Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 08.10.1987 - 2 S 1997/85 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Wirksamkeit einer Vermutungsregelung bzgl. der Richtigkeit der Angaben in einem Wasserzähler in einer kommunalen Satzung; Bemessung der Wassergebühr nach dem von einem Wasserzähler angezeigten Wasserverbrauch auf Grund einer kommunalen Satzung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 09.05.1985 - 12 K 3703/83
- VGH Baden-Württemberg, 08.10.1987 - 2 S 1997/85
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (3)
- BVerwG, 14.04.1967 - VII C 15.65
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.10.1987 - 2 S 1997/85
Dieser sogenannte modifizierte Frischwassermaßstab ist ein geeigneter Wahrscheinlichkeitsmaßstab zur Bemessung der Entwässerungsgebühren, wie in der Rechtsprechung geklärt ist (BVerwG, Urteil vom 14.4.1967, BVerwGE 26, 320 [BVerwG 14.04.1967 - BVerwG VII C 15.65] ; Urteil vom 18.4.1975, DöV 1975, 856 [BVerwG 18.04.1975 - BVerwG VII C 41.73] ; Urteil vom 26.10.1977, KStZ 1978, 131; Urteile des erkennenden Senats vom 27.10.1983 - 2 S 199/80 -, VBlBW 1984, 346; Urteil vom 4.12.1986 - 2 S 2308/85 -). - BVerwG, 18.04.1975 - VII C 41.73
Vereinbarkeit der öffentlichen Bekanntmachung von Ortsrecht durch Offenlegung mit …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.10.1987 - 2 S 1997/85
Dieser sogenannte modifizierte Frischwassermaßstab ist ein geeigneter Wahrscheinlichkeitsmaßstab zur Bemessung der Entwässerungsgebühren, wie in der Rechtsprechung geklärt ist (BVerwG, Urteil vom 14.4.1967, BVerwGE 26, 320 [BVerwG 14.04.1967 - BVerwG VII C 15.65] ; Urteil vom 18.4.1975, DöV 1975, 856 [BVerwG 18.04.1975 - BVerwG VII C 41.73] ; Urteil vom 26.10.1977, KStZ 1978, 131; Urteile des erkennenden Senats vom 27.10.1983 - 2 S 199/80 -, VBlBW 1984, 346; Urteil vom 4.12.1986 - 2 S 2308/85 -). - VGH Baden-Württemberg, 27.10.1983 - 2 S 199/80
Abwassergebühr; Gebührenbemessung; Wahrscheinlichkeitsmaßstab und …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 08.10.1987 - 2 S 1997/85
Dieser sogenannte modifizierte Frischwassermaßstab ist ein geeigneter Wahrscheinlichkeitsmaßstab zur Bemessung der Entwässerungsgebühren, wie in der Rechtsprechung geklärt ist (BVerwG, Urteil vom 14.4.1967, BVerwGE 26, 320 [BVerwG 14.04.1967 - BVerwG VII C 15.65] ; Urteil vom 18.4.1975, DöV 1975, 856 [BVerwG 18.04.1975 - BVerwG VII C 41.73] ; Urteil vom 26.10.1977, KStZ 1978, 131; Urteile des erkennenden Senats vom 27.10.1983 - 2 S 199/80 -, VBlBW 1984, 346; Urteil vom 4.12.1986 - 2 S 2308/85 -).
- VGH Baden-Württemberg, 22.08.1988 - 2 S 424/87
Wasser- und Abwassergebühr: Ermittlung des Wasserverbrauchs; Billigkeitserlaß
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - VGH Baden-Württemberg, 05.07.2012 - 2 S 2599/11
Richtigkeitsvermutung der Anzeige eines Wasserzählers
Mit den in einer gemeindlichen Wassergebührensatzung getroffenen Regelungen, nach denen die Verbrauchsgebühr nach der durch Messeinrichtungen (Wasserzähler) gemessenen Wassermenge berechnet wird, es sei denn, dass sich bei einer Zählerprüfung ergibt, dass der Wasserzähler über die nach der Eichordnung zulässigen Verkehrsfehlergrenzen hinaus falsch anzeigt oder der Zähler stehengeblieben ist, wird die Vermutung aufgestellt, dass die von einem eichrechtlichen Vorschriften entsprechenden Zähler gemessene Wassermenge der in dem zurückliegenden Ablesezeitraum tatsächlich bezogenen Wassermenge entspricht, wenn eine ordnungsgemäße Überprüfung des Zählers zu keinen der genannten Beanstandungen geführt hat (im Anschluss an VGH Bad.-Württ., Urt. v. 8.10.1987 - 2 S 1997/85 - Urt. v. 22.8.1988 2 S 424/87 -).Rn. 19 Den in einer gemeindlichen Gebührensatzung getroffenen Regelungen, wie sie in der Satzung der Beklagte enthalten sind, ist nach der Rechtsprechung des Senats die Vermutung zu entnehmen, dass die von einem eichrechtlichen Vorschriften entsprechenden Zähler gemessene Wassermenge der in dem zurückliegenden Ablesezeitraum tatsächlich bezogenen Wassermenge entspricht, wenn eine ordnungsgemäße Überprüfung des Zählers ergeben hat, dass der Wasserzähler nicht über die nach der Eichordnung zulässigen Verkehrsfehlergrenzen hinaus falsch anzeigt (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 8.10.1987 - 2 S 1997/85 - Urt. v. 22.8.1988 - 2 S 424/87 -).
- VG Gießen, 24.10.2007 - 8 E 1828/06
Abwassergebühr; Antrag auf Herabsetzung wegen der Kanalisation infolge Rohrbruchs …
Den genannten Satzungsvorschriften ist daher eine durch Gründe einer praktikablen Gebührenerhebung sachlich gerechtfertigte unwiderlegbare Vermutung dahin zu entnehmen, dass der Wasserzähler den Wasserverbrauch im vorausgegangenen Ablesezeitraum richtig angezeigt hat (vgl. auch VGH Bad.-Württ., U. v. 08.10.1987 - 2 S 1997/85 - U. v. 22.08.1988 - 2 S 424/87 - sowie OVG Saarl., U. v. 20.01.1994 - 1 R 4/02 -, NJW 1994, 2243, 2244).
- VG Karlsruhe, 09.03.2021 - 12 K 1267/20
Heranziehung zu Wasser- und Abwassergebühren; Nachweiskraft eines geeichten …
Rn. 24 (a) Nach der obergerichtlichen Rechtsprechung insbesondere des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist den in einer gemeindlichen Gebührensatzung getroffenen Regelungen, wie sie in der Satzung der Beklagten enthalten sind, die Vermutung beziehungsweise der dahingehende Anscheinsbeweis zu entnehmen, dass die von einem eichrechtlichen Vorschriften entsprechenden Zähler gemessene Wassermenge der in dem zurückliegenden Ablesezeitraum tatsächlich bezogenen Wassermenge entspricht, wenn eine ordnungsgemäße Überprüfung des Zählers ergeben hat, dass der Wasserzähler nicht über die nach der Eichordnung zulässigen Verkehrsfehlergrenzen hinaus falsch anzeigt (…vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteile vom 5. Juli 2012 - 2 S 2599/11 - juris, Rn. 19, vom 22. August 1988 - 2 S 424/87 - juris, und vom 8. Oktober 1987 - 2 S 1997/85 - juris; OVG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 23. April 2014 - OVG 9 N 45.13 - juris, Rn. 8; Sächsisches OVG…, Beschluss vom 9. März 2015 - 5 A 762/12 - juris, Rn. 8; Saarländisches OVG, Urteil vom 20. Januar 1994 - 1 R 4/92 - NJW 1994, 2243 Ë‚2244˃). - VG Potsdam, 10.10.2012 - 8 K 705/10
Obliegenheit des Versorgers zur Aufbewahrung eines ausgebauten Wasserzählers
Ein Beweis des ersten Anscheins für den tatsächlichen Wasserverbrauch erbringt der Wasserzähler aber erst dann, wenn eine staatlich anerkannte Prüfstelle für Messgeräte die Fehlerfreiheit der Messung festgestellt hat (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschlüsse vom 28. Februar 2008 - 9 N 57/07 -, NVwZ-RR 2008, 726 f. …und vom 17. Februar 2010 - OVG 9 S 83.09 -, juris Rdnr. 5; VGH Mannheim, Urteile vom 8. Oktober 1987 - 2 S 1997/85 -, juris [Ls.], vom 22. August 1988 - 2 S 424/87 -, juris [Ls.] und vom 5. Juli 2012 - 2 S 2599/11 -, juris Rdnrn. 19 f.; OVG Saarlouis, Urteil vom 20. Januar 1994 - 1 R 4/92 -, NJW 1994, 2243 ff.; VG Frankfurt/ Main…, Urteil vom 3. November 2009 - 3 K 36/09.F -, juris Rdnr. 26 und Gerichtsbescheid vom 23. März 2004 - 6 E 714/04 -, juris Rdnr. 21; VG Gießen…, Urteil vom 30. März 2009 - 8 K 66/08.GI -, juris Rdnr. 17; VG Halle…, Urteil vom 28. Oktober 2011 - 4 A 93/11 -, a.a.O.; VG Köln…, Beschluss vom 16. Dezember 2010 - 14 L 1788/10 -, juris Rdnr. 12;… Düwel, in: Becker u.a., Kommunalabgabengesetz für das Land Brandenburg, Loseblattsammlung Stand: Juli 2012, § 6 Rdnr. 1017). - VG Koblenz, 20.04.2010 - 3 K 883/09
Der umstrittene Wasserverbrauch
Folgt man einem Teil der Rechtsprechung (vgl. etwa VGH BW, Urteile vom 08. Oktober 1987 - 2 S 1997/85 - und vom 22. August 1988 - 2 S 424/87 - BWGZ 1989, 88; VG Freiburg, Urteil vom 22. Januar 2007 - 1 K 2893/04 - und VG Greifswald, Urteil vom 21. März 2001 - 3 A 2860/00 -), so folgt dies bereits daraus, dass den genannten Satzungsvorschriften des Beklagten bereits eine (durch Gründe einer praktikablen Gebührenerhebung sachlich gerechtfertigte) unwiderlegbare Vermutung dahin zu entnehmen ist, dass für den Fall einer - wie hier - ordnungsgemäßen Zählerprüfung, die keine die zulässigen Verkehrsfehlergrenzen überschreitenden Messungenauigkeiten ergibt, der Wasserzähler den Wasserverbrauch im vorausgegangenen Ablesezeitraum richtig angezeigt hat. - VG Schwerin, 28.08.2012 - 8 A 1191/08
Wassergebührenbescheid an Zwangsverwalter; Beweiskraft der Anzeige einer …
Rn. 35 Vgl. VG Köln, Beschl. v. 16. Dezember 2010 - 14 L 1788/10 -, LS 1 und Rn. 12 ff.; VG Wiesbaden, Beschl. v. 31. Mai 2011 aaO, Rn. 26 mwN; weitergehend im Sinne einer unwiderlegbaren Vermutung: VGH Bad.-Württ., Urt. v. 8. Oktober 1987 - 2 S 1997/85 - juris nur LS; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 22. August 1988 - 2 S 242/87 -, juris nur LS; VG Greifswald, Urt. v. 7. April 2011 - 3 A 346/08 - LS und Rn. 20 ; Siemers, in: Aussprung/Siemers/Holz, KAG M-V, [Stand: Juni 2010], § 6 Anm. 12 (S. 370 z 26). - VG Freiburg, 22.01.2007 - 1 K 2893/04
Höhe der Wassergebühr bei geprüftem Zähler und Verbrauchsschwankungen.
Folgt man der Rechtsprechung des VGH Baden-Württemberg (vgl. Urteil vom 8.10.1987- 2 S 1997/85; ebenso Urteil vom 22.8.1988 - 2 S 424/87 - BWGZ 1989, 88), so ist den genannten Satzungsvorschriften bereits eine (durch Gründe einer praktikablen Gebührenerhebung sachlich gerechtfertigte) unwiderlegbare Vermutung dahin zu entnehmen, dass für den Fall einer - wie hier - ordnungsgemäßen Zählerprüfung, die keine die zulässigen Verkehrsfehlergrenzen überschreitenden Messungenauigkeiten ergibt, der Wasserzähler den Wasserverbrauch im vorausgegangenen Ablesezeitraum richtig angezeigt hat. - VG Greifswald, 07.04.2011 - 3 A 346/08
Erhebung rückständiger Gebühren für die Benutzung von Wasser- und …
Eine solche nicht widerlegbare Vermutung rechtfertigt sich aus Gründen einer praktikablen Handhabung der Gebührenerhebung (VGH Mannheim, Urt. v. 08.10.1987 - 2 S 1997/85;… zustimmend Siemers, in: Aussprung/Siemers/Holz, KAG M-V, Juni 2010, § 6, Anm. 12).
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