Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 25.10.1999 - 2 S 2190/94 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
Änderung einer Satzung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (5)
- VGH Baden-Württemberg, 31.08.1989 - 2 S 2805/87
Abwassergebühr; Starkverschmutzungszuschlag; Berechnungsmodell; Mischkanalisation
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 25.10.1999 - 2 S 2190/94
Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteil vom 31.8.1989 -- 2 S 2805/87 --, BWGZ 1990, 394) bedingt die in § 26 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 AbwS vorgesehene differenzierte und trennscharfe Abstufung der Starkverschmutzerzuschläge erhöhte Anforderungen an die Ermittlung der jeweiligen Verschmutzungswerte und an deren Regelung in der Satzung.Daß es für den Regelfall eines einjährigen Veranlagungszeitraums mit hinreichender Bestimmtheit regelt, wie die mittleren Verschmutzungswerte, auf die zulässigerweise abgestellt wird (vgl. Urteil des Senats vom 31.8.1989, aaO), zu ermitteln sind, stellt die Antragstellerin selbst nicht in Abrede.
Daß bei solchen kürzeren Veranlagungszeiträumen die Intervalle, in denen die mindestens vier Untersuchungen vorzunehmen sind, nicht ausdrücklich geregelt sind, ist unschädlich (vgl. Urteil des Senats vom 31.8.1989, aaO).
Rn. 24 Sofern -- wie hier -- eine öffentliche Entwässerungseinrichtung dazu bestimmt ist, auch das Straßenoberflächenwasser zu entsorgen, sind bei einer leistungsorientierten Bemessung des Gebührensatzes, wie ihn die Satzung der Antragsgegnerin mit dem sog. Frischwassermaßstab vorsieht, im Rahmen der Gebührenkalkulation nicht sog. Mehrkosten der Straßenentwässerung abzusetzen; vielmehr muß die insoweit gebotene Entlastung der Gebührenschuldner dadurch sichergestellt werden, daß in die Gebührenkalkulation auf einen maßstabsgerechten Umfang gekürzte Straßenoberflächenwassermengen eingestellt werden (vgl. Urteil des Senats vom 31.8.1989, aaO).
Da diese die sog. Starkverschmutzer mit Zuschlägen auf den allgemeinen Abwassergebührensatz belastet, steht und fällt die Zuschlagsregelung mit der Gültigkeit des allgemeinen Abwassergebührensatzes (so ausdr. Urteil des Senats vom 31.8.1989, aaO).
- VGH Baden-Württemberg, 27.02.1996 - 2 S 1407/94
Mitteilung von Tagesordnungspunkten; Entwicklungs- und Verwaltungskosten in …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 25.10.1999 - 2 S 2190/94
Ist dem Gemeinderat vor oder bei der Beschlußfassung über den Gebührensatz eine Gebührenkalkulation nicht zur Billigung unterbreitet worden oder ist die unterbreitete Gebührenkalkulation in einem für die Gebührensatzhöhe wesentlichen Punkt mangelhaft, hat dies die Ungültigkeit des Gebührensatzes zur Folge, weil der Gemeinderat das ihm bei der Festsetzung der Gebührensätze eingeräumte Ermessen nicht fehlerfrei ausüben konnte (st.Rspr. des Senats, vgl. etwa VGH Bad.-Württ., Normenkontrollbeschluß vom 27.2.1996 -- 2 S 1407/94 --, VBlBW 1996, 382 m.w.N.; zuletzt VGH Bad.-Württ., Normenkontrollurteil vom 22.10.1998 -- 2 S 399/97 --, KStZ 1999, 168). - VGH Baden-Württemberg, 22.10.1998 - 2 S 399/97
Normenkontrolle einer Abfallwirtschaftssatzung: Gebührenkalkulation - …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 25.10.1999 - 2 S 2190/94
Ist dem Gemeinderat vor oder bei der Beschlußfassung über den Gebührensatz eine Gebührenkalkulation nicht zur Billigung unterbreitet worden oder ist die unterbreitete Gebührenkalkulation in einem für die Gebührensatzhöhe wesentlichen Punkt mangelhaft, hat dies die Ungültigkeit des Gebührensatzes zur Folge, weil der Gemeinderat das ihm bei der Festsetzung der Gebührensätze eingeräumte Ermessen nicht fehlerfrei ausüben konnte (st.Rspr. des Senats, vgl. etwa VGH Bad.-Württ., Normenkontrollbeschluß vom 27.2.1996 -- 2 S 1407/94 --, VBlBW 1996, 382 m.w.N.; zuletzt VGH Bad.-Württ., Normenkontrollurteil vom 22.10.1998 -- 2 S 399/97 --, KStZ 1999, 168). - VGH Baden-Württemberg, 13.05.1982 - 2 S 851/81
Wasserzins; zum Vorrang der Wasserabgabesatzung eines Zweckverbands; …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 25.10.1999 - 2 S 2190/94
Rn. 17 Auch aus dem Urteil des Senats vom 13.5.1982 -- 2 S 851/81 -- (VBlBW 1983, 210) kann die Antragstellerin für die von ihr vertretene Auffassung nichts herleiten. - VGH Baden-Württemberg, 18.10.1984 - 2 S 2803/82
Entwässerungsbeitrag und Wasserversorgungsbeitrag - einzelne Fragen der …
Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 25.10.1999 - 2 S 2190/94
Das Urteil vom 18.10.1984 -- 2 S 2803/82 -- (VBlBW 1985, 299, 301) behandelt etwa den Fall einer insgesamt ungültigen Verteilungsregelung einer Wasserversorgungssatzung, die aus mehreren Paragraphen bestand.
- VG Weimar, 19.09.2002 - 3 K 4276/99
Ausbaubeiträge; Ausbaubeitrag
Es gilt auch für das thüringische Kommunalrecht (vgl. § 9 Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 ThürKO, § 42 Abs. 1 und Abs. 2 ThürGNGG, § 26 Abs. 4 Satz 1 Thüringer Neugliederungsgesetz - ThürNGG - vom 16. August 1993, GVBl. S. 545) der allgemeine Rechtsgrundsatz, dass sich bei Änderungen des Gebietsbestandes das Ortsrecht der aufnehmenden Gemeinde infolge seiner "gebietsbezogenen Verwurzelung" nicht ohne Weiteres auf das Gemeinde der aufgenommenen Gemeinde erstreckt (so in der älteren Rechtsprechung: PrOVG, Urteil vom 18. März 1880, PrOVGE 6, 212; Urteil vom 24. Januar 1910, PrOVGE 56, 127; a.A. RG, in RGZ 48, 275, 281; neuerdings soweit ersichtlich einhellige Auffassung, z.B.: VGH Kassel, Beschluss vom 30. Mai 1975, ESVGH 26, 68, 74 f.; VGH Mannheim, Urteil vom 10. Dezember 1979, ESVGH 30, 150, 151 und Urteil vom 13. Mai 1982, - 2 S 851/81 -, VBlBW 1983, 210, 211 sowie Beschluss vom 25. Oktober 1999, - 2 S 2190/94 -, zit. nach Juris; außerdem: VGH München, KStZ 1981, 51, 52; so in der Lit.: Wachsmuth/Oehler, Thüringer Kommunalrecht, § 19 Erl.Vielmehr ist diese weit verbreitete Art der Änderung in der Staatspraxis auf Bundes- und Landesebene seit jeher üblich und praktisch nie beanstandet worden (vgl. dazu im Einzelnen VGH Mannheim, Beschluss vom 25. Oktober 1999, - 2 S 2190/94 -, BWGZ 2001, 163, zit. nach Juris, m.w.N.).
vember 1994, - 23 B 93.821 - zit. nach Juris, unter Hinweis u.a. auf VGH München, Beschlüsse vom 5. Mai 1993, - 23 CS 93.285 - und vom 13. Juli 1993, - 23 CS 92.2204 - für Baden-Württemberg: VGH Mannheim, Urteil vom 18. Oktober 1984, - 2 S 2803/82 -, VBlBW 1985, 299, 301 f. und Beschluss vom 25. Oktober 1999, - 2 S 2190/94 -, BWGZ 2001, 163, zit. nach Juris; vgl. ferner VGH Mannheim, Urteil vom 10. April 1997, - 5 S 1564/95 -, zit. nach Juris; im Schrifttum: Wachsmuth/Oehler, a.a.O., § 19 Erl.
- OVG Sachsen-Anhalt, 18.01.2011 - 4 L 24/10
Rückwirkende Heilung einer Straßenausbaubeitragssatzung
Vielmehr bedarf es in diesem Fall einer erneuten Beschlussfassung des Gemeinderates über die gesamte Satzung und einer entsprechenden Veröffentlichung dieser gesamten Satzung (OVG MV, Beschl. v. 15.07.1999 - 1 M 140/98 - BayVGH, Urt. v. 11.11.1994 - 23 B 93.821 - VGH BW, Beschl. v. 25.10.1999 - 2 S 2190/94 - VG Weimar, Beschl. v. 16.07.2003 - 3 K 4276/99.We -, alle zit. nach juris). - VG Weimar, 28.01.2003 - 3 K 103/02
Ausbaubeiträge; Ausbaubeiträge
Derartige punktuelle Änderungen bewirken nach thüringer Kommunalrecht keine Heilung nichtiger Beitragssatzungen geschweige denn ein "Wiederaufleben" der nicht geänderten Satzungsteile (vgl. dazu im Einzelnen VG Weimar, Urteile vom 5. September 2002, - 3 K 2390/00.We -, Seite 11 des Umdrucks und vom 19. September 2002, - 3 K 4276/99.We -, Seite 18 ff. des Umdrucks m.w.N.; ebenso für das Bay. Landesrecht: VGH München, Urteil vom 11. November 1994, - 23 B 93.821 - zit. nach Juris, unter Hinweis u.a. auf VGH München, Beschlüsse vom 5. Mai 1993, - 23 CS 93.285 - und vom 13. Juli 1993, - 23 CS 92.2204 - für Baden-Württemberg: VGH Mannheim, Urteil vom 18. Oktober 1984, - 2 S 2803/82 -, VBlBW 1985, 299, 301 f. und Beschluss vom 25. Oktober 1999, - 2 S 2190/94 -, BWGZ 2001, 163, zit. nach Juris; vgl. ferner VGH Mannheim, Urteil vom 10. April 1997, - 5 S 1564/95 -, zit. nach Juris; im Schrifttum: Wachsmuth/Oehler, a.a.O., § 19 Erl. - VG Weimar, 03.04.2003 - 3 E 131/02 Denn nach der Rechtsprechung der Kammer bewirken solche punktuellen Änderungen einer insgesamt oder zumindest in weiterem Umfange - hier im Hinblick auf § 9 Abs. 2 - nichtigen Satzung keine Heilung geschweige denn ein "Wiederaufleben" der nicht geänderten Satzungsteile (so auch VG Weimar, Urteil vom 19. September 2002, - 3 K 4276/99.We - für das Bay. Landesrecht: VGH München, Urteil vom 11. November 1994, - 23 B 93 821 - zit. nach Juris, unter Hinweis u.a. auf VGH München, Beschlüsse vom 5. Mai 1993, - 23 CS 93 285 - und vom 13. Juli 1993, - 23 CS 92.2204 - für Baden-Württemberg: VGH Mannheim, Urteil vom 18. Oktober 1984, - 2 S 2803/82 -, VBlBW 1985, 299, 301 f. und Beschluss vom 25. Oktober 1999, - 2 S 2190/94 -, BWGZ 2001, 163, zit. nach Juris; vgl. ferner VGH Mannheim, Urteil vom 10. April 1997, - 5 S 1564/95 -, zit. nach Juris; im Schrifttum vgl. Wachsmuth/Oehler, a.a.O., § 19 Erl.
- VG Weimar, 16.07.2003 - 3 E 2071/01
Ausbaubeiträge; Ausbaubeiträge; Straßenausbaubeiträge; Perplexität; Satzung; …
CS 92.2204 - für Baden-Württemberg: VGH Mannheim, Urteil vom 18. Oktober 1984, - 2 S 2803/82 -, VBlBW 1985, 299, 301 f. und Beschluss vom 25. Oktober 1999, - 2 S 2190/94 -, BWGZ 2001, 163, zit. nach Juris; vgl. ferner VGH Mannheim, Urteil vom 10. April 1997, - 5 S 1564/95 -, zit. nach Juris; im Schrifttum vgl. Wachsmuth/Oehler, Thüringer Kommunalrecht, Loseblattsammlung, 10. Erg.-Lfg., 11/01, ThürKO § 19 Erl.
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