Rechtsprechung
| VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Festsetzungsbescheide der Ärztekammer Berlin betreffend den Beitrag zur Ärztekammer ; Tätigkeit als Vorstandsmitglied in einer Kassenärztlichen Vereinigung als ärztliche Tätigkeit; Verstoß gegen den Gleichheitssatz wegen fehlender Differenzierung zwischen praktisch ...
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (10)
- BVerwG, 26.01.1993 - 1 C 33.89
Ärztekammer - Kammerbeiträge - Bemessung
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Diese Regelung entspricht noch nicht hinreichend den Anforderungen des Gleichheitssatzes in der Ausgestaltung, die er durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts für das Recht der Kammerbeitrage gefunden hat In dem insoweit grundlegenden Urteil vom 26 Januar 1993 (BVerwGE 92, 24) hat das Bundesverwaltungsgericht ausgeführt.Wegen dieses Gestaltungsspielraums verbot sich eine Aufrechterhaltung in den Grenzen des unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten als rechtlich zulässig Erscheinenden (BVerwGE 92, 24).
- OVG Niedersachsen, 06.09.1996 - 8 L 728/95
Ärztekammer; Höhe der Beiträge; Gleichheitssatz; Äquivalenzprinzip
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Umgekehrt ausgedruckt: Von einer ärztlichen Tätigkeit kann erst dann nicht mehr gesprochen werden, wenn es um berufsfremde Aktivitäten geht, die in keinerlei Zusammenhang mit der ärztlichen Ausbildung und medizinischen Fachkenntnissen stehen (vgl. OVG Lüneburg, Urt. v 6 September 1996, NdsRpfl 1999, 34, VG Braunschweig, Urt. v 14 Dezember 1994, MedR 1995, 283 f, VG Schwerin, Urt. vom 15 Juli 1999, 8 A 896/94, juris).Weitere Beispiele sind Ärzte, die journalistisch oder gutachterlich tätig sind oder, wie der Kläger, eine ärztliche Tätigkeit verwaltender Art ausüben Dementsprechend hat das OVG Lüneburg auf der Grundlage der Rechtsprechung des BVerwG die Heranziehung eines in der Luftfahrtverwaltung tätigen Arztes für Flugmedizin zu vollen Kammerbeitragen für unzulässig erklärt (OVG Lüneburg, Urt. vom 6 September 1996, 8 L 728/95, NdsRpfl 1999, 34).
- BVerwG, 25.11.1971 - I C 48.65
Pflichtmitgliedschaft eines Amtsarztes bei der Landesärztekammer
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Dabei sind insbesondere das Äquivalenzprinzip und der Gleichheitssatz zu beachten (vgl. BVerwGE 39, 100, [BVerwG 25.11.1971 - I C 48/65], Urteile vom 26 Juni 1990 - BVerwG 1 C 45 87 - Buchholz 430 3 Kammerbeitrage Nr. 22 *= NVwZ 1990, 1167 [BVerwG 26.06.1990 - 1 C 45/87] und vom 3 September 1991 - BVerwG 1 C 24 88 - Buchholz 451 45 § 73 HWO Nr. 1 *= NVwZ-RR 1992, 175 [BVerwG 03.09.1991 - 1 C 24/88]).Daraus ergibt sich, wie der Senat bereits entschieden hat (BVerwGE 39, 100 ), die Befugnis, von den im öffentlichen Dienst tätigen Mitgliedern die praktisch tätigen Ärzte zu höheren Beitragen heranzuziehen als die nur theoretisch arbeitenden Grundlagenmediziner.
- VerfGH Berlin, 21.03.2003 - VerfGH 2/03
Bemessung des Kammerbeitrags für rein wissenschaftlich tätige Ärzte mit …
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Der potenzielle Nutzen aus dieser Aufgabe kommt jedoch allen Mitgliedern zugute (Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin, Beschluss vom 21 März 2003, VerfGH 2/03).Auch dem Umfang nach ist diese Absenkung nicht zu beanstanden, wie der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin inzwischen entschieden hat (Beschluss vom 21 März 2003 VerfGH 2/03).
- OVG Niedersachsen, 09.12.2002 - 8 LA 156/02
Berücksichtigungsfähigkeit von Ortszuschlagteilen im öffentlichen Dienst tätiger …
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Rn. 34 Allerdings ist anerkannt, dass Durchbrechungen des Gleichheitssatzes durch Typisierungen und Pauschalierungen aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung und Verwaltungspraktikabilität auch im Kammerbeitragsrecht zulässig sind, solange die dadurch entstehende Gleich- oder (wie hier) Ungleichbehandlung noch in einem angemessenen Verhältnis zu den erhebungstechnischen Vorteilen der Typisierung steht (s OVG Lüneburg, Beschl v 9 Dez 2002 NVwZ-RR 2003, 664, VGH Mannheim, Beschl v 26 Juni 1998, MedR 1999, 189). - VG Gießen, 25.02.2002 - 10 E 3916/01
Arzt; Kammerbeitrag; Bemessung; Grundlagenforscher; Beitragsreduzierung
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Eine Ärztekammer ist nicht gehalten, bei der Beitragsbemessung allen Besonderheiten ihrer Mitglieder Rechnung zu tragen, im Interesse einer möglichst einfach zu handhabenden Beitragsordnung kann sie vielmehr in sachlich vertretbarem Rahmen auch Pauschalierungen vornehmen (…OVG Berlin OVGE 20, 130, 136, OVG Lüneburg MedR 1989, 104, 106, BVerwG, Urt. v 10 September 1974, Buchholz 418 00 Nr. 23), nicht jeder Einzelfall muss einer besonderen Lösung zugeführt werden (VG Gießen, Urt. v 25 Februar 2002, MedR 2002, 523, 524). - OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 23.09.1988 - 8 A 5/86
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Eine Ärztekammer ist nicht gehalten, bei der Beitragsbemessung allen Besonderheiten ihrer Mitglieder Rechnung zu tragen, im Interesse einer möglichst einfach zu handhabenden Beitragsordnung kann sie vielmehr in sachlich vertretbarem Rahmen auch Pauschalierungen vornehmen (OVG Berlin OVGE 20, 130, 136, OVG Lüneburg MedR 1989, 104, 106, BVerwG, Urt. v 10 September 1974, Buchholz 418 00 Nr. 23), nicht jeder Einzelfall muss einer besonderen Lösung zugeführt werden (…VG Gießen, Urt. v 25 Februar 2002, MedR 2002, 523, 524). - BVerwG, 26.06.1990 - 1 C 45.87
Anforderungen an die Mitgliedsbeiträge zur IHK
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Dabei sind insbesondere das Äquivalenzprinzip und der Gleichheitssatz zu beachten (vgl. BVerwGE 39, 100, [BVerwG 25.11.1971 - I C 48/65], Urteile vom 26 Juni 1990 - BVerwG 1 C 45 87 - Buchholz 430 3 Kammerbeitrage Nr. 22 *= NVwZ 1990, 1167 [BVerwG 26.06.1990 - 1 C 45/87] und vom 3 September 1991 - BVerwG 1 C 24 88 - Buchholz 451 45 § 73 HWO Nr. 1 *= NVwZ-RR 1992, 175 [BVerwG 03.09.1991 - 1 C 24/88]). - BVerwG, 03.09.1991 - 1 C 24.88
Gewerberecht: Bemessung des Beitrags für die Handwerksinnung bei Mischbetrieben
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Dabei sind insbesondere das Äquivalenzprinzip und der Gleichheitssatz zu beachten (vgl. BVerwGE 39, 100, [BVerwG 25.11.1971 - I C 48/65], Urteile vom 26 Juni 1990 - BVerwG 1 C 45 87 - Buchholz 430 3 Kammerbeitrage Nr. 22 *= NVwZ 1990, 1167 [BVerwG 26.06.1990 - 1 C 45/87] und vom 3 September 1991 - BVerwG 1 C 24 88 - Buchholz 451 45 § 73 HWO Nr. 1 *= NVwZ-RR 1992, 175 [BVerwG 03.09.1991 - 1 C 24/88]). - VG Schwerin, 15.07.1999 - 8 A 896/94
Auszug aus VG Berlin, 20.04.2005 - 14 A 109.01
Umgekehrt ausgedruckt: Von einer ärztlichen Tätigkeit kann erst dann nicht mehr gesprochen werden, wenn es um berufsfremde Aktivitäten geht, die in keinerlei Zusammenhang mit der ärztlichen Ausbildung und medizinischen Fachkenntnissen stehen (vgl. OVG Lüneburg, Urt. v 6 September 1996, NdsRpfl 1999, 34, VG Braunschweig, Urt. v 14 Dezember 1994, MedR 1995, 283 f, VG Schwerin, Urt. vom 15 Juli 1999, 8 A 896/94, juris).
- OVG Saarland, 23.08.2006 - 1 R 19/06
Pflichtmitgliedschaft einer psychologischen Psychotherapeutin zur …
1995, 20 (der Begriff der ärztlichen Tätigkeit im Sinne des niedersächsischen Kammerbeitragsrechts für Ärzte schließt die Tätigkeit der in den klinischen und den theoretischen Fächern mit der entsprechenden Grundlagenforschung - hier: Biochemie - lehrenden und forschenden Ärzte ein), sowie vom 23.9.1988 - 8 A 5/86 -, MedR 1989, 104 (Lehrstuhlinhaber für Physiologie und Anatomie, die im Besitz der ärztlichen Approbation sind, üben ihre Tätigkeit unter der Berufsbezeichnung Arzt aus und sind deshalb Pflichtmitglieder der Ärztekammer und beitragspflichtig); vgl. weiterhin VGH Kassel, Urteil vom 29.9.1992 - 11 UE 1829/90 -, ESVGH 43, 47 = MedR 1993, 269 (dieses Urteil lag der revisionsrechtlichen Überprüfung durch das BVerwG in der oben bereits zitierten Entscheidung vom 30.1.1996 - 1 C 9/93 -, NJW 1997, 814, zugrunde und wurde nur deshalb aufgehoben und die Sache zurückverwiesen, weil sich dem Berufungsurteil keine Feststellungen über den Inhalt der Beitragssatzung entnehmen ließen); siehe auch VG Berlin, Urteil vom 20.4.2005 - 14 A 109.01 -, dokumentiert bei Juris: die dieser Beitragsstreitigkeit zugrunde liegende Beitragsordnung definiert ärztliche Tätigkeiten ausdrücklich als jede Tätigkeit eines approbierten Arztes, bei der ärztliche Fachkenntnisse angewendet oder mitverwendet werden; dazu gehöre - so § 4 Abs. 2 BO - nicht nur die Behandlung von Patienten, sondern z.B. auch die Tätigkeit in der medizinischen Lehre und Forschung, in Wirtschaft, Industrie und Verwaltung, als Fachjournalist sowie gelegentliche Tätigkeit als ärztlicher Gutachter, als Praxisvertreter oder im ärztlichen Notfalldienst (S. 4). - VG Karlsruhe, 28.02.2008 - 9 K 79/07
Kein Kammerbeitrag für Arzt der als Vorstandsvorsitzender einer …
Rn. 18 Ausgehend hiervon hat die Rechtsprechung als Ausübung des ärztlichen Berufs bzw. als ärztliche Tätigkeit im Sinne des Kammerrechts auch folgende Tätigkeiten angesehen: Forschung und Lehre an Hochschulen und Universitäten (…BVerwG, Urt. v. 26.01.1993, a.a.O.; Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin, Beschl. v. 21.03.2003 - 2/03 -, juris;… Nieders.OVG, Urt. v. 23.09.1988, MedR 1989, 104;… OVG Lüneburg, Urt. v. 09.12.1959, OVGE 15, 377;… VG Gießen, Urt. v. 25.02.2002, MedR 2002, 523), Arzt im öffentlichen Dienst und in der Gesundheitsverwaltung (…BVerwG, Urt. v. 25.11.1971, a.a.O.;… Nieders.OVG, Urt. v. 02.07.2003, MedR 2003, 643; Beschl. v. 09.12.2002, NVwZ-RR 2003, 664;… Urt. v. 13.12.2001, MedR 2002, 477;… Urt. v. 06.09.1996 - 8 L 728/95 - juris;… VG Göttingen, Urt. v. 14.09.2005 - 1 A 207/04 - juris;… VG Schwerin, Urt. v. 15.07.1999 - 8 A 896/94 - juris), wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Pharmaindustrie (BVerwG, Beschl. v. 27.04.1990, NJW 1990, 2335;… VG Berlin, Urt. v. 16.11.2005 - 14 A 85.03 - juris), Vorstandstätigkeit bei der Ärztekammer (VG Berlin, Urt. v. 20.04.2005 - 14 A 109.01 - juris). - VG Freiburg, 25.06.2009 - 4 K 2207/07
Kammerbeitrag eines approbierten Arztes und Zahnarztes
Eine (Zahnärzte-)Kammer ist nicht gehalten, bei der Beitragsbemessung allen Besonderheiten ihrer Mitglieder Rechnung zu tragen; im Interesse einer möglichst einfach zu handhabenden Beitragsordnung kann sie vielmehr in sachlich vertretbarem Rahmen auch Pauschalierungen vornehmen; nicht jeder Einzelfall muss einer besonderen Lösung zugeführt werden ( zum Gestaltungsspielraum von berufsständischen Körperschaften beim Erlass von Sitzungen allgemein vgl. BVerwG, Urteil vom 26.04.2006 - 6 C 19/05 -, NVwZ 2006, 1068, und VGH Bad.-Württ., Urteil vom 14.09.2001 - 14 S 2726/00 -, GewArch 2002, 83; spez. zu Ärztekammern VG Berlin, Urteil vom 20.04.2005 - 14 A 109/01 -, LKV 2006, 140, mit zahlreichen Nachweisen aus der Rechtsprechung ).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".