Gesetzgebung
   BGBl. I 2015 S. 10   

  • Bundesgesetzblatt Jahrgang 2015 Teil I Nr. 2, ausgegeben am 26.01.2015, Seite 10
  • Neunundvierzigstes Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches - Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht
  • vom 21.01.2015

Gesetzestext

Gesetzesbegründung (2)

  • Deutscher Bundestag (Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens, mit Materialien)
  • Bundesgerichtshof (Weitergehende Gesetzgebungsmaterialien, u.a. Referentenentwurf, Stellungnahmen, Anhörung)

Nachrichten von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung (13)

  • 15.09.2014   BT   Änderung des Sexualstrafrechts (in: Elterngeld Plus, Kitas, Gruppenverfahren)
  • 18.09.2014   BT   Sexualstrafrecht soll verschärft werden
  • 24.09.2014   BT   Sexualstrafrecht wird verschärft
  • 25.09.2014   BT   Sexualstrafrecht soll verschärft werden
  • 13.10.2014   BT   Experten-Kritik am neuen Sexualstrafrecht
  • 13.10.2014   BT   Sexualstrafrechtsänderungen kontrovers bewertet
  • 07.11.2014   BT   Verschärfung des Sexualstrafrechts (in: Diese Woche im Plenum des Bundestages)
  • 10.11.2014   BT   Sexualstrafrecht soll verschärft werden
  • 12.11.2014   BT   Änderungen des Sexualstrafrechts
  • 13.11.2014   BT   Sexualstrafrecht geändert (in: Bundestagsbeschlüsse am 13. und 14. November )
  • 14.11.2014   BT   Bundestag verschärft das Sexualstrafrecht
  • 19.12.2014   BR   Verschärfung des Sexualstrafrechts - Verschärfung des Sexualstrafrechts
  • 19.12.2014   BR   Verschärfung des Sexualstrafrechts - Verschärfung des Sexualstrafrechts

Literatur

  • zis-online.com PDF

    Posing und der Begriff der Kinderpornografie in § 184b StGB nach dem 49. Strafrechtsänderungsgesetz (Prof. Dr. Jörg Eisele/OStA Rainer Franosch; ZIS 2016, 519-525)

Amtliche Gesetzesanmerkung

    Umsetzung von Artikel 4 Absatz 4 und Artikel 17 Absatz 1 Buchstabe b, Absatz 4 in Verbindung mit Artikel 3 Absatz 5 und 6 der Richtlinie 2011/93/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern sowie der Kinderpornografie sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2004/68/JI des Rates (ABl. L 335 vom 17.12.2011, S. 1, L 18 vom 21.1.2012, S. 7)




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Wird zitiert von ... (25)  

  • BGH, 23.01.2018 - 1 StR 625/17  

    Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen: Missbrauch der Tochter der

    a) § 174 Abs. 1 Nr. 3 StGB in seiner jetzt geltenden Fassung ist durch das 49. Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuches - Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht (49. StÄG) vom 21. Januar 2015 (BGBl. I S. 10) eingeführt worden.

    Mit der Reform der genannten Vorschrift sollen ausweislich der Gesetzesmaterialien Lücken im strafrechtlichen Schutz von Jugendlichen im engsten sozialen Umfeld geschlossen werden, die daraus resultierten, dass nach vormaligem Recht lediglich Personen taugliche Täter sein konnten, die als Erwachsene Erziehungsverantwortung gegenüber dem später geschädigten Minderjährigen übernommen hatten (vgl. BT-Drucks. 18/2601 S. 26).

    Das konnte mit einer Privilegierung solcher Personen aus dem nahen sozialen Umfeld des Kindes bzw. Jugendlichen einhergehen, die einerseits wegen ihrer Verantwortungs- und Rücksichtslosigkeit gerade keine Erziehungsaufgaben übernehmen, von denen aber andererseits Gefahren für die sexuelle Selbstbestimmung Minderjähriger ausgehen, wie sie etwa in den von § 174 Abs. 1 Nr. 1 und 2 StGB erfassten Obhutsverhältnissen wegen der dortigen Über- und Unterordnung bestehen (siehe BT-Drucks. 18/2601 S. 15 und 26 mit Verweis auf Hörnle, Festschrift für Schöch, 2010, S. 401, 410).

    Die jetzige, eine "eheähnliche oder lebenspartnerschaftsähnliche Gemeinschaft' fordernde Gesetzesfassung geht auf einen Vorschlag des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages zurück (BT-Drucks. 18/3202 (neu) S. 9 re.

    Die Formulierung "eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft' mit einem leiblichen oder rechtlichen Elternteil des Opfers ist gewählt worden, weil es sich dabei um eine aus anderen Gesetzen, etwa in § 24b Abs. 3 Satz 3 EStG aber auch in § 20 Satz 1 SGB XII, bekannte Wendung handelt (BT-Drucks. 18/3202 (neu) S. 26; siehe auch Wolters in Satzger/ Schluckebier/Widmaier, StGB, 3. Aufl., § 174 Rn. 27).

    Dafür spricht nicht nur der mit § 20 Satz 1 SGB XII und § 24b Abs. 3 Satz 3 EStG übereinstimmende Wortlaut, sondern auch die Entstehungsgeschichte von § 174 Abs. 1 Nr. 3 StGB, die die bewusste Übernahme der aus anderen Teilrechtsgebieten bekannten Formulierung belegt (BT-Drucks. 18/3202 (neu) S. 26).

    Insbesondere die für das Vorliegen von Ehe- oder Lebenspartnerschaftsähnlichkeit herangezogenen Indizien umschreiben eine Art des Zusammenlebens der (erwachsenen) Partner, die bezogen auf minderjährige Abkömmlinge wenigstens eines Partners gerade mit den Gefahren für die sexuelle Selbstbestimmung der Minderjährigen verbunden sein kann, die regelmäßig auch in den Fällen des § 174 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 StGB wegen der dortigen Obhutsverhältnisse mit Über- und Unterordnung (vgl. BT-Drucks. 18/2601, S. 15 mwN) sowie bei der leiblichen Abstammung und bei dem Stiefelternteil (§ 174 Abs. 1 Nr. 3 erster Halbs. StGB) vorhanden sind.

  • BGH, 25.04.2017 - 4 StR 244/16  

    Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen:

    Der entsprechenden Beschlussempfehlung des Rechtsausschusses (BT-Drucks. 18/3202) ist aber unter Berücksichtigung des mit der Vorschrift insgesamt beabsichtigten umfassenden Schutzes des höchstpersönlichen Lebensbereichs vor Bildaufnahmen auch außerhalb von Wohnungen oder sonstigen besonders geschützten Räumen - der ursprüngliche Gesetzentwurf erfasste insoweit lediglich bloßstellende Aufnahmen (vgl. dazu BT-Drucks. 18/2601, S. 36) - zu entnehmen, dass der Gesetzgeber einen eher weiten Begriff der Hilflosigkeit vor Augen hatte.

    Ein Indiz dafür sind auch die schon im ursprünglichen Gesetzentwurf beispielhaft erwähnten Fallkonstellationen, etwa die betrunkene Person auf dem Heimweg oder das verletzt am Boden liegende Opfer einer Gewalttat (BT-Drucks. 18/2601 aaO).

  • BGH, 26.02.2015 - 4 StR 328/14  

    Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

    Nach der Strafnorm des § 201a Abs. 1 StGB aF (§ 201a Abs. 1 Nr. 1 StGB in der Fassung des 49. Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuchs - Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht vom 21. Januar 2015, BGBl I, S. 10), welche dem Schutz des durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht sowie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gewährleisteten höchstpersönlichen Lebensbereichs des Einzelnen vor Eingriffen durch Bildaufnahmen dient (vgl. BT-Drucks. 15/2466, S. 1; Lenckner/Eisele in Schönke/Schröder, StGB, 29. Aufl., § 201a Rn. 2; Fischer, StGB, 62. Aufl., § 201a Rn. 3; Kühl in Lackner/Kühl, StGB, 28. Aufl., § 201a Rn. 1), macht sich in der Tatbestandsvariante des Herstellens strafbar, wer von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, Bildaufnahmen herstellt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der Person verletzt.
  • BVerwG, 18.06.2015 - 2 C 9.14  

    Amtsbezug; außerdienstliches Verhalten; berufserforderliches Vertrauen; Besitz

    Die Anhebung der Strafandrohung für den (bloßen) Besitz kinderpornographischer Schriften auf bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe durch § 184b Abs. 3 StGB in der Fassung des Gesetzes vom 21. Januar 2015 (BGBl. I S. 10) ist erst nach der hier vorliegenden Tatbegehung in Kraft getreten und kann daher nicht berücksichtigt werden.
  • BGH, 12.06.2017 - GSSt 2/17  

    Grundsätze der Strafzumessung (Berücksichtigung des zeitlichen Abstandes zwischen

    Dies gilt nicht nur im Anwendungsbereich von § 78b Abs. 1 Nr. 1 StGB, bei dem die letzte Erhöhung der Altersgrenze bewirkt hat, dass schwere Sexualdelikte frühestens mit Vollendung des 50. Lebensjahres des Opfers verjähren, wobei sich diese Frist durch Unterbrechungshandlungen bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres des Opfers verlängern kann (BTDrucks. 18/2601, S. 23).
  • BGH, 29.10.2015 - 3 StR 342/15  

    Anfrageverfahren; Berücksichtigung des zeitlichen Abstands zwischen Tat und

    Dies gilt auch für die nachfolgenden Änderungen der Vorschrift, durch die der Deliktskatalog erweitert und das Ruhen der Verjährung bis mittlerweile zur Vollendung des 30. Lebensjahres des Opfers angeordnet worden ist (vgl. etwa BT-Drucks. 15/350 S. 13; 16/13671 S. 24; 18/2601 S. 14, 22 f.).

    Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass die letzte Erhöhung der Altersgrenze bewirkt, dass schwere Sexualdelikte frühestens mit Vollendung des 50. Lebensjahres des Opfers verjähren, wobei sich diese Frist durch Unterbrechungshandlungen bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres des Opfers verlängern kann (BT-Drucks. 18/2601 S. 23).

  • BGH, 28.06.2016 - 1 StR 5/16  

    Verantwortlichkeit eines Jugendlichen (Voraussetzungen); Anordnung der

    Dabei kann die durch das Gesetz vom 21. Januar 2015 (BGBl. I S. 10, 12) neu gefasste Vorschrift des § 184b StGB nach Maßgabe des § 2 StGB in der Fassung des Gesetzes vom 27. Dezember 2003 (BGBl. I S. 3007, 3009), geändert durch Gesetz vom 31. Oktober 2008 (BGBl. I S. 2149, 2150), Anwendung finden.
  • OLG Hamm, 10.03.2016 - 3 RVs 22/16  

    Kinderpornographische Schrift; Posieren des Kindes; Sexualbezug

    Diese Strafbarkeitslücke hat der Gesetzgeber zum Anlass genommen, um mit § 184b StGB i.d.F.v. 21.01.2015 das Tatbestandsmerkmal der kinderpornographischen Schriften um solche pornographischen Schriften zu erweitern, die u.a. die sexuell aufreizende Wiedergabe der unbekleideten Genitalien eines Kindes zum Gegenstand haben (BT-Drucks. 18/3202, S. 27; BT-Drucks. 18/2601, S. 29f).
  • BGH, 17.11.2016 - 3 StR 342/15  

    Vorlage an den Großen Senat für Strafsachen; Berücksichtigung des Abstands

    Dies gilt auch für die nachfolgenden Änderungen der Vorschrift, durch die der Deliktskatalog erweitert und das Ruhen der Verjährung bis mittlerweile zur Vollendung des 30. Lebensjahres des Opfers angeordnet worden ist (vgl. etwa BT-Drucks. 15/350, S. 13; 16/13671, S. 23 f.; 18/2601, S. 14, 22 f.).

    Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass die letzte Erhöhung der Altersgrenze bewirkt, dass schwere Sexualdelikte frühestens mit Vollendung des 50. Lebensjahres des Opfers verjähren, wobei sich diese Frist durch Unterbrechungshandlungen bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres des Opfers verlängern kann (BT-Drucks. 18/2601, S. 23).

  • BVerwG, 05.07.2018 - 2 WD 10.18  

    Anpassungsstörung; Besitz; Dienstgradherabsetzung; Höchstmaßnahme; Kinder- und

    Der Gesetzgeber hat die Besitzverschaffung und den Besitz kinder- und jugendpornografischer Darstellungen in § 184b Abs. 3 und § 184c Abs. 3 StGB, in der hier zur Tatzeit maßgeblichen Fassung aufgrund des Neunundvierzigsten Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches vom 21. Januar 2015 (BGBl I S. 10) unter Strafe gestellt, um das Schaffen und Aufrechterhalten eines Marktes mit kinderpornografischen Darstellungen schon im Ansatz zu verhindern.
  • BVerwG, 18.06.2015 - 2 C 25.14  

    Außerdienstlicher Besitz kinderpornographischer Bild- oder Videodateien kann bei

  • BGH, 29.08.2018 - 5 StR 147/18  

    Vorgenommene Handlungen an einem Kind mit Körperkontakt als sexuelle Handlungen;

  • OLG Saarbrücken, 25.05.2016 - Ss 29/16  

    Pflicht des Gerichts zur Mitteilung verständigungsbezogener Erörterungen zwischen

  • BVerwG, 26.02.2015 - 5 C 5.14  

    Zulässigkeit der Entschädigungsklage; Bestimmtheit des Klageantrags;

  • BVerwG, 25.06.2015 - 5 C 12.14  

    Heranziehung; Kostenbeitrag; Kosten der Jugendhilfe; Kosten der Hilfe für junge

  • OVG Sachsen, 03.06.2016 - 6 A 64/15  

    Einleitungs- und Ausdehnungsverfügung; Eröffnung des zur Last gelegten

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.06.2018 - 3d A 2378/15  
  • BGH, 11.03.2015 - 4 StR 570/14  

    Doppelverwertungsverbot

  • BGH, 03.05.2017 - 3 StR 556/16  

    Verjährungsbeginn beim Missbrauch von Schutzbefohlenen (keine rückwirkende

  • BGH, 16.11.2017 - 3 StR 83/17  

    Sachlich-rechtlicher Mangel durch Verstoß gegen die allseitige Kognitionspflicht;

  • BGH, 19.07.2016 - 5 StR 279/16  

    Verbreitungsabsicht bei der Herstellung (kinder-)pornographischer Schriften nach

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 06.07.2016 - 10 L 154/14  

    Disziplinarrecht der Landesbeamten

  • VGH Bayern, 26.06.2015 - 23 A 14.2254  

    Prozesskostenhilfe; Entschädigungsklage; überlange Verfahrensdauer

  • LG Arnsberg, 13.02.2018 - 6 Qs 105/17  

    Ruhen der Verjährung vor dem 30. Lebensjahr des Tatopfers hinsichtlich der

  • BGH, 10.10.2017 - 1 StR 340/17  

    Rechtsmittelbefugnis der Nebenklage

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