Rechtsprechung
| LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung aufgrund Verletzung der Aufklärungspflicht hinsichtlich der Innenprovision/Rückvergütung
- FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- Verbraucherzentrale Bundesverband (Kurzinformation)
AWD muss Anlegern Schadensersatz zahlen
- anwalt24.de (Kurzinformation)
Falk Fonds: Schadensersatz für Falk-Fonds-Anleger
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (41)
- BGH, 19.12.2000 - XI ZR 349/99
Offenlegung einer Provisionsvereinbarung durch eine Bank
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
Höchstrichterliche Rechtsprechung zu dieser auftrags- bzw. kommissionsrechtlichen Auskunfts- und Herausgabepflicht gibt es seit langer Zeit (vgl. nur BGHZ 114, 87, 91; 146, 235, 239; BGH, Urteil vom 17. Oktober 1991, III ZR 352/89; BGH WM 1992, 879, 880 f.).Rn. 91 Ferner hat der Bundesgerichtshof bereits mit Urteil vom 19.12.2000 entschieden, dass eine Bank, die mit dem Vermögensverwalter eines Kunden eine Vereinbarung über die Beteiligung des Verwalters an ihren Provisionen und Depotgebühren geschlossen hat, dies gegenüber dem Kunden auch offenlegen muss (BGHZ 146, 235).
Auf BGHZ 146, 235 nimmt der Bundesgerichtshof zur Begründung seines Urteils vom 19.12.2006 im Übrigen Bezug.
Rn. 92 Die Entscheidung BGH, Urteil vom 22.03.2007, III ZR 218/06 steht nicht im Widerspruch zu den vom XI. Zivilsenat erlassenen Entscheidungen BGHZ 146, 235; 170, 226. In dem vom III. Zivilsenat behandelten Fall ging es nämlich nicht um die Pflicht des Anlageberaters zur Aufklärung über Provisionen, sondern um die des Anlagevermittlers.
- BGH, 12.05.2009 - XI ZR 586/07
Darlegungs- und Beweislast für vorsätzliches Verschweigen von Rückvergütungen
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
Rn. 72 Die Vermutung aufklärungsrichtigen Verhaltens gilt grundsätzlich für alle Aufklärungsfehler eines Anlageberaters, also auch für die fehlende Aufklärung über Rückvergütungen (BGH, Urteil vom 12.05.2009, XI ZR 586/07, Rdn. 22).Insofern hat der Bundesgerichtshof auch auf die auftrags- und kommissionsrechtliche Auskunfts- und Herausgabepflicht in Bezug auf hinter dem Rücken des Auftraggebers geflossene Zahlungen und die hierzu ergangene Rechtsprechung verwiesen (BGH, Urteil vom 12.05.2009 - XI ZR 586/07, Rdn. 15, 21).
Die Beklagte hat auch nicht behauptet, zur Frage der Aufklärung der Kunden über erhaltene Rückvergütungen professionellen Rechtsrat eingeholt, erhalten und ihr Verhalten daran ausgerichtet zu haben (vgl. zu den Anforderungen an die Widerlegung der Verschuldensvermutung nunmehr auch BGH, Urteil vom 12.05.2009, XI ZR 586/07, Rdn. 15, 21).
- BGH, 06.07.1993 - XI ZR 12/93
Beratungs- und Prüfungspflichten der Bank bei ausländischen Wertpapieren
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
Auch die Vereinbarung eines Entgelts ist nicht erforderlich (BGHZ 123, 126, 128).Der Regelungsgehalt des § 31 Abs. 1 Nr. 2 WpHG, welcher eine Ausgestaltung bisheriger BGH-Rechtsprechung darstellt (vgl. BGHZ 123, 126 vom 06.07.1993), gilt mithin unabhängig davon, ob der Berater eine Provision an Beratung in einem Börsenfonds, einem festverzinslichen Wertpapier oder einem geschlossenen Immobilienfonds wie hier verdient.
- BGH, 19.12.2006 - XI ZR 56/05
Aufklärungspflichten einer Bank hinsichtlich Rückvergütungen aus …
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
In der Entscheidung BGHZ 170, 226, 234 wird zwar § 31 Abs. 1 Nr. 2 WpHG im Zusammenhang mit der Pflicht zur Vermeidung eines Interessenkonflikts angeführt.Über Interessenskonflikte, seien es solche der selbst als Berater auftretenden Bank oder solche eines selbständigen Beraters, die von der Bank mitverursacht wurden, war demnach schon vor der Entscheidung BGHZ 170, 226 vom 19.12.2006 aufzuklären.
- BGH, 20.01.2009 - XI ZR 510/07
Kick-Back Rechtsprechung gilt auch bei geschlossenen Fonds - "CFB-Medienfonds …
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
In § 31 Abs. 1 Nr. 2 WpHG ist lediglich der auch zivilrechtlich allgemein anerkannte Grundsatz der Vermeidung von vertragswidrigen Interessenkonflikten aufsichtsrechtlich für den Bereich des Wertpapierhandels normiert worden (vgl. zum Ganzen BGH, Beschluss vom 20.01.2009 - XI ZR 510/07).Rn. 89 Wie der Bundesgerichtshof in seinem Beschluss vom 20.01.2009 - XI ZR 510/07 ausdrücklich klargestellt hat, liegt der Vorschrift des § 31 Abs. 1 Nr. 2 WpHG der "zivilrechtlich allgemein anerkannte Grundsatz der Vermeidung von vertragswidrigen Interessenkonflikten" zugrunde.
- BGH, 27.10.2005 - III ZR 71/05
Erneute Vernehmung eines Zeugen durch das Berufungsgericht
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
Als unabhängiger, individueller Beistand, dem persönliches Vertrauen entgegengebracht wird, muss er besonders differenziert und fundiert beraten (zur Unterscheidung grundlegend BGH NJW-RR 1993, 1114; aufgegriffen und bestätigt in BGH NJW-RR 2006, 109).Rn. 51 Aufgrund der geschilderten Gesamtumstände konnte die Klägerin davon ausgehen, dass die Beklagte neutral und unabhängig eine auf ihre Anlageziele sowie ihre wirtschaftliche Situation abgestimmte Anlage anbieten, eben "beratend" tätig werden würde (vgl. BGH NJW-RR 2006, 109-111; OLG München, Urteil vom 02.06.2008, 17 U 5698/07, S. 10).
- BGH, 19.09.2006 - XI ZR 204/04
Voraussetzungen einer Aufklärungspflicht der finanzierenden Bank; Voraussetzungen …
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
Rn. 73 b) Zwar setzt die Geltung der Vermutung nach der höchstrichterlichen Rechtssprechung voraus, dass für den Geschädigten bei richtiger Aufklärung den Umständen nach nur eine Möglichkeit der Reaktion bestand (BGH NJW 2007, 357), nämlich die, von einer Zeichnung abzusehen. - BGH, 17.10.2003 - V ZR 84/02
Schadensmindernde Berücksichtigung von Steuervorteilen; Darlegungs- und …
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
Rn. 108 Steuervorteile sind anzurechnen, wenn die geltend gemachte Ersatzleistung ihrerseits nicht der Steuerpflicht unterliegt (BGH…, Urteil vom 03.12.2007, II ZR 21/06, Rdn. 27; BGHZ 172, 147; 159, 280, 294; BGH NJW-RR 2004, 79) und wenn es sich um erhebliche Verlustzuweisungen handelt (…Palandt/Heinrichs, a. a. O., vor § 249, Rdn. 114 m. w. N.), welche dem Kläger verbleiben (BGH ZIP 2007, 1200). - BGH, 24.04.2007 - XI ZR 17/06
Anrechung von Steuervorteilen bei Rückabwicklung eines …
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
Rn. 108 Steuervorteile sind anzurechnen, wenn die geltend gemachte Ersatzleistung ihrerseits nicht der Steuerpflicht unterliegt (BGH…, Urteil vom 03.12.2007, II ZR 21/06, Rdn. 27; BGHZ 172, 147; 159, 280, 294; BGH NJW-RR 2004, 79) und wenn es sich um erhebliche Verlustzuweisungen handelt (…Palandt/Heinrichs, a. a. O., vor § 249, Rdn. 114 m. w. N.), welche dem Kläger verbleiben (BGH ZIP 2007, 1200). - BGH, 03.12.2007 - II ZR 21/06
Anlegerschutz bei der Securenta AG / Göttinger Gruppe
Auszug aus LG München I, 25.02.2010 - 22 O 1797/09
Rn. 108 Steuervorteile sind anzurechnen, wenn die geltend gemachte Ersatzleistung ihrerseits nicht der Steuerpflicht unterliegt (BGH, Urteil vom 03.12.2007, II ZR 21/06, Rdn. 27; BGHZ 172, 147; 159, 280, 294; BGH NJW-RR 2004, 79) und wenn es sich um erhebliche Verlustzuweisungen handelt (…Palandt/Heinrichs, a. a. O., vor § 249, Rdn. 114 m. w. N.), welche dem Kläger verbleiben (BGH ZIP 2007, 1200). - BGH, 17.11.2005 - III ZR 350/04
Anrechnung steuerlicher Vorteile auf Schadensersatzansprüche gegen den Vermittler …
- BGH, 27.05.2008 - XI ZR 132/07
Verjährung von Schadensersatzansprüchen wegen vorvertraglichen …
- BGH, 14.06.2004 - II ZR 395/01
Rechte des Kreditnehmers gebenüber der Bank beim kreditfinanzierten Erwerb von …
- BGH, 09.02.2006 - III ZR 20/05
Darlegungs- und Beweislast für die Kausalität der ungenügenden Offenlegung von …
- BGH, 22.11.2007 - III ZR 9/07
Schadensersatzanspruch bei Nichteinhaltung einer Spielbank-Sperre
- BGH, 22.03.2007 - III ZR 218/06
Verpflichtung des Anlagevermittlers zur Offenlegung einer Innenprovision
- BGH, 21.12.1995 - V ZB 4/94
Rechtsstellung des Verwalters bei Versagung der beantragten Zustimmung zur …
- BGH, 28.05.2002 - XI ZR 150/01
Umfang der Aufklärungspflicht eines Terminoptionsvermittlers; Verjährung von …
- BGH, 14.03.1991 - VII ZR 342/89
Vertragliche Aufklärungspflichten des Auftragnehmers über eine …
- BGH, 04.07.2001 - VIII ZR 279/00
Geltendmachung eines nicht bestehenden Zurückbehaltungsrechts
- BGH, 01.04.2003 - XI ZR 385/02
Pflicht des Terminoptionsvermittlers zur Aufklärung über Folgen eines Disagios; …
- BGH, 17.09.2009 - XI ZR 264/08
Darlegungs- und Beweislast bei Inanspruchnahme eines Anlageberaters wegen …
- BGH, 26.09.1990 - IV ZR 147/89
Umfang des subjektiven Risikoausschlusses
- BGH, 09.06.1998 - XI ZR 220/97
Hinweispflicht der Betreiber von Börsentermingeschäften auf alle gewinnmindernden …
- BGH, 17.10.1991 - III ZR 352/89
Pflicht des Beauftragten zur Herausgabe einer Drittprovision
- BGH, 07.03.1972 - VI ZR 169/70
Hinterlegung eines Geldbetrages nach Versteigerung eines Grundstücks zum Zwecke …
- BGH, 10.04.1990 - VI ZR 288/89
Verjährungsbeginn bei Unterlassen einer Aufklärung
- BGH, 19.06.1985 - IVa ZR 196/83
Maklerprovision für Steuerberater
- BGH, 20.05.1987 - IVa ZR 36/86
Offenbarungspflicht des Steuerberaters hinsichtlich mit Dritten getroffenen …
- OLG München, 07.07.2008 - 17 U 2105/08
- BGH, 13.01.2004 - XI ZR 355/02
Beratungspflichten der Bank bei Empfehlung eines Bauherrenmodells; Rechtsnatur …
- BGH, 07.10.2008 - XI ZR 89/07
Banken müssen Anleger auf deutliche Kritik in Fachpublikationen hinweisen
- BGH, 27.10.2009 - XI ZR 337/08
Optimistische Erwartung als Basis einer Anlageempfehlung
- BGH, 05.03.2009 - III ZR 302/07
Zur Hinweispflicht eines Anlageberaters über negative Berichterstattung der …
- BGH, 27.10.2009 - XI ZR 338/08
Immobilienfonds - Zum Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung (hier: …
- BGH, 04.03.1987 - IVa ZR 122/85
Zustandekommen eines Auskunfts- oder Beratungsvertrages mit einem …
- BGH, 13.05.1993 - III ZR 25/92
Haftung des Anlagevermittlers bei Fehlen zuverlässiger Information
- BGH, 05.07.1973 - VII ZR 12/73
Nachweis der Kausalität einer vertraglichen Aufklärungs- oder …
- BGH, 25.09.2007 - XI ZR 320/06
Zustandekommen eines Beratungsvertrages im Rahmen der Finanzierung eines …
- OLG Frankfurt, 15.10.2008 - 23 U 348/05
Prospekthaftung: Pflicht zur Angabe der Höhe eines Mietausfallwagnisses und zu …
- OLG München, 02.06.2008 - 17 U 5698/07
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Aufklärungspflicht über eine …
- BGH, 24.08.2011 - XI ZR 191/10
Kapitalanlageberatung: Erfolglose Gehörsrüge gegen …
Das Urteil befasst sich zudem in den Entscheidungsgründen lediglich allgemein mit den Grundsätzen zur Aufklärung über nicht im Prospekt ausgewiesene (versteckte) Innenprovisionen, nicht jedoch mit Rückvergütungen aus offen ausgewiesenen Vertriebsprovisionen an den Anlageberater (vgl. hierzu auch OLG Stuttgart, ZIP 2010, 824, 827; LG München, Urteil vom 25. Februar 2010 - 22 O 1797/09, juris, Rn. 64;Buck-Heeb, BKR 2010, 309, 312 f.). - OLG Brandenburg, 28.09.2011 - 4 U 196/10
Widerruf eines Darlehensvertrages nach dem Haustürwiderrufsgesetz; Schadensersatz …
Zunächst ließ er in der Klageschrift (dort S. 20, Bl. 59 d.A.) unter Verweis auf "durch Provisionsvereinbarungen mit anderen Vertriebsunternehmen" belegten Sachvortrag einer anderen Klägerin in einem vor dem Landgericht München I geführten Rechtsstreit (22 O 1797/09) vortragen, die Beklagte zu 2 habe "für den Vertrieb von F…-Renditefonds eine Provision von 12-15 %" erhalten.
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