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Rechtsprechung
   OVG Rheinland-Pfalz, 18.10.1988 - 12 E 48/88   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1988,23791
OVG Rheinland-Pfalz, 18.10.1988 - 12 E 48/88 (https://dejure.org/1988,23791)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 18.10.1988 - 12 E 48/88 (https://dejure.org/1988,23791)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 18. Oktober 1988 - 12 E 48/88 (https://dejure.org/1988,23791)
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Wird zitiert von ... (5)

  • OVG Rheinland-Pfalz, 12.01.1990 - 11 E 70/89

    Prozeßkostenhilfe; Beschwerdeverfahren; Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung; …

    Für die Beschlußfassung über den Prozeßkostenhilfeantrag ist wie bei jeder anderen gerichtlichen Entscheidung über ein Leistungs- oder Verpflichtungsbegehren auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung abzustellen (OVG Rheinland-Pfalz, Beschluß vom 18. Oktober 1988 - 12 E 48/88 - VGH Baden-Württemberg, Beschluß vom 10. Juli 1987, VBlBW 1988, 188;… Kopp, VwGO, Rdnr. 11 und 20 zu § 166 VwGO; Thomas-Putzo, ZPO, Anm. 3 a zu § 114 ZPO).

    Dies gilt nicht nur dann, wenn, wie im vorliegenden Fall, der Beschluß des Beschwerdegerichts im Prozeßkostenhilfeverfahren der abschließenden Entscheidung des Gerichts in der Hauptsache vorausgeht, sondern auch dann, wenn zwischenzeitlich die Entscheidung zur Hauptsache ergangen und rechtskräftig geworden ist (vgl. dazu OVG Rheinland-Pfalz, Beschluß vom 18. Oktober 1988 - 12 E 48/88 - und Beschluß vom 20. Juni 1989 - 11 E 30/89 -).

    Soweit eine Reihe von Gerichten in diesen Fällen abweichend von dem oben wiedergegebenen Grundsatz, daß das Beschwerdegericht jeweils auf den Zeitpunkt seiner Entscheidung abzustellen hat, mit ähnlichen Argumenten wie hinsichtlich der Frage der rückwirkenden Bewilligung von Prozeßkostenhilfe bei unveränderter Beurteilung der Rechtslage (…OVG Bremen, a.a.O.; vgl. dazu auch OVG Rheinland- Pfalz, Beschluß vom 18. Oktober 1988 - 12 E 48/88 - und zur gesamten Problematik insbesondere Zöller, ZPO 15. Auflage, Anm. 17 und 20 zu § 119 ZPO) aus Billigkeitsgründen den Zeitpunkt der Prozeßkostenhilfeantragstellung bzw. der sog. "Bewilligungsreife" für maßgebend erachtet, kann dem nicht gefolgt werden.

  • OLG Köln, 29.07.2010 - 27 WF 134/10

    Prozessstandschaft gem. § 1629 Abs. 3 S. 1 BGB über die Scheidung der Ehe hinaus …

    Dies entspricht der wohl herrschenden Meinung in der Rechtsprechung der ordentlichen Gerichte (OLG Frankfurt MDR 1983, 137; 1986, 857; EzFamR aktuell 2002, 63; OLG Hamm FamRZ 1985, 825; OLG Düsseldorf Beschluss vom 2.12.1987 - 1 W 41/87; FamRZ 2002, 1713; OLGR 2005, 94; MDR 2009, 1356; OLG Naumburg OLG-NL 1999, 48; FamRZ 2009, 1427; OLG Nürnberg FamRZ 2004, 1219; LG Saarbrücken JurBüro 1999, 144) sowie der öffentlich-rechtlichen Gerichtsbarkeiten, deren Verfahrensgesetze auf die §§ 114ff ZPO verweisen (BFH BB 1984, 2249 = DB 1984, 2495; Beschluss vom 20.6.2001 - VII B 26/01; OVG Koblenz NJW 1982, 2834; Beschluss vom 18.10.1988 - 12 E 48/88; NVwZ-RR 1994, 123; OVG Weimar 1998, 488; LSG Erfurt Beschluss vom 17.4.2008 - L 6 B 19/06 R m.w.N.) und der Literatur (…Zöller/Geimer, ZPO, 28. Aufl., § 127 RN 50;… Reichold in Thomas/Putzo, ZPO, 31. Aufl., § 127 RN 5;… Motzer in MüKo-ZPO, 3. Aufl., § 127 RN 17; Horndasch/Viefhues/Götsche, FamFG, § 76 RN 205;… Johannsen/Henrich/ Markwardt, Familienrecht, 5. Aufl., § 127 ZPO RN 22; Künkel/Engels in Rahm/Künkel, Handbuch des Familiengerichtsverfahrens, II 126).
  • OVG Rheinland-Pfalz, 13.12.1990 - 2 E 12010/90

    Prozeßkostenhilfeantrag; Beschleunigungsgebot; Beweisaufnahme zur Hauptsache; …

    Dem entspricht es, daß eine auf den Zeitpunkt der vollständigen Einreichung des Prozeßkostenhilfeantrages zurückwirkende Bewilligung der Prozeßkostenhilfe nach weitgehend übereinstimmender Auffassung in Rechtsprechung und Literatur trotz des in die Zukunft gerichteten Wortlauts des § 114 Satz 1 ZPO grundsätzlich möglich und in bestimmten Fällen geboten ist (vgl. etwa BGH, Beschluß vom 30. September 1981, MDR 1982, 217 = NJW 1982, 446; BayVGH, Beschluß vom 15. April 1982, BayVBl 1983, 220; OVG Münster, Beschluß vom 05 Oktober 1984, OVGE 37, 183, 184; OVG Bremen, Beschluß vom 13. September 1988, NVwZ-RR 1989, 585; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluß vom 18. Oktober 1988 - 12 E 48/88 - Umdr.

    In dieser Frage schließt sich der Senat zumindest für den vorliegenden Sachverhalt der Auffassung an, daß es auf den Zeitpunkt ankommt, zu dem der Prozeßkostenhilfeantrag entscheidungsreif geworden ist, und nicht auf denjenigen der (verspäteten) gerichtlichen Entscheidung (ebenso VGH Bad.-Württ., Beschlüsse vom 31. Oktober 1984, VBlBW 1985, 134, vom 10. Juli 1986, VBlBW 1987, 296 und vom 09. Februar 1988, VBlBW 1988, 189; OVG Hamburg, Beschluß vom 25. August 1986, aaO; OVG Münster, Beschluß vom 05. Oktober 1984, aaO; OVG Bremen, Beschluß vom 13. September 1988, aaO; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, aaO, § 114 Anm. 7 B; vgl. auch Blümler, MDR 1983, 96, 99; Schneider, MDR 1977, 619, 620; a.A.: VGH Bad.-Württ., Beschlüsse vom 31. März 1987, VBlBW 1987, 296, 297 und vom 10. Juli 1987, VBlBW 1988, 188; BayVGH, Beschluß vom 04. Dezember 1986, BayVBl 1988, 93; OVG Rheinland-Pfalz, Beschlüsse vom 18. Oktober 1988 - 12 E 48/88 - Umdr.

  • OVG Rheinland-Pfalz, 27.01.1993 - 12 A 10776/91

    Prozeßkostenhilfe; Berufungsverfahren; Nichtzulassung der Revision; …

    Wird über einen Antrag auf Gewährung von Prozeßkostenhilfe für das Berufungsverfahren erst entschieden, nachdem das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision in dem die Klage abweisenden Berufungsurteil zurückgewiesen hat, so ist die damit feststehende Aussichtslosigkeit der Rechtsverteidigung abweichend von § 119 Satz 2 ZPO bei der Entscheidung über den Prozeßkostenhilfeantrag zu berücksichtigen (Fortführung des Beschlusses des 12. Senats vom 18. Oktober 1988 - 12 E 48/88 -).
  • OVG Rheinland-Pfalz, 15.11.1990 - 13 B 12285/90

    Neuregelung des Ausländerrechts; Aussetzung einer Abschiebungsandrohung; …

    Soweit sich die Beschwerde außerdem gegen die Versagung der Prozeßkostenhilfe zur Durchführung des erstinstanzlichen Verfahrens richtet, vermag der Antragsteller mit ihr gleichfalls nicht durchzudringen, nachdem er sich insofern schon aufgrund des nunmehr unanfechtbaren Beschlusses des Verwaltungsgerichts über seinen Aussetzungsantrag dessen fehlende Erfolgsaussichten entgegenhalten lassen muß (vgl. Beschluß des Senates vom 25. August 1988 - 13 E 23/88 -, DÖV 1989, S. 36 bzw. des 12. Senates des Gerichts vom 18. Oktober 1988 - 12 E 48/88 -).
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