Rechtsprechung
| BSG, 24.02.1987 - 11b RAr 35/85 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Unterbliebene Ermessensausübung - Verfahrensmangel - Aufhebungsbescheid - Unterhaltsgeld
Verfahrensgang
- SG Hannover, 06.03.1985 - S 3 Ar 767/83
- BSG, 24.02.1987 - 11b RAr 35/85
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (2)
- BSG, 06.11.1985 - 10 RKg 3/84
Behindertes Kind - Rückwirkende Bewilligung einer Rente - Ablehnung des Antrags …
Auszug aus BSG, 24.02.1987 - 11b RAr 35/85
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts -BSG- (BSGE 59, 111, 115 : SozR 1300 % ü8 Nr. 19;… SozR aaO Nr. 21; Urteil des Senats vom 21. Mai 1986 - 11b RAr 12/85 - Urteile des 7. Senats vom 26. Juni 1986 126/8H 13.August 1986 33/85 -) bedeutet. - BSG, 21.05.1986 - 11b RAr 12/85
Schlechterstellung des Rechtsmittelklägers - Aufhebung eines angefochtenen …
Auszug aus BSG, 24.02.1987 - 11b RAr 35/85
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts -BSG- (…BSGE 59, 111, 115 : SozR 1300 % ü8 Nr. 19;… SozR aaO Nr. 21; Urteil des Senats vom 21. Mai 1986 - 11b RAr 12/85 - Urteile des 7. Senats vom 26. Juni 1986 126/8H 13.August 1986 33/85 -) bedeutet.
- BSG, 30.06.2016 - B 5 RE 1/15 R
Rückwirkende Aufhebung eines Verwaltungsaktes (hier: Bewilligung von Zuschüssen …
Rn. 32 Wie bereits oben ausgeführt, entscheidet über das Vorliegen eines atypischen Falles der Zweck der jeweiligen Sollvorschrift nach den Umständen des Einzelfalles (…stRspr, BSG Urteile vom 27.7.2000 - B 7 AL 42/99 R - BSGE 87, 31 = SozR 3-4100 § 134 Nr. 22 S 85…, vom 29.6.1994 - 1 RK 45/93 - BSGE 74, 287 = SozR 3-1300 § 48 Nr. 33 S 72 und vom 24.2.1987 - 11b RAr 35/85 - SozR 1300 § 48 Nr. 30 = Juris RdNr 12). - BSG, 09.06.1988 - 4 RA 9/88
Aufrechnung im sozialgerichtlichen Verfahren - Maßgeblicher Zeitpunkt - …
Nach der ständigen Rechtsprechung des BSG (zuletzt SozR 1300 § 48 Nr. 30 mwN) bedeutet "soll", daß der Leistungsträger in der Regel den Verwaltungsakt rückwirkend aufzuheben hat und nur in atypischen Fällen nach seinem Ermessen hiervon absehen darf. - BSG, 23.02.1988 - 12 RK 50/86
Verzinsung - Beitragsforderung - Stundung
Das Wort "soll" bedeutet, daß in der Regel Stundungszinsen in angemessener Höhe zu erheben sind, der Kasse/Einzugsstelle jedoch in sogenannten "atypischen Fällen" ein Ermessen zusteht, Zinsen in geringerer Höhe zu erheben oder von der Verzinsung ganz abzusehen (vgl.. zur Bedeutung des Wortes "soll": BSG SozR 1300 § 48 Nr. 30 m.w.N.).
- BSG, 11.02.1988 - 7 RAr 55/86
Aufhebung eines unrichtig gewordenen Verwaltungsaktes - Atypischer Fall - …
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (…BSGE 59, 111, 115 = SozR 1300 § 48 Nr. 19;… SozR 1300 Art. 2 § 40 Nr. 8;… SozR 1300 § 48 Nrn 21, 22, 24, 25;… BSGE 60, 180, 185 = SozR 1300 § 48 Nr. 26; SozR 1300 § 48 Nr. 30) und des Bundesverwaltungsgerichts (vgl.. BVerwG Buchholz 436.36 § 53 BAföG Nr. 5 und das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil vom 17. September 1987 - 5 C 26.84 -; ebenso die Urteile vom 17. September 1987 - 5 C 19.84, 20.84, 43.84 und 16.86 -) bedeutet das "soll" in § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB X, daß der Leistungsträger den Verwaltungsakt in der Regel rückwirkend aufhebt, daß er jedoch in atypischen Fällen hiervon absehen darf. - LSG Nordrhein-Westfalen, 20.06.2007 - L 17 U 125/04
Anerkennung von Berufskrankheiten (Erkrankung durch Quecksilber oder seine …
Ob ein atypischer Fall vorliegt, ist gerichtlich voll überprüfbar, weil es sich dabei um einen unbestimmten Rechtsbegriff handelt (BSG, Urteile vom 19. Februar 1986, Az.: 7 RAr 55/84, SozR 1300 § 48 Nr. 22, vom 24. Februar 1987, Az.: 11b RAr 35/85, SozR 1300 § 48 Nr. 30, vom 11. Februar 1988, Az.: 7 RAr 55/86, SozR 1300 § 48 Nr. 44 …und vom 23. Februar 1988, Az.: 12 RK 50/86, SozR 2100 § 76 Nr. 1;… Wagner, a.a.O.). - LSG Nordrhein-Westfalen, 08.02.2007 - L 9 AS 26/06
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Die Überprüfung einer Ermessensausübung kann daher erst erfolgen, wenn das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen geklärt ist (vgl. BSG SozR 1300 § 48 Nr. 30). - LSG Nordrhein-Westfalen, 27.11.2002 - L 8 LW 14/02
Rentenversicherung
Nach der ständigen Rechtsprechung des BSG vgl. u.a. BSG SozR 1300 § 48 Nr. 30) bedeutet "soll", dass der Leistungsträger in der Regel den Verwaltungsakt rückwirkend aufheben muss, ihm in atypischen Fällen aber ein Ermessensspielraum zusteht und er von der rückwirkenden Aufhebung absehen darf. - SG Dortmund, 30.04.2008 - S 48 (44) KR 298/05 Ob ein atypischer Fall vorliegt, ist gerichtlich voll überprüfbar, weil es sich dabei um einen unbestimmten Rechtsbegriff handelt (BSG, Urteile vom 19. Februar 1986, Az.: 7 RAr 55/84, SozR 1300 § 48 Nr. 22, vom 24. Februar 1987, Az.: 11 b RAr 35/85, SozR 1300 § 48 Nr. 30, vom 11. Februar 1988, Az.: 7 RAr 55/86, SozR 1300 § 48 Nr. 44 …und vom 23. Februar 1988, Az.: 12 RK 50/86, SozR 2100 § 76 Nr. 1;… Wagner, a.a.O.).
- BSG, 04.02.1988 - 11 RAr 27/87 Die Annahme des 9a Senats, beim Vorliegen der Rücknahmevoraussetzungen des § 45 Abs. 2 SGB 10 sei der Ermessensspielraum, wie ihn die herrschende Meinung annehme, im Regelfall auf Null geschrumpft im Sinne einer Rückforderung, räumt der Verwaltung nur ein "Soll-Ermessen" ein, also ein Ermessen in atypischen Fällen, wie dies der Rechtsprechung zu § 48 Abs. 1 Satz 2 SGB 10 entspricht (SozR 1300 § 48 Nr. 30 mwN).
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