Rechtsprechung
| BFH, 19.01.2000 - I R 94/97 |
Volltextveröffentlichungen (8)
- lexetius.com
AO 1977 § 42; AStG § 7 Abs. 1, § 10 Abs. 1, 5 und 6; DBA-Irland Art. XXII Abs. 2 Satz 1 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 3
- Simons & Moll-Simons
AO 1977 § 42; AStG § 7 Abs. 1, § 10 Abs. 1, 5 und 6; DBA-Irland Art. XXII Abs. 2 Satz 1 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 3
- DER BETRIEB(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Zwischenschaltung einer Dublin-Dock-Gesellschaft kein Mißbrauch - Die gesetzlichen Zusammenhänge zwischen §§ 7 ff. AStG und § 42 AO - Das Schachtelprivileg nach DBA-Irland steht nur sog. Public und Private Company limited by shares zu
- NWB SteuerXpert START
- riw-online.de(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft an IFSC-Gesellschaft nicht wegen Zwischengesellschaft rechtsmissbräuchlich
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
- Betriebs-Berater(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)
Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft an IFSC-Gesellschaft nicht wegen Zwischengesellschaft rechtsmissbräuchlich
- Betriebs-Berater
Dublin-Docks-Gesellschaft: Outsourcing von Anlagekapital im niedrig besteuerten EG-Ausland
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Kein Gestaltungsmissbrauch durch sog. "Outsourcing" in irische Kapitalanlegegesellschaften in den "Dublin Docks" (IFSC)
Besprechungen u.ä.
- IWW (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Basisgesellschaften - "Irlandurteile" und Nichtanwendungserlass: Wie soll man in der Praxis verfahren?
Sonstiges (2)
- nwb.de (Verfahrensmitteilung)
DBA-Irland Art 22 Abs 2a, AO 1977 § 42, AO 1977 § 39 Abs 2 Nr 1, EGV Art 52
Ausland; Basisgesellschaft; Diskriminierungsverbot; Gestaltungsmißbrauch; Mißbrauch; Zwischengesellschaft - wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Zusammenfassung von "Die Genese fiskalischen Misstrauens" von RA Dr. Mike Wienbracke, LL.M.( Edingburgh), original erschienen in: DB 2008, 664 - 669.
Verfahrensgang
- FG Baden-Württemberg, 17.07.1997 - 10 K 248/96
- BFH, 19.01.2000 - I R 94/97
Zeitschriftenfundstellen
- BFHE 191, 257
- VersR 2000, 1047 (Ls.)
- BB 2000, 480
- BB 2000, 658
- DB 2000, 651
- BStBl II 2001, 222
Wird zitiert von ... (24)
- BFH, 25.02.2004 - I R 42/02
BFH hat seine bisherige Rechtsprechung zu den "Dublin Docks-Fällen" nochmals …
Die nicht nur vorüber gehend angelegte Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft an einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuerten Ausland innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (hier: an einer gemeinschaftsrechtlich geförderten sog. IFSC-Gesellschaft in den irischen Dublin Docks) ist jedenfalls nicht deshalb missbräuchlich i.S. des § 42 Abs. 1 AO 1977, weil die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte im Ausland durch eine Managementgesellschaft erfolgt (Bestätigung der Senatsurteile vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824).Einkünfte aus Dividenden werden nach Art. XXII Abs. 2 Buchst. a DBA-Irland auch dann von der deutschen Steuer freigestellt, wenn die Dividenden von einer irischen "Unlimited Company having a share capital" ausgeschüttet werden (Abweichung von den Senatsurteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824, und vom BMF-Schreiben vom 30. Juli 1999, BStBl I 1999, 698).
Bei den irischen Anlagegesellschaften handelte es sich nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) um Kapitalanlagegesellschaften mit Sitz und Ort der Geschäftsleitung im International Finance and Service Centre (IFSC) in Dublin ("Dublin Docks"), gleichermaßen solchen wie jene Beteiligungsgesellschaften, über die der Senat in seinen Urteilen vom 19. Januar 2000 I R 94/97 (BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222) und I R 117/97 (…BFH/NV 2000, 824) zu entscheiden hatte.
Das FG folgte den Grundsätzen der Senatsurteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824: Es ging davon aus, dass die Einschaltung der C und der W nicht gestaltungsmissbräuchlich sei.
Auf dieser Grundlage ist das FG der bisherigen Rechtsprechung des Senats zur Einschaltung sog. Dublin-Docks-Gesellschaften in den Urteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 gefolgt.
Der Senat hat sich mit ihnen bereits auseinander gesetzt, so dass es, um Wiederholungen zu vermeiden, im Wesentlichen genügt, auf die zitierten Urteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 zu verweisen.
Vor diesem Hintergrund können die Sachverhalte, die den Urteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 zugrunde lagen, und der Sachverhalt, über den im Streitfall zu entscheiden ist, nicht unterschiedlich beurteilt werden.
Da sich die Vorinstanz in vollem Umfang den Senatsurteilen in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222 und in BFH/NV 2000, 824 angeschlossen und der Klägerin das Schachtelprivileg des Art. XXII Abs. 2 Satz 1 Buchst. a Doppelbuchst.
- BFH, 20.03.2002 - I R 63/99
Zum Verhältnis der Hinzurechnungsbesteuerung nach § 7 AStG zu 42 AO
Die Anwendung von § 42 AO 1977 neben der Hinzurechnungsbesteuerung gemäß §§ 7 ff. AStG setzt voraus, dass die gewählte Gestaltung auch bei einer Bewertung am Gesetzeszweck der §§ 7 ff. AStG sich als Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten des Rechts darstellt (Bestätigung der Senatsurteile vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1991 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222).b) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/ NV 2000, 824; BFH-Urteile vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen.
Entscheidend ist vielmehr, dass die A sowohl in eigenem Namen als auch für eigene Rechnung handelte, auch dann, wenn sie sich dabei dritter und entsprechend versierter Fachkräfte gegen Leistung entsprechender (angemessener) Entgelte bediente, die jedoch nicht der Klägerin zugerechnet werden können (vgl. auch Senatsurteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/ NV 2000, 824, jeweils unter II. 1. c aa der Entscheidungsgründe).
Um § 42 AO 1977 daneben anwenden zu können, müssen deshalb weitere Umstände hinzutreten, die die Gestaltung als missbräuchlich kennzeichnen, was namentlich bei Einschaltung bloßer Briefkastenfirmen der Fall ist (vgl. Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026, in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/ NV 2000, 824).
Der spezielleren Vorschrift kommt hiernach im Hinblick auf die allgemeine Regelung eine Abschirmwirkung zu (Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026, in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/ NV 2000, 824; vom 17. Mai 2000 I R 19/98, BFHE 192, 282, BStBl II 2000, 619).
- FG Baden-Württemberg, 28.06.2001 - 6 K 490/97
Steuerliche Behandlung irischer Kapitalanlagegesellschaften weiter strittig
Aufgrund dieser Umstände entwickelten sowohl die Banken des ... als auch andere Bankengruppen das hier streitige Kapitalanlagemodell, über das der Bundesfinanzhof (BFH) bereits durch zwei Urteile (Irland I und Irland II) vom 19.01.2000 I R 94/97 (BFHE 191, 257 , BStBl II 2001, 222) und I R 117/97 (…BFH/NV 2000, 824 ) entschied.Durch Schriftsatz vom 13.11.2000, auf den Bezug genommen wird, wies die Klin darauf hin, dass das hier streitige Modell mit dem vom BFH in den Urteilen vom 19.01.2000 I R 94/97 und I R 117/97 a.a.O. entschiedenen Modell übereinstimme und die vom BFH wiedergegebenen Entscheidungsgründe deshalb in gleicher Weise gelten.
Dies hatte der BFH in den zitierten Urteilen vom 19.01.2000 I R 94/97 und I R 117/97 a.a.O. ausdrücklich verneint.
Der Bundesfinanzhof hat zur Einschaltung irischer Kapitalanlagegesellschaften in seinen Urteilen vom 19.1.2000 I R 94/97 BStBl II 2001, 222 und I R 117/97 IStR 2000, 192 ff verneint, dass die Voraussetzungen des § 42 AO vorliegen und hierzu folgende Rechtsgrundsätze aufgestellt:.
und PLC., nicht aber bei der Limited Partnership (abgekürzt: Ltd.), auch nicht bei der Unlimited Company, unabhängig davon, dass letztere als inländische juristische Person i. S. von § 1 Abs. 1 KStG zu qualifizieren und dementsprechend zu besteuern ist (vgl. BFH-Urteil vom 24. Oktober 1984 I R 228/81, nicht veröffentlicht;… Rosenthal in Debatin/Wassermeyer, a.a.O., Vor Art. 1 Irland Rz. 17;… Beckmann, daselbst, Vor Art. 1 Großbritannien Rz. 11; FinMin Mecklenburg-Vorpommern, Erlass vom 9. August 1995, Recht der Internationalen Wirtschaft - RIW- 1995, 961; Oberfinanzdirektion Koblenz, Verfügung vom 8. August 1997, RIW 1997, 1066; Zum Vorstehenden BFH-Urteile vom 19. Januar 2000 I R 94/97 BStBl II 2001, 222 mit Nichtanwendungserlaß vom 19.3.2001, BStBl I 2001, 243 und I R 117/97 IStR 2000, 182 ff, HFR 2000, 553).
Die Revision war nicht zuzulassen, da die Rechtsfragen sämtlich vom BFH mit den Entscheidungen I R 117/97 a.a.O. und I R 94/97 a.a.O. sowie bezüglich der Frage des Vertrauensschutzes durch die übrigen, zitierten Entscheidungen des BFH entschieden sind, so dass eine grundsätzliche Bedeutung nach Auffassung des Senats nicht vorliegt und der Senat nicht von einer Entscheidung des BFH abweicht.
- FG Hamburg, 06.12.2001 - VI 123/00
Anteile an "Dublin-Docks" - Kapitalanlagegesellschaften bei der Einheitsbewertung
Der Bundesfinanzhof habe in BStBl II 2001, 222 und in IStR 2000, 182 für vergleichbare Fälle entschieden, dass ein Gestaltungsmissbrauch nicht vorliege, denn die Hinzurechnungsbesteuerung regele derartige Fälle abschließend und lasse für die Anwendung des § 42 AO keinen Raum, wenn nicht über den mit dem Außensteuergesetz verfolgten Regelungszweck hinaus weitere Kriterien für einen Gestaltungsmissbrauch sprächen.Der Bundesfinanzhof hat jedoch in seinen Urteilen vom 19.1.2000 ( I R 94/97, BStBl II 2001, 222 - Kapitalanlagegesellschaft eines Presseunternehmens und einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft - und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824 , IStR 2000, 192 - Kapitalanlagegesellschaft einer Lebensversicherungsgesellschaft -) ausgeführt, dass die Einschaltung irischer Kapitalanlagegesellschaften nicht ohne weiteres die Voraussetzungen des § 42 AO erfüllt.
Der Streitfall entspricht weitgehend den vom BFH in seinen Urteilen vom 19.1.2000 ( I R 94/97 und I 117/97, a.a.O.) entschiedenen Sachverhalten; die von der Klägerin und der A gewählte Vorgehensweise ist für Kapitalanlagegeschäfte geradezu typisch.
Dem stimmt der BFH zu (Urteile vom 19.1.2000, I R 94/97, BStBl II 2001, 222 und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824 , IStR 2000, 192; ebenso FG Baden- Württemberg v. 28.06.2001, 6 K 490/97, EFG 2001, 1350; a.A. Häuselmann, IStR 2000, 8; Raupach/Burwitz, IStR 2000, 385; Clausen, DB 2001, 2515; Philipowski, IStR 2001, 676).
Um eine "Company limited by Shares" handelt es sich (…vgl. BMF-Schreiben vom 24. Dezember 1999, BStBI I 1999, 1076, Tabelle 1, S. 1116) nur bei der Public sowie der Private Company limited by Shares, nicht aber bei der Limited Partnership (abgekürzt: Ltd.) und der Unlimited Company, obwohl letztere als inländische juristische Person i.S. von § 1 Abs. 1 KStG zu qualifizieren und dementsprechend zu besteuern ist (vgl. BFH v. 19.1.2000, I R 94/97 und I R 117/97, a.a.O.; BFH v. 24.10.1984, I R 228/81, juris [nicht veröffentlicht];… Rosenthal in Debatin/Wassermeyer, a.a.O., Vor Art. 1 Irland Rz. 17; BMF vom 19.3.2001, BStBI I 2001, 243; FinMin Mecklenburg-Vorpommern 9.8.1995, Recht der Internationalen Wirtschaft -RIW- 1995, 961; Oberfinanzdirektion Koblenz v. 8.8.1997, RIW 1997, 1066).
An beidem fehlt es: Weder liegt in den Urteilen des BFH vom 19.1.2000 ( I R 94/97, BStBl II 2001, 222 und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824 , IStR 2000, 192) eine Rechtsprechungsänderung noch gab es eine allgemeine Verwaltungsvorschrift, nach der die Schachtelvergünstigung für Beteiligungen an irischen Unlimited Companies zu gewähren war, und die vom BFH für rechtswidrig gehalten wurde.
- BFH, 20.03.2001 - I R 63/99
Gestaltungsmissbrauch bei Zwischenschaltung einer Finanzierungsgesellschaft
Die Anwendung von § 42 AO 1977 neben der Hinzurechnungsbesteuerung gemäß §§ 7 ff. AStG setzt voraus, dass die gewählte Gestaltung auch bei einer Bewertung am Gesetzeszweck der §§ 7 ff. AStG sich als Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten des Rechts darstellt (Bestätigung der Senatsurteile vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1991 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222).b) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824; BFH-Urteile vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen.
Entscheidend ist vielmehr, dass die A sowohl in eigenem Namen als auch für eigene Rechnung handelte, auch dann, wenn sie sich dabei dritter und entsprechend versierter Fachkräfte gegen Leistung entsprechender (angemessener) Entgelte bediente, die jedoch nicht der Klägerin zugerechnet werden können (vgl. auch Senatsurteile in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824, jeweils unter II. 1. c aa der Entscheidungsgründe).
Um § 42 AO 1977 daneben anwenden zu können, müssen deshalb weitere Umstände hinzutreten, die die Gestaltung als missbräuchlich kennzeichnen, was namentlich bei Einschaltung bloßer Briefkastenfirmen der Fall ist (vgl. Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026, in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824).
Der spezielleren Vorschrift kommt hiernach im Hinblick auf die allgemeine Regelung eine Abschirmwirkung zu (Senatsurteile in BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029, in BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026, in BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und in BFH/NV 2000, 824; vom 17. Mai 2000 I R 19/98, BFHE 192, 282, BStBl II 2000, 619).
- BFH, 20.03.2002 - I R 38/00
Erstattung der Kapitalertragsteuer bei zwischengeschalteter ausländischer …
b) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824; BFH-Urteile vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn hierfür wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen. - BFH, 25.01.2001 - I B 92/00 Der Kläger erwähnt zwar die Senatsurteile vom 23. Oktober 1996 I R 55/95 (BFHE 181, 490, BStBl II 1998, 90) und vom 19. Januar 2000 I R 94/97 (BFHE 191, 257, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2000, 511).
Auch das Senatsurteil in BFHE 191, 257, DStR 2000, 511 enthält keine Aussagen, die dem angefochtenen FG-Urteil entgegenstünden.
- BFH, 23.10.2002 - I R 39/01
Kapitalertragsteuererstattung gem. § 50 d EStG; Rechtsmissbrauch
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 1975 I R 135/70, BFHE 115, 107, BStBl II 1975, 553; vom 5. März 1986 I R 201/82, BFHE 146, 158, BStBl II 1986, 496; vom 10. Juni 1992 I R 105/89, BFHE 168, 279, BStBl II 1992, 1029; vom 23. Oktober 1992 I R 40/89, BFHE 166, 323, BStBl II 1992, 1026; vom 19. Januar 2000 I R 94/97, BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222, und I R 117/97, BFH/NV 2000, 824; BFH-Urteile vom 29. Juli 1976 VIII R 142/73, BFHE 120, 116, BStBl II 1977, 263; vom 9. Dezember 1980 VIII R 11/77, BFHE 132, 198, BStBl II 1981, 339) erfüllt die Zwischenschaltung von Basisgesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft im niedrig besteuernden Ausland den Tatbestand des Rechtsmissbrauchs, wenn für ihre Zwischenschaltung in bestimmte Rechtsgestaltungen wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe fehlen. - FG Köln, 22.06.2001 - 2 K 5087/95
Keine höhere Quellensteuer-Entlastung bei im Drittland ansässigen Gesellschaftern
Das deutsche Steuerrecht akzeptiert grundsätzlich die Gestaltungsentscheidungen auch des ausländischen Konzernunternehmens (BFH-Urteile vom 23.10.1991 I R 40/89 und 10.6.1992 I R 105/89, BStBl II 1992, 1026, 1027 und 1029, 1030, und BFH-Urteil vom 19.1.2000 I R 94/97); BStBl II 2001, 222).Falls der "Dublin-Docks-Entscheidung" des BFH (vgl. BFH-Urteil vom 19.01.2000 I R 94/97, BStBl II 2001, 222, m. Anm. in IWB Fach 3 a, Gruppe 1 Seite 905; Nichtanwendungserlaß der Finanzverwaltung in BMF, BStBl I 2001, 243) eine anderweitige Rechtsauffassung zu entnehmen sein sollte, könnte der Senat dieser nicht folgen.
- FG Baden-Württemberg, 28.10.2004 - 6 K 170/02
Irische Kapitalgesellschaft (ISFC Dublin Docks) und Niedrigbesteuerung nach § …
Die nicht nur vorübergehend angelegte Beteiligung einer inländischen Kapitalgesellschaft im niedrig besteuerten Ausland innerhalb der Europäischen Gemeinschaft ist nicht deshalb rechtsmissbräuchlich, weil die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte im Ausland durch eine Managementgesellschaft erfolgt (BFH-Urteile vom 25. Februar 2004 I R 42/02 IStR 2004, 527; vom 19. Januar 2000 I R 94/97 BFHE 191, 257 BStBl II 2001, 222 und I R 117/97 BFH/NV 2000, 824).Die ursprüngliche Steuerbelastung von 10 % war - wie der BFH in seinen Urteilen Irland I - III (BFH-Urteile vom 19. Januar 2000 I R 94/97 BFHE 191, 257, BStBl II 2001, 222;… I R 117/97 BFH/NV 2000, 824;… vom 25. Februar 2004 I R 42/02 a.a.O.) ausdrücklich dargelegt hat - als Beihilfe von der EU genehmigt und daher rechtmäßig.
- BFH, 15.02.2012 - I R 19/11
vGA bei konzernfremder Erstversicherung und Rückversicherung durch konzerneigene …
- FG Köln, 09.06.2011 - 13 K 3702/07
Änderung nach § 174 Abs. 4 AO
- FG Baden-Württemberg, 25.10.2004 - 6 K 170/02
Niedrigbesteuerung nach § 8 Abs. 3 AStG; Tatbestandwirkung von …
- FG Baden-Württemberg, 17.02.2005 - 6 K 209/02
Anteilstausch und doppelte Buchwertverknüpfung über die Grenze: Unvereinbarkeit …
- FG Baden-Württemberg, 28.06.2001 - 6 K 393/97
Angemessenheit der Gesamtausstattung eines Gesellschafter-Geschäftsführers; …
- FG Baden-Württemberg, 28.06.2001 - 6 K 392/97
Angemessenheit der Gesamtausstattung eines Gesellschafter-Geschäftsführers; …
- FG Münster, 12.05.2003 - 9 K 4810/00
Mißbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten
- FG Köln, 11.12.2003 - 2 K 5703/99
Ermäßigte Besteuerung; Teilfreistellung
- FG Köln, 11.12.2003 - 2 K 5657/99
Keine Steuerentlastung für funktionslose Basisgesellschaft
- FG Köln, 08.08.2001 - 2 K 6630/99
Steuerentlastung einer ausländischen Gesellschaft im …
- FG Saarland, 07.11.2000 - 1 K 128/98
Inländische Steuerpflicht und Annahme eines Gestaltungsmissbrauchs bei Gründung …
- FG München, 29.08.2000 - 7 K 4456/98
Zinslose Darlehensgewährung einer Kapitalgesellschaft an ihre Enkelgesellschaft …
- FG Baden-Württemberg, 11.05.2010 - 6 K 285/06
Gewerblichkeit der Einkünfte einer britischen Limited Partnership - Inländische …
- FG Köln, 13.03.2001 - 2 K 1298/95
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