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Rechtsprechung
   BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1997,8080
BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96 (https://dejure.org/1997,8080)
BVerwG, Entscheidung vom 23.09.1997 - 1 D 76.96 (https://dejure.org/1997,8080)
BVerwG, Entscheidung vom 23. September 1997 - 1 D 76.96 (https://dejure.org/1997,8080)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer

    Entnahme von Bargeld aus Einschreibebriefen durch einen Postbeamten - Verstoß gegen die Pflicht zu uneigennütziger Amtsführung - Pflicht zu achtungswürdigem und vertrauenswürdigem Verhalten - Bindung des Bundesdisziplinargericht an die tatsächlichen Feststellungen des ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (8)Zitiert selbst (18)

  • BVerwG, 05.10.1994 - 1 D 23.94

    Entfernung aus dem Dienst

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Der Betrag von 1.270,00 DM liegt deutlich über den Sozialhilfesätzen, an denen sich der Senat für die Annahme einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Notlage orientiert (Urteil vom 5. Oktober 1994 a.a.O.).

    Die darin liegende Härte für den Betroffenen ist nicht unverhältnismäßig; sie beruht vielmehr auf ihm zurechenbarem Verhalten (stRspr, z.B. Urteil vom 5. Oktober 1994 - BVerwG 1 D 23.94 - Urteil vom 17. April 1996 - BVerwG 1 D 54.95 -, jeweils m.w.N.).

  • BVerwG, 18.01.1995 - 1 D 6.94
    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Wer sich als Beamter über diese aus leicht erkennbarer Notwendigkeit begründete Pflicht zur Vertrauenswürdigkeit aus materiell-eigennützigen Gründen hinwegsetzt, beweist im Kernbereich seiner Pflichten ein so hohes Maß an Pflichtvergessenheit und Vertrauensunwürdigkeit, daß er grundsätzlich mit der einseitigen Auflösung des Dienstverhältnisses rechnen muß (stRspr, z.B. Urteil vom 18. Januar 1995 - BVerwG 1 D 6.94 - ).

    Dies gilt jedenfalls dann, wenn das Postgeheimnis mit dem Ziel verletzt wird, Zugang zu aneignungsfähigem Inhalt von Postsendungen zu gewinnen, wie es hier der Fall ist (stRspr, z.B. Urteil vom 7. Februar 1989 - BVerwG 1 D 21.88 - ; Urteil vom 18. Januar 1995 a.a.O.).

  • BVerwG, 13.05.1997 - 1 D 44.96

    Disziplinarrechtliche Folgen bei unbefugter Verwendung amtlich anvertrauten …

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats (z.B. Urteil vom 13. Mai 1997 - BVerwG 1 D 44.96 - m.w.N.) kann eine Ausnahme von der Verhängung der Höchstmaßnahme dann gemacht werden, wenn die Tat als Folge einer schockartig ausgelösten psychischen Ausnahmesituation des Täters zu werten ist.

    Dies bedeutet aber nicht, daß auch bei einem so langen Zeitraum wie hier - nämlich ca. 10 Monate von dem Selbstmordversuch bis zur letzten Briefberaubung Mitte Oktober 1994 - die Annahme eines Schockzustandes in Betracht kommt, zumal in beiden zitierten Ausnahmefällen die seelischen Schocks durch die Erkenntnis plötzlichen Potenzverlusts bzw. aufgrund wiederholter Selbstmorddrohungen eines dem Beamten persönlich nahestehenden Dritten immer wieder aktualisiert worden waren (vgl. dazu Urteil vom 13. Mai 1997 a.a.O.).

  • BVerwG, 20.08.1996 - 1 D 80.95

    Beamtenrecht - Disziplinarmaßnahmen bei außerdienstlichen alkoholbedingten …

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Die Frage der weiteren Tragbarkeit eines Beamten im öffentlichen Dienst, auch wenn er - wie hier - inzwischen bei einer Aktiengesellschaft beschäftigt ist (vgl. dazu Urteil vom 20. August 1996 - BVerwG 1 D 80.95 - DÖV 1997, 123 = ZBR 1997, 50 = BVerwG DokBer B 1997, 35 = Buchholz 232 § 54 Satz 3 BBG Nr. 7 = NVwZ 1997, 584 = PersR 1997, 231>), ist nach Anhängigkeit des förmlichen Disziplinarverfahrens bei den Disziplinargerichten allein von diesen zu beurteilen.
  • BVerwG, 23.10.1996 - 1 D 55.96

    Beamtenrecht - Disziplinarmaßnahmen bei Unterschlagung von Nachnahmebeträgen und …

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    In einem solchen Fall ist bei Ruhestandsbeamten gemäß § 12 Abs. 2 Satz 1 BDO die Aberkennung des Ruhegehalts auszusprechen (Urteil vom 23. Oktober 1996 - BVerwG 1 D 55.96 - <DVBl 1997, 369 = ZBR 1997, 127 = DÖV 1997, 252 = IÖD 1997, 99 = BVerwG DokBer B 1997, 133 = DÖD 1997, 159> m.w.N.).
  • BVerwG, 23.01.1973 - I D 25.72

    Rechtsmittel

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Diesen Gedanken trägt bei der Vollstreckung der Disziplinarmaßnahmen auch die Umstellungsvorschrift des § 117 Abs. 4 und Abs. 7 BDO Rechnung (vgl. BVerwGE 46, 64 - die Verfassungsbeschwerde gegen dieses Urteil wurde nicht zur Entscheidung angenommen: BVerfG, Beschluß vom 7. April 1973 - 2 BvR 207/73 - BVerwGE 63, 120 ; 63, 262 ).
  • BVerwG, 05.10.1994 - 1 D 31.94

    Dienstpflichtverletzung eines Beamten - Verhängen einer Disziplinarmaßnahme - …

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Die Voraussetzungen dieses Milderungsgrundes sind nur dann erfüllt, wenn der Zugriff zu dem Zweck erfolgt, eine existenzbedrohende Notlage abzuwenden oder zu mildern (stRspr, z.B. Urteil vom 5. Oktober 1994 - BVerwG 1 D 31.94 - <BVerwGE 103, 177 = BVerwG DokBer B 1995, 75 = NVwZ-RR 1995, 287 = DÖD 1995, 194 = IÖD 1995, 22>).
  • BVerwG, 28.03.1984 - 1 D 63.83

    Bemessung der Disziplinarmaßnahme - Milderungsgrund - Psychische …

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Zwar gibt es in der Rechtsprechung des Senats Entscheidungen, daß sich ein Schockzustand ausnahmsweise auch über mehrere Monate erstrecken kann (z.B. ca. 3 Monate: Urteil vom 28. November 1978 - BVerwG 1 D 81.77 - ca. 4 Monate: Urteil vom 28. März 1984 - BVerwG 1 D 63.83 - <BVerwGE 76, 145 = ZBR 1984, 279>).
  • BVerwG, 17.04.1996 - 1 D 54.95

    Disziplinarmaßnahme gegen einen Schalterbeamten der Post - Disziplinarmaßnahme …

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Die darin liegende Härte für den Betroffenen ist nicht unverhältnismäßig; sie beruht vielmehr auf ihm zurechenbarem Verhalten (stRspr, z.B. Urteil vom 5. Oktober 1994 - BVerwG 1 D 23.94 - Urteil vom 17. April 1996 - BVerwG 1 D 54.95 -, jeweils m.w.N.).
  • BVerwG, 27.05.1997 - 1 D 53.96

    Entstehen einer schockartig ausgelösten psychischen Ausnahmesituation - …

    Auszug aus BVerwG, 23.09.1997 - 1 D 76.96
    Unabhängig davon hätte es sich auch nicht um schocktypische Verfehlungen gehandelt, das heißt, die durch die Scheidung und den Selbstmordversuch eingetretene psychische Ausnahmesituation wäre nicht, wie es der Milderungsgrund voraussetzt, für die Briefberaubungen kausal gewesen (vgl. dazu Urteil vom 27. Mai 1997 - BVerwG 1 D 53.96 -).
  • BVerwG, 29.08.1978 - 1 D 98.77

    Aberkennung des Ruhegehalts - Aktiver Beamten - Entfernung aus dem Dienst

  • BVerwG, 05.09.1979 - 1 D 32.78
  • BVerwG, 11.07.1995 - 1 D 20.94

    Vorsätzliches Dienstvergehen eines Beamten - Die Entfernung aus dem Dienst als …

  • BVerwG, 07.02.1989 - 1 D 21.88

    Zerstörung des Vertrauensverhältnisses zwischen Dienstherrn und Beamten durch die …

  • BVerwG, 28.06.1995 - 1 D 16.94

    Dienstvergehen eines Postbeamten - Fortgesetzte Verletzung des Post- und …

  • BVerwG, 27.07.1976 - 1 D 31.76

    Disziplinargerichtliches Verfahren gegen Bundesbahnbeamten - Zugriff auf …

  • BVerwG, 18.09.1996 - 1 D 73.95

    Unbefugte Ansichnahme und Öffnung von Einschreibbriefen - Entwendung des …

  • BVerwG, 28.11.1978 - 1 D 81.77

    Rechtsmittel

  • BVerwG, 09.05.2001 - 1 D 22.00

    Zustellbeamtin der Post; Durchführung der Hauptverhandlung trotz Nichterscheinens …

    Der Senat hat es deshalb für die Annahme des Milderungsgrundes regelmäßig nicht ausreichen lassen, wenn sich ein Beamter allgemein auf seine Scheidungssituation, die Trennungsfolgen, den Streit um die Kindererziehung oder vergleichbare Umstände und damit auf eine fortdauernde seelische Belastung berufen hat (vgl. z.B. Urteil vom 23. September 1997 - BVerwG 1 D 76.96 - Urteil vom 26. November 1997 - BVerwG 1 D 40.97 -).
  • BVerwG, 05.05.1998 - 1 D 12.97

    Verhängung einer Disziplinarmaßnahme - Dienstvergehen eines Beamten - Kürzung von …

    Wer sich als Beamter über diese aus leicht erkennbarer Notwendigkeit begründete Pflicht zur Vertrauenswürdigkeit aus materiell-eigennützigen Motiven hinwegsetzt, beweist im Kernbereich seiner Pflichten ein so hohes Maß an Pflichtvergessenheit und Vertrauensunwürdigkeit, daß er grundsätzlich mit der einseitigen Auflösung des Dienstverhältnisses rechnen muß (stRspr, z.B. Urteil vom 23. September 1997 - BVerwG 1 D 76.96 - Urteil vom 12. August 1997 - BVerwG 1 D 78.96 -, jeweils m.w.N.).
  • VG Düsseldorf, 23.01.2014 - 35 K 5931/11
    Rn. 61 BVerwG, Urteil vom 23. September 1997 - 1 D 76/96 - juris.
  • BVerwG, 25.11.1997 - 1 D 11.97

    Bindungswirkungen für das Bundesverwaltungsgericht und Disziplinargerichte trotz …

    Die darin liegende Härte für den Betroffenen ist nicht unverhältnismäßig; sie beruht vielmehr auf ihm zurechenbarem Verhalten (stRspr, vgl. etwa Urteil vom 23. September 1997 - BVerwG 1 D 76.96 -).
  • BVerwG, 22.02.2000 - 1 D 58.97

    Zerstörung des Vertrauensverhältnisses durch Ansichnahme von so genannten …

    Eine schwere Erkrankung eines nahen Familienangehörigen kann grundsätzlich geeignet sein, einen eine psychische Ausnahmesituation auslösenden Schock herbeizuführen (Urteil vom 25. November 1976 - BVerwG 1 D 32.76 - Urteil vom 25. Juli 1984 - BVerwG 1 D 8.84 - Urteil vom 18. Januar 1995 - BVerwG 1 D 6.94 - ;… Urteil vom 27. Mai 1997, a.a.O.; Urteil vom 15. Juni 1999 - BVerwG 1 D 29.98 - Urteil vom 23. September 1997 - BVerwG 1 D 76.96 -).
  • BVerwG, 16.09.1998 - 1 D 62.97

    Disziplinarmaßnahmen bei einer Verurteilung eines Postbeamten wegen der …

    Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats, daß bei Kernpflichtverletzungen der hier in Frage stehenden Art weder die Unbescholtenheit noch eine längere unbeanstandete Dienstzeit mit guten Leistungen ein Absehen von der Höchstmaßnahme rechtfertigen (Urteil vom 23. September 1997 - BVerwG 1 D 76.96 -).
  • BVerwG, 03.07.2002 - 1 D 11.01

    Entwendung von Gegenständen der Dienstausstattung und Büromaterial in erheblichem …

    Hierbei ist wesentlich, dass es sich um einen vorübergehenden Zustand handelt (Urteil vom 23. September 1997 - BVerwG 1 D 76.96 -).
  • BVerwG, 06.06.2000 - 1 D 34.99

    Gewerbsmäßige Steuerhinterziehung mit unverzollten und unversteuerten Zigaretten …

    Die darin liegende Härte für den Betroffenen ist nicht unverhältnismäßig; sie beruht vielmehr auf ihm zurechenbarem Verhalten (stRspr, vgl. etwa Urteil vom 23. September 1997 - BVerwG 1 D 76.96 -).
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