinne, dass damit nur die Partner einer Ehe im Sinne des bürgerlichen Rechts gemeint sind (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 27. Oktober 1982 II B 77/81, BFHE 173, 76, BStBl II 1983, 114; BFH-Urteil vom 25. April 2001 II R 72/00, BFHE 194, 462, BStBl II 2001, 610).
  • FG Köln, 13.06.2005 - 15 K 284/04  

    Keine Zusammenveranlagung für Mitglieder einer eingetragenen Lebenspartnerschaft

  • FG Niedersachsen, 24.08.2005 - 3 K 55/04  

    Keine Gleichstellung von Lebenspartnern i.S. des § 1 Abs.1 LPartG und

  • FG Schleswig-Holstein, 19.01.2007 - 3 V 235/06  

    Erbschaftsteuerliche Einordnung von eingetragenen Lebenspartnern in die

  • FG München, 22.02.2008 - 8 K 975/06  

    Kein Gewährung eines zweifachen Grundfreibetrags bei nichtehelicher

  • FG Hamburg, 07.01.2011 - 3 K 60/10  

    Grunderwerbsteuer: Umfang der Steuerbarkeit und Steuerpflicht bei Übertragung von

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