Rechtsprechung
| BVerwG, 01.08.2007 - 2 B 15.07 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)
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- Bundesverwaltungsgericht
- Wolters Kluwer
Schadensminderungspflicht eines Beamten durch Einlegung eines Rechtsbehelfs gegen eine schädigende Amtshandlung; Voraussetzungen für eine grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache; Notwendigkeit einer Inanspruchnahme von möglichen Rechtsbehelfen seitens des Verletzten ...
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Minden - 4 K 6678/03
- OVG Nordrhein-Westfalen, 15.11.2006 - 6 A 131/05
- BVerwG, 01.08.2007 - 2 B 15.07
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (5)
- BVerwG, 01.04.2004 - 2 C 26.03
Schadensersatzanspruch wegen zu später Beförderung; Auswahlverfahren; …
Auszug aus BVerwG, 01.08.2007 - 2 B 15.07
Rn. 8 Die erste Frage hat der Senat bereits entschieden (vgl. Urteile vom 28. Mai 1998 - BVerwG 2 C 29.97 - BVerwGE 107, 29 m.w.N. und vom 3. Dezember 1998 - BVerwG 2 C 22.97 - Buchholz 237.2 § 12 BlnLBG Nr. 2) und im Urteil vom 1. April 2004 - BVerwG 2 C 26.03 - (Buchholz 237.8 § 10 RhPLBG Nr. 1) erneut klargestellt, dass die Ersatzpflicht für rechtswidriges staatliches Handeln nach dem auch im Beamtenrecht geltenden Rechtsgedanken des § 839 Abs. 3 BGB nicht eintritt, wenn der Verletzte mögliche Rechtsbehelfe unmittelbar gegen die beanstandete Entscheidung, insbesondere gerichtlichen Rechtsschutz nach Durchführung des Vorverfahrens, ohne hinreichenden Grund nicht in Anspruch genommen hat.Davon abgesehen hat der Senat im Urteil vom 1. April 2004 - BVerwG 2 C 26.03 - (…a.a.O.) unter Bezugnahme auf seine Entscheidung vom 28. Mai 1998 - BVerwG 2 C 29.97 - (…a.a.O. S. 32) bekräftigt, dass der zeitnah in Anspruch genommene Primärrechtsschutz nach Durchführung des Vorverfahrens am ehesten zur Aufklärung und Würdigung komplexer Verwaltungsentscheidungen geeignet ist.
Ob es der Schadensersatz beanspruchende Beamte schuldhaft unterlassen hat, ein Rechtsmittel einzulegen, hängt davon ab, welches Maß an Umsicht und Sorgfalt von einem Angehörigen des Verkehrskreises verlangt werden muss, dem er angehört (Urteil vom 1. April 2004 - BVerwG 2 C 26.03 - a.a.O.; vgl auch BGH, Urteil vom 15. November 1990 - III ZR 302/89 - BGHZ 113, 17 ).
- BVerwG, 28.05.1998 - 2 C 29.97
Beförderung, Schadenersatzanspruch eines Beamten für entgangene - und …
Auszug aus BVerwG, 01.08.2007 - 2 B 15.07
Rn. 8 Die erste Frage hat der Senat bereits entschieden (vgl. Urteile vom 28. Mai 1998 - BVerwG 2 C 29.97 - BVerwGE 107, 29 m.w.N. und vom 3. Dezember 1998 - BVerwG 2 C 22.97 - Buchholz 237.2 § 12 BlnLBG Nr. 2) und im Urteil vom 1. April 2004 - BVerwG 2 C 26.03 - (Buchholz 237.8 § 10 RhPLBG Nr. 1) erneut klargestellt, dass die Ersatzpflicht für rechtswidriges staatliches Handeln nach dem auch im Beamtenrecht geltenden Rechtsgedanken des § 839 Abs. 3 BGB nicht eintritt, wenn der Verletzte mögliche Rechtsbehelfe unmittelbar gegen die beanstandete Entscheidung, insbesondere gerichtlichen Rechtsschutz nach Durchführung des Vorverfahrens, ohne hinreichenden Grund nicht in Anspruch genommen hat.Davon abgesehen hat der Senat im Urteil vom 1. April 2004 - BVerwG 2 C 26.03 - (…a.a.O.) unter Bezugnahme auf seine Entscheidung vom 28. Mai 1998 - BVerwG 2 C 29.97 - (…a.a.O. S. 32) bekräftigt, dass der zeitnah in Anspruch genommene Primärrechtsschutz nach Durchführung des Vorverfahrens am ehesten zur Aufklärung und Würdigung komplexer Verwaltungsentscheidungen geeignet ist.
- BGH, 15.11.1990 - III ZR 302/89
Überprüfung der Rechtmäßigkeit eines Verwaltungsakts im Amtshaftungsverfahren; …
Auszug aus BVerwG, 01.08.2007 - 2 B 15.07
Ob es der Schadensersatz beanspruchende Beamte schuldhaft unterlassen hat, ein Rechtsmittel einzulegen, hängt davon ab, welches Maß an Umsicht und Sorgfalt von einem Angehörigen des Verkehrskreises verlangt werden muss, dem er angehört (…Urteil vom 1. April 2004 - BVerwG 2 C 26.03 - a.a.O.; vgl auch BGH, Urteil vom 15. November 1990 - III ZR 302/89 - BGHZ 113, 17 ). - BVerwG, 02.10.1961 - VIII B 78.61
Umfang der Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache - …
Auszug aus BVerwG, 01.08.2007 - 2 B 15.07
Danach hat eine Rechtssache nur dann grundsätzliche Bedeutung, wenn sie grundsätzliche, bisher höchstrichterlich noch nicht geklärte Rechtsfragen aufwirft, deren im künftigen Revisionsverfahren zu erwartende Entscheidung der Erhaltung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung oder einer bedeutsamen Weiterentwicklung des Rechts zu dienen geeignet ist (Beschluss vom 2. Oktober 1961 - BVerwG 8 B 78.61 - BVerwGE 13, 90 ; stRspr). - BVerwG, 03.12.1998 - 2 C 22.97
Beförderung, Schadenersatzanspruch eines Beamten wegen unterbliebener - bei …
Auszug aus BVerwG, 01.08.2007 - 2 B 15.07
Rn. 8 Die erste Frage hat der Senat bereits entschieden (vgl. Urteile vom 28. Mai 1998 - BVerwG 2 C 29.97 - BVerwGE 107, 29 m.w.N. und vom 3. Dezember 1998 - BVerwG 2 C 22.97 - Buchholz 237.2 § 12 BlnLBG Nr. 2) und im Urteil vom 1. April 2004 - BVerwG 2 C 26.03 - (Buchholz 237.8 § 10 RhPLBG Nr. 1) erneut klargestellt, dass die Ersatzpflicht für rechtswidriges staatliches Handeln nach dem auch im Beamtenrecht geltenden Rechtsgedanken des § 839 Abs. 3 BGB nicht eintritt, wenn der Verletzte mögliche Rechtsbehelfe unmittelbar gegen die beanstandete Entscheidung, insbesondere gerichtlichen Rechtsschutz nach Durchführung des Vorverfahrens, ohne hinreichenden Grund nicht in Anspruch genommen hat.
- VG Arnsberg, 14.08.2013 - 2 K 2669/11
Die Stelle der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten ist in Nordrhein-Westfalen …
Rn. 151 Vgl. BVerwG, Urteile vom 29. November 2012 - 2 C 6.11 -, a. a. O., vom 26. Januar 2012 - 2 A 7.09 -, a. a. O., vom 11. Februar 2009 - 2 A 7.06 -, a. a. O., vom 1. April 2004 - 2 C 26.03 -, NVwZ 2004, 1257 und vom 18. April 2002 - 2 C 19.01 -, NVwZ-RR 2002, 620; Beschluss vom 1. August 2007 - 2 B 15.07 -, juris ; OVG NRW, Beschlüsse vom 21. Januar 2013 - 6 A 2634/11 -, vom 7. Februar 2012 - 6 A 2324/10 - und vom 27. Dezember 2011 - 6 A 674/11 - Urteil vom 15. November 2006 - 6 A 131/05 -, ZBR 2007, 213.Rn. 153 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 1. August 2007 - 2 B 15.07 -, juris Rn. 10.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.01.2017 - 1 A 303/15
Schadensersatz wegen Nichtbeförderung
Rn. 79 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 1. August 2007- 2 B 15.07 -, juris, Rn. 10, und Urteil vom1. April 2004 - 2 C 26.03 -, NVwZ 2004, 1257 = juris, Rn. 13. - OVG Saarland, 18.05.2022 - 1 A 216/20
Beamtenrechtlicher Schadensersatzanspruch zum Ausgleich der Folgen der Verleihung …
Rn. 59 Auch im Beamtenrecht tritt nach dem in § 839 Abs. 3 BGB enthaltenen Rechtsgedanken eine Ersatzpflicht für rechtswidriges staatliches Handeln dann nicht ein, wenn der Verletzte es vorwerfbar im Sinne eines "Verschuldens gegen sich selbst" unterlassen hat, den Schaden durch Gebrauch eines Rechtsmittels gegen das nunmehr als rechtswidrig beanstandete staatliche Handeln abzuwehren.[BVerwG, Beschluss vom 1.8.2007 - 2 B 15/07 -, juris Rn. 8, dort zu einem Anspruch auf Schadensersatz infolge einer unrichtigen Auskunft, und Urteil vom 18.4.2002 - 2 C 19/01 -, juris, dort zu einem Schadensersatzanspruch wegen unterbliebener Beförderung][BVerwG, Beschluss vom 1.8.2007 - 2 B 15/07 -, juris Rn. 8, dort zu einem Anspruch auf Schadensersatz infolge einer unrichtigen Auskunft, und Urteil vom 18.4.2002 - 2 C 19/01 -, juris, dort zu einem Schadensersatzanspruch wegen unterbliebener Beförderung] Ob der Schadensersatz beanspruchende Beamte es in diesem Sinne schuldhaft unterlassen hat, ein Rechtsmittel einzulegen, hängt davon ab, welches Maß an Umsicht und Sorgfalt von einem Angehörigen des entsprechenden Verkehrskreises verlangt werden muss.Daraus folgt, dass die Sorgfaltsanforderungen in jedem Einzelfall gesondert zu beurteilen sind, wobei unter anderem auf das dem Beamten im maßgeblichen Zeitraum übertragene konkrete Amt, seine Ausbildung sowie seine bisherige berufliche Erfahrung abzustellen ist.[BVerwG, Beschluss vom 1.8.2007 - 2 B 15/07 -, juris Rn. 10, und Urteil vom 1.4.2004 - 2 C 26/03 -, juris][BVerwG, Beschluss vom 1.8.2007 - 2 B 15/07 -, juris Rn. 10, und Urteil vom 1.4.2004 - 2 C 26/03 -, juris].
- OVG Nordrhein-Westfalen, 27.04.2017 - 1 A 1664/15
Schadensersatzanspruch eines Beamten wegen einer zu Unrecht unterbliebenen …
Rn. 83 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 1. August 2007- 2 B 15.07 -, juris, Rn. 10, und Urteil vom 1. April 2004 - 2 C 26.03 -, NVwZ 2004, 1257 = juris, Rn. 13. - VG Regensburg, 08.11.2017 - RN 1 K 15.1906
Verwirkte Ansprüche eines Beamten wegen Benachteiligung in …
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, ist bei der Prüfung, ob der Verletzte es schuldhaft unterlassen hat, ein Rechtsmittel einzulegen, unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls auf die Verhältnisse des Verkehrskreises, dem der Verletzte angehört, mithin darauf abzustellen, welches Maß an Umsicht und Sorgfalt von Angehörigen dieses Kreises verlangt werden muss (BVerwG, U.v. 1.4.2004 - 2 C 26/03 - juris; B.v. 1.8.2007 - 2 B 15/07 - juris Rn. 10; vgl. auch BGH, U.v. 15.11.1990 - III ZR 302/89 - juris;… U.v. 7.11.1996 - III ZR 283/95 - juris Rn. 10 m.w.N.).Vielmehr ist bei einem Beamten im Rahmen eines Sachverhalts, wie er hier zu entscheiden ist, u.a. auf das ihm im maßgeblichen Zeitraum übertragene konkrete Amt, seine Ausbildung sowie seine bisherige berufliche Erfahrung abzustellen (BVerwG, B.v. 1.8.2007 - 2 B 15/07 - juris Rn. 10).
- VG Saarlouis, 23.04.2013 - 2 K 1817/11
Schadensersatzanspruch eines Beamten: Schadensersatz wegen unterbliebener …
Rn. 31 Vgl. BVerwG, Urteile vom 01.04.2004 -2 C 26.03-, NVwZ 2004, 1257, vom 03.12.1998 -2 C 22.97-, ZBR 1999, 199 und vom 28.05.1998 -2 C 29.97-, BVerwGE 107, 29 sowie Beschluss vom 01.08.2007 -2 B 15.07-, juris,; ferner OVG des Saarlandes, Beschlüsse vom 16.11.2007 -1 A 330/07- und vom 22.11.2007 -1 A 328/07-, m.w.N.Rn. 39 Vgl. BVerwG, Urteil vom 01.04.2004 -2 C 26.03-, a.a.O. sowie Beschluss vom 01.08.2007 -2 B 15.07-, a.a.O.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 27.12.2011 - 6 A 674/11
Berufung i.R.d. Klage eines Polizeihauptkommissars auf Schadensersatz wegen …
Rn. 6 vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 1. August 2007 - 2 B 15.07 -, juris,.Rn. 11 Vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 1. August 2007 - 2 B 15.07 -, juris.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 04.05.2021 - 1 A 1453/18
Schadensersatzanspruch eines Beamten durch Nichtbeförderung bei der Vergabe eines …
Rn. 76 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 1. August 2007- 2 B 15.07 -, juris, Rn. 10, und Urteil vom 1. April 2004 - 2 C 26.03 -, juris, Rn. 13, OVG NRW, Urteil vom 27. April 2017 - 1 A 1664/15 -, juris, Rn. 79. - OVG Hamburg, 22.09.2009 - 1 Bf 162/09
Verweisung durch Einzelrichter; Fortgeltung der Übertragung auf den …
Auch im Öffentlichen Recht beansprucht der in § 839 Abs. 3 BGB enthaltene, mit dem Rechtsinstitut des mitwirkenden Verschuldens verwandte, allerdings darüber hinausgehende Rechtsgedanke Geltung, wonach die Ersatzpflicht für rechtswidriges rechtsstaatliches Handeln nicht eintritt, wenn der Verletzte es vorsätzlich oder fahrlässig unterlassen hat, den Schaden durch Gebrauch eines Rechtsmittels gegen das nunmehr als rechtswidrig beanstandete staatliche Verhalten abzuwenden, wenn also für den Nichtgebrauch des Rechtsmittels kein hinreichender Grund bestand (…vgl. BVerwG, Urt. v. 28.5.1998, BVerwGE 107, 29 m.w.N.;… Urt. v. 5.12.1999, DÖV 2000, 602;… Urt. v. 9.12.1999, DVBl. 2000, 1128; Beschl. v. 1.8.2007, 2 B 15.07, juris;… Kramarz, in: Prütting/Wegen/Weinreich, BGB, 4. Aufl. 2009,§ 839, Rdnr. 48 m.w.N.). - VG Münster, 05.03.2018 - 5 K 4518/16
Anspruch eines Beamten auf Schadensersatz für eine nicht erfolgte Beförderung; …
Rn. 47 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 1. August 2007 - 2 B 15.07 -, juris, Rn. 10, und Urteil vom 1. April 2004 - 2 C 26.03 -, juris, Rn. 13. - VG Karlsruhe, 22.01.2014 - 4 K 1561/11
Schadensersatz wegen unterlassener Beförderung
- VG Düsseldorf, 17.07.2012 - 2 K 7157/11
Schadensersatz verspätete Beförderung Primärrechtsschutz Unterlassen schuldhaft …
- OVG Sachsen, 09.09.2013 - 2 A 173/11
Schadensersatzanspruch, Fürsorgepflichtverletzung, Rechtsmittel, …
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Rechtsprechung
| OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07 |
Volltextveröffentlichung
- Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)
GG Art. 16 a Abs. 1; AufenthG § 60 Abs. 1
Kolumbien, Union Patriotica, UP, Mitglieder, Glaubwürdigkeit, Übergriffe, Paramilitärs, Vergewaltigung, Scheinexekution, gesteigertes Vorbringen, traumatisierte Flüchtlinge, Verfolgung durch Dritte, mittelbare Verfolgung, Schutzbereitschaft, Demobilisierung, interne ...
Verfahrensgang
- OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07
- BVerwG, 25.09.2008 - 10 PKH 25.08
- BVerwG, 26.06.2009 - 10 B 53.08
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (7)
- BVerwG, 26.04.1988 - 9 C 28.86
Widerlegbare Regelvermutung - Angehörige - Politisch Verfolgter - Ehegatte - …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07
Für den Ehegatten und die minderjährigen Kinder eines politisch Verfolgten besteht dabei die Regelvermutung, dass sie in die asylerhebliche Verfolgung einbezogen werden (BVerwG, Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 - BVerwGE 79, 24).Eine negative Wiederholungsprognose, dass sich aufgrund geänderter Umstände die Verfolgung, in die auch die Familienangehörigen erneut mit einbezogen werden (vgl. zur Regelvermutung BVerwG, Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 - BVerwGE 79, 244), nicht wiederholen wird (hierzu BVerwG, Urteil vom 18. Februar 1997 - 9 C 9.96 -, BVerwGE 104, 97, 101), kann mithin nicht gestellt werden.
- BVerwG, 18.02.1997 - 9 C 9.96
Prognosemaßstab - Herabgestufter Maßstab - Änderung der politischen Verhältnisse …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07
Eine negative Wiederholungsprognose, dass sich aufgrund geänderter Umstände die Verfolgung, in die auch die Familienangehörigen erneut mit einbezogen werden (vgl. zur Regelvermutung BVerwG, Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 - BVerwGE 79, 244), nicht wiederholen wird (hierzu BVerwG, Urteil vom 18. Februar 1997 - 9 C 9.96 -, BVerwGE 104, 97, 101), kann mithin nicht gestellt werden. - VGH Hessen, 21.02.2008 - 3 UE 191/07
Zum Abschiebungsschutz tschetschenischer Volkszugehöriger aus Tschetschenien in …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07
Es kann daher dahin stehen, ob das Konzept der inländischen Fluchtalternative nach Inkrafttreten der Qualifikationsrichtlinie einer Korrektur bedarf und dies gegebenenfalls auch für das Asylgrundrecht des Art. 16 a GG gilt (vgl. hierzu HessVGH, Urteil vom 21. Februar 2008 - 3 UE 191/07-, S. 16 -, zitiert nach juris; a.A. BayVGH, Urteil vom 31. August 2007 - 11 B 02.31724 -, zitiert nach juris; ebenso VG Berlin, Urteil vom 18. März 2008 - 38 X 87.08 -).
- VGH Bayern, 31.08.2007 - 11 B 02.31724
Russland, Tschetschenen, Tschetschenien, Anerkennungsrichtlinie, …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07
Es kann daher dahin stehen, ob das Konzept der inländischen Fluchtalternative nach Inkrafttreten der Qualifikationsrichtlinie einer Korrektur bedarf und dies gegebenenfalls auch für das Asylgrundrecht des Art. 16 a GG gilt (vgl. hierzu HessVGH, Urteil vom 21. Februar 2008 - 3 UE 191/07-, S. 16 -, zitiert nach juris; a.A. BayVGH, Urteil vom 31. August 2007 - 11 B 02.31724 -, zitiert nach juris; ebenso VG Berlin, Urteil vom 18. März 2008 - 38 X 87.08 -). - BVerwG, 03.12.1985 - 9 C 22.85
Asylrecht - PLO - Quasi-Staatlichkeit - Krieg - Bürgerkrieg - Revolution - …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07
Die Anerkennung als Asylberechtigter setzt weiter voraus, dass dem Betroffenen bei einer Rückkehr in seinem Heimatland bei verständiger Würdigung aller Umstände seines Falles politische Verfolgung im oben beschriebenen Sinne erneut droht, wobei die insoweit erforderliche Prognose auf die Verhältnisse im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung abzustellen hat und auf einen absehbaren Zeitraum ausgerichtet sein muss (BVerwG, Urteil vom 3. Dezember 1985 - 9 C 22.85 -, NVwZ 1986, 760). - BVerwG, 03.02.1988 - 6 C 3.86
Kriegsdienstverweigerung - Gewissensgründe - Fiktive Kriegerische Situation - …
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07
Für den Ehegatten und die minderjährigen Kinder eines politisch Verfolgten besteht dabei die Regelvermutung, dass sie in die asylerhebliche Verfolgung einbezogen werden (BVerwG, Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 - BVerwGE 79, 24). - VG Berlin, 18.03.2008 - 38 X 87.08
Frage des Abschiebungsschutzes für Tschetschenien
Auszug aus OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 15.07
Es kann daher dahin stehen, ob das Konzept der inländischen Fluchtalternative nach Inkrafttreten der Qualifikationsrichtlinie einer Korrektur bedarf und dies gegebenenfalls auch für das Asylgrundrecht des Art. 16 a GG gilt (vgl. hierzu HessVGH, Urteil vom 21. Februar 2008 - 3 UE 191/07-, S. 16 -, zitiert nach juris; a.A. BayVGH, Urteil vom 31. August 2007 - 11 B 02.31724 -, zitiert nach juris; ebenso VG Berlin, Urteil vom 18. März 2008 - 38 X 87.08 -).
- OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2008 - 2 B 9.06
Kolumbien, Drohungen, GRE, Studenten, Plan Columbia, Drohbriefe, Glaubwürdigkeit, …
Human Rights Watch geht in dem Bericht an das US-Repräsentantenhaus vom 28. Juni 2007 von jährlich 800 - 900 durch die Paramilitärs Ermordeten aus (Gerichtsakten OVG 2 B 15.07 Band II S. 26, 29) und die kolumbianische Juristenkommission geht für die Regierungszeit Uribes sogar von 11 300 aus politischen Gründen getöteten Personen aus, wovon 60 % der Morde den paramilitärischen Einheiten zugeschrieben werden (Le Monde diplomatique, dt. Ausgabe 11. Mai 2007, Gerichtsakten OVG 2 B 15.07 Band II S. 13).
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Rechtsprechung
| LSG Sachsen-Anhalt, 22.10.2008 - L 2 B 15/07 AS |
Volltextveröffentlichung
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende
Verfahrensgang
- SG Dessau, 01.12.2006 - S 7 AS 237/05
- LSG Sachsen-Anhalt, 22.10.2008 - L 2 B 15/07 AS
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (3)
- BVerfG, 13.03.1990 - 2 BvR 94/88
Gleichheitssatz - Prozeßkostenhilfe - Erfolgsaussichten - Ungeklärte Rechtsfragen
Auszug aus LSG Sachsen-Anhalt, 22.10.2008 - L 2 B 15/07
Als hinreichend sind die Erfolgsaussichten einer Klage einzuschätzen, wenn der Erfolg in der Hauptsache zwar nicht gewiss, eine Erfolgschance jedoch nicht unwahrscheinlich ist (vgl. BVerfG, Beschluss vom 13. März 1990 - 1 BvR 94/88 - NJW 1991, 413). - BSG, 17.02.1998 - B 13 RJ 83/97 R
Verletzung rechtlichen Gehörs bei Nichtentscheidung über aufrechterhaltenes …
Auszug aus LSG Sachsen-Anhalt, 22.10.2008 - L 2 B 15/07
Prozesskostenhilfe kommt dagegen nicht in Betracht, wenn ein Erfolg in der Hauptsache zwar nicht ausgeschlossen, die Erfolgschance aber nur eine entfernte ist (vgl. BSG, Urteil vom 17. Februar 1998 - B 13 RJ 83/97 R - SozR 3-1500 § 62 Nr. 19). - LSG Sachsen-Anhalt, 22.03.2006 - L 4 KR 52/05
Auszug aus LSG Sachsen-Anhalt, 22.10.2008 - L 2 B 15/07
Eine Verfassungswidrigkeit der Vorschrift ist nicht ersichtlich (so der 4. Senat des hiesigen Landessozialgerichts bereits ausführlich im Urteil vom 22. März 2006 - L 4 KR 52/05).
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Rechtsprechung
| VG Göttingen, 21.02.2007 - 2 B 15/07 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Wechsel von einem Magister in einen Studiengang mit Bachelor und Masterabschluss vor dem Hintergrund der Ausbildungsförderung.
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
§ 7 Abs 3 S 1 Nr 1 BAföG
Anrechnung; Anrechnungsmöglichkeit; Armenien; armenische Staatsangehörige; Ausbildung; Ausbildungsförderung; Ausbildungsförderungsleistung; Ausbildungsgang; Ausbildungsziel; Ausländer; Bachelor; Bachelorstudium; Fachrichtung; Fachrichtungswechsel; Festsetzung; ... - juris (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (4)
- BVerfG, 24.08.2005 - 1 BvR 309/03
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Verweigerung von BAföG nach …
Auszug aus VG Göttingen, 21.02.2007 - 2 B 15/07
Diese Anrechnungsmöglichkeit verringert aus verfassungsrechtlichen Erwägungen heraus die Zahl der tatsächlich absolvierten Semester im Sinne von § 7 Abs. 3 Satz 1 2. Halbsatz BAföG (vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.8.2005 -1 BvR 309/03-, FamRZ 2005, 1895). - BVerwG, 09.06.1983 - 5 C 8.80
Ausbildungsförderung - Fachrichtungswechsel - Wichtiger Grund - …
Auszug aus VG Göttingen, 21.02.2007 - 2 B 15/07
Allerdings ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts hiervon dann eine Ausnahme zu machen, wenn der Auszubildende aufgrund hochschulrechtlicher Zugangsbeschränkungen für sein Wunschstudium zunächst keinen Studienplatz erhält, nach wenigen Semestern jedoch in sein Wunschstudium wechselt (BVerwG, Urteil vom 9.6.1983 -5 C 8.80-, BVerwGE 67, 235, 244). - BVerwG, 23.09.1999 - 5 C 19.98
Fachrichtungswechsel, wichtiger Grund für -; familiäre Gründe für …
Auszug aus VG Göttingen, 21.02.2007 - 2 B 15/07
Er kann auch in einem ernsthaften Neigungswandel liegen, der als innerer Vorgang nur erschwert einer Prüfung zugänglich ist, wenn die an der bisherigen Ausbildung ausgerichteten Beweggründe und Motivationsumstände erkennbar gemacht werden sowie rational fassbar und nach Inhalt und Aussage überzeugungsfähig feststellbar sind (vgl. nur BVerwG, Urteil vom 23.9.1999 -5 C 19.98-, DVBl 2000, 634). - BVerwG, 22.10.1986 - 5 B 97.85
Förderung eines weiteren Studienganges - Anrechnung eines zuvor durchgeführten …
Auszug aus VG Göttingen, 21.02.2007 - 2 B 15/07
Eine solche, einen Fachrichtungswechsel nicht begründende Verlagerung liegt vor, wenn der Auszubildende nach dem Wechsel der Studiengänge seine Ausbildung praktisch so fortsetzen kann, als hätte er von Anfang an in einem einzigen Studiengang studiert (BVerwG, Beschluss vom 22.10.1986 -5 B 97.85-).
- VG Halle, 22.12.2014 - 6 B 259/14
Fachrichtungswechsel - Zur Förderung eines ausländischen Studenten nach dem BAföG
Eine rückwirkende Leistungserbringung ist ausgeschlossen, weil sich der Antragsteller in dieser Zeit finanziell selbst geholfen hat (vgl. VG Göttingen, 21. Februar 2007 - 2 B 15/07 -, zit. nach juris Rn. 28). - VG Göttingen, 19.12.2013 - 2 B 920/13
Andere Ausbildung; Ausbildung; ausländischer Ehegatte; unabweisbarer Grund; …
Eine rückwirkende Leistungserbringung ist ausgeschlossen, weil sich die Antragstellerin in dieser Zeit finanziell selbst geholfen hat (vgl. Beschluss der Kammer vom 21. Februar 2007 - 2 B 15/07 -, zit. nach juris Rn. 28).
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