Rechtsprechung
   BVerfG, 10.03.2008 - 1 BvR 2388/03   

Volltextveröffentlichungen (10)

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Kurzfassungen/Presse (9)

  • Betriebs-Berater (Kurzinformation)

    Anspruch auf Auskunft über eine behördliche Datensammlung

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    Grenzen des Anspruchs auf Auskunft über eine behördliche Datensammlung

  • IWW (Kurzinformation)

    Bundeszentralamt für Steuern - Grenzen des Anspruchs auf Auskunft beim BZSt

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  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Grenzen für Auskünfte aus einer steuerlichen Datensammlung

  • 123recht.net (Pressemeldung, 28.3.2008)

    Keine Auskunft über Behördendaten zu Auslandskontakten von Firmen // Öffentliches Interesse geht vor

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Grenzen des Anspruchs auf Auskunft über eine behördliche Datensammlung

  • dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)

    Begrenzung des datenschutzrechtlichen Auskunftsanspruchs

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Behördliche Datensammlung: Grenzen des Auskunftsanspruches konkretisiert

  • ebnerstolz.de (Kurzinformation)

    Bundeszentralamt für Steuern darf Daten über steuerliche Auslandsbeziehungen sammeln - Kein Auskunftsanspruch der Betroffenen

Sonstiges

  • nwb.de (Verfahrensmitteilung)

    AO § 88 a, AO § 90 Abs 2, BDSG § 19 Abs 1 S 1 Nr 1, BDSG § 19 Abs 4 Nr 1, FVG § 5 Abs 1 Nr 6
    Auskunftsanspruch; Auslandsbeziehung; Datenschutz; Domizilgesellschaft; Mitwirkung

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGE 120, 351
  • NJW 2008, 2099
  • MMR 2008, 450
  • BB 2008, 752
  • BStBl II 2009, 23



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Wird zitiert von ... (19)  

  • BVerfG, 02.03.2010 - 1 BvR 256/08  

    Vorratsdatenspeicherung

    Regelungen zur Information der von Datenerhebungen oder -nutzungen Betroffenen gehören allgemein zu den elementaren Instrumenten des grundrechtlichen Datenschutzes (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 118, 168 ; 120, 351 ).

    Ohne Kenntnis können die Betroffenen weder eine Unrechtmäßigkeit der behördlichen Datenverwendung noch etwaige Rechte auf Löschung, Berichtigung oder Genugtuung geltend machen (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 118, 168 ; 120, 351 ).

  • BVerfG, 07.12.2011 - 2 BvR 2500/09  

    Akustische Wohnraumüberwachung (präventiv-polizeiliche; Kernbereich privater

    (aa) Speicherung und Verwendung personenbezogener Informationen und Daten sind grundsätzlich an den Zweck und an das Verfahren gebunden, für die sie erhoben wurden (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 120, 351 ).

    Eine Zweckänderung bedarf einer formell und materiell verfassungsgemäßen Rechtsgrundlage und muss durch Allgemeinbelange gerechtfertigt sein, die die grundrechtlich geschützten Interessen überwiegen (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 120, 351 ).

    Schließlich dürfen der Verwendungszweck, zu dem die Erhebung erfolgt ist, und der veränderte Verwendungszweck nicht miteinander unvereinbar sein (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 120, 351 ; 125, 260 ; vgl. ferner EGMR, Entscheidung vom 29. Juni 2006 - 54934/00 -, Weber und Saravia/Deutschland, NJW 2007, S. 1433 zu Art. 8 EMRK).

    Eine solche Unvereinbarkeit läge vor, wenn mit der Zweckänderung grundrechtsbezogene Beschränkungen des Einsatzes bestimmter Erhebungsmethoden umgangen würden, die Informationen also für den geänderten Zweck nicht oder nicht in dieser Art und Weise hätten erhoben werden dürfen ("hypothetischer Ersatzeingriff"; vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 120, 351 ; 125, 260 ).

    Sie kann auch durch den Regelungszusammenhang gewährleistet sein, in dem die Vorschrift steht (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 92, 191 ; 113, 29 ; 115, 166 ; 120, 351 ; 124, 43 ).

    Demgegenüber hat das mit der Beschränkung verfolgte Ziel besonderes Gewicht, wenn ihm Verfassungsrang zukommt (vgl. BVerfGE 113, 29 ; 115, 166 ; 120, 351 ).

    Der Verwendungszweck, zu dem die Erhebung erfolgt ist, und der veränderte Verwendungszweck dürfen nicht miteinander unvereinbar sein (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 120, 351 ; 125, 260 ).

    Eine solche Unvereinbarkeit läge vor, wenn mit der Zweckänderung grundrechtsbezogene Beschränkungen des Einsatzes bestimmter Erhebungsmethoden umgangen würden, die Informationen also für den geänderten Zweck nicht oder nicht in dieser Art und Weise hätten erhoben werden dürfen ("hypothetischer Ersatzeingriff"; vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 110, 33 ; 120, 351 ; 125, 260 ).

  • BVerfG, 12.10.2011 - 2 BvR 236/08  

    Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung; Zitiergebot; Grundsatz

    Der Anspruch auf Benachrichtigung von verdeckten Ermittlungsmaßnahmen gehört zu den wesentlichen Erfordernissen effektiven Grundrechtsschutzes im Bereich sowohl des behördlichen als auch des gerichtlichen Verfahrens (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 120, 351 ; 125, 260 ).

    Er habe Regelungen zur Information der von Datenerhebungen oder -nutzungen Betroffenen zu schaffen, da diese allgemein zu den elementaren Instrumenten des grundrechtlichen Datenschutzes gehörten (vgl. BVerfGE 125, 260 unter Verweis auf BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 118, 168 ; 120, 351 ).

    Ohne zumindest nachträgliche Kenntnis können die Betroffenen weder eine Unrechtmäßigkeit der Datenverwendung noch etwaige Rechte auf Löschung, Berichtigung oder Genugtuung geltend machen (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 109, 279 ; 118, 168 ; 120, 351 ; 125, 260 ).

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  • BAG, 16.11.2010 - 9 AZR 573/09  

    Einsicht in Personalakte - beendetes Arbeitsverhältnis

    Der einzelne Bürger soll mit hinreichender Sicherheit überschauen können, welche ihn betreffenden Informationen über bestimmte Bereiche seiner sozialen Umwelt bekannt sind und gegebenenfalls unter denkbaren Kommunikationspartnern kursieren können (vgl. BVerfG 10. März 2008 - 1 BvR 2388/03 - Rn. 59, BVerfGE 120, 351; 11. Juli 2007 - 1 BvR 1025/07 - Rn. 12, NJW 2007, 3707; 13. Juni 2007 - 1 BvR 1550/03, 1 BvR 2357/04, 1 BvR 603/05 - Rn. 87, BVerfGE 118, 168).

    (3) Der grundrechtliche Schutz der informationellen Selbstbestimmung erschöpft sich nicht in einem Abwehrrecht gegen staatliche Datenerhebung und Datenverarbeitung (BVerfG 10. März 2008 - 1 BvR 2388/03 - Rn. 58, BVerfGE 120, 351).

  • BVerfG, 24.11.2010 - 1 BvF 2/05  

    Gentechnikgesetz

    Gegen § 19 BDSG bestehen insoweit keine verfassungsrechtlichen Bedenken (vgl. auch BVerfGE 120, 351 [365]).
  • FG Saarland, 17.12.2009 - 1 K 1598/08  

    Akteneinsichtsrecht eines Insolvenzverwalters

    Die bisherige finanzgerichtliche Rechtsprechung, die die Nichtregelung in der AO als abschließende Regelung des Informationszugangs betrachte, sei durch die Rechtsprechung des BVerfG (BVerfG vom 10. März 2008 1 BvR 2388/03, NJW 2008, 2099), welches die entsprechenden Vorschriften des BDSG herangezogen habe, überholt (so auch Polenz in NJW 2009, 1921).

    Zwar habe das BVerfG in seiner Entscheidung vom 10. März 2008 ( 1 BvR 2388/03) aus § 19 Abs. 1 BDSG grundsätzlich einen weitreichenden Anspruch auf Auskunft anerkannt, dies aber mit Blick auf die Abwägungsklausel in § 19 Abs. 4 BDSG relativiert.

    An dieser Rechtslage ändert auch die Entscheidung des BVerfG vom 10. März 2008 (BVerfG vom 10. März 2008 1 BvR 2388/03, NJW 2008, 2099) nichts.

    Der Senat lässt die Revision nach § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO wegen grundsätzlicher Bedeutung der Frage zu, ob sich - auch nach der Entscheidung des BVerfG vom 10. März 2008 ( 1 BvR 2388/03, NJW 2008, 2099) - ein Anspruch auf Einsicht in Verwaltungsakten des Finanzamts aus anderen Vorschriften als denen der AO ergeben kann oder ob die AO insoweit eine bewusste abschließende Regelung enthält.

  • VG Münster, 08.10.2009 - 8 K 1498/08  

    Gesinnungsfragen zu verlängerter Aufenthaltserlaubnis rechtswidrig // Gericht

    Dies erforderte (nur) eine auf die Eignung der Datenübermittlung bezogene Prognoseentscheidung, vgl. BVerfG, Beschluss vom 10. März 2008 - BvR 2388/03 -, BVerfGE 120, 351 = NJW 2008, 2099 = juris, Rn. 86, und Urteile vom 27. Februar 2008 - 1 BvR 370/07, 1 BvR 595/07 -, a.a.O., Rn. 221, und vom 4. April 2006 - 1 BvR 518/02 -, a.a.O., Rn. 80 ff.

    Auf Grund der festgestellten Verletzung des § 12 Abs. 2 Satz 2 DSG NRW kann offen bleiben, ob mit § 86 AufenthG i.V.m. § 12 DSG NRW eine hinreichend bestimmte Ermächtigungsgrundlage im Sinne der Rechtsprechung des BVerfG, vgl. Beschlüsse vom 23. Februar 2007 - 1 BvR 2368/06 -, NVwZ 2007, S. 688 = juris, Rn. 54, und vom 10. März 2008 - 1 BvR 2388/03 -, a.a.O., Rn. 84, 94 ff.; Urteil vom 11. März 2008 - 1 BvR 2074/05 -, a.a.O., Rn. 98 ff., und des EGMR, vgl. Urteile vom 6. Juni 2006 - 62332/00 -, Segerstedt- Wiberg, Rn. 76, und vom 4. Dezember 2008 - 30562/04 und 30566/04 -, S. und Marper, a.a.O., Rn. 95 f., vorlag, ob die Befragung auch ohne Verdacht einer Störereigenschaft des Klägers im Einzelfall zur Aufgabenerfüllung im Sinne des § 86 Satz 2 AufenthG erforderlich und ob sie angemessen im Sinne der Rechtsprechung des BVerfG war, vgl. Beschlüsse vom 4. April 2006 - 1 BvR 518/02 -, a.a.O., Rn. 94 ff., und vom 13. Juni 2007 - 1 BvR 1550/03 - u.a., a.a.O., Rn. 131 ff.; Urteile vom 27. Februar 2008 - 1 BvR 370/07 - u.a., a.a.O., Rn. 227 ff., und vom 11. März 2008 - 1 BvR 2074/05 -, a.a.O., Rn. 77 ff.

  • OVG Bremen, 02.09.2008 - 1 A 161/06  

    Ermessen; Intendiertes Ermessen; Hooligan; Meldeauflage; Passbeschränkung;

    Der Gesetzgeber hat deshalb Anlass, Zweck und Grenzen des Eingriffs hinreichend bereichsspezifisch, präzise und normenklar festzulegen (stRspr; vgl. zuletzt BVerfG, Urt. v. 27.02.2008 - 1 BvR 370/07 u.a. -, NJW 2008, 822 , Rn 209; Beschl. v. 10.03.2008 - 1 BvR 2388/03 - NJW 2008, 2099 , Rn 83; Beschl. v. 11.03.2008 - 1 BvR 2074/05 u.a., NJW 2008, 1505 , Rn 94; jeweils m.w.Nwn.).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 15.06.2011 - 8 A 1150/10  

    Es besteht ein Anspruch des Insolvenzverwalters auf Auskunftserteilung zu

    vgl. FG Köln, Urteil vom 15. Mai 2002 - 2 K 1781/99 -, juris, Rn. 74 f. m. w. N. zum Verhältnis von § 19 BDSG zu § 30 AO, nachgehend: BFH, Urteil vom 30. Juli 2003 - VII R 45/02 -, NVwZ-RR 2004, 419, nachgehend: BVerfG, Beschluss vom 10. März 2008 - 1 BvR 2388/03 -, NJW 2008, 2099; Liedtke, NWVBl.
  • FG Baden-Württemberg, 07.11.2012 - 14 K 554/12  
    § 88a AO ermöglicht zur Sicherstellung einer gleichmäßigen Festsetzung der Steuern, (anonymisierte) Daten auch für Zwecke künftiger Verfahren, insbesondere zur Gewinnung von Vergleichswerten, in Dateien oder Akten zu sammeln und zu verwenden (BFH-Urteil vom 30. Juli 2003 VII R 45/02, BStBl. II 2004, 387; bestätigt durch Bundesverfassungsgericht (BVerfG), Beschluss vom 10. März 2008 1 BvR 2388/03, Entscheidungen des BVerfG (BVerfGE) 120, 351: § 88a AO ist verfassungsgemäß).
  • VG München, 23.09.2009 - M 7 K 08.3052  

    Zur Verfassungsmäßigkeit des verdeckten Einsatzes automatisierter

  • OLG Köln, 01.10.2010 - 13 U 119/06  
  • VGH Bayern, 01.08.2012 - 10 ZB 11.2438  

    Entfallen des der Speicherung zugrunde liegenden Verdachts; Einstellung nach §

  • FG Schleswig-Holstein, 08.11.2011 - 5 K 113/11  

    Keine Eröffnung des Finanzrechtswegs bei Begehr der Akteneinsicht nach Abschluss

  • OLG Köln, 30.11.2011 - 13 U 53/11  

    Unzulässigkeit der Zwangsvollstreckung wegen Darlehensrückzahlungsansprüchen aus

  • VG Lüneburg, 31.08.2010 - 3 A 115/08  

    Speicherung personenbezogener Daten in Polizeidatenbanken nach dem Nds. Gesetz

  • FG Berlin-Brandenburg, 16.02.2011 - 3 K 3086/08  

    Akteneinsicht im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung

  • VG Hamburg, 27.08.2010 - 7 K 429/09  

    Informationszugang; Steuerakten; Vollstreckungsakte; Insolvenzverwalter

  • VG Ansbach, 27.03.2012 - AN 1 K 11.01375  

    Zur Anspruch auf Löschung gespeicherter personenbezogener Daten im

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