Rechtsprechung
| BVerwG, 18.09.2024 - 11 B 3.24 (11 B 4.23) |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen - Bundesverwaltungsgericht
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
VwGO § 152a Abs.. 1 S. 1
Zurückweisung der Anhörungsrüge
Verfahrensgang
- OVG Sachsen, 06.09.2023 - 4 C 63/21
- BVerwG, 01.07.2024 - 11 B 4.23
- BVerwG, 18.09.2024 - 11 B 3.24 (11 B 4.23)
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 01.07.2024 - 11 B 4.23
Anforderungen aus § 43 Abs. 1 Satz 1 EnWG an die Zuweisung der Zuständigkeit als …
Auszug aus BVerwG, 18.09.2024 - 11 B 3.24
Die Anhörungsrüge des Klägers gegen den Beschluss des Senats vom 1. Juli 2024 - 11 B 4.23 - wird zurückgewiesen.Rn. 4 Die Frage, welche Anforderungen § 43 Abs. 1 Satz 1 EnWG an die Zuweisung der Zuständigkeit der Planfeststellungsbehörde stellt, hat der Senat in seinem Beschluss vom 1. Juli 2024 - 11 B 4.23 - dahingehend beschieden, dass die Norm auf das - nicht revisible - Landesrecht verweist.
- BVerwG, 18.12.2014 - 4 C 35.13
Flugverfahren; Flugroute; Umweltrechtsbehelf; Verbandsklage; …
Auszug aus BVerwG, 18.09.2024 - 11 B 3.24
Denn die Anhörungsrüge stellt keinen Rechtsbehelf zur Überprüfung der inhaltlichen Richtigkeit der angefochtenen Entscheidung dar (stRspr, vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 2014 - 4 C 35.13 - NVwZ 2015, 656 Rn. 42 …und Beschluss vom 28. Dezember 2022 - 5 B 2.22 - juris Rn. 5 ff. m. w. N.). - BVerwG, 14.04.1989 - 4 C 22.88
Anträge in mündlicher Verhandlung - Baugenehmigungserteilung - Rücknahme des …
Auszug aus BVerwG, 18.09.2024 - 11 B 3.24
Rn. 10 Aus dem nicht datierten, bei Gericht am 16. August 2024 eingegangenen Schriftsatz des Klägers kann ein Gehörsverstoß nicht folgen, weil die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt bereits an die Beteiligten versandt war (vgl. BVerwG, Urteil vom 14. April 1989 - 4 C 22.88 - NVwZ 1989, 860 ). - BVerwG, 28.12.2022 - 5 B 2.22
Erfolglose Anhörungsrüge
Auszug aus BVerwG, 18.09.2024 - 11 B 3.24
Denn die Anhörungsrüge stellt keinen Rechtsbehelf zur Überprüfung der inhaltlichen Richtigkeit der angefochtenen Entscheidung dar (stRspr, vgl. BVerwG…, Urteil vom 18. Dezember 2014 - 4 C 35.13 - NVwZ 2015, 656 Rn. 42 und Beschluss vom 28. Dezember 2022 - 5 B 2.22 - juris Rn. 5 ff. m. w. N.).
- BVerwG, 15.07.2025 - 1 WB 61.24 Hinreichend substantiiert ist eine Rüge demnach nur, wenn der innerhalb der Frist des § 152a Abs. 2 Satz 1 VwGO eingegangenen Anhörungsrüge entnommen werden kann, was der Rügeführer bei nach seiner Ansicht ausreichender Gewährung rechtlichen Gehörs noch vorgetragen hätte und inwieweit dies entscheidungserheblich gewesen wäre (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 3. Januar 2006 - 7 B 103.05 u. a. - juris Rn. 1 und vom 18. September 2024 - 11 B 3.24 - juris Rn. 2 m. w. N.;… Brandt, in: Brandt/Domgörgen, Handbuch Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, 5. Aufl. 2023, S Rn. 72 m. w. N.;… Vollkommer, in: Zöller, ZPO, 35. Aufl. 2024, § 321a Rn. 13a m. w. N.).
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Rechtsprechung
| OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2025 - 11 B 3.24 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Entscheidungsdatenbank Berlin
Baumschutzverordnung Berlin - Fällgenehmigung - ökologischer Ausgleich - Ausgleichsabgabe - Ersatzpflanzung - vitaler Baum - Unzumutbarkeit - Bestandskraft - Schäden an baulichen Anlagen - Gefahren für Personen oder Sachen - Stolper- und Verletzungsgefahr
- Entscheidungsdatenbank Brandenburg
6 Abs. 1 Satz 1; 6 Abs. 2 Satz 1 und 2; § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1c; 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BaumSchVO Bln
Baumschutzverordnung Berlin, Fällgenehmigung, ökologischer Ausgleich, Ausgleichsabgabe, Ersatzpflanzung, vitaler Baum, Unzumutbarkeit, Bestandskraft, Schäden an baulichen Anlagen, Gefahren für Personen oder Sachen, Stolper- und Verletzungsgefahr
Verfahrensgang
- VG Berlin, 09.12.2019 - 24 K 506.18
- OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2025 - 11 B 3.24
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (6)
- OVG Berlin-Brandenburg, 06.06.2024 - 11 B 5.22
Gefahrenabschätzung bezüglich eines geschützten Baumes; Nutzungsbeeinträchtigung …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2025 - 11 B 3.24
Eine bloß abstrakte Gefahr reicht für die Bejahung des Tatbestandes des § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1c BaumSchVO nicht aus (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 6. Juni 2024 - OVG 11 B 5/22 -, juris Rn. 30 m.w.N.).Rn. 37 (1.) Die vom Kläger geltend gemachten Schäden an baulichen Anlagen, wie z.B. Gehwegen, Gehwegplatten, und Zaunsockeln unterfallen dem Tatbestand des § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1c BaumSchVO nicht (vgl. ausführlich: OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 6. Juni 2024 - OVG 11 B 5/22 -, juris Rn. 22 ff.).
Eine Stolpergefahr durch Baumwurzeln ist nie gänzlich auszuschließen, wobei dieses Risiko angesichts der vielfältigen positiven Wirkungen der Bäume als natürliches Lebensrisiko akzeptabel erscheint (vgl. im Zusammenhang mit dem Astbruchrisiko bei gesunden Bäumen: OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 6. Juni 2024 - OVG 11 B 5/22 -, juris Rn. 30).
Rn. 44 c. Zwar regeln die Umstände des § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BaumSchVO die Frage der Unzumutbarkeit nicht abschließend, da § 6 Abs. 2 Satz 2 BaumSchVO nur "insbesondere" auf diese verweist (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 6. Juni 2024 - OVG 11 B 5/22 -, juris Rn. 40; vgl. auch VG Berlin…, Urteil vom 25. Juli 2024 - VG 24 K 261/21 -, juris Rn. 26).
Ein Ermessen der Behörde auf Rechtsfolgenseite besteht danach nicht (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 6. Juni 2024 - OVG 11 B 5/22 -, juris Rn. 41).
- VG Berlin, 25.07.2024 - 24 K 261.21
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2025 - 11 B 3.24
Rn. 44 c. Zwar regeln die Umstände des § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BaumSchVO die Frage der Unzumutbarkeit nicht abschließend, da § 6 Abs. 2 Satz 2 BaumSchVO nur "insbesondere" auf diese verweist (vgl. OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 6. Juni 2024 - OVG 11 B 5/22 -, juris Rn. 40; vgl. auch VG Berlin, Urteil vom 25. Juli 2024 - VG 24 K 261/21 -, juris Rn. 26). - BVerwG, 22.11.2000 - 11 C 2.00
Anfechtungsklage gegen Nebenbestimmungen eines Verwaltungsakts; Auflagenvorbehalt …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2025 - 11 B 3.24
Ob diese zur isolierten Aufhebung der Nebenbestimmung führen kann, ist eine Frage der Begründetheit, nicht der Zulässigkeit des Anfechtungsbegehrens, sofern nicht eine isolierte Aufhebbarkeit offensichtlich ausscheidet (…st.Rspr. des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. etwa Urteile vom 21. Juni 2007 - 3 C 39/06 -, juris Rn. 20 und vom 22. November 2000 - 11 C 2.00 -, juris Ls. und Rn. 25 m.w.N.; st.Rspr. des Senats, vgl. nur OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 15. Juni 2022 - OVG 11 B 6.19 -, juris Rn. 30 m.w.N.).
- BVerwG, 21.06.2007 - 3 C 39.06
Arzneimittelzulassung; Nachzulassung; Inhalt der Zulassungsentscheidung; …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2025 - 11 B 3.24
Ob diese zur isolierten Aufhebung der Nebenbestimmung führen kann, ist eine Frage der Begründetheit, nicht der Zulässigkeit des Anfechtungsbegehrens, sofern nicht eine isolierte Aufhebbarkeit offensichtlich ausscheidet (st.Rspr. des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. etwa Urteile vom 21. Juni 2007 - 3 C 39/06 -, juris Rn. 20 …und vom 22. November 2000 - 11 C 2.00 -, juris Ls. und Rn. 25 m.w.N.; st.Rspr. des Senats, vgl. nur OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 15. Juni 2022 - OVG 11 B 6.19 -, juris Rn. 30 m.w.N.). - OVG Berlin-Brandenburg, 15.06.2022 - 11 B 6.19
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2025 - 11 B 3.24
Ob diese zur isolierten Aufhebung der Nebenbestimmung führen kann, ist eine Frage der Begründetheit, nicht der Zulässigkeit des Anfechtungsbegehrens, sofern nicht eine isolierte Aufhebbarkeit offensichtlich ausscheidet (…st.Rspr. des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. etwa Urteile vom 21. Juni 2007 - 3 C 39/06 -, juris Rn. 20 …und vom 22. November 2000 - 11 C 2.00 -, juris Ls. und Rn. 25 m.w.N.; st.Rspr. des Senats, vgl. nur OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 15. Juni 2022 - OVG 11 B 6.19 -, juris Rn. 30 m.w.N.). - OVG Berlin-Brandenburg, 10.02.2011 - 11 B 32.08
Baumschutzsatzung Petershagen/Eggersdorf; Ausgleichsabgabe; gesetzliche …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 11.09.2025 - 11 B 3.24
Rn. 24 1. Die Verpflichtung, einen ökologischen Ausgleich zu leisten, findet ihre Rechtsgrundlage in § 6 der Verordnung zum Schutze des Baumbestandes in Berlin vom 11. Januar 1982 (…Baumschutzverordnung - BaumSchVO -, GVBl. 1982, Nr. 7, S. 250 ff.) in der für die vorliegende Klage maßgeblichen Fassung vom 4. Februar 2016 (…GVBl. 2016, Nr. 3, S. 26), gültig ab dem 17. Februar 2016 bis 29. Mai 2019, Der Senat geht in ständiger Rechtsprechung davon aus, dass maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Festsetzung der Ausgleichsabgabe der Zeitpunkt der letzten behördlichen Entscheidung, hier des Widerspruchsbescheides vom 29. November 2018, ist (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 10. Februar 2011 - OVG 11 B 32.08 - juris, Rn. 28.).
- VGH Bayern, 05.02.2026 - 14 ZB 25.1511
Befreiung vom Verbot des Fällens eines schutzwürdigen Baums (Fichte) für …
Was die Stand- und Bruchsicherheit des Baums betrifft, weist das Verwaltungsgericht zu Recht darauf hin, dass allein abstrakte Gefahren nicht ausreichen (UA S.12 f., 14 f.; vgl. etwa auch OVG Berlin-Bbg, U.v. 11.9.2025 - 11 B 3/24 - juris Rn. 36 m.w.N.) und keine konkreten Anhaltspunkte für eine bestehende spezielle Gefahrenlage bestehen, was so vom Sachbearbeiter P. der Beklagten bestätigt worden sei (UA S. 14 f.). - VG Hamburg, 10.10.2025 - 7 K 172/24 Während die in § 6 Abs. 1 Nr. 3 BaumSchVO vorausgesetzte Gefahr lediglich konkretisiert sein muss, d.h. dass der Baumzustand bei ungehindertem Geschehensablauf über eine "allgemeine" Windbruchgefahr hinaus einen Schadenseintritt nach allgemeiner Lebenserfahrung in überschaubarer Zeit wahrscheinlich erscheinen lassen muss (vgl., verallgemeinerungsfähig, OVG Berlin, Urt. v. 11.9.2025, OVG 11 B 3/24, juris Rn. 36;… OVG Münster, Beschl. v. 4.1.2011, 8 A 2003/09, juris Rn. 4;… Urt. v. 8.10.1993, 7 A 2021/92, juris Rn. 107 zu dortigem Landes-/Ortsrecht), fordert § 5 Nr. 12 BaumSchVO, dass der Schadenseintritt zeitlich so nahe bevorsteht, dass die rechtzeitige Befassung der zuständigen Behörde mit einem Antrag auf Zulassung einer Ausnahme sinnvollerweise nicht mehr zu erwarten ist, und dass überdies gewiss ist, dass andere zumutbare Maßnahmen nicht in Betracht kommen (…vgl. auch die Verordnungsbegründung, Senats drs. 2023/440 v. 15.2.2023, S. 10, wonach § 6 Abs. 1 Nr. 3 BaumSchVO Fälle betreffe, in denen "die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr nicht sofort erforderlich [sind]").
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