Rechtsprechung
   BGH, 24.11.1981 - VI ZR 164/79   

Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1982, 277
  • MDR 1982, 397
  • GRUR 1982, 181
  • NStZ 1981, 254
  • NStZ 1982, 254
  • VersR 1982, 191



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (20)  

  • BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 1611/96  

    Mithörvorrichtung

    Ein Beispiel dafür ist die Anfertigung heimlicher Tonbandaufnahmen zur Feststellung der Identität eines anonymen Anrufers, der sich als eine andere Person ausgegeben hatte, um unter diesem Deckmantel Verleumdungen gefahrlos aussprechen zu können (vgl. BGH, NJW 1982, S. 277).

    Demgegenüber reicht allein das Interesse, sich ein Beweismittel für zivilrechtliche Ansprüche zu sichern, nicht aus (vgl. etwa aus der fachgerichtlichen Rechtsprechung BGHZ 27, 284 ; BGH, NJW 1982, S. 277; NJW 1988, S. 1016 ; NJW 1998, S. 155).

  • BGH, 18.02.2003 - XI ZR 165/02  

    Verfahrensrecht - Heimliches Mithören: Zeugenbeweis unzulässig

    Das Recht am gesprochenen Wort entspricht einem Grundbedürfnis für die Sicherung des Eigenwertes der Persönlichkeit und ihrer freien Entfaltung in der Kommunikation mit dem anderen und ist in der Rechtsprechung seit langem anerkannt (vgl. grundlegend BGHZ 27, 284, 286 f.; BGH, Urteile vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79, NJW 1982, 277 und vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 83/87, NJW 1988, 1016, 1017; BVerfGE 34, 238, 246 f.; 54, 148, 154 f.; BVerfG NJW 1992, 815; BVerfG WM 2002, 2290, 2292 f.).

    Ob eine Beweisaufnahme durch Vernehmung eines Zeugen über ein von ihm heimlich mitgehörtes Telefongespräch zulässig und verwertbar ist, richtet sich nach dem Ergebnis der Abwägung zwischen dem gegen die Verwertung streitenden allgemeinen Persönlichkeitsrecht auf der einen und einem für die Verwertung sprechenden rechtlich geschützten Interesse auf der anderen Seite (BGHZ 27, 284, 289 f.; BGH, Urteile vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79, NJW 1982, 277, 278; vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 83/87, NJW 1988, 1016, 1017 f. und vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/96, NJW 1998, 155; BVerfG WM 2002, aaO S. 2295).

    Allein das Interesse, sich ein Beweismittel für zivilrechtliche Ansprüche zu sichern, reicht jedoch nicht aus, um die Verletzung des Persönlichkeitsrechts der anderen Prozeßpartei zu rechtfertigen (BGHZ 27, 284, 290; BGH, Urteile vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79, aaO S. 278; vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 83/87, aaO, S. 1018; BVerfG WM 2002, aaO).

    Erweist sich somit die Vernehmung des Zeugen Be. über das von ihm belauschte Telefonat der Parteien als Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Beklagten, kommt eine Verwertung seiner Aussage als Beweismittel im vorliegenden Verfahren nicht in Betracht (vgl. BGH, Urteile vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79, NJW 1982, 277; vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 83/87, NJW 1988, 1016 f.; Senat, Urteil vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 310/89, WM 1991, 566, 567 f.; BGH, Urteil vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/96, NJW 1998, 155; BVerfG NJW 1992, 815, 816; BAG NJW 1998, 1331, 1332).

  • BAG, 29.06.2004 - 1 ABR 21/03  

    Videoüberwachung am Arbeitsplatz - Verhältnismäßigkeitsgrundsatz

    So handelte es sich denn auch in den Fällen, in denen die Rechtsprechung bei heimlichen Tonbandaufnahmen zugunsten des Beweisführers eine Notwehrsituation anerkannt hat, um solche, in denen sich die Verteidigung gegen einen konkreten Angreifer richtete (vgl. etwa BGH 20. Mai 1958 - VI ZR 104/57 - BGHZ 27, 284; 24. November 1981 - VI ZR 164/79 - NJW 1982, 277).
mehr
  • BGH, 27.01.1994 - I ZR 326/91  

    "Indizienkette"; Anforderungen an die Würdigung vorgetragener Indiztatsachen;

    Vielmehr hat der Bundesgerichtshof wiederholt - sogar in den aus verschiedenen Gründen (u.a. im Blick auf die Strafvorschrift des § 201 StGB ) wesentlich schwerer wiegenden Fällen einer geheimen Tonbandaufzeichnung (vgl. BGH, Urt. v. 24.11.1981 - VI ZR 164/79, NJW 1982, 277; Urt. v. 13.10.1987 - VI ZR 83/87, NJW 1988, 1016, 1017 f.), aber auch ausdrücklich für Fälle der Verwertung von Lauschzeugenaussagen (vgl. BGH, Urt. v. 4.12.1990 - XI ZR 310/89, JZ 1991, 927, 928 m. Anm. von Helle) - entschieden, daß über die Frage der Verwertbarkeit stets aufgrund einer Interessen- und Güterabwägung nach den im Einzelfall gegebenen Umständen zu entscheiden sei.
  • BGH, 10.12.2002 - VI ZR 378/01  

    Verfahrensrecht - Beweisverbot im Rahmen eines Zivilprozesses

    Über die Frage der Verwertbarkeit ist vielmehr in derartigen Fällen aufgrund einer Interessen- und Güterabwägung nach den im Einzelfall gegebenen Umständen zu entscheiden (vgl. BVerfG, NJW 2002, 3619, 3624; Senatsurteile vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/96 - VersR 1997, 1422 und vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79 - VersR 1982, 191, 192; BGH, Urteile vom 27. Januar 1994 - I ZR 326/91 - NJW 1994, 2289, 2292 und vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 310/89 - NJW 1991, 1180).

    Schon aus diesem Schutzzweck wird ersichtlich, daß die für den Strafprozeß maßgebenden Grundsätze jedenfalls nicht ohne weiteres auch im Zivilprozeß gelten, in dem es nicht um den staatlichen Strafanspruch, sondern um den ganz anders gelagerten zivilrechtlichen Konflikt von Interessen gleichgeordneter Bürger geht (vgl. Senatsurteil vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79 - VersR 1982, 191, 193; BGH, Urteil vom 19. Januar 1984 - III ZR 93/82 - VersR 1984, 458, 459; OLG Celle VersR 1977, 361).

  • BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 805/98  
    Ein Beispiel dafür ist die Anfertigung heimlicher Tonbandaufnahmen zur Feststellung der Identität eines anonymen Anrufers, der sich als eine andere Person ausgegeben hatte, um unter diesem Deckmantel Verleumdungen gefahrlos aussprechen zu können (vgl. BGH, NJW 1982, S. 277).

    Demgegenüber reicht allein das Interesse, sich ein Beweismittel für zivilrechtliche Ansprüche zu sichern, nicht aus (vgl. etwa aus der fachgerichtlichen Rechtsprechung BGHZ 27, 284 ; BGH, NJW 1982, S. 277; NJW 1988, S. 1016 ; NJW 1998, S. 155).

  • BGH, 13.10.1987 - VI ZR 83/87  

    Abwehransprüche gegen widerrechtlich erlangte Beweismittel; Unzulässigkeit des

    Zwar fällt es auch bei ihnen in die Kompetenz des für jenes Verfahren zuständigen Gerichts, die Eignung der Aufnahmen als Beweismittel zu prüfen; sind die Tonaufzeichnungen durch Verletzung des Persönlichkeitsrechts eines anderen erlangt worden und würde dieser Grundrechtsverstoß durch eine Beweiserhebung perpetuiert werden, so ist die Verwertung der Aufnahmen als Beweismittel grundsätzlich ausgeschlossen (BVerfGE 34, 238, 247; BGHSt 14, 358, 363; Senatsurteil vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79 - VersR 1982, 191, 192 f.).
  • BGH, 25.10.2002 - V ZR 293/01  

    Verfahrensrecht - Abweichen von der Aussage eines sachverständigen Zeugen

    Sollte sich das Berufungsgericht erneut mit der Frage des Schenkungswiderrufs wegen groben Undanks der Beklagten (§ 530 BGB) zu befassen haben, wird es beachten müssen, daß die Tonbandaufzeichnung, durch die der Kläger Augenscheinsbeweis antritt, nach dessen Behauptung mit Einwilligung der Übergeber erfolgt ist (zur Verwertbarkeit des Beweismittels vgl. BGH, Urt. v. 24. November 1981, VI ZR 164/79, NJW 1982, 277; v. 13. Oktober 1987, VI ZR 83/87, NJW 1988, 1016).
  • BGH, 03.06.1997 - VI ZR 133/96  

    Aufklärungspflicht des Berufungsgerichts

    Über die Frage, ob eine in solcher Weise erstellte Aufzeichnung als Beweismittel in einem Zivilprozeß verwendet werden darf, ist aufgrund einer Abwägung zwischen dem Persönlichkeitsrecht des Verletzten und dem Interesse des Verletzers an der beweismäßigen Verwertung zu entscheiden, dabei kann dem Interesse des Verletzers nur in besonderen Ausnahmefällen der Vorrang zukommen (BVerfGE 34, 238, 245 ff, BVerfG NJW 1992, 815, 816, Senatsurteile vom 24. November 1981 - VI ZR 164/79 - VersR 1982, 191, 192 f und vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 83/87 - VersR 1988, 379, 380 f).
  • OLG Saarbrücken, 09.09.2009 - 5 U 510/08  

    Verwertung von unter Verstoß gegen eine zeitlich begrenzte Entbindung von der

    Der Bundesgerichtshof hat in ähnlichem Sinne mit Urteil vom 24.11.1981 (- VI ZR 164/79, NJW 1982, 277) ausgeführt, eine heimliche Tonbandaufnahme könne im Zivilprozess dann verwertet werden, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen sowie mit Rücksicht auf die generelle Bedeutung der betroffenen Schutzgüter die Rechtsverwirklichung, der das Beweismittel dienen solle, Vorrang vor dem Schutz des gesprochenen Worts haben müsse.

    Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der vom BGH in seiner Entscheidung vom 24.11.1981 (- VI ZR 164/79, NJW 1982, 277) geäußerten Erwägung, wonach das Persönlichkeitsrecht - in concreto: das Recht am eigenen Wort - nicht dazu diene, "vor der Verantwortung für rechtswidriges Handeln zu schützen".

  • OVG Berlin, 23.09.2003 - 3 B 12.96  

    Novum

  • OLG Stuttgart, 30.03.1994 - 3 U 154/93  
  • OLG Karlsruhe, 25.02.2000 - 10 U 221/99  

    Zivilprozessrecht: Verwertungsverbot von unter Verletzung des

  • BGH, 19.01.1984 - III ZR 93/82  

    Verwertung einer Zeugenaussage aus einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren

  • OLG Stuttgart, 18.11.2009 - 3 U 128/09  

    Verwertung der heimlichen Aufzeichnung eines Telefonats im Zivilprozess und

  • LAG Hamm, 24.07.2001 - 11 Sa 1524/00  

    Geheimes Filmen am Arbeitsplatz unzulässig

  • LG Karlsruhe, 15.07.2011 - 6 O 250/09  

    Rechtsanwälte - Pflichtverletzung bei Abwicklung von Mietverhältnissen

  • OLG Brandenburg, 29.06.2010 - 6 U 169/98  

    Begriff des Scheingeschäfts

  • KG, 07.10.1993 - 16 U 4836/93  
  • BayObLG, 20.01.1994 - 5St RR 143/93  

    GG Art. 1, Art. 2 Abs. 1; StGB § 201; StPO §§ 261,

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht