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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2023,36557
OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22 (https://dejure.org/2023,36557)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 19.04.2023 - 13 U 168/22 (https://dejure.org/2023,36557)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 19. April 2023 - 13 U 168/22 (https://dejure.org/2023,36557)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Verfahrensgang

  • LG Wuppertal - 3 O 79/21
  • OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (12)

  • BGH, 16.12.2020 - IV ZR 294/19

    Begründung einer Prämienanpassung in der privaten Krankenversicherung

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Die Zulässigkeit der Feststellungsanträge folgt im Sinne einer Zwischenfeststellungsklage daraus, dass sie vorgreifliche Rechtsfragen zu den Zahlungsanträgen betreffen (vgl. BGH, Urt. v. 16.12.2020, IV ZR 294/19, Rz. 20 = NJW 2021, 378, 379 a.E.).

    Rn. 81 Auch der Antrag auf Feststellung der Pflicht zur Nutzungsherausgabe ist zulässig (…vgl. BGH, Urteile vom 19.12.2018, IV ZR 255/17, BGHZ 220, 297-323, Rz. 17, und vom 16.12.2020, IV ZR 294/19, BGHZ 228, 56-75, Rz. 19 f.).

    Dem Versicherungsnehmer müssen nicht alle Gründe der Beitragserhöhung genannt werden, sondern nur die für die Prämienanpassung entscheidenden Umstände (BGH, Urteil vom 16. Dezember 2020, IV ZR 294/19, BGHZ 228, 56 Rz. 29).

    Die Überprüfung wird ausgelöst, sobald der Schwellenwert überschritten wird (…BGH, Urteile vom 21. Juli 2021, IV ZR 191/20 - juris, Rz. 26, und vom 16. Dezember 2020, IV ZR 294/19 - juris, Rz. 29).

    Rn. 92 Zudem muss der Versicherungsnehmer erkennen können, dass eine Veränderung der Rechnungsgrundlage über dem geltenden Schwellenwert die konkrete Beitragserhöhung ausgelöst hat (BGH, Urteil vom 16. Dezember 2020, IV ZR 294/19 - juris, Rz. 29).

    Die Mitteilungspflicht hat hingegen nicht den Zweck, dem Versicherungsnehmer eine Plausibilitätskontrolle der Prämienanpassung zu ermöglichen (BGH, Urteile vom 16. Dezember 2020, IV ZR 314/19 - juris, Rz. 29 ff., und IV ZR 294/19 - juris, Rz. 34 ff.).

  • OLG Stuttgart, 15.07.2021 - 7 U 237/18

    Unzureichende Begründung der PKV

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Anlass für seinen Vortrag waren keine rechnerischen Ungereimtheiten wie weit über den Kostensteigerungen liegende Prämienerhöhungen (…so im vom BVerfG a.a.O. entschiedenen Verfahren), sondern Auslöser war erkennbar die Veröffentlichung der Entscheidung OLG Stuttgart, Beweisbeschluss v. 15.07.2021, 7 U 237/18, welcher der Kläger sein Vorbringen zu den Anforderungen des Prüfungsverfahrens entnommen hat.

    Rn. 114 Der Kläger hat als Versuch einer Plausibilisierung ausgeführt, es gebe nur 16 Treuhänder in Deutschland; folglich sei es nicht ausgeschlossen, dass im vorliegenden Verfahren der gleiche Treuhänder den Beitragserhöhungen zugestimmt habe, wie in dem Verfahren OLG Stuttgart 7 U 237/18.

    Diese Ausführungen ergeben insofern keinen Sinn, als zu dem Verfahren OLG Stuttgart 7 U 237/18 soweit ersichtlich ausschließlich ein Beweisbeschluss veröffentlicht wurde, der eine Überprüfung einer Beitragserhöhung nach aktuariellen Grundsätzen vorsah.

  • BGH, 16.12.2020 - IV ZR 314/19

    Begründung einer Prämienanpassung in der privaten Krankenversicherung

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Die Mitteilungspflicht hat hingegen nicht den Zweck, dem Versicherungsnehmer eine Plausibilitätskontrolle der Prämienanpassung zu ermöglichen (BGH, Urteile vom 16. Dezember 2020, IV ZR 314/19 - juris, Rz. 29 ff., und IV ZR 294/19 - juris, Rz. 34 ff.).

    Mit dem Begriff der "Leistungen" ist für den verständigen Versicherungsnehmer erkennbar die Rechnungsgröße "Versicherungsleistungen" aus § 203 Abs. 2 VVG gemeint (vgl. BGH, Urteil vom 16. Dezember 2020, IV ZR 314/19 - juris, Rz. 37; OLG Hamm, Urteil vom 30. Juni 2021, 20 U 155/20, VersR 2021, 1352).

    Mit dem Begriff der "Leistungen" ist für den verständigen Versicherungsnehmer erkennbarer die Rechnungsgröße "Versicherungsleistungen" aus § 203 Abs. 2 VVG gemeint (vgl. BGH, Urteil vom 16. Dezember 2020, IV ZR 314/19 - juris, Rz. 37; OLG Hamm, Urteil vom 30. Juni 2021, 20 U 155/20, VersR 2021, 1352).

  • OLG Hamm, 30.06.2021 - 20 U 152/20

    Wirksamkeit von Prämienanpassungen in einer Krankheitskostenversicherung; Fehlen …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Mit dem Begriff der "Leistungen" ist für den verständigen Versicherungsnehmer erkennbar die Rechnungsgröße "Versicherungsleistungen" aus § 203 Abs. 2 VVG gemeint (vgl. BGH…, Urteil vom 16. Dezember 2020, IV ZR 314/19 - juris, Rz. 37; OLG Hamm, Urteil vom 30. Juni 2021, 20 U 155/20, VersR 2021, 1352).

    Mit dem Begriff der "Leistungen" ist für den verständigen Versicherungsnehmer erkennbarer die Rechnungsgröße "Versicherungsleistungen" aus § 203 Abs. 2 VVG gemeint (vgl. BGH…, Urteil vom 16. Dezember 2020, IV ZR 314/19 - juris, Rz. 37; OLG Hamm, Urteil vom 30. Juni 2021, 20 U 155/20, VersR 2021, 1352).

  • BGH, 22.06.2022 - IV ZR 253/20

    Zur Wirksamkeit von § 8b Abs. 1 MB/KK 2009 für die Prämienanpassung in der …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Der Bundesgerichtshof hat auf die Revision gegen das vom Kläger zitierte Urteil des OLG Köln mit Urteil vom 22.06.2022 - IV ZR 253/20 - entschieden, dass § 8b Abs. 1 MB/KK 2009 in Verbindung mit den Tarifbedingungen des Versicherers für derartige Prämienerhöhungen eine wirksame Prämienanpassungsklausel darstellt.
  • BVerfG, 28.12.1999 - 1 BvR 2203/98

    Effektiver Rechtsschutz gegen Prämienerhöhungen privater Krankenversicherungen …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Rn. 111 Dabei verkennt der Senat nicht, dass der Rechtsschutz gegen Prämienerhöhungen im Sinne eines effektiven Rechtsschutzes voraussetzt, dass auch die Einschaltung des Treuhänders überprüft werden kann (BVerfG, Beschl. v. 28.12.1999, 1 BvR 2203/98).
  • BGH, 14.04.2021 - IV ZR 36/20

    Rückforderung von unwirksamen Beitragserhöhungen in der PKV

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Rn. 94 Ob die Mitteilung einer Prämienanpassung den gesetzlichen Anforderungen genügt, hat der Tatrichter im jeweiligen Einzelfall zu entscheiden (BGH, Urteil vom 14. April 2021 - IV ZR 36/20 -, Rz. 23, juris).
  • BGH, 19.12.2018 - IV ZR 255/17

    Zu Prämienanpassungen in der privaten Krankenversicherung

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Rn. 81 Auch der Antrag auf Feststellung der Pflicht zur Nutzungsherausgabe ist zulässig (vgl. BGH, Urteile vom 19.12.2018, IV ZR 255/17, BGHZ 220, 297-323, Rz. 17, …und vom 16.12.2020, IV ZR 294/19, BGHZ 228, 56-75, Rz. 19 f.).
  • BGH, 17.11.2021 - IV ZR 113/20

    Verjährung von Rückforderungsansprüchen nach einer Prämienanpassung in der …

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    In diesem Sinne entscheidend ist nur, ob eine Veränderung der erforderlichen gegenüber den kalkulierten Versicherungsleistungen oder Sterbewahrscheinlichkeiten die in § 155 Abs. 3 und 4 VAG oder in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen geregelten Schwellenwerte überschreitet oder nicht (BGH, Urteil vom 17. November 2021, IV ZR 113/20 - juris, Rz. 27).
  • OLG Köln, 22.09.2020 - 9 U 237/19

    Unzulässige Beitragserhöhung der DKV

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 19.04.2023 - 13 U 168/22
    Zur Unwirksamkeit der Klausel aus § 8b Abs. 2 AVB beruft sich der Kläger auf ein Urteil des OLG Köln vom 22.09.2020 (9 U 237/19).
  • BGH, 21.07.2021 - IV ZR 191/20

    Beitragserhöhung in der privaten Krankenversicherung

  • OLG Karlsruhe, 09.07.2021 - 13 U 168/21

    Herausgabeanspruch nach Verjährungseintritt bei Erwerb von Dieselskandal-Neuwagen

  • LG Wuppertal, 10.10.2024 - 9 S 30/24
    Nach ständiger Rechtsprechung des BGH, wobei sie auf das Urteil des BGH vom 14.07.2003, Az. II ZR 335/00 und das des OLG Düsseldorf vom 19.04.2024, Az. I-13 U 168/22, verwiesen hat, trage der Bereicherungsgläubiger die Beweislast für das Tatbestandsmerkmal "ohne Rechtsgrund".

    Mit dem Begriff der "Leistungen" ist für den verständigen Versicherungsnehmer erkennbar die Rechnungsgröße "Versicherungsleistungen" aus § 203 Abs. 2 VVG gemeint (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 19.04.2023, Az. 13 U 168/22 = BeckRS 2023, 43800, Rz. 46; OLG Hamm, Urteil vom 30.06.2021, Az. 20 U 152/20 = VersR 2021, 1352, 1353; im Ergebnis ebenso: BGH…, Urteil vom 16..12.2020, Az. IV ZR 314/19 = r+s 2021, 95, Rz. 37).

  • LG Wuppertal, 28.12.2023 - 16 O 124/22
    Vielmehr ergibt sich aus dem klägerischen Schriftsatz vom 08.02.2023 (vgl. Bl. 97 f., 101 ff. und 114 d.A.), dass Auslöser für seinen Vortrag, die Prämienanpassungen seien unwirksam, offensichtlich die Veröffentlichung der Urteile des KG vom 08.02.2022, Az. 6 U 88/18 und des OLG Stuttgart vom 15.07.2021, Az. 7 U 237/18 gewesen sind (vgl. hierzu auch OLG Düsseldorf, Beschluss vom 19.04.2023, Az. I-13 U 168/22).

    Dem Kläger wäre es jedoch möglich gewesen, in die Unterlagen Einsicht zu nehmen und unter Zuhilfenahme seines Rechtsbeistandes zu der behaupteten Unvollständigkeit der dem Treuhänder vorgelegten Unterlagen substantiiert Stellung zu nehmen, sodass er auf Behauptungen "ins Blaue hinein" nicht angewiesen war (vgl. hierzu OLG Düsseldorf, Urteil vom 19.04.2023, Az. I-13 U 168/22).

  • OLG Zweibrücken, 22.01.2025 - 1 U 53/22

    Überprüfung von Beitragsanpassung einer privaten Krankenversicherung

    Rn. 30 Nur in diesem Sinn versteht der Senat die Vortrags- und Bestreitenslast des Versicherten in Beitragsanpassungsverfahren wie dem streitgegenständlichen (so auch OLG Köln, Urteil vom 29.10.2019, Az. 9 U 127/18; vom BGH im Revisionsverfahren nicht beanstandet, vgl. Urteil vom 16.12.2020, Az. IV ZR 294/19; jeweils Juris; in gleicher Weise z.B. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 19.04.2023, Az. 13 U 168/22; OLG Köln, Beschluss vom 28.07.2022, Az. 20 U 537/22; OLG Brandenburg, Urteil vom 12.07.2023, Az. 11 U 250/22; OLG München, Beschluss vom 06.03.2019, Az. 25 U 1969/18; jeweils Juris).
  • LG Wuppertal, 03.08.2023 - 4 O 464/19
    Rn. 39 Spätestens nachdem die Beklagte dem Kläger und seinem Prozessvertreter die technischen Berechnungsgrundlagen zugänglich gemacht hat, können sie sich nicht mehr auf ein etwaiges Wissensdefizit zurückziehen: Der Kläger ist auf Prozessbehauptungen "ins Blaue hinein" nicht angewiesen (ebenso OLG Düsseldorf, Beschluss vom 19.04.2023, I-13 U 168/22).
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