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Rechtsprechung
   VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2011,40109
VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538 (https://dejure.org/2011,40109)
VGH Bayern, Entscheidung vom 14.04.2011 - 2 B 06.30538 (https://dejure.org/2011,40109)
VGH Bayern, Entscheidung vom 14. April 2011 - 2 B 06.30538 (https://dejure.org/2011,40109)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • openjur.de

    Inländische Fluchtalternative für ethnische Armenier aus Aserbaidschan

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (20)Zitiert selbst (24)

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 17.11.2008 - 11 A 4395/04

    Aserbaidschan, Armenier, Mischehe, Wiedereinreiseverweigerung, interne …

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Ob sonstige Gefahren und Nachteile am Herkunftsort so nicht bestünden, ist nach Art. 8 der Qualifikationsrichtlinie nicht mehr maßgeblich (vgl. BVerwG vom 29.5.2008 Az. 10 C 11/07 DVBl 2008, 1251; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 Az. 11 A 4395/04.A - juris; Hess. VGH vom 9.4.2008 Az. 3 UE 460/06A - juris; OVG Thüringen vom 28.2.2008 Az. 2 KO 899/03 - juris; BayVGH vom 31.8.2007 Az. 11 B 02.31724 - juris).

    28 Soweit der Verwaltungsgerichtshof bisher angenommen hat, dass ethnischen Armeniern aus Aserbaidschan in Berg-Karabach keine zumutbare inländische Fluchtalternative zur Verfügung steht (vgl. BayVGH vom 21.2.2007 Az. 9 B 05.30123 - juris), hält der Senat unter Zugrundelegung der vorstehend genannten rechtlichen Prämissen und nach Auswertung der aktuell vorliegenden Erkenntnisse sowie der diesbezüglichen Rechtsprechung (vgl. etwa eine Fluchtalternative grundsätzlich bejahend OVG Niedersachsen vom 10.2.2010 Az. 13 LB 69/03 - juris; OVG Schleswig-Holstein vom 29.4.2009 Az. 1 LB 11/05 - juris; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 Az. 11 A 4395/04.A - juris; Hess. VGH vom 15.9.2005 Az. 3 UE 2381/04.A - juris; im Einzelfall verneinend: OVG Thüringen vom 28.2.2008 Az. 2 KO 899/03 - juris) daran nicht mehr fest (vgl. bereits BayVGH Urteil vom 17. März 2011 Az. 2 B 07.30272 - juris).

    Da Berg-Karabach weder durch Sezession noch durch Annexion durch Armenien aus dem Staatsverband Aserbaidschans ausgeschieden ist (…vgl. BayVGH vom 21.2.2007 Az. 9 B 05.30132 a.a.O.), kann Berg-Karabach grundsätzlich noch eine inländische Fluchtalternative für Personen aus Aserbaidschan sein (…vgl. OVG Thüringen vom 28.2.2008 a.a.O.; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 a.a.O.; Lageberichte des Auswärtigen Amts vom 17.6.2008 und vom 16.12.2010 zu Aserbaidschan; vom 11.8.2009 und vom 8.11.2010 zu Armenien; Auswärtiges Amt vom 26.10.2009 an den HessVGH).

    Dies betrifft etwa die Konstellation, dass ihm zugemutet wird, sich Einreisepapiere und Genehmigungen zu besorgen, um bestimmte Landesteile erreichen zu können (…vgl. BVerwG vom 29.5.2008 a.a.O.; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 a.a.O.).

    Ausreichend ist die Möglichkeit der Einreise über Armenien mit einem Einreisevisum und einer speziellen Aufenthaltsgenehmigung für Berg-Karabach, die - einschließlich eines Passersatzes - für armenische Volkszugehörige faktisch bei der armenischen Botschaft in Berlin bei vorhandenem Einreisewillen erlangbar ist (vgl. Auswärtiges Amt vom 26.10.2007 an das VG Stade; vom 15.9.2008 an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge;… OVG Thüringen vom 28.2.2008 a.a.O.; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 a.a.O.).

    Zu den danach zumutbaren Arbeiten gehören auch Tätigkeiten, für die es keine Nachfrage auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt, die nicht überkommenen Berufsbildern entsprechen, etwa weil sie keinerlei besondere Fähigkeiten erfordern, und die nur zeitweise, etwa zur Deckung eines kurzfristigen Bedarfs, beispielsweise in der Landwirtschaft oder auf dem Bausektor, ausgeübt werden können (vgl. BVerwG vom 1.2.2007 Az. 1 C 24.06 NVwZ 2007, 590; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 a.a.O.).

    Rn. 48 2. Die Voraussetzungen der Tatbestände des § 60 Abs. 2, 3 oder 7 Satz 2 AufenthG sind hinsichtlich Aserbaidschans nicht erfüllt, weil auch insoweit der Gesichtspunkt der inländischen Fluchtalternative in Berg-Karabach dem Begehren der Kläger entgegensteht (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2006 Az. 11 A 4395/04.A - juris).

  • OVG Thüringen, 28.02.2008 - 2 KO 899/03

    Asylrecht aus Kartenart 1, 4; Gruppenverfolgung von armenischen Volkszugehörigen …

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Ob sonstige Gefahren und Nachteile am Herkunftsort so nicht bestünden, ist nach Art. 8 der Qualifikationsrichtlinie nicht mehr maßgeblich (vgl. BVerwG vom 29.5.2008 Az. 10 C 11/07 DVBl 2008, 1251; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 Az. 11 A 4395/04.A - juris; Hess. VGH vom 9.4.2008 Az. 3 UE 460/06A - juris; OVG Thüringen vom 28.2.2008 Az. 2 KO 899/03 - juris; BayVGH vom 31.8.2007 Az. 11 B 02.31724 - juris).

    28 Soweit der Verwaltungsgerichtshof bisher angenommen hat, dass ethnischen Armeniern aus Aserbaidschan in Berg-Karabach keine zumutbare inländische Fluchtalternative zur Verfügung steht (vgl. BayVGH vom 21.2.2007 Az. 9 B 05.30123 - juris), hält der Senat unter Zugrundelegung der vorstehend genannten rechtlichen Prämissen und nach Auswertung der aktuell vorliegenden Erkenntnisse sowie der diesbezüglichen Rechtsprechung (vgl. etwa eine Fluchtalternative grundsätzlich bejahend OVG Niedersachsen vom 10.2.2010 Az. 13 LB 69/03 - juris; OVG Schleswig-Holstein vom 29.4.2009 Az. 1 LB 11/05 - juris; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 Az. 11 A 4395/04.A - juris; Hess. VGH vom 15.9.2005 Az. 3 UE 2381/04.A - juris; im Einzelfall verneinend: OVG Thüringen vom 28.2.2008 Az. 2 KO 899/03 - juris) daran nicht mehr fest (vgl. bereits BayVGH Urteil vom 17. März 2011 Az. 2 B 07.30272 - juris).

    Da Berg-Karabach weder durch Sezession noch durch Annexion durch Armenien aus dem Staatsverband Aserbaidschans ausgeschieden ist (…vgl. BayVGH vom 21.2.2007 Az. 9 B 05.30132 a.a.O.), kann Berg-Karabach grundsätzlich noch eine inländische Fluchtalternative für Personen aus Aserbaidschan sein (vgl. OVG Thüringen vom 28.2.2008 a.a.O.;… OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 a.a.O.; Lageberichte des Auswärtigen Amts vom 17.6.2008 und vom 16.12.2010 zu Aserbaidschan; vom 11.8.2009 und vom 8.11.2010 zu Armenien; Auswärtiges Amt vom 26.10.2009 an den HessVGH).

    Ausreichend ist die Möglichkeit der Einreise über Armenien mit einem Einreisevisum und einer speziellen Aufenthaltsgenehmigung für Berg-Karabach, die - einschließlich eines Passersatzes - für armenische Volkszugehörige faktisch bei der armenischen Botschaft in Berlin bei vorhandenem Einreisewillen erlangbar ist (vgl. Auswärtiges Amt vom 26.10.2007 an das VG Stade; vom 15.9.2008 an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge; OVG Thüringen vom 28.2.2008 a.a.O.;… OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 a.a.O.).

    Rn. 34 Eine Ausweichmöglichkeit nach Berg-Karabach scheidet nicht wegen einer etwaigen Gefährdung des wirtschaftlichen Existenzminimums aus (in einem Einzelfall verneinend: OVG Thüringen vom 28.2.2008, a.a.O.).

  • BVerwG, 26.02.2009 - 10 C 50.07

    Ausbürgerung; ordnungsrechtliche Ausbürgerung; asylerhebliche Ausbürgerung; …

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Eine Ausbürgerung, die lediglich eine ordnungsrechtliche Sanktion für die Verletzung einer alle Staatsbürger gleichermaßen treffenden Pflicht darstellt, kann nicht als flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung angesehen werden (vgl. BVerwG vom 26.2.2009 a.a.O., RdNr. 24).

    Unabhängig davon, dass die Kläger bislang keine Bemühungen nachgewiesen haben, sich ernsthaft und erfolglos um die Wiedererlangung der verweigerten Rechte bemüht zu haben (vgl. dazu BVerwG vom 26.2.2009 a.a.O., RdNr. 39), ist es für die Kläger möglich, internen Schutz in Berg-Karabach zu erlangen.

    Der Senat geht mit dem Bundesverwaltungsgericht davon aus, dass derartige praktische Hindernisse typischerweise behebbar sind (vgl. BVerwG vom 26.2.2009 a.a.O., RdNr. 41).

    Es genügt vielmehr, dass der Staatenlose in dem betreffenden Land tatsächlich seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat, dort also nicht nur vorübergehend verweilt, ohne dass die zuständigen Behörden aufenthaltsbeendende Maßnahmen gegen ihn einleiten (vgl. BVerwG vom 26.2.2009 Az. 10 C 50.07 - juris).

    Zudem ist ein Staat grundsätzlich frei in der Entscheidung, welche Nicht-Staatsangehörigen er neu einbürgert (vgl. BVerwG vom 26.2.2009 a.a.O. - juris RdNr. 38).

  • BVerwG, 29.05.2008 - 10 C 11.07

    Abschiebungsverbot; Asyl; Aufklärungspflicht; Beweisantrag; Einreiseerlaubnis; …

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Ob sonstige Gefahren und Nachteile am Herkunftsort so nicht bestünden, ist nach Art. 8 der Qualifikationsrichtlinie nicht mehr maßgeblich (vgl. BVerwG vom 29.5.2008 Az. 10 C 11/07 DVBl 2008, 1251; OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 Az. 11 A 4395/04.A - juris; Hess. VGH vom 9.4.2008 Az. 3 UE 460/06A - juris; OVG Thüringen vom 28.2.2008 Az. 2 KO 899/03 - juris; BayVGH vom 31.8.2007 Az. 11 B 02.31724 - juris).

    Das gleiche Resultat ergibt sich auf der Grundlage der vorgenannten Tatsachen bei einer Betrachtung, die nicht auf die völkerrechtliche Anerkennung, sondern auf den endgültigen (faktischen) Verlust der Gebietsherrschaft abstellt (…vgl. dazu allgemein BVerwG vom 8.12.1998 a.a.O., S. 88; vom 29.5.2008 a.a.O. S. 1252).

    Erreichbarkeit bedeutet, dass für die Kläger eine praktische und nicht lediglich eine theoretische Möglichkeit besteht, in das Gebiet der Fluchtalternative zu gelangen (vgl. BVerwG vom 22.3.2007 Az. 1 B 97.06 - juris; vom 29.5.2008 a.a.O.).

    Dies betrifft etwa die Konstellation, dass ihm zugemutet wird, sich Einreisepapiere und Genehmigungen zu besorgen, um bestimmte Landesteile erreichen zu können (vgl. BVerwG vom 29.5.2008 a.a.O.;… OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 a.a.O.).

  • BVerwG, 22.03.2007 - 1 B 97.06

    Revisionsverfahren, Verfahrensmangel, Begründung, Begründungsmangel, …

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Sofern es sich bei dem als inländische Fluchtalternative in Betracht kommenden Teil des Herkunftsstaats aber um ein Gebiet handelt, in dem der Herkunftsstaat keine Gebietsgewalt mehr ausübt und in dem der Betroffene vor erneuter Verfolgung hinreichend sicher ist und ihm auch keine asylgleichen sonstigen Gefahren drohen, ist nicht ersichtlich, dass und aus welchen Gründen dieses Gebiet für aus politischen Gründen ausgebürgerte Staatsangehörige des Herkunftsstaats von vornherein als inländische Fluchtalternative ausscheiden sollte (vgl. BVerwG vom 12.4.2007 Az. 1 B 122/06 - juris RdNr. 9, vom 22.3.2007 Az. 1 B 97/06 - juris RdNr. 15).

    Erreichbarkeit bedeutet, dass für die Kläger eine praktische und nicht lediglich eine theoretische Möglichkeit besteht, in das Gebiet der Fluchtalternative zu gelangen (vgl. BVerwG vom 22.3.2007 Az. 1 B 97.06 - juris;… vom 29.5.2008 a.a.O.).

    Ein Ausländer kann keinen Anspruch auf Anerkennung als Flüchtling nach § 60 Abs. 1 Satz 1 AufenthG haben, wenn er in einem anderen Staat bereits Schutz vor politischer Verfolgung gefunden hat und diesen Schutz weiterhin erlangen kann (vgl. BVerwG vom 22.3.2007 Az. 1 B 97/06 a.a.O.; vom 8.2.2005 Az. 1 C 29/03, BVerwGE 122, 376).

  • BVerwG, 08.12.1998 - 9 C 17.98

    Nordirak als inländische Fluchtalternative für politisch Verfolgte aus dem Irak

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Eine solche inländische Fluchtalternative setzt voraus, dass der Ausländer in anderen Teilen seines Herkunftslands vor (erneuter) politischer Verfolgung hinreichend sicher ist und ihm am Ort dieser inländischen Fluchtalternative keine sonstigen unzumutbaren Gefahren und Nachteile drohen, die nach ihrer Intensität und Schwere einer erheblichen Rechtsgutbeeinträchtigung im Sinn von § 60 Abs. 1 AufenthG gleichkommen (so zu Art. 16 a Abs. 1 GG BVerfG vom 29.7.2003 - 2 BvR 32/03 DVBl 2004, 111 f.; BVerwG vom 8.12.1998 - Az. 9 C 17/98 BVerwGE 108, 84/87 ff.).

    Das gleiche Resultat ergibt sich auf der Grundlage der vorgenannten Tatsachen bei einer Betrachtung, die nicht auf die völkerrechtliche Anerkennung, sondern auf den endgültigen (faktischen) Verlust der Gebietsherrschaft abstellt (vgl. dazu allgemein BVerwG vom 8.12.1998 a.a.O., S. 88;… vom 29.5.2008 a.a.O. S. 1252).

  • BVerwG, 01.02.2007 - 1 C 24.06

    Flüchtlingsanerkennung; begründete Furcht vor Verfolgung; Gruppenverfolgung; …

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Zu den danach zumutbaren Arbeiten gehören auch Tätigkeiten, für die es keine Nachfrage auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt, die nicht überkommenen Berufsbildern entsprechen, etwa weil sie keinerlei besondere Fähigkeiten erfordern, und die nur zeitweise, etwa zur Deckung eines kurzfristigen Bedarfs, beispielsweise in der Landwirtschaft oder auf dem Bausektor, ausgeübt werden können (vgl. BVerwG vom 1.2.2007 Az. 1 C 24.06 NVwZ 2007, 590;… OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.11.2008 a.a.O.).

    Nach den vom Bundesverwaltungsgericht entwickelten Grundsätzen bietet ein verfolgungssicherer Ort erwerbsfähigen Personen wie den Klägern das wirtschaftliche Existenzminimum in der Regel dann, wenn sie dort, sei es durch eigene, notfalls auch wenig attraktive und ihrer Vorbildung nicht entsprechende Arbeit, die grundsätzlich zumutbar ist, oder durch Zuwendungen von dritter Seite jedenfalls nach Überwindung von Anfangsschwierigkeiten das zu ihrem Lebensunterhalt Notwendige erlangen können (vgl. BVerwG vom 1.2.2007 a.a.O.).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 31.03.2006 - 2 L 40/06

    Asyl und Aufenthaltsbeendigung

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Rn. 9 Zur Begründung verweisen die Kläger im Wesentlichen auf eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts des Landes Sachsen-Anhalt (vom 31.3.2006 Az. 2 L 40/06).

    Die Kläger haben auf die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Sachsen-Anhalt vom 31. März 2006 Az. 2 L 40/06 hingewiesen.

  • BVerwG, 12.04.2007 - 1 B 122.06

    Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der …

    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs vom 6. März 2006 mittlerweile vom Bundesverwaltungsgericht (Beschluss vom 12.4.2007 Az. 1 B 122/06 - juris) - wenn auch aus anderen Gründen - aufgehoben worden ist.

    Sofern es sich bei dem als inländische Fluchtalternative in Betracht kommenden Teil des Herkunftsstaats aber um ein Gebiet handelt, in dem der Herkunftsstaat keine Gebietsgewalt mehr ausübt und in dem der Betroffene vor erneuter Verfolgung hinreichend sicher ist und ihm auch keine asylgleichen sonstigen Gefahren drohen, ist nicht ersichtlich, dass und aus welchen Gründen dieses Gebiet für aus politischen Gründen ausgebürgerte Staatsangehörige des Herkunftsstaats von vornherein als inländische Fluchtalternative ausscheiden sollte (vgl. BVerwG vom 12.4.2007 Az. 1 B 122/06 - juris RdNr. 9, vom 22.3.2007 Az. 1 B 97/06 - juris RdNr. 15).

  • VGH Bayern, 06.03.2006 - 9 B 02.30792
    Auszug aus VGH Bayern, 14.04.2011 - 2 B 06.30538
    Die Kläger berufen sich auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs (vom 6.3.2006 Az. 9 B 02.30792 - juris).

    Rn. 26 Soweit der Verwaltungsgerichtshof in seiner Entscheidung vom 6. März 2006 (Az. 9 B 02.30792 a.a.O.) die Auffassung vertreten hat, dass es bei einer Ausbürgerung aus asylerheblichen Gründen und einer Verweigerung der Wiedereinreise in das Land der Geburt nicht mehr darauf ankäme, ob eine zumutbare Fluchtalternative in einem Teil des Staatsgebiets - nämlich Berg Karabach - offen steht, in dem der aserbaidschanische Staat keine Herrschaftsgewalt mehr ausüben kann, wird daran nicht festgehalten.

  • BVerwG, 08.02.2005 - 1 C 29.03

    Abschiebungsverbot; Abschiebungsandrohung; Abschiebezielstaat; asylrechtlicher …

  • BVerfG, 20.05.1992 - 2 BvR 205/92

    Verfassungsrechtliche Anforderungen zur Feststellung mittelbarer poitischer …

  • VGH Bayern, 31.08.2007 - 11 B 02.31724

    Russland, Tschetschenen, Tschetschenien, Anerkennungsrichtlinie, …

  • BVerfG, 29.07.2003 - 2 BvR 32/03

    Ablehnung eines Asylantrags wegen inländischer Fluchtalternativen

  • VGH Hessen, 15.09.2005 - 3 UE 2381/04

    Inländische Fluchtalternative Berg-Karabach; Qualifikationsrichtlinie gewährt …

  • VGH Bayern, 21.02.2007 - 9 B 05.30123

    Asylrecht, Flüchtling aus Nachitschewan (Aserbaidschan) Unmenschliche Behandlung …

  • VGH Bayern, 17.03.2011 - 2 B 07.30272

    Armenier; Aserbaidschan; Aufhebung der Abschiebungsandrohung; fehlendes …

  • OVG Niedersachsen, 10.02.2010 - 13 LB 69/03

    Asylverfahren, Flüchtlingsanerkennung, Aserbaidschan, Armenien, Berg-Karabach, …

  • OVG Schleswig-Holstein, 29.04.2009 - 1 LB 11/05

    Aserbaidschan, Armenier, Berg-Karabach, Abschiebungsandrohung, …

  • BVerfG, 10.07.1989 - 2 BvR 502/86

    Tamilen

  • BVerwG, 27.04.2010 - 10 C 5.09

    Abschiebungsverbot; Anspruchsgrundlage; Beweismaß; beachtliche …

  • BVerwG, 18.02.1992 - 9 C 59.91

    Bewilligung von Prozeßkostenhilfe für ein Revisionsverfahren - Beiordnung eines …

  • BVerwG, 12.03.2008 - 10 B 94.07

    Revisionsverfahren, Nichtzulassungsbeschwerde, Revision, Verfahrensfehler, …

  • VGH Bayern, 25.01.2007 - 9 B 05.30531
  • VG Meiningen, 22.11.2012 - 1 K 20152/10

    Asylfolgeantrag, Gruppenverfolgung, Armenier, Aserbaidschan, interne …

    auch: Hessischer VGH, B. v. 30.05.2003 - 3 UE 858/02.A -, Juris; B. v. 15.09.2005 - 3 UE 2381/04.A - Juris; aus der jüngeren Rechtsprechung vgl.: OVG Nordrhein-Westfahlen, U. v. 17.11.2008, 11 A 4395/04.A -, Juris; OVG Niedersachsen, U. v. 10.02.2010 - 13 LB 69/03 Juris; Bayerischer VGH, U. v. 14.04.2011 - 2 B 06.30538 Juris).

    2.4, In Übereinstimmung mit der Rechsprechung des Thüringer Oberverwaltungsgerichtes (…vgl. u. a. U. v. 28.02.2008 - 2 KO 899/03 -, a. a. O.) sowie der weit überwiegenden Recht sprechung der Obergerichte (vgl. Bayerischer VGH, V. v. 14.04.2011, a. a. O.; OVG Nieder sachsen, U. v. 10.02.2010 -13 LB 69/03 -, Juris; OVG Schleswig-Holstein, U. v. 29.04.2009 - 1 LB 11/05 , Juris: OVG Nordrhein-Westfahlen, U. v. 17.11.2008 - 11 A 4395/04.A Juris; Hessischer VGH, B. v. 15.09.2005 - 3 UE 2381/04.A Juris) geht die Kammer davon aus, dass die Kläger als ethnische Armenier im Falle ihrer Rückkehr nach Aserbaidschan derzeit und für die überschaubare Zukunft nicht hinreichend sicher vor einer mittelbaren (nichtstaatli chen) Verfolgung sind.

    Dagegen sprechen die aktuellen Bemühungen Russlands, Armeniens und Aserbaidschans um eine Lösung des Berg-Karabach-Konflikts (vgl. auch Bayerischer VGH, U. v. 14.04,2011 - 2 B 06.30538 a. a. O.).

    Auch gibt es keine Hinweise dafür, dass Personen aus armenisch-aserbaidschanischen Mischehen oder deren Abkömmlinge (halbaserbaidschanischer Herkunft) dort nicht ungestört leben können (vgl, hierzu ausführ lich: Bayerischer VGH, U. v. 14.04.2011 - 2 B 06.30538 a. a. O.).

    C 24, 06 a. a. O.; OVG Nordrhein-Westfalen, U, v. 17, 11,2008 - 11 A 4395/Ö4.A a. a. O.; Bayerischer VGH U. v. 14.04.2011 - 2 B 06.30538 -, a. a. 0.; OVG Thüringen, U. v. S.

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 15.05.2012 - 3 L 98/04

    Zum Anspruch auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft - Aserbaidschanische …

    Als Personen die vor der Unabhängigkeit der Republik Aserbaidschan bzw. vor Inkrafttreten des aserbaidschanischen Staatsangehörigkeitsgesetzes die aserbaidschanische Sowjetrepublik verlassen haben, haben sie die Staatsangehörigkeit der unabhängigen Republik Aserbaidschan nicht erworben (vgl. VGH München, U. v. 14.04.2011 - 2 B 06.30538 -, Juris Rn. 21 ff; OVG Schleswig, U. v. 08.12.2005 - 1 LB 202/01 -, S. 9 ff u. v. 30.11.2006 - 1 LB 66/03 -, S. 9 ff., insbes. S. 13 ff.).

    Rn. 69 Soweit im Rahmen der Frage der Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und des Vorliegens einer innerstaatlichen Fluchtalternative in Berg Karabach zum Teil für möglich gehalten wird, dass unter Berücksichtigung der Beweiserleichterung des Art. 4 Abs. 4 QRL dort für Personen mit teilweise aserischer Abstammung eine begründete Furcht vor politischer Verfolgung bzw. die Gefahr besteht, einen ernsthaften Schaden zu erleiden (…vgl. ThürOVG, U. v. 28.02.2008 - 2 KO 899/03 -, Juris Rn. 145 unter Bezugnahme auf die Gutachten von Dr. Savvidis und der Deutsch-Armenischen Gesellschaft aus der Zeit von 2002 bis 2004; letztlich offen gelassen; a.A. BayVGH, U. v. 14.04.2011 - 2 B 06.30538 -, Juris Rn. 33; OVG Lüneburg, U. v. 10.02.2010 - 13 LB 69/03 -, S.12), geht es darum hier nicht.

  • VG Augsburg, 24.09.2012 - Au 6 K 12.30147

    Aserbaischanischer Staatsangehöriger armenischer Volkszugehörigkeit; keine …

    Da Berg-Karabach aber noch nicht aus dem Staatsverband Aserbaidschans ausgeschieden ist, kann es grundsätzlich von Personen mit aserbaidschanischer Staatsangehörigkeit erreicht werden (vgl. BayVGH vom 14.4.2011 Az. 2 B 06.30538 RdNr. 29 m.w.N.; vom 17.3.2011 Az. 2 B 07.30272 RdNr. 32).

    Ausreichend ist die Möglichkeit der Einreise über Armenien mit einem Einreisevisum und einer speziellen Aufenthaltsgenehmigung für Berg-Karabach, die - einschließlich eines Passersatzes - für armenische Volkszugehörige faktisch bei der armenischen Botschaft in Berlin bei vorhandenem Einreisewillen zu erhalten ist (vgl. BayVGH vom 14.4.2011 a.a.O. RdNr. 32 m.w.N.) Die Vertretung von Berg-Karabach in Eriwan stellt Ausländern Visa zur Einreise nach Berg-Karabach aus, auf Wunsch auch in Form eines Blattvisums (vgl. Lagebericht des Auswärtigen Amts vom 18.1.2012 zu Armenien mit Exkurs zu Berg-Karabach, S. 19).

  • VG Augsburg, 05.09.2018 - Au 6 K 17.32752

    Prüfungsmaßstäbe von internationalem und nationalem Schutz bei Staatenlosen

    Durch die Formulierung "hatte" ist klargestellt, dass es insoweit nicht auf den gegenwärtigen gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik ankommt (…BVerwG, U.v. 26.2.2009 - 10 C 50/07 - juris Rn. 30 f.; vgl. auch BayVGH, U.v. 14.4.2011 - 2 B 06.30538 - juris Rn. 39).
  • VGH Bayern, 07.01.2019 - 15 ZB 18.33244

    Erfolgloser Berufungszulassungsantrag eines staatenlosen Palästinensers

    Es genügt vielmehr, dass der Staatenlose in dem betreffenden Land tatsächlich seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat, dort also nicht nur vorübergehend verweilt hat, ohne dass die zuständigen Behörden aufenthaltsbeendende Maßnahmen gegen ihn eingeleitet haben (…BVerwG, U.v. 26.2.2009 - 10 C 50.07 - BVerwGE 133, 203 = juris Rn. 31, 34; ebenso BayVGH, U.v. 14.4.2011 - 2 B 06.30538 - juris Rn. 39;… U.v. 14.4.2011 - 2 B 07.30242 - juris Rn. 41;… VG Würzburg, B.v. 17.1.2018 - W 2 K 17.33587 - juris Rn. 26).
  • VG Augsburg, 25.10.2018 - Au 6 K 17.33115

    Keine Verfolgung eines staatenlosen Palästinensers mit gewöhnlichem Aufenthalt in …

    Durch die Formulierung "hatte" ist klargestellt, dass es insoweit nicht auf den gegenwärtigen gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik ankommt (…BVerwG, U.v. 26.2.2009 - 10 C 50/07 - juris Rn. 30 f.; vgl. auch BayVGH, U.v. 14.4.2011 - 2 B 06.30538 - juris Rn. 39).
  • VG Greifswald, 09.05.2022 - 4 A 1314/19
    Als Person, die vor der Unabhängigkeit der Republik Aserbaidschan bzw. vor Inkrafttreten des aserbaidschanischen Staatsangehörigkeitsgesetzes die aserbaidschanische Republik verlassen hat, hat sie die Staatsangehörigkeit der unabhängigen Republik Aserbaidschan indessen nicht erworben, auch nicht, wenn sie noch auf dem Hoheitsgebiet der neuen Republik Aserbaidschan registriert gewesen sein sollte (…vgl. insoweit auch, OVG Greifswald, a.a.O.; VGH München, Urt. 14.04.2011 - 2 B 06.30538 -, juris;… OVG Schleswig, Urt. v. 30.11.2006 - 1 LB 66/03 -, juris;… a.A.: OVG Lüneburg, Urt. v. 20.06.2012 - 7 LB 140/06 -, juris.).
  • VGH Bayern, 09.09.2013 - 2 ZB 13.30222

    Armenien; Exilregierung; Pass

    Auch werden durch ein derartiges behördliches Verhalten grundlegende Menschenrechte im Sinn von Art. 9 Abs. 1 Buchst. a der Qualifikationsrichtlinie nicht schwerwiegend beeinträchtigt (vgl. BayVGH, U.v. 14.4.2011 - 2 B 06.30538 - juris; BayVGH v. 5.7.2010 - 11 B 09.3044 - juris).
  • VG München, 08.05.2013 - M 15 K 12.30877

    Herkunftsland: Afghanistan (Kabul)

    Nach Art. 4 Abs. 4 QualRL ist zu unterscheiden, ob der schutzsuchende Ausländer im Herkunftsland bereits verfolgt wurde oder er einen sonstigen ernsthaften Schaden bereits erlitten hat bzw. er von solcher Verfolgung bzw. solchem Schaden bereits bedroht war oder ob er ohne derartige Bedrohung ausgereist ist (vgl. BayVGH, U.v.14.4.2011 - 2 B 06.30538 - juris).
  • VG Augsburg, 19.05.2020 - Au 6 K 18.30779

    Befristung des Einreise- und Aufenthaltsverbots wegen zwischenzeitlich …

    Durch die Formulierung "hatte" ist klargestellt, dass es insoweit nicht auf den gegenwärtigen gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik ankommt (…BVerwG, U.v. 26.2.2009 - 10 C 50/07 - juris Rn. 30 f.; vgl. auch BayVGH, U.v. 14.4.2011 - 2 B 06.30538 - juris Rn. 39).
  • VG München, 18.06.2013 - M 15 K 13.30035

    Herkunftsland: Afghanistan (Herat)

  • VG München, 18.06.2013 - M 15 K 13.30046

    Herkunftsland: Afghanistan (Mazar-e-Sharif)

  • VG München, 31.01.2013 - M 15 K 12.30967

    Herkunftsland: Afghanistan (Nangarhar)

  • VG Bayreuth, 02.10.2012 - B 3 K 11.30244

    Vorfluchtgeschichte (nicht glaubhaft); innerstaatliche Fluchtalternative, etwa …

  • VG Schwerin, 21.02.2019 - 15 A 157/16

    (Zum "gewöhnlichen Aufenthalt" i.S.v. § 3 Abs. 1 Nr. 2b AsylG

  • VGH Bayern, 29.11.2011 - 2 ZB 07.30718

    Grundsätzliche Bedeutung; Divergenz; Aserbaidschan; armenische …

  • VGH Bayern, 29.11.2011 - 2 ZB 07.30720

    Grundsätzliche Bedeutung; Divergenz; Aserbaidschan; armenische …

  • VG Greifswald, 09.05.2022 - 4 A 1313/19
  • VG München, 16.05.2013 - M 15 K 13.30060

    Herkunftsland Afghanistan (Provinz Kabul)

  • VG Bayreuth, 24.04.2013 - B 3 K 12.30008

    Verfolgung durch Taliban (nicht glaubhaft); Fluchtalternative Kabul (bejaht); § …

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