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| BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62 |
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Papierfundstellen
- NJW 1964, 36
- MDR 1964, 47
- DB 1963, 1641
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (8)
- BGH, 17.11.1960 - VII ZR 115/59
Finanzierter Abzahlungskauf
Auszug aus BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62
Zwar hat der Senat wiederholt entschieden, dass die Verletzung vertraglicher Nebenpflichten die Finanzierungsbank schadensersatzpflichtig macht, so dass sie deshalb ihren Darlehensanspruch verliert (vgl. BGHZ 33, 293, 300-301; 33, 302, 311).b) Bei einer Anfechtung des Darlehensvertrages nach § 123 BGB wäre der Inhaber der Firma H. nicht Dritter im Sinne des Absatz 2 Satz 1 dieser Vorschrift, wenn er Gehilfe der Klägerin bei den Vertragsverhandlungen über den Darlehensvertrag war (§ 278 BGB; vgl. BGHZ 33, 293; 33, 302; BGH VII ZR 120/62 vom 11. Juli 1963 und öfter; ferner auch BGH VII ZR 138/61 vom 6. Dezember 1962).
aa) Die Klägerin muss nämlich unter Umständen für ein Verschulden H. bei den Vertragsverhandlungen und damit auch für ein Verschulden seiner Leute (N. und B.) nach § 278 BGB einstehen, wie bereits ausgeführt ist (BGHZ 33, 293; 33, 302).
Auch in seinen früheren Entscheidungen hat der Senat zu diesen Fragen nicht auf die Art des Kaufgegenstandes oder den Bildungsgrad und die geschäftliche Unerfahrenheit des Käufers abgestellt (vgl. z. B. BGHZ 33, 302, 311, 312).
Dagegen können die genannten Umstände eine Rolle spielen für die Beurteilung der Frage, welchen Umfang die Aufklärungs- und Belehrungspflichten des Kreditinstitute gegenüber dem Käufer haben und inwieweit das Kreditinstitut sich auf Klauseln seiner formularmäßigen Geschäfts- und Darlehensbedingungen berufen kann (BGHZ 33, 293, 297), ferner für die Frage, ob und inwieweit den Käufer ein Mitverschulden nach § 254 BGB trifft (BGHZ 33, 293, 301; 33, 302, 313).
- BGH, 17.11.1960 - VII ZR 56/59
Finanzierter Abzahlungskauf
Auszug aus BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62
Zwar hat der Senat wiederholt entschieden, dass die Verletzung vertraglicher Nebenpflichten die Finanzierungsbank schadensersatzpflichtig macht, so dass sie deshalb ihren Darlehensanspruch verliert (vgl. BGHZ 33, 293, 300-301; 33, 302, 311).b) Bei einer Anfechtung des Darlehensvertrages nach § 123 BGB wäre der Inhaber der Firma H. nicht Dritter im Sinne des Absatz 2 Satz 1 dieser Vorschrift, wenn er Gehilfe der Klägerin bei den Vertragsverhandlungen über den Darlehensvertrag war (§ 278 BGB; vgl. BGHZ 33, 293; 33, 302; BGH VII ZR 120/62 vom 11. Juli 1963 und öfter; ferner auch BGH VII ZR 138/61 vom 6. Dezember 1962).
Das wäre dann der Fall, wenn die Klägerin in einer auf Dauer angelegten Geschäftsverbindung mit der Firma H. stand und diese damit betraut hatte, ihr Finanzierungsanträge der Kundschaft beizubringen, die Darlehensgesuche entgegenzunehmen und an sie weiterzuleiten (BGHZ 33, 293, 299 ff).
aa) Die Klägerin muss nämlich unter Umständen für ein Verschulden H. bei den Vertragsverhandlungen und damit auch für ein Verschulden seiner Leute (N. und B.) nach § 278 BGB einstehen, wie bereits ausgeführt ist (BGHZ 33, 293; 33, 302).
Dagegen können die genannten Umstände eine Rolle spielen für die Beurteilung der Frage, welchen Umfang die Aufklärungs- und Belehrungspflichten des Kreditinstitute gegenüber dem Käufer haben und inwieweit das Kreditinstitut sich auf Klauseln seiner formularmäßigen Geschäfts- und Darlehensbedingungen berufen kann (BGHZ 33, 293, 297), ferner für die Frage, ob und inwieweit den Käufer ein Mitverschulden nach § 254 BGB trifft (BGHZ 33, 293, 301; 33, 302, 313).
- BGH, 07.05.1962 - VII ZR 261/60
Auszug aus BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62
a) Die Anfechtung des Kaufvertrages erstreckt sich allerdings nicht ohne weiteres auf den Darlehensvertrag (vgl. die Entscheidung VII ZR 261/60 vom 7. Mai 1962 = WM 1962, 761).Soweit dieser nicht besteht, kann der Beklagte den Wechselansprüchen den Einwand ungerechtfertigter Bereicherung der Klägerin entgegensetzen; Art. 17 WG greift hier nicht ein (vgl. BGH VII ZR 261/60 vom 7. Mai 1962 = WM 1962, 761 = BB 1962, 691; BGH VII ZR 156/61 vom 11. Oktober 1962).
- BGH, 11.07.1963 - VII ZR 120/62
Zurechenbarkeit des Rechtsscheins eines unterschriebenen Blanketts
Auszug aus BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62
b) Bei einer Anfechtung des Darlehensvertrages nach § 123 BGB wäre der Inhaber der Firma H. nicht Dritter im Sinne des Absatz 2 Satz 1 dieser Vorschrift, wenn er Gehilfe der Klägerin bei den Vertragsverhandlungen über den Darlehensvertrag war (§ 278 BGB; vgl. BGHZ 33, 293; 33, 302; BGH VII ZR 120/62 vom 11. Juli 1963 und öfter; ferner auch BGH VII ZR 138/61 vom 6. Dezember 1962). - BGH, 19.06.1951 - I ZR 118/50
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62
Auch könnte der Verkäufer wegen der Erfüllungsweigerung des Beklagten ohne Fristsetzung die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Erlös des Deckungsverkaufs als Schadensersatz wegen Nichterfüllung fordern (BGHZ 2, 310, 321; BGH LM Nr. 2 zu § 326 (De) BGB;… RGRK BGB 11. Aufl. § 326, Anm. 15). - BGH, 05.04.1962 - VII ZR 183/60
Finanzierter Abzahlungskauf. Sachmängel
Auszug aus BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62
Das Berufungsgericht wird dabei die in der Entscheidung BGHZ 37, 94 niedergelegten Grundsätze berücksichtigen müssen, an denen der Senat festhält. - BGH, 06.12.1962 - VII ZR 138/61
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62
b) Bei einer Anfechtung des Darlehensvertrages nach § 123 BGB wäre der Inhaber der Firma H. nicht Dritter im Sinne des Absatz 2 Satz 1 dieser Vorschrift, wenn er Gehilfe der Klägerin bei den Vertragsverhandlungen über den Darlehensvertrag war (§ 278 BGB; vgl. BGHZ 33, 293; 33, 302; BGH VII ZR 120/62 vom 11. Juli 1963 und öfter; ferner auch BGH VII ZR 138/61 vom 6. Dezember 1962). - BGH, 11.10.1962 - VII ZR 156/61
Arglistige Täuschung über das Vorliegen eines Darlehensvertrages - Bestätigung im …
Auszug aus BGH, 30.09.1963 - VII ZR 39/62
Soweit dieser nicht besteht, kann der Beklagte den Wechselansprüchen den Einwand ungerechtfertigter Bereicherung der Klägerin entgegensetzen; Art. 17 WG greift hier nicht ein (vgl. BGH VII ZR 261/60 vom 7. Mai 1962 = WM 1962, 761 = BB 1962, 691; BGH VII ZR 156/61 vom 11. Oktober 1962).
- BGH, 22.09.1983 - VII ZR 43/83
Nichtigkeit eines Werkvertrages wegen fehlender Eintragung des Unternehmers in …
Nachdem die Beklagte die Durchführung der Mängelbeseitigungsarbeiten nachhaltig verhindert hat, muß sie sich im Rahmen ihrer Zahlungspflicht so behandeln lassen, als habe die Klägerin die geschuldete Vorleistung bereits erbracht (vgl. auch BGH NJW 1964, 36, 37). - OLG Koblenz, 12.06.2008 - 5 U 52/08
Darlegungs- und Beweislast im Werklohnprozess bei Behauptung einer …
Nachdem der Besteller die Durchführung der Mängelbeseitigungsarbeiten nachhaltig verhindert hat, muss er sich im Rahmen seiner Zahlungspflicht so behandeln lassen, als habe der Kläger die geschuldete Vorleistung bereits erbracht (vgl. BGH NJW 1964, 36, 37).
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