Rechtsprechung
| BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Angemessenheit einer Disziplinarmaßname gegen einen wegen Untreue strafrechtlich verfolgten Beamten - Voraussetzungen für ein Absehen von einer Disziplinarmaßnahme - Voraussetzungen für die Bejahung einer so genannten Augenblickstat - Geringe strafrechtliche Strafe als ...
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 01.03.1977 - 1 D 99.76
Disziplinarmaßnahme bei Augenblickstat - Fortsetzung des Beamtenverhältnisses - …
Auszug aus BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79
Nach ständiger Rechtsprechung der Disziplinargerichte zerstört ein Beamter, der sich an ihm amtlich anvertrauten Geldern vergreift, das in ihn von der Verwaltung gesetzte Vertrauen in aller Regel derart nachhaltig, daß er nicht mehr Beamter bleiben kann (BDHE 1, 41; 7, 91; BVerwGE 33, 3 [5]; 43, 266 [268]; 53, 256 [257]).Der frühere Bundesdisziplinarhof und das Bundesverwaltungsgericht haben deshalb in ständiger Rechtsprechung zum Ausdruck gebracht, daß Kassenmanipulationen zum Ausgleich von Fehlbeträgen eine mildere Beurteilung grundsätzlich nicht rechtfertigen können (vgl. BVerwGE 53, 256 [257]; BVerwG in ZBR 1974, 30 = DÖD 1974, 60; DÖD 1974, 81).
Von dem eingangs erwähnten Grundsatz kann im Interesse der Aufrechterhaltung der Zuverlässigkeit der Beamtenschaft nur in ganz besonderen Ausnahmefällen abgewichen werden, und zwar dann, wenn es sich um eine einmalige situationsbedingte Augenblickstat eines bisher tadelfreien Beamten handelt oder wenn die Verfehlung in einer unverschuldeten ausweglosen Notlage oder in einer besonderen psychischen Ausnahmesituation begangen wurde (ständige Rechtsprechung, vgl. BVerwGE 53, 256 [258]).
Es können auch solche Handlungen darunter fallen, die in ihren sittlichen, rechtlichen und tatsächlichen Folgen nicht genügend bedacht und in einer Phase der Gedankenverwirrung verwirklicht worden sind (Urteil vom 18. März 1976 - BVerwG 1 D 56.75 - [BVerwG Dok.Ber. B 1976, 208]; vgl. auch BVerwGE 53, 256; Urteil vom 8. Februar 1980 - BVerwG 1 D 38.79 -).
- BVerwG, 08.02.1980 - 1 D 38.79
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79
Der erkennende Senat hat in Entscheidungen aus jüngster Zeit an dieser Rechtsprechung festgehalten (Urteile vom 31. Januar 1979 - BVerwG 1 D 90.77 -, vom 15. Mai 1979 - BVerwG 1 D 29.78 - und 8. Februar 1980 - BVerwG 1 D 38.79 -).Es können auch solche Handlungen darunter fallen, die in ihren sittlichen, rechtlichen und tatsächlichen Folgen nicht genügend bedacht und in einer Phase der Gedankenverwirrung verwirklicht worden sind (Urteil vom 18. März 1976 - BVerwG 1 D 56.75 - [BVerwG Dok.Ber. B 1976, 208]; vgl. auch BVerwGE 53, 256; Urteil vom 8. Februar 1980 - BVerwG 1 D 38.79 -).
- BVerwG, 31.08.1971 - I D 25.71
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79
Nach ständiger Rechtsprechung der Disziplinargerichte zerstört ein Beamter, der sich an ihm amtlich anvertrauten Geldern vergreift, das in ihn von der Verwaltung gesetzte Vertrauen in aller Regel derart nachhaltig, daß er nicht mehr Beamter bleiben kann (BDHE 1, 41; 7, 91; BVerwGE 33, 3 [5]; 43, 266 [268]; 53, 256 [257]).
- BVerwG, 31.01.1979 - 1 D 90.77
Rechtsmittel
- BVerwG, 18.09.1979 - 1 D 76.78
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79
Dabei ist wesentlich, daß es sich bei einem solchen Schock regelmäßig um einen vorübergehenden Zustand handelt (BVerwG Dok.Ber. B 1977, 55; Urteile vom 2. März 1978 - BVerwG 1 D 62.77 -, vom 31. August 1978 - BVerwG 1 D 100.77 - und 18. September 1979 - BVerwG 1 D 76.78 -). - BVerwG, 02.03.1978 - 1 D 62.77
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Auszug aus BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79
Dabei ist wesentlich, daß es sich bei einem solchen Schock regelmäßig um einen vorübergehenden Zustand handelt (BVerwG Dok.Ber. B 1977, 55; Urteile vom 2. März 1978 - BVerwG 1 D 62.77 -, vom 31. August 1978 - BVerwG 1 D 100.77 - und 18. September 1979 - BVerwG 1 D 76.78 -). - BDH, 07.12.1966 - I D 30/66
Versetzung eines Beamten als Disziplinarmaßnahme - Gehaltsabhebungsverfahren der …
Auszug aus BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79
Nach ständiger Rechtsprechung der Disziplinargerichte zerstört ein Beamter, der sich an ihm amtlich anvertrauten Geldern vergreift, das in ihn von der Verwaltung gesetzte Vertrauen in aller Regel derart nachhaltig, daß er nicht mehr Beamter bleiben kann (BDHE 1, 41; 7, 91; BVerwGE 33, 3 [5]; 43, 266 [268]; 53, 256 [257]). - BVerwG, 31.08.1978 - 1 D 100.77
Berufung auf eine ausweglose Notlage sowie auf eine Kurzsschlusstat
Auszug aus BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79
Dabei ist wesentlich, daß es sich bei einem solchen Schock regelmäßig um einen vorübergehenden Zustand handelt (BVerwG Dok.Ber. B 1977, 55; Urteile vom 2. März 1978 - BVerwG 1 D 62.77 -, vom 31. August 1978 - BVerwG 1 D 100.77 - und 18. September 1979 - BVerwG 1 D 76.78 -). - BVerwG, 15.05.1979 - 1 D 29.78
- BVerwG, 17.10.1973 - I D 52.73
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 16.09.1980 - 1 D 74.79
Der frühere Bundesdisziplinarhof und das Bundesverwaltungsgericht haben deshalb in ständiger Rechtsprechung zum Ausdruck gebracht, daß Kassenmanipulationen zum Ausgleich von Fehlbeträgen eine mildere Beurteilung grundsätzlich nicht rechtfertigen können (vgl. BVerwGE 53, 256 [257]; BVerwG in ZBR 1974, 30 = DÖD 1974, 60; DÖD 1974, 81).
- BVerwG, 06.08.1981 - 1 D 59.80
Reichweite der Bindungswirkung strafgerichtlicher Urteile für das im sachgleichen …
Schon der frühere Bundesdisziplinarhof und dann die Disziplinarsenate des Bundesverwaltungsgerichts haben deshalb in ständiger Rechtsprechung zum Ausdruck gebracht, daß Kassenmanipulationen zum Ausgleich von Fehlbeträgen eine andere und mildere disziplinare Beurteilung grundsätzlich nicht rechtfertigen können (Urteil vom 16. September 1980 - BVerwG 1 D 74.79 - Urteil vom 8. Februar 1980 - BVerwG 1 D 38.79 - Urteil vom 15. Mai 1979 - BVerwG 1 D 29.78 - Urteil vom 31. Januar 1979 - BVerwG 1 D 90.77 - BVerwGE 53, 256 [257], jeweils mit weiteren Nachweisen). - BVerwG, 16.03.1982 - 1 D 13.81
Nichtbuchung vereinnahmter Gebührenbeträge
- BVerwG, 29.04.1981 - 1 D 25.80
Anforderungen an die Durchführung eines disziplinarrechtlichen Verfahrens gegen …
Hat der Beamte aber nicht in der Absicht gehandelt, sich einen - ungerechtfertigten - finanziellen Vorteil zu verschaffen, so fehlt seinem Verhalten derjenige egoistische Zug, der von der disziplinargerichtlichen Rechtsprechung für die Gleichstellung eines unmittelbaren Zugriffs auf Kassengelder mit einer Kassenverfehlung, deren Ziel der Ausgleich von Fehlbeträgen ist, vorausgesetzt und der darin gesehen wird, daß auch der um Ausgleich oder um Verschleierung eines Fehlbetrages bemühte Beamte Geld seines Dienstherrn seinem eigenen Vermögen zuführt; dies jedenfalls mittelbar, und zwar dadurch, daß er sich in entsprechendem Umfange seiner eigenen Verantwortung und persönlichen Haftung entzieht (vgl. Urteil vom 16. September 1980 - BVerwG 1 D 74.79 - Urteil vom 8. Februar 1980 - BVerwG 1 D 38.79 - Urteil vom 15. Mai 1979 - BVerwG 1 D 29.78 - Urteil vom 31. Januar 1979 - BVerwG 1 D 90.77; BVerwGE 53, 256 [257]). - BVerwG, 15.09.1981 - 1 D 49.80
Verstoß gegen die Beamtenpflichten durch wiederholtes Verlangen überhöhter …
Voraussetzung dieser Rechtsprechung ist die Feststellung, daß auch der um Ausgleich oder um Verschleierung eines Fehlbetrages bemühte Beamte Geld seines Dienstherrn seinem eigenen Vermögen zuführt; dies jedenfalls mittelbar, und zwar dadurch, daß er sich in entsprechendem Umfange seiner eigenen Verantwortung und persönlichen Haftung entzieht (vgl. Urteil vom 16; September 1980 - BVerwG 1 D 74.79 - Urteil vom 8. Februar 1980 - BVerwG 1 D 38.79 - Urteil vom 15. Mai 1979 - BVerwG 1 D 29.78 - Urteil vom 31. Januar 1979 - BVerwG 1 D 90.77 - BVerwGE 53, 256 [257]).
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