Rechtsprechung
   BGH, 11.03.2008 - VI ZR 7/07   

Volltextveröffentlichungen (12)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Jurion

    Unterlassungsanspruch hinsichtlich der Bezeichnung der von einem Unternehmen vertriebenen Produkte mit einem aufklärenden Zusatz als "Gen-Milch"; Assoziation der als "Gen-Milch" bezeichneten Produkte mit dem Einsatz gentechnischer Verfahren und dadurch bedingte teilweise Ablehnung aufgrund des Ansehens als gesundheitlich bedenklich; Schutz unternehmensbezogener Interessen bei der Abwägung der Interessen zur freien Meinungsäußerung gegenüber dem Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb; Einordnung des Tatsachenkerns der Bezeichnung "Gen-Milch" wegen des weit verstandenen Zusammenhanges zwischen dem Einsatz von Verfahren zur gentechnischen Veränderung und dem Produkt in der Anwendung eines solchen Verfahrens im Produktionsprozess; Heranziehung von Verbraucherbefragungen zum Verständnis des Durchschnittsrezipienten bei Substanzarmut eines Begriffs; Vereinbarkeit einprägsamer und starker Formulierungen bei Aktionen gegen Anwendung gentechnischer Verfahren bei der Lebensmittelproduktion und Reichweite der Kennzeichnungspflicht wegen der Bedeutung für breite Bevölkerungskreise

  • kanzlei.biz

    Bezeichnung von Milchprodukten als "Gen-Milch"

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Gen-Milch / Gen Milch / Genmilch

    Art. 2 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1, Art. 12 GG

  • nwb

    BGB § 823 Abs. 1 Ah, § 1004; GG Art. 2 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1, Art. 12

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Anspruch eines Herstellers von Milchprodukten auf Unterlassung der Verwendung des Begriffs "Gen-Milch"

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Bezeichnung von Milchprodukten als "Gen-Milch" zulässig?

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (10)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Bundesgerichtshof erlaubt Greenpeace, Milchprodukte als "Gen-Milch" zu bezeichnen

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Greenpeace darf bestimmte Milchprodukte als "Gen-Milch" bezeichnen

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Bezeichnung von Milchprodukten als Gen-Milch

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Letzter (?) Akt des Dramas "Greenpeace contra Müller" - Umweltschützer dürfen Milchprodukte von Müller als "Gen-Milch" bezeichnen

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Greenpeace kann Milchprodukte als "Gen-Milch" bezeichnen

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Bundesgerichtshof erlaubt Greenpeace, Milchprodukte als "Gen-Milch" zu bezeichnen

  • wettbewerbszentrale.de (Kurzinformation)

    Greenpeace darf Müller-Milchprodukte als "Gen-Milch" bezeichnen

  • it-recht-kanzlei.de (Pressemitteilung)

    Greenpeace, Milchprodukte als "Gen-Milch" zu bezeichnen

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Greenpeace darf Milchprodukte als "Gen-Milch" bezeichnen

  • 123recht.net (Pressemeldung, 11.3.2008)

    Greenpeace darf Müller-Milch als "Gen-Milch" bezeichnen // Klage des Herstellers abgewiesen

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2008, 2110
  • GRUR-RR 2008, 455 (Ls.)
  • GRUR-RR 2011, 232 (Ls.)
  • VersR 2008, 793
  • afp 2008, 297



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Wird zitiert von ... (63)  

  • BGH, 23.09.2014 - VI ZR 358/13  

    Kein Anspruch eines Arztes auf Löschung seiner Daten aus einem

    Im Bereich der Sozialsphäre muss sich der Einzelne wegen der Wirkungen, die seine Tätigkeit hier für andere hat, von vornherein auf die Beobachtung seines Verhaltens durch eine breitere Öffentlichkeit und auf Kritik an seinen Leistungen einstellen (vgl. Senatsurteile vom 23. Juni 2009 - VI ZR 196/08, BGHZ 181, 328 Rn. 31; vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, VersR 2008, 793 Rn. 29; vom 21. November 2006 - VI ZR 259/05, VersR 2007, 511 Rn. 12 ff.).
  • BGH, 14.05.2013 - VI ZR 269/12  

    Autocomplete

    bb) Es bedarf aber wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts einer Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalles sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention interpretationsleitend zu berücksichtigen sind (vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 373/02, VersR 2004, 522, 523; vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06, VersR 2008, 695 Rn. 13 und - VI ZR 7/07, VersR 2008, 793 Rn. 12; vom 3. Februar 2009 - VI ZR 36/07, VersR 2009, 555 Rn. 17; vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08, VersR 2009, 1545 Rn. 16; vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, NJW 2010, 2728 Rn. 12; BVerfGE 114, 339, 348 mwN; OIresTR 120, 180, 200 f.; BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 17; AfP 2009, 480 Rn. 61).
  • BGH, 16.12.2014 - VI ZR 39/14  

    Unterlassungsanspruch wegen herabsetzender Äußerungen über ein Unternehmen:

    b) Ob eine Äußerung als Tatsachenbehauptung oder als Werturteil einzustufen ist, ist eine Rechtsfrage, die vom Revisionsgericht uneingeschränkt zu überprüfen ist (vgl. Senatsurteile vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 15; vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03, AfP 2005, 70, 72 m.w.N.).

    Die zutreffende Einstufung einer Äußerung als Wertung oder Tatsachenbehauptung setzt die Erfassung ihres Sinns voraus (Senatsurteile vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08, AfP 2009, 588 Rn. 11; vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 15; vom 16. November 2004 - VI ZR 298/03, AfP 2005, 70, 73; vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 45/05, AfP 2007, 46 Rn. 14; BVerfGK 10, 485, 489).

    Betroffen ist der durch Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 19 Abs. 3 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK gewährleistete soziale Geltungsanspruch der Klägerin als Wirtschaftsunternehmen (vgl. Senatsurteile vom 3. Juni 1986 - VI ZR 102/85, BGHZ 98, 94, 97; vom 8. Februar 1994 - VI ZR 286/93, AfP 1994, 138 f.; vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 9).

    Betroffen ist das Interesse der Klägerin daran, dass ihre wirtschaftliche Stellung nicht durch inhaltlich unrichtige Informationen oder Wertungen, die auf sachfremden Erwägungen beruhen oder herabsetzend formuliert sind, geschwächt wird und andere Marktteilnehmer deshalb von Geschäften mit ihr abgehalten werden (vgl. Senatsurteil vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 9; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 98; BVerfG, NJW-RR 2004, 1710, 1711; NJW 2008, 358, 359 f.).

    aa) Das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb stellt einen offenen Tatbestand dar, dessen Inhalt und Grenzen sich erst aus einer Abwägung mit den im Einzelfall konkret kollidierenden Interessen anderer ergeben (Senatsurteile vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 12; vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, 318; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 97; BVerfG, NJW-RR 2004, 1710, 1711 f.).

    Gleiches gilt für das allgemeine Persönlichkeitsrecht (vgl. Senatsurteile vom 30. September 2014 - VI ZR 490/12, juris Rn. 19, z.V.b.; vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 22; vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 12).

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