Rechtsprechung
| BGH, 27.01.2006 - V ZR 243/04 |
Volltextveröffentlichungen (8)
mehr- IWW
- NWB SteuerXpert START
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Nachholung einer fehlenden Unterschrift eines Richters; Beschränkung eines Nießbrauchsrechts auf einzelne Teile eines Gebäudes
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Immobilien - Beschränkung des Nutzungsziehungsrechts des Nießbrauchers
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Deutsches Notarinstitut (Kurzinformation/Zusammenfassung)
BGB § 1030 Abs. 2; ZPO § 315 Abs. 1 S.1
Beschränkung des Nießbrauchs auf einzelne Gebäudeteile oder einzelne Wohnung unzulässig - lto.de (Kurzinformation)
Keine Nachholung fehlender richterlicher Unterschriften, wenn seit Verkündung des Urteils mehr als fünf Monate verstrichen sind
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Nießbrauch am Mietshaus: Keine Beschränkung auf einzelne Wohnung! (IMR 2006, 59)
Verfahrensgang
- LG Kempten, 12.12.2003 - 2 O 274/03
- OLG München, 21.10.2004 - 14 U 50/04
- BGH, 27.01.2006 - V ZR 243/04
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 2006, 1881
- MDR 2006, 1127
- NZM 2006, 541
- FamRZ 2006, 858
- WM 2006, 1822
- Rpfleger 2006, 386
- IMR 2006, 59
Wird zitiert von ... (24)
- BGH, 16.10.2006 - II ZR 101/05
Verfahrensrecht - Fehlende Unterschrift unter Protokollurteil: Revisionsgrund!
Ist ein sog. Protokollurteil des Berufungsgerichts nur von dem Senatsvorsitzenden und dem Urkundsbeamten der Geschäftsstelle unterschrieben und können die fehlenden Unterschriften der beiden beisitzenden Richter (§ 315 Abs. 1 Satz 1 ZPO) wegen Ablaufs der insoweit maßgeblichen fünfmonatigen Höchstfrist für die Rechtsmitteleinlegung (§ 548 ZPO) nicht mehr rechtswirksam nachgeholt werden, so stellt das einen absoluten Revisionsgrund nach § 547 Nr. 6 ZPO dar (im Anschl. an BGH, Urt. v. 27. Januar 2006 - V ZR 243/04, NJW 2006, 1881 Tz 16 f.).*).Das reicht - wie bereits der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes durch Urteil vom 27. Januar 2006 (V ZR 243/04, NJW 2006, 1881 unter Bezugnahme auf BGHZ 158, 37, 41) zu einer identischen Verfahrensweise desselben 14. Zivilsenats des Berufungsgerichts entschieden hat - für das verfahrensrechtlich einwandfreie Zustandekommen des Urteils nicht aus.
- BGH, 18.09.2012 - VI ZR 225/11
Zustellungsvermerk
Auch der Ablauf einer Fünf-Monatsfrist setzt der Nachholung entgegen der Auffassung der Revision keine zeitliche Grenze (vgl. zur Unterschriftsnachholung des Richters BGH, Urteil vom 27. Januar 2006 - V ZR 243/04, NJW 2006, 1861 Rn. 14). - BGH, 11.07.2007 - XII ZR 164/03
Verfahrensrecht - Protokollurteil ist von allen Richtern zu unterschreiben!
Zwar können fehlende richterliche Unterschriften mit Wirkung für die Zukunft nachgeholt werden (…BGHZ 137 aaO S. 53), jedoch aus Gründen der Rechtssicherheit nicht mehr nach Ablauf der fünfmonatigen Frist gemäß §§ 517, 548 ZPO, deren Ende die Frist für die Einlegung eines Rechtsmittels in Lauf setzt (vgl. BGH Urteil vom 27. Januar 2006 V ZR 243/04 FamRZ 2006, 858; OLG Frankfurt OLGR 1996, 34, 35; OLG Frankfurt OLGR 1997, 93, 94;… Zöller/Vollkommer aaO § 315 Rdn. 2;… Musielak/Ball, ZPO 4. Aufl. § 315 Rdn. 11).Das Fehlen der Unterschriften unter der Entscheidung stellt einen absoluten Revisionsgrund im Sinne des § 547 Nr. 6 ZPO dar, weil eine nach Ablauf von fünf Monaten nicht mit den Unterschriften aller mitwirkenden Richter vollständig zur Geschäftsstelle gelangte Entscheidung als "nicht mit Gründen versehen" gilt (vgl. BGH Urteil vom 27. Januar 1977 IX ZR 147/72 NJW 1977, 765 zu § 551 Nr. 7 ZPO a.F.; BGH Urteile vom 27. Januar 2006 V ZR 243/04 FamRZ 2006, 858 und vom 16. Oktober 2006 II ZR 101/05 NJW-RR 2007, 141 ff.).
- BGH, 25.09.2012 - VI ZR 230/11 Auch der Ablauf einer Fünf-Monatsfrist setzt der Nachholung entgegen der Auffassung der Revision keine zeitliche Grenze (vgl. zu Unterschriftsnachholung des Richters BGH, Urteil vom 27. Januar 2006 - V ZR 243/04, NJW 2006, 1861 Rn. 14).
- BGH, 25.09.2012 - VI ZR 382/11
Nachweis der Zustellung durch Aufgabe zur Post
Auch der Ablauf einer Fünf-Monatsfrist setzt der Nachholung keine zeitliche Grenze (vgl. zu Unterschriftsnachholung des Richters BGH, Urteil vom 27. Januar 2006 - V ZR 243/04, NJW 2006, 1861 Rn. 14). - BGH, 01.03.2010 - II ZR 213/08
Verfahrensrecht - Unterschriften aller mitwirkenden Richter bei Protokollurteil
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss aber auch ein derartiges Protokollurteil von allen mitwirkenden Richtern gemäß § 315 Abs. 1 Satz 1 ZPO unterschrieben werden (BGHZ 158, 37, 40 f.; BGH, Urt. v. 27. Januar 2006 - V ZR 243/04, NJW 2006, 1881 Tz. 12;… Urt. v. 16. Oktober 2006 - II ZR 101/05, NJW-RR 2007, 141 Tz. 7 f.). - BGH, 26.06.2012 - VI ZR 241/11
Verfahrensrecht - Zur Unwirksamkeit einer Zustellung bei Verfahrensfehlern
Auch der Ablauf einer Fünf-Monatsfrist setzt der Nachholung entgegen der Auffassung der Revision keine zeitliche Grenze (vgl. zu Unterschriftsnachholung des Richters: BGH, Urteil vom 27. Januar 2006 - V ZR 243/04, NJW 2006, 1861). - BGH, 08.04.2008 - XI ZR 377/06
Verfahrensrecht - Protokollurteil
Mit der Fristenregelung der §§ 517, 548 ZPO wird die Zeit für die nachträgliche Abfassung, Unterzeichnung und Übergabe an die Geschäftsstelle des bei der Verkündung noch nicht vollständig abgefassten Urteils begrenzt; darin kommt die gesetzliche Wertung zum Ausdruck, Fehlerinnerungen der an der Entscheidung beteiligten Richter zu vermeiden und damit zur Rechtssicherheit beizutragen (Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes, Beschluss vom 27. April 1993, GmS-OGB 1/92, NJW 1993, 2603, 2604; BGH, Urteil vom 27. Januar 2006 - V ZR 243/04, WM 2006, 1822, 1823 Tz. 14). - OLG Rostock, 23.10.2009 - 6 W 33/09
1. Es ist nicht Aufgabe des Staates, seine Bürger zu hindern, sich gesundheitlich …
Das Amtsgericht hat den Beschluss über die Anordnung der Betreuung auch nicht verkündet, so dass eine Wirksamkeit gemäß §§ 310, 160 Nr. 7 ZPO nicht in Betracht kommt (BGH, FamRZ 2006, 858, Rn. 13 [zitiert nach juris]).Der Senat übersieht nicht, dass bei verkündeten Entscheidungen die Unterschrift nur innerhalb von fünf Monaten nach Verkündung nachgeholt werden kann (BGH, FamRZ 2006, 858, Rn. 14 [zitiert nach juris]).
- BGH, 03.07.2012 - VI ZR 227/11
Verfahrensrecht - Zurückweisung einer Revision
Auch der Ablauf einer Fünf-Monatsfrist setzt der Nachholung entgegen der Auffassung der Revision keine zeitliche Grenze (vgl. zu Unterschriftsnachholung des Richters: BGH, Urteil vom 27. Januar 2006 - V ZR 243/04, NJW 2006, 1861). - OLG Hamburg, 23.07.2008 - 5 U 159/06
Urheberrechtsschutz: Verwendung eines Musikstücks als Handy-Klingelton
- BGH, 03.07.2012 - VI ZR 239/11
Verfahrensrecht - Verfristeter Einspruch
- BGH, 17.07.2012 - VI ZR 288/11
Verfahrensrecht - Zurückweisung einer Revision; Einspruch gegen Versäumnisurteil
- BGH, 17.07.2012 - VI ZR 226/11
Verfahrensrecht - Zurückweisung einer Revision; Einspruch gegen Versäumnisurteil
- OLG Hamburg, 23.07.2008 - 5 U 162/06
(Urheberrechtsschutz für ein Musikwerk: Verwendung einer Melodie als …
- OLG Zweibrücken, 18.03.2011 - 4 WLw 110/10
Genehmigung nach dem Grundstücksverkehrsgesetz
- BGH, 09.12.2009 - VIII ZR 177/07
Rechtmäßigkeit eines aus einer von allen Mitgliedern der Kammer unterzeichneten …
- BGH, 20.12.2011 - VI ZB 25/11
Verfahrensrecht - Unzulässige Rechtsbeschwerde
- OLG Köln, 09.05.2008 - 22 U 87/07
Bauvertrag - Voraussetzungen für entgangenen Gewinn bei Produktionsausfällen
- FG Niedersachsen, 29.05.2007 - 13 K 269/04
Keine Eigenheimzulage bei abgeleitetem Nutzungsrecht
- OLG Hamm, 03.03.2011 - 28 U 85/09
- KG, 10.09.2007 - 12 U 190/06
Berufungsverfahren: Übergehung von Beweisanträgen und verspätete Abfassung des …
- BPatG, 26.06.2012 - 21 W (pat) 38/09
- BPatG, 04.07.2011 - 9 W (pat) 1/11
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