Rechtsprechung
| BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Gehaltskürzung bei vorsätzlich oder grob fahrlässig unzutreffenden Angaben bezüglich der Nebenbezüge der Bediensteten zum Nachteil des Dienstherrn - Zulässigkeit des Disziplinarverfahrens trotz Beurlaubung des Beamten ohne Dienstbezüge - Zulässigkeit von Gehaltskürzungen ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BDiszG, 12.06.1991 - IV VL 10/91
- BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (7)
- BVerwG, 26.02.1986 - 1 D 118.85
Zulässigkeit der Gehaltskürzung - Beamter - Beurlaubung ohne Dienstbezüge
Auszug aus BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91
Von dieser Rechtslage, daß nämlich ein vorübergehendes Vollstreckungshindernis einer Gehaltskürzung nicht entgegensteht, geht der Senat in ständiger Rechtsprechung aus (vgl. Urteil vom 26. Februar 1986 - BVerwG 1 D 118.85 - <BVerwGE 83, 125, 128 f.> [BVerwG 26.02.1986 - 1 D 118/85] , Urteil vom 26. August 1986 - BVerwG 1 D 4.86 -, Beschluß vom 9. April 1991 - BVerwG 1 DB 3, 91 -). - BVerwG, 12.12.1985 - 1 D 106.85
Unterlassen der Angabe der Aufnahme krankenversicherungspflichtigen …
Auszug aus BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91
Der erkennende Senat hat im Bewußtsein der dienstrechtlichen Bedeutung unzutreffender Angaben zum Nachteil des Dienstherrn daher grundsätzlich bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln mindestens auf eine Gehaltskürzung erkannt (vgl. Urteil vom 12. Dezember 1985 - BVerwG 1 D 106.85 - Dok.Ber. B 1986, 67 , Urteil vom 21. Juli 1986 - BVerwG 1 D 143.85 -, Urteil vom 23. Juli 1986 - BVerwG 1 D 16.86 -) und nur bei einfacher Fahrlässigkeit eine nicht förmliche Maßnahme noch für zulässig gehalten (vgl. Urteil vom 6. Mai 1985 - BVerwG 1 D 175.84 - Dok.Ber. B 1985, 217, Urteil vom 22. Mai 1986 - BVerwG 1 D 158.85 -). - BVerwG, 06.05.1985 - 1 D 175.84
Unrichtige Angaben über die Beihilfeberechtigung des Ehegatten - Ausreichende …
Auszug aus BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91
Der erkennende Senat hat im Bewußtsein der dienstrechtlichen Bedeutung unzutreffender Angaben zum Nachteil des Dienstherrn daher grundsätzlich bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln mindestens auf eine Gehaltskürzung erkannt (vgl. Urteil vom 12. Dezember 1985 - BVerwG 1 D 106.85 - Dok.Ber. B 1986, 67 , Urteil vom 21. Juli 1986 - BVerwG 1 D 143.85 -, Urteil vom 23. Juli 1986 - BVerwG 1 D 16.86 -) und nur bei einfacher Fahrlässigkeit eine nicht förmliche Maßnahme noch für zulässig gehalten (vgl. Urteil vom 6. Mai 1985 - BVerwG 1 D 175.84 - Dok.Ber. B 1985, 217, Urteil vom 22. Mai 1986 - BVerwG 1 D 158.85 -).
- BVerwG, 26.08.1986 - 1 D 4.86
Disziplinarrecht - Geschenkannahme - Gehaltskürzung
Auszug aus BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91
Von dieser Rechtslage, daß nämlich ein vorübergehendes Vollstreckungshindernis einer Gehaltskürzung nicht entgegensteht, geht der Senat in ständiger Rechtsprechung aus (vgl. Urteil vom 26. Februar 1986 - BVerwG 1 D 118.85 - <BVerwGE 83, 125, 128 f.> [BVerwG 26.02.1986 - 1 D 118/85] , Urteil vom 26. August 1986 - BVerwG 1 D 4.86 -, Beschluß vom 9. April 1991 - BVerwG 1 DB 3, 91 -). - BVerwG, 23.07.1986 - 1 D 16.86
Gehaltskürzung als Disziplinarmaßnahme - Berücksichtigung der Nebenfolgen bei …
Auszug aus BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91
Der erkennende Senat hat im Bewußtsein der dienstrechtlichen Bedeutung unzutreffender Angaben zum Nachteil des Dienstherrn daher grundsätzlich bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln mindestens auf eine Gehaltskürzung erkannt (vgl. Urteil vom 12. Dezember 1985 - BVerwG 1 D 106.85 - Dok.Ber. B 1986, 67 , Urteil vom 21. Juli 1986 - BVerwG 1 D 143.85 -, Urteil vom 23. Juli 1986 - BVerwG 1 D 16.86 -) und nur bei einfacher Fahrlässigkeit eine nicht förmliche Maßnahme noch für zulässig gehalten (vgl. Urteil vom 6. Mai 1985 - BVerwG 1 D 175.84 - Dok.Ber. B 1985, 217, Urteil vom 22. Mai 1986 - BVerwG 1 D 158.85 -). - BVerwG, 21.07.1986 - 1 D 143.85
Anforderungen an die Durchführung eines disziplinarrechtlichen Verfahrens - …
Auszug aus BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91
Der erkennende Senat hat im Bewußtsein der dienstrechtlichen Bedeutung unzutreffender Angaben zum Nachteil des Dienstherrn daher grundsätzlich bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln mindestens auf eine Gehaltskürzung erkannt (vgl. Urteil vom 12. Dezember 1985 - BVerwG 1 D 106.85 - Dok.Ber. B 1986, 67 , Urteil vom 21. Juli 1986 - BVerwG 1 D 143.85 -, Urteil vom 23. Juli 1986 - BVerwG 1 D 16.86 -) und nur bei einfacher Fahrlässigkeit eine nicht förmliche Maßnahme noch für zulässig gehalten (vgl. Urteil vom 6. Mai 1985 - BVerwG 1 D 175.84 - Dok.Ber. B 1985, 217, Urteil vom 22. Mai 1986 - BVerwG 1 D 158.85 -). - BVerwG, 22.05.1986 - 1 D 158.85
Falsche Angaben über die Dauer eines Ausbildungsverhältnisses im Beihilfeantrag - …
Auszug aus BVerwG, 13.10.1992 - 1 D 51.91
Der erkennende Senat hat im Bewußtsein der dienstrechtlichen Bedeutung unzutreffender Angaben zum Nachteil des Dienstherrn daher grundsätzlich bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln mindestens auf eine Gehaltskürzung erkannt (vgl. Urteil vom 12. Dezember 1985 - BVerwG 1 D 106.85 - Dok.Ber. B 1986, 67 , Urteil vom 21. Juli 1986 - BVerwG 1 D 143.85 -, Urteil vom 23. Juli 1986 - BVerwG 1 D 16.86 -) und nur bei einfacher Fahrlässigkeit eine nicht förmliche Maßnahme noch für zulässig gehalten (vgl. Urteil vom 6. Mai 1985 - BVerwG 1 D 175.84 - Dok.Ber. B 1985, 217, Urteil vom 22. Mai 1986 - BVerwG 1 D 158.85 -).
- BVerwG, 28.02.2002 - 2 C 2.01
Aufrechnung; Billigkeitsentscheidung; Disziplinarmaßnahme; Gehaltskürzung; …
Ob etwas anderes gilt, wenn die Gehaltskürzung aus Rechtsgründen nicht durchgeführt werden kann, etwa weil der Beamte ohne Bezüge beurlaubt ist (vgl. Urteile vom 26. Februar 1986 a.a.O. S. 125 ff. und 13. Oktober 1992 - BVerwG 1 D 51.91 - DokBer B 1993, 25); Beschluss vom 9. April 1991 a.a.O. S. 61 ff., braucht nicht vertieft zu werden, weil der Besoldungsanspruch des Klägers im August 1994 nicht suspendiert war. - BVerwG, 12.12.2001 - 1 D 4.01
"In-sich-beurlaubte" Beamtin des höheren Dienstes der Deutschen Post AG; Leiterin …
Wie der Senat bereits entschieden hat, ist eine Gehaltskürzung nur dann unzulässig, wenn feststeht, dass sie auf Dauer nicht vollstreckt werden kann (vgl. Urteil vom 13. Oktober 1992 - BVerwG 1 D 51.91 - BVerwG DokBer B 1993, 25). - BVerwG, 07.06.2000 - 1 D 4.99
Fernmeldebeamter im Ruhestand; Beurlaubung als aktiver Beamter zur Begründung …
Der Beamte bleibt daher bei Sonderurlaub beamtenrechtlich pflichtgebunden und anspruchsberechtigt, soweit sich aus der Natur und Art des Urlaubs nichts gegenteiliges ergibt (vgl. Urteil vom 13. Oktober 1992 - BVerwG 1 D 51.91 - ).
- OVG Schleswig-Holstein, 04.10.2023 - 14 LB 2/23
Disziplinarverfahren wegen Überzahlung von Dienstbezügen; unterlassene Prüfung …
Denn die bloß nachlässige Prüfung von Besoldungsmitteilungen und Dienstbezügen weist nicht dasselbe Gewicht wie eine bewusst unterlassene Mitteilung über besoldungsrechtlich relevante Umstände (vgl. BVerwG, Urteile vom 27. März 1996 - 1 D 34.95 - und vom 12. September 2001 - 1 D 48.98 -, beide juris; Urteil vom 10. Juni 1997 - 1 D 66.96 - <100% erhöhte Vergütung bei 50% Arbeitsanteil>, juris; Urteil vom 15. Mai 2014 - 2 WD 3.13 - , juris) oder wie ein Verstoß gegen die Wahrheitspflicht auf (siehe BVerwG, Urteile vom 13. Oktober 1992 - 1 D 51.91 - und vom 17. Mai 1994 - 1 D 15.93 - , beide juris). Rn. 28 Zunächst ist dementsprechend hervorzuheben, dass das disziplinarisch zu bewertende Verhalten der Klägerin bei Betrachtung der das Dienstvergehen vorliegend charakterisierenden Umstände in seinem Unrechtsgehalt nicht mit dem Erschleichen einer Leistung vergleichbar ist und sich insoweit von den überwiegend vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Fällen unterscheidet, denen in der Regel eine bewusst unrichtige Angabe oder unterlassene Mitteilung über besoldungsrechtlich relevante Umstände zugrunde lag (siehe BVerwG, Urteile vom 13. Oktober 1992 - 1 D 51.91 - ; vom 17. Mai 1994 -1D15.93 - ; vom 27. März 1996 - 1 D 34.95 - vom 12. September 2001 - 1 D 48.98 - ; und vom 10. Juni 1997 - 1 D 66.96 - <100% erhöhte Vergütung bei 50% Arbeitsanteil>, alle juris).
- BVerwG, 27.03.1996 - 1 D 34.95
Beamtenrecht: Diszziplinarmaßnahme bei Falschangaben hinsichtlich des …
Der Senat hat daher bei grob fahrlässiger oder vorsätzlicher Mißachtung der Wahrheitspflicht in der Regel eine förmliche Disziplinarmaßnahme für angemessen erachtet, bei einer leicht fahrlässigen Pflichtverletzung allerdings grundsätzlich eine nicht förmliche Maßnahme für ausreichend angesehen (vgl. Urteil vom 17. Mai 1994 - BVerwG 1 D 15.93 - ; Urteil vom 13. Oktober 1992 - BVerwG 1 D 51.91 - ; Urteil vom 6. Mai 1985 - BVerwG 1 D 175.84 - , Urteil vom 1. Oktober 1970 - BVerwG 1 D 12.70 - ;… s. auch Claussen/Janzen, BDO, 7. Aufl., Einleitung D Rz. 41 b). - BVerwG, 10.06.1997 - 1 D 66.96
Vorliegen eines Dienstvergehens
Der erkennende Senat hat bei Verletzung von Beamtenpflichten zum Nachteil des Dienstherrn in vergleichbaren Fällen bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten in der Regel eine förmliche Disziplinarmaßnahme, also eine schärfere Maßnahme als die Geldbuße, für angemessen erachtet und nur bei einer leicht fahrlässigen Pflichtverletzung eine mildere Maßnahme noch für ausreichend angesehen (s. Urteil vom 27. März 1996 - BVerwG 1 D 34.95 - Urteil vom 17. Mai 1994 - BVerwG 1 D 15.93 - ; Urteil vom 13. Oktober 1992 - BVerwG 1 D 51.91 ). - BVerwG, 17.05.1994 - 1 D 27.93
Gehaltskürzung als Disziplinarmaßnahme
Aber auch bei vorsätzlicher Verletzung der Wahrheitspflicht - hier: Verpflichtung zur Richtigstellung der unzutreffenden Angaben in dem Reisekostenantrag, soweit es die Zeit vom 22. bis 24. Dezember 1990 betrifft - hat der Senat grundsätzlich mindestens auf eine Gehaltskürzung erkannt (vgl. Urteil vom 13. Oktober 1992 - BVerwG 1 D 51.91 - m.w.N.). - BVerwG, 17.05.1994 - 1 D 15.93 Der Senat hat im Bewußtsein der dienstrechtlichen Bedeutung unzutreffender Angaben im Beihilfeverfahren grundsätzlich bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln mindestens auf eine Gehaltskürzung erkannt und nur bei einfacher Fahrlässigkeit eine nichtförmliche Maßnahme noch für zulässig gehalten (Urteil vom 13. Oktober 1992 - BVerwG 1 D 51.91 - m.w.N.).
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