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Rechtsprechung
   BVerwG, 25.03.1988 - 4 C 21.85   

Altenheim im Außenbereich

§§ 29 ff BauGB, Genehmigungsbedürftigkeit einer Nutzungsänderung bei bodenrechtlicher Relevanz, § 1 Abs. 5 Satz 2 Nr. 3 BauGB;

§ 35 Abs. 3 BauGB, regelmäßige Unzulässigkeit von Altenheimen im Außenbereich;

Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG, zum bundesrechtlichen Bestandsschutz für ausgeübte Nutzungen, Bestandsschutz steht einem Genehmigungserfordernis nicht entgegen

Volltextveröffentlichungen (3)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Ende des Bestandsschutz bei Nutzungsänderung; Unerwünschte Zersiedlung durch Altersheim im Außenbereich

  • Jurion(kostenlose Anmeldung erforderlich)

    Altenheim - Außenbereich - Öffentliche Belange - Außenbereichsadäquate Nutzung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

  • VG Stade, 08.09.1983 - 5 A 121/83
  • OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 25.10.1984 - 6 A 154/83
  • BVerwG, 25.03.1988 - 4 C 21.85

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1989, 2767 (Ls.)
  • NVwZ-RR 1989, 667
  • DVBl 1988, 855
  • BauR 1988, 569
  • NVwZ 1989, 667
  • ZfBR 1988, 195
  • ZfBR 1996, 177



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Wird zitiert von ... (109)  

  • BVerwG, 18.05.1990 - 4 C 49.89  

    Genehmigung von Spielhallen

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  • BVerwG, 27.08.1998 - 4 C 5.98  

    Bauliche Änderung einer Anlage; Nutzungsänderung; Bestandsschutz; unbeplanter

    Nur Veränderungen, die außerhalb der jeder einzelnen Art von Nutzung eigenen Variationsbreite liegen, weisen überhaupt, sofern durch sie bodenrechtliche Belange neu berührt werden können, die Merkmale einer Nutzungsänderung auf, die es rechtfertigt, von einem Vorhaben im Sinne des Städtebaurechts zu sprechen (vgl. BVerwG, Urteile vom 25. März 1988 BVerwG 4 C 21.85 - und vom 18. Mai 1990 - BVerwG 4 C 49.89 - Buchholz 406.16 Grundeigentumsschutz Nrn. 47 und 52).
  • BVerwG, 18.05.1995 - 4 C 20.94  

    Autolackiererei im allgemeinen Wohngebiet?

    Der Senat geht davon aus, daß die zu § 35 Abs. 5 Nr. 2 BBauG (jetzt: § 35 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 BauGB bzw. § 4 Abs. 3 Satz 1 BauGB-MaßnG) entwickelten Grundsätze als Orientierungshilfe auch im Rahmen der Fragestellung eine Rolle spielen, nach welchem Zeitablauf ein Wechsel der Grundstückssituation auf den Bestandsschutz durchschlägt (vgl. BVerwG, 25. März 1988 - BVerwG 4 C 21.85 - Buchholz 406.16 Grundeigentumsschutz Nr. 47).
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 [main::r:6345] Nur Veränderungen, die außerhalb der jeder einzelnen Art von Nutzung eigenen Variationsbreite liegen, weisen überhaupt, sofern durch sie bodenrechtliche Belange neu berührt werden können, die Merkmale einer Nutzungsänderung auf, die es rechtfertigt, von einem Vorhaben im Sinne des Städtebaurechts zu sprechen (vgl. BVerwG, Urteile vom 25. März 1988 BVerwG <b>4 C 21.85</b> - und vom 18. Mai 1990 - BVerwG <a href="/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4 C 49.89" title="BVerwG; 18.05.1990; 4 C 49.89">4 C 49.89</a> - Buchholz 406.16 Grundeigentumsschutz Nrn. 47 und 52).
 [main::r:6345] Der Senat geht davon aus, daß die zu § 35 Abs. 5 Nr. 2 BBauG (jetzt: § 35 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 BauGB bzw. § 4 Abs. 3 Satz 1 BauGB-MaßnG) entwickelten Grundsätze als Orientierungshilfe auch im Rahmen der Fragestellung eine Rolle spielen, nach welchem Zeitablauf ein Wechsel der Grundstückssituation auf den Bestandsschutz durchschlägt (vgl. BVerwG, 25. März 1988 - BVerwG <b>4 C 21.85</b> - Buchholz 406.16 Grundeigentumsschutz Nr. 47).
 [main::r:6345] Das ist stets mit dem tatsächlichen Beginn einer andersartigen Nutzung der Fall, sofern diese erkennbar nicht nur vorübergehend ausgeübt werden soll (vgl. BVerwG, Urteil vom 25. März 1988 - BVerwG <b>4 C 21.85</b> - Buchholz 406.16 Grundeigentumsschutz Nr. 47 = <b>ZfBR 1988, 195</b> = BRS 48 Nr. 138).
 [main::r:6345] Vom Bestandsschutz nicht gedeckt sind sowohl bauliche Maßnahmen, die zum Verlust der Identität eines Bauwerks führen, als auch Änderungen der Nutzungsweise, die - wie im Falle des Klägers zu 3) - über die Variationsbreite der baurechtlich zugelassenen Nutzung hinausgehen (vgl. BVerwG, Urteile vom 25. März 1988 - BVerwG <b>4 C 21.85</b> - <a href="#" class="dhtmllink">…</a><span class="versteckt">und vom 18. Mai 1990 - BVerwG <a href="/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4 C 49.89" title="BVerwG; 18.05.1990; 4 C 49.89">4 C 49.89</a> - Buchholz 406.16 Grundeigentumsschutz Nrn. 47 und 52, 3. Dezember 1990 - BVerwG <a href="/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4 B 145.90" title="BVerwG; 03.12.1990; 4 B 145.90">4 B 145.90</a> - aaO.</span>).
 [main::r:6345] vgl. BVerwG, Urteil vom 25. März 1988 - <b>4 C 21.85</b> -, BRS 48 Nr. 138. .
 [main::r:6345] Der Bestandsschutz sichert dem Eigentümer das durch Eigentumsausübung Geschaffene und verleiht einem rechtmäßig begründeten Bestand bzw. einer rechtmäßig begründeten Nutzung - innerhalb gewisser Grenzen - Durchsetzungskraft auch gegenüber neuen, entgegenstehenden gesetzlichen Anforderungen (BVerwG, Urt. v. 25.03.1988 - <b>4 C 21.85</b> -, <b>NVwZ 1989, 667</b>, 668).<p>Die Grenzen des Bestandsschutzes sind u.a. dann erreicht, wenn der Berechtigte in einem Gebäude eine andere als die genehmigte Nutzung aufnimmt, die außerhalb der Variationsbreite der bisherigen Nutzungsart steht und erkennbar nicht nur vorübergehend ausgeübt werden soll (BVerwG, Urt. v. 25.03.1988, <b>a.a.O</b> <a href="#" class="dhtmllink">…</a><span class="versteckt">und Urt. v. 14.01.1993 - <a href="/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4 C 19.90" title="BVerwG; 14.01.1993; 4 C 19.90">4 C 19.90</a> -, juris Rdnr. 27</span>).
 [main::r:6345] vgl. zum Erlöschen des Bestandsschutzes, BVerwG, 25. März 1988 - <b>4 C 21/85</b> -, BRS 48 Nr. 138 = juris Rn. 26.<p>vgl. BVerwG, 25. März 1988 - <b>4 C 21/85</b> -, BRS 48 Nr. 138 = juris Rn. 26.<p>vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 9. Mai 2014 - <a href="/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 A 2819/13" title="OVG Nordrhein-Westfalen; 09.05.2014; 2 A 2819/13">2 A 2819/13</a> -, vom 9. August 2013 - <a href="/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 A 2520/12" title="OVG Nordrhein-Westfalen; 09.08.2013; 2 A 2520/12">2 A 2520/12</a> -, BauR 2014, 679 = juris Rn. 14 ff. unter Hinweis auf BVerwG, 27. März 1998 - <a href="/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4 C 11.97" title="BVerwG; 27.03.1998; 4 C 11.97">4 C 11.97</a> -, BRS 60 Nr. 148 = juris Rn. 17; siehe außerdem BVerwG, 25. März 1988 - <b>4 C 21.85</b> -, BRS 48 Nr. 138 = juris Rn. 26.
 [main::r:6345] Einem Erfolg ihres Feststellungsantrages steht jedenfalls bereits die bauordnungsrechtliche Genehmigungsbedürftigkeit ihres Vorhabens entgegen (vgl. hierzu auch Urteil vom 25. März 1988 - BVerwG <b>4 C 21.85</b> - Buchholz 406.16 Grundeigentumsschutz Nr. 47 = <b>NVwZ 1989, 667</b>). .
 [main::r:6345] Danach schließt der Umstand, daß ein Kollegialgericht ein Verwaltungshandeln gebilligt hat, die Annahme einer schuldhaften Amtspflichtverletzung nicht stets, sondern nur in der Regel aus (vgl. z.B. 25. März 1988 - BVerwG <b>4 C 21.85</b> - Buchholz 406.16 Nr. 47).