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Rechtsprechung
   BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1997,324
BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96 (https://dejure.org/1997,324)
BGH, Entscheidung vom 14.07.1997 - II ZR 238/96 (https://dejure.org/1997,324)
BGH, Entscheidung vom 14. Juli 1997 - II ZR 238/96 (https://dejure.org/1997,324)
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Volltextveröffentlichungen (9)

  • Wolters Kluwer

    Sittenwidrigkeit eines Wettbewerbsverbotes - Freiheit der Berufsausübung - Lebenslanges Verbot, in einem Radius von 30 km um den Sitz der Gemeinschaftspraxis den Beruf als Tierarzt auszuüben

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com

    Nachvertraglich, Nachvertragliches Wettbewerbsverbot, Sittenwidrigkeit hinsichtlich Ort Zeit und Gegenstand, Vertragliches Wettbewerbsverbot, Wettbewerbsverbot, Wettbewerbsverbot der Gesellschafter

  • gaius.legal

    Keine geltungserhaltende Reduktion für sittenwidriges nachvertragliches Wettbewerbsverbot im Gesellschaftsvertrag (Tierarztpraxis)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 138, § 139
    Wirksamkeit eines gesellschaftsvertraglichen Wettbewerbsverbots; Verbot der Ausübung einer Tätigkeit im Umkreis von 30 km.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)

    Art. 12 Abs. 1 GG, § 138 Abs. 1 BGB, § 139 BGB, § 705 BGB
    Nachvertragliches Wettbewerbsverbot im Gesellschaftsvertrag einer tierärztlichen Gemeinschaftspraxis, Sittenwidrigkeit wegen Unangemessenheit, geltungserhaltende Reduktion

  • rechtsanwalt.com (Kurzinformation)

    Unwirksames Wettbewerbsverbot unter Ärzten

Papierfundstellen

  • NJW 1997, 3089
  • MDR 1997, 953
  • DNotZ 1998, 905
  • WM 1997, 1707
  • DB 1997, 2070
 
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Wird zitiert von ... (72)Zitiert selbst (13)

  • BGH, 29.10.1990 - II ZR 241/89

    Wirksamkeit eines Wettbewerbsverbots

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.;… Sen.Urt. v. 9.5.1968, II ZR 158/66, NJW 1968, 1717; BGH v. 13.3.1979, KZR 23/77, NJW 1978, 1605 - Frischbeton; v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, WM 1986, 1251; v. 15.3.1989, VIII ZR 62/88, JR 1990, 20;v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121; v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384 - Ausscheidender Gesellschafter; v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741).

    Der Senat hat allerdings in Anlehnung an die Rechtsprechung des BGH zur überlangen Dauer von Bierbezugsverträgen (vgl. BGH v. 14.6. 1972, VIII ZR 14/71, NJW 1972, 1459;… weitere Nachweise bei Paulusch, Höchstrichterliche Rechtsprechung zum Brauerei- und Gaststättenrecht, 9. Aufl. 1996, Rdnr. 143 ff.) wiederholt ausgesprochen (vgl. Sen.Urt. v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121, 2222 f.;v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741, 742; vgl. ferner BGH v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384, 386;… Staub/Hüffer, HGB, 4. Aufl., Vor § 22 Rdnr. 35, Staudinger/Sack, BGB [1996] § 138 Rdnr. 109 ff., 312 m. w. N.; Canaris, FS Steindorff, S. 519 ff., 536 ff.; kritisch Lammel, AcP 189 [1989], 244 ff., 259 f., 285 f.; Hirte, ZHR 154 [1990] 443, 459 f.), eine zeitlich unbegrenzte Wettbewerbsbeschränkung könne im Wege der geltungserhaltenden Reduktion auf das noch zu billigende Maß zurückgeführt werden.

    Dabei ist die Vorstellung bestimmend, die auf Dauer angelegte Beziehung sei derart in Teilabschnitte zu zerlegen, daß sie sich als Teile eines ganzen Vertrages i. S. des § 139 BGB darstellen - mit der Folge, daß sie bei einem entsprechenden Parteiwillen mit einer kürzeren, nicht zu beanstandenden Laufzeit aufrechterhalten bleiben (vgl. Sen.Urt.v. 29.10.1990, II ZR 241/89, WM 1990, 2121, 2123 m. w. N.).

    In der bisherigen, eine nur quantitativ wirkende Nichtigkeit anerkennenden Rechtsprechung der verschiedenen Senate des BGH ist stets ausgesprochen worden, daß die genannte geltungserhaltende Reduktion ihre Grenze dort findet, wo die Sittenwidrigkeit einer wettbewerbsbeschränkenden Regelung nicht allein in der zeitlichen Ausdehnung liegt, sondern weitere zur Anwendbarkeit des § 138 BGB führende Gründe hinzutreten (…vgl. z. B. Sen.Urt. v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, 2945; v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121, 2123; BGH v. 17.10.1973, VIII ZR 91/72.

    Der vorstehende, eine in Form einer BGB-Gesellschaft geführte Gemeinschaftspraxis von Tierärzten betreffende Fall ist entgegen der von den Kl. im Rechtsstreit vertretenen Ansicht nicht von den Besonderheiten einer Landtierarztpraxis geprägt; die in dem Urteil aufgestellten Grundsätze beanspruchen vielmehr Gültigkeit für jedwede Sozietät von Freiberuflern - also etwa auch für eine Steuerberatersozietät (vgl. BGH v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159) -, mögen auch die Besonderheiten der konkreten Gesellschaft zu einer differenzierten Bestimmung der Grenzen, in denen ein Wettbewerbsverbot noch zulässig ist, Anlaß geben.

  • BGH, 29.01.1996 - II ZR 286/94

    Wirksamkeit einer Mandantenschutzklausel in einem Sozietätsvertrag

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.;… Sen.Urt. v. 9.5.1968, II ZR 158/66, NJW 1968, 1717; BGH v. 13.3.1979, KZR 23/77, NJW 1978, 1605 - Frischbeton; v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, WM 1986, 1251; v. 15.3.1989, VIII ZR 62/88, JR 1990, 20;v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121; v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384 - Ausscheidender Gesellschafter; v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741).

    Der Senat hat allerdings in Anlehnung an die Rechtsprechung des BGH zur überlangen Dauer von Bierbezugsverträgen (vgl. BGH v. 14.6. 1972, VIII ZR 14/71, NJW 1972, 1459;… weitere Nachweise bei Paulusch, Höchstrichterliche Rechtsprechung zum Brauerei- und Gaststättenrecht, 9. Aufl. 1996, Rdnr. 143 ff.) wiederholt ausgesprochen (…vgl. Sen.Urt. v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121, 2222 f.;v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741, 742; vgl. ferner BGH v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384, 386;… Staub/Hüffer, HGB, 4. Aufl., Vor § 22 Rdnr. 35, Staudinger/Sack, BGB [1996] § 138 Rdnr. 109 ff., 312 m. w. N.; Canaris, FS Steindorff, S. 519 ff., 536 ff.; kritisch Lammel, AcP 189 [1989], 244 ff., 259 f., 285 f.; Hirte, ZHR 154 [1990] 443, 459 f.), eine zeitlich unbegrenzte Wettbewerbsbeschränkung könne im Wege der geltungserhaltenden Reduktion auf das noch zu billigende Maß zurückgeführt werden.

    1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254 m. Anm. Goette).

    29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254 jew. m. Anm. Goette).

  • BGH, 28.04.1986 - II ZR 254/85

    Vereinbarung eines Wettbewerbsverbots nach Übernahme einer Rechtsanwaltspraxis

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.;… Sen.Urt. v. 9.5.1968, II ZR 158/66, NJW 1968, 1717; BGH v. 13.3.1979, KZR 23/77, NJW 1978, 1605 - Frischbeton; v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, WM 1986, 1251; v. 15.3.1989, VIII ZR 62/88, JR 1990, 20;v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121; v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384 - Ausscheidender Gesellschafter; v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741).

    In der bisherigen, eine nur quantitativ wirkende Nichtigkeit anerkennenden Rechtsprechung der verschiedenen Senate des BGH ist stets ausgesprochen worden, daß die genannte geltungserhaltende Reduktion ihre Grenze dort findet, wo die Sittenwidrigkeit einer wettbewerbsbeschränkenden Regelung nicht allein in der zeitlichen Ausdehnung liegt, sondern weitere zur Anwendbarkeit des § 138 BGB führende Gründe hinzutreten (vgl. z. B. Sen.Urt. v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, 2945; v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121, 2123; BGH v. 17.10.1973, VIII ZR 91/72.

    Es widerspricht auch dem mit § 138 BGB verfolgten Zweck, den Betroffenen das Risiko zuzuweisen, daß eine zwischen ihnen getroffene Vereinbarung sittenwidrig und nichtig ist (vgl. BGHZ 68, 204, 206 f.; Sen.Urt. v. 28.4. 1986, II ZR 254/86, NJW 1986, 2944, 2945).

  • BGH, 19.10.1993 - KZR 3/92

    "Ausscheidender Gesellschafter"; Wirksamkeit eines Wettbewerbsverbots zwischen …

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.;… Sen.Urt. v. 9.5.1968, II ZR 158/66, NJW 1968, 1717; BGH v. 13.3.1979, KZR 23/77, NJW 1978, 1605 - Frischbeton; v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, WM 1986, 1251; v. 15.3.1989, VIII ZR 62/88, JR 1990, 20;v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121; v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384 - Ausscheidender Gesellschafter; v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741).

    Der Senat hat allerdings in Anlehnung an die Rechtsprechung des BGH zur überlangen Dauer von Bierbezugsverträgen (vgl. BGH v. 14.6. 1972, VIII ZR 14/71, NJW 1972, 1459;… weitere Nachweise bei Paulusch, Höchstrichterliche Rechtsprechung zum Brauerei- und Gaststättenrecht, 9. Aufl. 1996, Rdnr. 143 ff.) wiederholt ausgesprochen (…vgl. Sen.Urt. v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121, 2222 f.;v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741, 742; vgl. ferner BGH v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384, 386;… Staub/Hüffer, HGB, 4. Aufl., Vor § 22 Rdnr. 35, Staudinger/Sack, BGB [1996] § 138 Rdnr. 109 ff., 312 m. w. N.; Canaris, FS Steindorff, S. 519 ff., 536 ff.; kritisch Lammel, AcP 189 [1989], 244 ff., 259 f., 285 f.; Hirte, ZHR 154 [1990] 443, 459 f.), eine zeitlich unbegrenzte Wettbewerbsbeschränkung könne im Wege der geltungserhaltenden Reduktion auf das noch zu billigende Maß zurückgeführt werden.

  • BGH, 26.03.1984 - II ZR 229/83

    Nachvertragliches Wettbewerbsverbot

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.;… Sen.Urt. v. 9.5.1968, II ZR 158/66, NJW 1968, 1717; BGH v. 13.3.1979, KZR 23/77, NJW 1978, 1605 - Frischbeton; v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, WM 1986, 1251; v. 15.3.1989, VIII ZR 62/88, JR 1990, 20;v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121; v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384 - Ausscheidender Gesellschafter; v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741).
  • BGH, 06.12.1993 - II ZR 242/92

    Auseinandersetzung einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Der II. Zivilsenat hat wiederholt ausgesprochen, daß bei einer derartigen Verbindung der Wert der Praxis wesentlich von den persönlichen Beziehungen und dem aufgebauten Vertrauensverhältnis zu den Mandanten oder Klienten geprägt ist und deswegen die Möglichkeit, um Mandanten der bisherigen Praxis zu werben, die "angemessene Art der Auseinandersetzung" einer solchen Sozietät ist (vgl. BGH v. 6.12.1993, II ZR 242/92, DStR 1994, 401; v. 6.3.1995, II ZR 97/94, DStR 1995, 856, und v. .
  • BGH, 06.03.1995 - II ZR 97/94

    Bewertung des Mandantenstamms einer Rechtsanwaltskanzlei

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Der II. Zivilsenat hat wiederholt ausgesprochen, daß bei einer derartigen Verbindung der Wert der Praxis wesentlich von den persönlichen Beziehungen und dem aufgebauten Vertrauensverhältnis zu den Mandanten oder Klienten geprägt ist und deswegen die Möglichkeit, um Mandanten der bisherigen Praxis zu werben, die "angemessene Art der Auseinandersetzung" einer solchen Sozietät ist (vgl. BGH v. 6.12.1993, II ZR 242/92, DStR 1994, 401; v. 6.3.1995, II ZR 97/94, DStR 1995, 856, und v. .
  • BGH, 15.03.1989 - VIII ZR 62/88

    Sittenwidrigkeit eines Wettbewerbsverbots; Erstreckung der Gesamtnichtigkeit …

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Ihre Rechtfertigung findet die wettbewerbsbeschränkende Abrede allein in dem anerkennenswerten Bestreben des von ihr begünstigten Teils, sich davor zu schützen, daß der andere Teil die Erfolge seiner Arbeit illoyal verwertet oder sich in sonstiger Weise zu seinen Lasten die Freiheit der Berufsausübung mißbräuchlich zunutze macht; soweit dieses Interesse nicht betroffen ist, beschränken derartige Abreden die Freiheit der Berufsausübung unangemessen und sind sittenwidrig (vgl. BGHZ 91, 1, 5 f.;… Sen.Urt. v. 9.5.1968, II ZR 158/66, NJW 1968, 1717; BGH v. 13.3.1979, KZR 23/77, NJW 1978, 1605 - Frischbeton; v. 28.4.1986, II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, WM 1986, 1251; v. 15.3.1989, VIII ZR 62/88, JR 1990, 20;v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121; v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384 - Ausscheidender Gesellschafter; v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741).
  • BGH, 14.06.1972 - VIII ZR 14/71

    Nichtigkeit eines Getränkebezugsvertrages wegen Sittenwidrigkeit - Anforderungen …

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Der Senat hat allerdings in Anlehnung an die Rechtsprechung des BGH zur überlangen Dauer von Bierbezugsverträgen (vgl. BGH v. 14.6. 1972, VIII ZR 14/71, NJW 1972, 1459;… weitere Nachweise bei Paulusch, Höchstrichterliche Rechtsprechung zum Brauerei- und Gaststättenrecht, 9. Aufl. 1996, Rdnr. 143 ff.) wiederholt ausgesprochen (…vgl. Sen.Urt. v. 29.10.1990, II ZR 241/89, DStR 1991, 159, WM 1990, 2121, 2222 f.;v. 29.1.1996, II ZR 286/94, DStR 1996, 1254, NJW-RR 1996, 741, 742; vgl. ferner BGH v. 19.10.1993, KZR 3/92, NJW 1994, 384, 386;… Staub/Hüffer, HGB, 4. Aufl., Vor § 22 Rdnr. 35, Staudinger/Sack, BGB [1996] § 138 Rdnr. 109 ff., 312 m. w. N.; Canaris, FS Steindorff, S. 519 ff., 536 ff.; kritisch Lammel, AcP 189 [1989], 244 ff., 259 f., 285 f.; Hirte, ZHR 154 [1990] 443, 459 f.), eine zeitlich unbegrenzte Wettbewerbsbeschränkung könne im Wege der geltungserhaltenden Reduktion auf das noch zu billigende Maß zurückgeführt werden.
  • BGH, 21.03.1977 - II ZR 96/75

    Keine Umdeutung eines sittenwidrigen Rechtsgeschäfts

    Auszug aus BGH, 14.07.1997 - II ZR 238/96
    Es widerspricht auch dem mit § 138 BGB verfolgten Zweck, den Betroffenen das Risiko zuzuweisen, daß eine zwischen ihnen getroffene Vereinbarung sittenwidrig und nichtig ist (vgl. BGHZ 68, 204, 206 f.;… Sen.Urt. v. 28.4. 1986, II ZR 254/86, NJW 1986, 2944, 2945).
  • BGH, 13.03.1979 - KZR 23/77

    Wettbewerbsvereinbarung zu einem gemeinsamen Zweck - Freiheit des Wettbewerbs - …

  • BGH, 09.05.1968 - II ZR 158/66

    Besondere Vereinbahrungen einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ihrem …

  • BGH, 17.10.1973 - VIII ZR 91/72

    Nichtigkeit einer Bierbezugsverpflichtung wegen übermäßig langer Dauer der …

  • BGH, 20.01.2015 - II ZR 369/13

    Ausscheiden eines GmbH-Gesellschafters: Wirksamkeit einer vereinbarten …

    Sie sind nur wirksam, wenn sie in räumlicher, gegenständlicher und zeitlicher Hinsicht das notwendige Maß nicht überschreiten (BGH, Urteil vom 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707, 1708 mwN; Urteil vom 8. Mai 2000 - II ZR 308/98, ZIP 2000, 1337, 1338 f.; Urteil vom 29. September 2003 - II ZR 59/02, ZIP 2003, 2251, 2252; Urteil vom 18. Juli 2005 - II ZR 159/03, ZIP 2005, 1778, 1779;… Urteil vom 10. Dezember 2008 - KZR 54/08, NJW 2009, 1751 Rn. 24 - Subunternehmervertrag II;… Beschluss vom 31. Mai 2012 - I ZR 198/11, GRUR-RR 2012, 495 Rn. 9 - Kundenschutzklausel).
  • BGH, 10.12.2008 - KZR 54/08

    Subunternehmervertrag II

    Sie sind nur wirksam, wenn sie in räumlicher, gegenständlicher und zeitlicher Hinsicht das notwendige Maß nicht überschreiten (BGH, Urt. v. 14.7.1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707, 1708;… Urt. v. 8.5.2000 - II ZR 308/98, WM 2000, 1496, 1498;… Urt. v. 29.9.2003 - II ZR 59/02, WM 2003, 2334;… Urt. v. 18.7.2005 - II ZR 159/03, NJW 2005, 3061, 3062).

    Nur dann, wenn das Wettbewerbsverbot das zeitlich zulässige Maß überschreitet, ist eine geltungserhaltende Reduktion auf das noch zu billigende Maß möglich (vgl. BGH NJW 2005, 3061, 3062 ; WM 2000, 1496, 1498 ; WM 1997, 1707, 1708).

  • BGH, 08.05.2000 - II ZR 308/98

    Mandantenschutz beim Ausscheiden eines Gesellschafters aus einer …

    Nach der zu nachvertraglichen Wettbewerbsverboten ergangenen ständigen Rechtsprechung des Senats sind derartige Beschränkungen der Berufsausübungsfreiheit nur dann wirksam, wenn sie räumlich, zeitlich und gegenständlich das notwendige Maß nicht überschreiten (Sen.Urt. v. 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707 m.w.N.).

    Verstößt eine solche Wettbewerbsklausel allein gegen diese zeitliche Grenze, ohne daß weitere Gründe vorliegen, deretwegen die Beschränkungen der Berufsausübungsfreiheit als sittenwidrig zu qualifizieren sind, läßt der Senat (Sen.Urt. v. 14. Juli 1997 aaO unter 3. m.w.N.) eine geltungserhaltende Reduktion auf das zeitlich tolerable Maß zu.

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