Rechtsprechung
| LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- ra.de
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Rückzahlung eines einmaligen laufzeitunabhängigen im Rahmen eines Darlehensvertrages vereinbarten Individualbeitrags
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
Verfahrensgang
- AG Mönchengladbach, 24.02.2015 - 36 C 536/14
- LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
- BGH, 15.11.2016 - XI ZR 450/15
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (15)
- BGH, 13.05.2014 - XI ZR 170/13
Allgemeine Geschäftsbedingungen über ein Bearbeitungsentgelt für Privatkredite …
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Vorformuliert sind Vertragsbedingungen, wenn sie für eine mehrfache Verwendung schriftlich aufgezeichnet oder in sonstiger Weise fixiert sind, wobei es ausreicht, wenn die Vertragsbedingung zum Zwecke künftiger Einbeziehung in Vertragstexte "im Kopf des Verwenders" gespeichert ist (BGH, Urteil vom 13.05.2014, Az. XI ZR 170/13, zitiert nach Juris, Rn. 20).Rn. 54 aaa) Die ergänzende Vertragsauslegung kommt nur in Betracht, wenn sich die mit dem Wegfall einer unwirksamen Klausel entstehende Lücke nicht durch dispositives Gesetzesrecht füllen lässt und dies zu einem Ergebnis führt, das den beiderseitigen Interessen nicht mehr in vertretbarer Weise Rechnung trägt, sondern das Vertragsgefüge völlig einseitig zugunsten des Kunden verschiebt (BGH, Urteil vom 13.05.2014, Az. XI ZR 170/13, zitiert nach Juris, Rn. 106).
Maßstab für die Vertragsauslegung ist dabei nicht der Wille der konkreten Vertragsparteien; vielmehr ist auf Grund der im Recht Allgemeiner Geschäftsbedingungen geltenden objektiv-generalisierenden Sicht auf die typischen Vorstellungen der an Geschäften gleicher Art beteiligten Verkehrskreise abzustellen (BGH, Urteil vom 13.05.2014, Az. XI ZR 170/13, zitiert nach Juris, Rn. 106).
Dabei sind Gerichte - ebenso wenig wie zu einer geltungserhaltenden Reduktion unangemessener Klauseln - nicht dazu berechtigt, durch ergänzende Vertragsauslegung an die Stelle einer unzulässigen Klausel die zulässige Klausel zu setzen, die der Verwender der Allgemeinen Geschäftsbedingungen voraussichtlich gewählt hätte, wenn ihm die Unzulässigkeit der beanstandeten Klausel bekannt gewesen wäre (BGH, Urteil vom 13.05.2014, Az. XI ZR 170/13, zitiert nach Juris, Rn. 107).
Vielmehr muss sich der Verwender einer unzulässigen Formularbestimmung im Rahmen dessen, was noch als angemessene, den typischen Interessen der Vertragspartner Rechnung tragende Lösung anzusehen ist, mit der ihm ungünstigeren Regelung begnügen, die der ersatzlose Wegfall der von ihm verwendeten unzulässigen Klausel zur Folge hat (BGH, Urteil vom 13.05.2014, Az. XI ZR 170/13, zitiert nach Juris, Rn. 107).
- BGH, 21.07.2010 - XII ZR 189/08
Geschäftsraummietvertrag: Vorliegen eines anfänglichen Mangels der Mietsache, …
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Das Transparenzgebot verpflichtet den Verwender, Rechte und Pflichten seines Vertragspartners in Allgemeinen Geschäftsbedingungen möglichst klar und durchschaubar darzustellen (BGH, NJW 2010, 3152, 3154; BGH NJW 2011, 1801, 1802; BGH…, Urteil vom 10.10.2012, Az. IV ZR 10/11, zitiert nach Juris, Rn. 75).Dazu gehört auch, dass die Klauseln wirtschaftliche Nachteile und Belastungen so weit erkennen lassen, wie dies nach den Umständen gefordert werden kann (BGH, NJW 2010, 3152, 3154; BGH NJW 2011, 1801, 1802; BGH…, Urteil vom 10.10.2012, Az. IV ZR 10/11, zitiert nach Juris, Rn. 76).
Bei der Bewertung der Transparenz ist auf die Erwartungen und Erkenntnismöglichkeiten eines durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders im Zeitpunkt des Vertragsschlusses abzustellen (BGH, NJW 2010, 3152, 3154).
- AG Düsseldorf, 28.10.2014 - 54 C 11313/14
Anspruch eines Darlehensnehmers auf Rückzahlung eines Individualbeitrags
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Für den durchschnittlichen Kunden ist dieser Zusammenhang jedoch nicht ohne Weiteres erkennbar (vgl. Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 28.10.2014, Az. 54 C 11313/14, zitiert nach Juris, Rn. 55, 46).Denn es liegen divergierende Entscheidungen dazu vor, ob die Vereinbarung des Individualbeitrags den Anforderungen des Rechts über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen standhält (vgl. z.B. für eine Wirksamkeit der Regelung: AG Düsseldorf, Urteil vom 21.10.2014, Az. 29 C 9484/14; AG Bonn, Urteil vom 22.10.2014, Az. 114 C 380/14; beide zitiert nach Juris; für eine Unwirksamkeit der Regelung z.B.: AG Düsseldorf, Urteil vom 28.10.2014, Az. 54 C 11313/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 16.01.2015, Az. 26 C 7302/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 24.02.2015, Az. 34 C 9206/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 23.03.2015, Az. 33 C 10980 14; AG Hameln, Urteil vom 02.04.2015, Az. 23 C 329/14; LG Düsseldorf, Urteil vom 08.07.2015, Az. 12 O 341/14; LG Düsseldorf, Beschluss vom 17.07.2015, Az. 8 S 20/15; alle zitiert nach Juris).
- BGH, 07.12.2010 - XI ZR 3/10
Klausel über Abschlussgebühren in Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer …
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Das Transparenzgebot verpflichtet den Verwender, Rechte und Pflichten seines Vertragspartners in Allgemeinen Geschäftsbedingungen möglichst klar und durchschaubar darzustellen (BGH, NJW 2010, 3152, 3154; BGH NJW 2011, 1801, 1802; BGH…, Urteil vom 10.10.2012, Az. IV ZR 10/11, zitiert nach Juris, Rn. 75).Dazu gehört auch, dass die Klauseln wirtschaftliche Nachteile und Belastungen so weit erkennen lassen, wie dies nach den Umständen gefordert werden kann (BGH, NJW 2010, 3152, 3154; BGH NJW 2011, 1801, 1802; BGH…, Urteil vom 10.10.2012, Az. IV ZR 10/11, zitiert nach Juris, Rn. 76).
- BGH, 10.10.2012 - IV ZR 10/11
Gegenwertforderung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL)
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Das Transparenzgebot verpflichtet den Verwender, Rechte und Pflichten seines Vertragspartners in Allgemeinen Geschäftsbedingungen möglichst klar und durchschaubar darzustellen (BGH, NJW 2010, 3152, 3154; BGH NJW 2011, 1801, 1802; BGH, Urteil vom 10.10.2012, Az. IV ZR 10/11, zitiert nach Juris, Rn. 75).Dazu gehört auch, dass die Klauseln wirtschaftliche Nachteile und Belastungen so weit erkennen lassen, wie dies nach den Umständen gefordert werden kann (BGH, NJW 2010, 3152, 3154; BGH NJW 2011, 1801, 1802; BGH, Urteil vom 10.10.2012, Az. IV ZR 10/11, zitiert nach Juris, Rn. 76).
- BGH, 10.12.2003 - IV ZR 319/02
Begriff der grundsätzlichen Bedeutung; Auslegung einer Klausel in Allgemeinen …
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Rn. 63 Grundsätzliche Bedeutung hat eine Rechtssache, wenn sie eine entscheidungserhebliche, klärungsbedürftige und klärungsfähige Rechtsfrage aufwirft, die sich in einer unbestimmten Vielzahl von Fällen stellen kann und deshalb das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts berührt (BGH, NJW-RR 2004, 537, 538). - LG Düsseldorf, 08.07.2015 - 12 O 341/14
Unwirksamkeit einer Bank-AGB über einen einmaligen laufzeitunabhängigen …
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Denn es liegen divergierende Entscheidungen dazu vor, ob die Vereinbarung des Individualbeitrags den Anforderungen des Rechts über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen standhält (vgl. z.B. für eine Wirksamkeit der Regelung: AG Düsseldorf, Urteil vom 21.10.2014, Az. 29 C 9484/14; AG Bonn, Urteil vom 22.10.2014, Az. 114 C 380/14; beide zitiert nach Juris; für eine Unwirksamkeit der Regelung z.B.: AG Düsseldorf, Urteil vom 28.10.2014, Az. 54 C 11313/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 16.01.2015, Az. 26 C 7302/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 24.02.2015, Az. 34 C 9206/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 23.03.2015, Az. 33 C 10980 14; AG Hameln, Urteil vom 02.04.2015, Az. 23 C 329/14; LG Düsseldorf, Urteil vom 08.07.2015, Az. 12 O 341/14; LG Düsseldorf, Beschluss vom 17.07.2015, Az. 8 S 20/15; alle zitiert nach Juris). - LG Düsseldorf, 17.07.2015 - 8 S 20/15
Rückzahlungsbegehren des Darlehensnehmers bzgl. eines vertraglich vereinbarten …
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Denn es liegen divergierende Entscheidungen dazu vor, ob die Vereinbarung des Individualbeitrags den Anforderungen des Rechts über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen standhält (vgl. z.B. für eine Wirksamkeit der Regelung: AG Düsseldorf, Urteil vom 21.10.2014, Az. 29 C 9484/14; AG Bonn, Urteil vom 22.10.2014, Az. 114 C 380/14; beide zitiert nach Juris; für eine Unwirksamkeit der Regelung z.B.: AG Düsseldorf, Urteil vom 28.10.2014, Az. 54 C 11313/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 16.01.2015, Az. 26 C 7302/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 24.02.2015, Az. 34 C 9206/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 23.03.2015, Az. 33 C 10980 14; AG Hameln, Urteil vom 02.04.2015, Az. 23 C 329/14; LG Düsseldorf, Urteil vom 08.07.2015, Az. 12 O 341/14; LG Düsseldorf, Beschluss vom 17.07.2015, Az. 8 S 20/15; alle zitiert nach Juris). - AG Düsseldorf, 24.02.2015 - 34 C 9206/14
Preisberechnung in Kreditvertrag muss eindeutig nachvollziehbar sein
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Denn es liegen divergierende Entscheidungen dazu vor, ob die Vereinbarung des Individualbeitrags den Anforderungen des Rechts über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen standhält (vgl. z.B. für eine Wirksamkeit der Regelung: AG Düsseldorf, Urteil vom 21.10.2014, Az. 29 C 9484/14; AG Bonn, Urteil vom 22.10.2014, Az. 114 C 380/14; beide zitiert nach Juris; für eine Unwirksamkeit der Regelung z.B.: AG Düsseldorf, Urteil vom 28.10.2014, Az. 54 C 11313/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 16.01.2015, Az. 26 C 7302/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 24.02.2015, Az. 34 C 9206/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 23.03.2015, Az. 33 C 10980 14; AG Hameln, Urteil vom 02.04.2015, Az. 23 C 329/14; LG Düsseldorf, Urteil vom 08.07.2015, Az. 12 O 341/14; LG Düsseldorf, Beschluss vom 17.07.2015, Az. 8 S 20/15; alle zitiert nach Juris). - AG Düsseldorf, 16.01.2015 - 26 C 7302/14
Klausel über einen "einmaligen laufzeitunabhängigen Individualbeitrag" in einem …
Auszug aus LG Mönchengladbach, 09.09.2015 - 2 S 29/15
Denn es liegen divergierende Entscheidungen dazu vor, ob die Vereinbarung des Individualbeitrags den Anforderungen des Rechts über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen standhält (vgl. z.B. für eine Wirksamkeit der Regelung: AG Düsseldorf, Urteil vom 21.10.2014, Az. 29 C 9484/14; AG Bonn, Urteil vom 22.10.2014, Az. 114 C 380/14; beide zitiert nach Juris; für eine Unwirksamkeit der Regelung z.B.: AG Düsseldorf, Urteil vom 28.10.2014, Az. 54 C 11313/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 16.01.2015, Az. 26 C 7302/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 24.02.2015, Az. 34 C 9206/14; AG Düsseldorf, Urteil vom 23.03.2015, Az. 33 C 10980 14; AG Hameln, Urteil vom 02.04.2015, Az. 23 C 329/14; LG Düsseldorf, Urteil vom 08.07.2015, Az. 12 O 341/14; LG Düsseldorf, Beschluss vom 17.07.2015, Az. 8 S 20/15; alle zitiert nach Juris). - AG Bonn, 22.10.2014 - 114 C 380/14
"Einmaliger laufzeitunabhängiger Individualbetrags" für zusätzliche Leistungen …
- AG Düsseldorf, 21.10.2014 - 29 C 9484/14
Wirksamkeit einer vertraglichen Abrede über die Zahlung eines Individualbeitrags …
- AG Hameln, 02.04.2015 - 23 C 329/14
- BGH, 28.10.2014 - XI ZR 348/13
Verjährungsbeginn für Rückforderungsansprüche von Kreditnehmern bei unwirksam …
- BGH, 28.01.2003 - XI ZR 156/02
BGH erklärt Zeichnungsgebühr bei Aktien-Neuemissionen für zulässig
- BGH, 15.11.2016 - XI ZR 450/15
"Individualbeitrag" bei Verbraucherdarlehen
LG Mönchengladbach - 2 S 29/15 vom 09.09.2015; AG Mönchengladbach - Az. 36 C 536/14 vom 24.02.2015; Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. November 2016 durch den Richter Dr. Joeres als Vorsitzenden, den Richter Maihold sowie die Richterinnen Dr. Menges, Dr. Derstadt und Dr. Dauber. - LG Düsseldorf, 20.11.2015 - 8 S 56/14
Rückzahlung eines Individualbeitrags i.R.d. Abschlusses eines Darlehensvertrages
Hinsichtlich des von der Beklagten angeführten Urteils des Landgerichts Mönchengladbach vom 9. September 2015 - 2 S 29/15 - fehlt es an der erforderlichen Obersatzabweichung.
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