Rechtsprechung
| VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Justiz Hessen
Personalratswahl; Verbot des Mehrfachwahlvorschlags; irreführendes Kennwort
- Judicialis
HPVG § 21 Abs. 1 S. 1; ; HPVG § 22 Abs. 1; ; WO-HPVG § 10 Abs. 4 S. 1; ; WO-HPVG § 8 Abs. 3; ; WO-HPVG § 9 Abs. 3
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Wahlanfechtungsantrag hinsichtlich der vom 10. Mai bis zum 14. Mai 2004 durchgeführten Wahl des Personalrats beim Polizeipräsidium Mittelhessen; Beurteilung der Zulässigkeit der Benutzung eines irreführenden Kennworts für einen Wahlvorschlag; Kompetenzen der ...
Verfahrensgang
- VG Gießen, 23.07.2004 - 22 L 2432/04
- VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Papierfundstellen
- ESVGH 55, 251 (Ls.)
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (12)
- BVerwG, 07.11.1969 - VII P 2.69
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Es ist allgemein anerkannt, dass eine sittenwidrige Wahlbeeinflussung auch in der Verwendung eines Kennwortes im Wahlvorschlag liegen kann, durch das eine Verwechslungsgefahr herbeigeführt wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 13. Mai 1966 - VII P 5.65 - PersV 1966, 132 f., Beschluss vom 23. Oktober 1970 - BVerwG VII P 8.70 - ZBR 1971, 122 f., ähnlich auch Beschluss vom 7. November 1969 - BVerwG VII P 2.69 - BVerwGE 34, 177 ff.; Bay. VGH, Beschluss vom 15. Juni 1961 - Nummer 10 X 60 - BayVBl. 1961, 316; OVG Brandenburg, Beschluss vom 4. Februar 1999 - 6 A 194/98.PVL - juris; VG Potsdam, Beschluss vom 26. August 1998 - 16 K 2312/98.PVL - PersV 1999, 231 ff. = ZfPR 2000, 13 ff. = juris;… Breunig, in: von Roetteken/Rothländer, HBR, Hessisches Bedienstetenrecht, Stand: 143. Ergänzungslieferung, Januar 2005, Rdnr. 28 zu § 22 HPVG;… Schleicher, in: Ballerstedt/Schleicher/Faber/Eckinger, Bayerisches Personalvertretungsgesetz, Kommentar, 97. Ergänzungslieferung, Stand: 1. November 2004, Rdnrn. 10 und 12 zu Art. 24; Ilbertz, Die Aufstellung und Behandlung von Wahlvorschlägen, ZfPR 2004, 23 ff., 25 f.).Dadurch soll, wie sich auch dem nachfolgenden Satz 2 dieser Vorschrift entnehmen lässt, sichergestellt werden, dass das aktive und passive Wahlrecht frei und unbeeinflusst ausgeübt werden kann (vgl. BVerwG, Beschluss vom 7. November 1969, a.a.O., zu der inhaltsgleichen Vorschrift in § 21 Abs. 1 des Personalvertretungsgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen vom 28. Mai 1958, GV NW S. 209).
Auch beeinflusst ein auf einem Wahlvorschlag mit dem Kennwort "Nichtorganisierte Angestellte" aufgestellter Wahlbewerber die Wahl zum Personalrat in einer die guten Sitten verletzenden Weise, wenn er seinen vor der Wahl vollzogenen Eintritt in eine Gewerkschaft nicht allen Wahlberechtigten bekannt gibt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 7. November 1969, a.a.O.).
- VGH Hessen, 27.01.2005 - 8 UE 211/04
Kommunalwahl; Doppelauftreten einer Partei; notwendige Beiladung; …
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof ist in Bezug auf das Kommunalwahlrecht bereits im Jahre 1970 davon ausgegangen, dass es einer politischen Partei oder Wählergruppe verboten ist, mehr als einen Wahlvorschlag einzureichen, obwohl damals im hessischen Kommunalwahlrecht ein derartiges Verbot noch nicht ausdrücklich geregelt war (vgl. Hess. VGH, Urteil vom 3. Juni 1970 - II OE 69/69 - Leitsatz veröffentlicht in DÖV 1971, 825; vgl. dazu auch Hess. VGH, Urteil vom 27. Januar 2005 - 8 UE 211/04 - Seiten 29 ff. des amtlichen Umdrucks). - VerfGH Bayern, 07.03.1991 - 2-VII-90
Stellungnahme des Bayerischen Senats
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Die Beschränkung dient darüber hinaus der Klarheit und der Praktikabilität des Wahlverfahrens und vermeidet eine Zersplitterung der Stimmen (vgl. BayVerfGH, Entscheidung vom 7. März 1991 - Vf.2-VII-90 - BayVBl. 1991, 302 f.; vgl. auch Bay. VGH, Urteil vom 22. Mai 1991 - 4 B 90.2875 - juris = BayVBl. 1991, 623 ff. = VGHE BY 44, 122 ff.).
- VGH Bayern, 22.05.1991 - 4 B 90.2875
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Die Beschränkung dient darüber hinaus der Klarheit und der Praktikabilität des Wahlverfahrens und vermeidet eine Zersplitterung der Stimmen (vgl. BayVerfGH, Entscheidung vom 7. März 1991 - Vf.2-VII-90 - BayVBl. 1991, 302 f.; vgl. auch Bay. VGH, Urteil vom 22. Mai 1991 - 4 B 90.2875 - juris = BayVBl. 1991, 623 ff. = VGHE BY 44, 122 ff.). - BVerwG, 08.05.1992 - 6 P 9.91
Personalvertretung - Gruppenwahl - Wahlanfechtung - Personalratswahl
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Nach ständiger Rechtsprechung sind bei der Entscheidung über einen zulässig erhobenen Anfechtungsantrag betreffend eine Personalratswahl auch nicht innerhalb der Anfechtungsfrist geltend gemachte Anfechtungsgründe zu berücksichtigen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 8. Mai 1992 - 6 P 9/91 - PersV 1992, 439 ff. = ZfPR 1993, 155 ff. = juris; Hess. VGH, Beschluss vom 11. März 1997 - 22 TL 3981/96 - ESVGH 47, 174 ff. = ZfPR 1997, 148 ff. = juris, Beschluss vom 4. November 1993 - TK 1734/93 - ESVGH 44, 102 ff. = PersR 1994, 327 ff. = juris). - OVG Brandenburg, 04.02.1999 - 6 A 194/98
Rechtmäßigkeit einer durchgeführten Wahl zum örtlichen Personalrat ; Gültigkeit …
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Es ist allgemein anerkannt, dass eine sittenwidrige Wahlbeeinflussung auch in der Verwendung eines Kennwortes im Wahlvorschlag liegen kann, durch das eine Verwechslungsgefahr herbeigeführt wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 13. Mai 1966 - VII P 5.65 - PersV 1966, 132 f., Beschluss vom 23. Oktober 1970 - BVerwG VII P 8.70 - ZBR 1971, 122 f., ähnlich auch Beschluss vom 7. November 1969 - BVerwG VII P 2.69 - BVerwGE 34, 177 ff.; Bay. VGH, Beschluss vom 15. Juni 1961 - Nummer 10 X 60 - BayVBl. 1961, 316; OVG Brandenburg, Beschluss vom 4. Februar 1999 - 6 A 194/98.PVL - juris; VG Potsdam, Beschluss vom 26. August 1998 - 16 K 2312/98.PVL - PersV 1999, 231 ff. = ZfPR 2000, 13 ff. = juris;… Breunig, in: von Roetteken/Rothländer, HBR, Hessisches Bedienstetenrecht, Stand: 143. Ergänzungslieferung, Januar 2005, Rdnr. 28 zu § 22 HPVG;… Schleicher, in: Ballerstedt/Schleicher/Faber/Eckinger, Bayerisches Personalvertretungsgesetz, Kommentar, 97. Ergänzungslieferung, Stand: 1. November 2004, Rdnrn. 10 und 12 zu Art. 24; Ilbertz, Die Aufstellung und Behandlung von Wahlvorschlägen, ZfPR 2004, 23 ff., 25 f.). - VG Hamburg, 11.12.1992 - 1 VG FB 30/92
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Mit dem Zusatz "Freie Liste" ist demnach nicht der Irrtum erregt worden, diese Liste stamme nicht von der Gewerkschaft der Polizei und/oder habe mit dieser Gewerkschaft nichts zu tun (so aber der dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Hamburg vom 11. Dezember 1992 - 1 VG FB 30/92 - PersR 1993, 508 ff., 510, zu Grunde liegende Fall). - BVerwG, 13.05.1966 - VII P 5.65
Rechtsmittel
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Es ist allgemein anerkannt, dass eine sittenwidrige Wahlbeeinflussung auch in der Verwendung eines Kennwortes im Wahlvorschlag liegen kann, durch das eine Verwechslungsgefahr herbeigeführt wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 13. Mai 1966 - VII P 5.65 - PersV 1966, 132 f., Beschluss vom 23. Oktober 1970 - BVerwG VII P 8.70 - ZBR 1971, 122 f., ähnlich auch Beschluss vom 7. November 1969 - BVerwG VII P 2.69 - BVerwGE 34, 177 ff.; Bay. VGH, Beschluss vom 15. Juni 1961 - Nummer 10 X 60 - BayVBl. 1961, 316; OVG Brandenburg, Beschluss vom 4. Februar 1999 - 6 A 194/98.PVL - juris; VG Potsdam, Beschluss vom 26. August 1998 - 16 K 2312/98.PVL - PersV 1999, 231 ff. = ZfPR 2000, 13 ff. = juris;… Breunig, in: von Roetteken/Rothländer, HBR, Hessisches Bedienstetenrecht, Stand: 143. Ergänzungslieferung, Januar 2005, Rdnr. 28 zu § 22 HPVG;… Schleicher, in: Ballerstedt/Schleicher/Faber/Eckinger, Bayerisches Personalvertretungsgesetz, Kommentar, 97. Ergänzungslieferung, Stand: 1. November 2004, Rdnrn. 10 und 12 zu Art. 24; Ilbertz, Die Aufstellung und Behandlung von Wahlvorschlägen, ZfPR 2004, 23 ff., 25 f.). - VGH Hessen, 11.03.1997 - 22 TL 3981/96
Anfechtung einer Personalratswahl - Berücksichtigung von außerhalb der …
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Nach ständiger Rechtsprechung sind bei der Entscheidung über einen zulässig erhobenen Anfechtungsantrag betreffend eine Personalratswahl auch nicht innerhalb der Anfechtungsfrist geltend gemachte Anfechtungsgründe zu berücksichtigen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 8. Mai 1992 - 6 P 9/91 - PersV 1992, 439 ff. = ZfPR 1993, 155 ff. = juris; Hess. VGH, Beschluss vom 11. März 1997 - 22 TL 3981/96 - ESVGH 47, 174 ff. = ZfPR 1997, 148 ff. = juris, Beschluss vom 4. November 1993 - TK 1734/93 - ESVGH 44, 102 ff. = PersR 1994, 327 ff. = juris). - BVerwG, 23.10.1970 - VII P 8.70
Wahl eines Personalrates
Auszug aus VGH Hessen, 24.02.2005 - 22 TL 2583/04
Es ist allgemein anerkannt, dass eine sittenwidrige Wahlbeeinflussung auch in der Verwendung eines Kennwortes im Wahlvorschlag liegen kann, durch das eine Verwechslungsgefahr herbeigeführt wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 13. Mai 1966 - VII P 5.65 - PersV 1966, 132 f., Beschluss vom 23. Oktober 1970 - BVerwG VII P 8.70 - ZBR 1971, 122 f., ähnlich auch Beschluss vom 7. November 1969 - BVerwG VII P 2.69 - BVerwGE 34, 177 ff.; Bay. VGH, Beschluss vom 15. Juni 1961 - Nummer 10 X 60 - BayVBl. 1961, 316; OVG Brandenburg, Beschluss vom 4. Februar 1999 - 6 A 194/98.PVL - juris; VG Potsdam, Beschluss vom 26. August 1998 - 16 K 2312/98.PVL - PersV 1999, 231 ff. = ZfPR 2000, 13 ff. = juris;… Breunig, in: von Roetteken/Rothländer, HBR, Hessisches Bedienstetenrecht, Stand: 143. Ergänzungslieferung, Januar 2005, Rdnr. 28 zu § 22 HPVG;… Schleicher, in: Ballerstedt/Schleicher/Faber/Eckinger, Bayerisches Personalvertretungsgesetz, Kommentar, 97. Ergänzungslieferung, Stand: 1. November 2004, Rdnrn. 10 und 12 zu Art. 24; Ilbertz, Die Aufstellung und Behandlung von Wahlvorschlägen, ZfPR 2004, 23 ff., 25 f.). - VGH Hessen, 04.11.1993 - TK 1734/93
D'HONDT; GRUPPENSTÄRKE; HARE-NIEMEYER-VERFAHREN; HÖCHSTZAHLVERFAHREN
- VG Potsdam, 26.08.1998 - 16 K 2312/98
- VGH Hessen, 23.03.2017 - 22 A 2145/16
Anfechtung einer Personalratswahl
Die Benutzung eines irreführenden Kennworts für einen Wahlvorschlag ist unzulässig, weil ein solches Kennwort die Wahl in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise (§ 21 Abs. 1 S. 1 HPVG) beeinflussen kann (Bestätigung: Hess. VGH, Beschluss vom 24. Februar 2005 - 22 TL 2583/04).Danach soll, wie sich auch dem nachfolgenden Satz 2 der Vorschrift entnehmen lässt, sichergestellt werden, dass das aktive und passive Wahlrecht frei und unbeeinflusst ausgeübt werden kann (vgl. BVerwG, Beschluss vom 7. November 1969, VII P 2.69 - BVerwGE 34, 177 ff. - ; VGH Kassel, Beschluss des Senats vom 24. Februar 2005 - 22 TL 2583/04 -, VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12. April 2007 - PL 15 S 940/05 -, OVG Brandenburg, Beschluss vom 4. Februar 1999 - 6 A 194/98 PVL - , jeweils zit. nach juris).
Anders als in dem Fall, dass nur oder weit überwiegend Mitglieder einer einzigen bestimmten Gewerkschaft auf dem Wahlvorschlag vertreten sind (vgl. zur Irreführung in seinem solchen Fall: Hess. VGH, Beschluss vom 24. Februar 2005, a.a.O., VG Ansbach…, Beschluss vom 6. Dezember 2001 - AN 7 P 00.00617 - juris, Rdnr. 16 ff.;… v. Roetteken/Rothländer, HBR, § 8 WO-HPVG Rdnr. 60 f. m.w.N.) spricht die "Durchmischung" der Kandidaten aus Angehörigen verschiedener Gewerkschaften und nicht gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten vielmehr dafür, dass kein "Etikettenschwindel" dahingehend betrieben wird, dass unter der Bezeichnung "Freie Liste" tatsächlich das Programm einer bestimmten Polizeigewerkschaft (welcher der beiden Gewerkschaften, von denen Kandidaten auf der Liste benannt sind ?) umgesetzt werden soll.
- OVG Thüringen, 29.05.2008 - 5 PO 739/07
Personalvertretungsrecht der Länder; Personalvertretungsrecht der Länder; …
Zur Begründung hat es im Wesentlichen - unter weitgehender Bezugnahme auf den Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 24. Februar 2005 (Az.: 22 TL 2583/04)- ausgeführt, dass die Bezeichnung "Freie Liste Pro Regelschule" irreführend sei und daher ein Verstoß gegen § 24 Abs. 1 ThürPersVG vorliege.Soweit der Beteiligte zu 1 meint, die vom Verwaltungsgericht in Bezug genommene Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 24. Februar 2005 - 22 TL 2583/04 - (Juris) sei auf den hier zu entscheidenden Fall nicht anwendbar, weil dort zwei von ein und derselben Gewerkschaft eingereichte Vorschläge inmitten gestanden hätten, es hier jedoch nur um einen gewerkschaftlichen Vorschlag und einen weiteren, von einer Vielzahl von Wahlberechtigten (die nicht allesamt gewerkschaftlich organisiert seien) eingereichten Vorschlag gehe, verfängt dies nicht.
Vielmehr hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof diesen Umstand - nämlich dass eine Gewerkschaft zwei Wahlvorschläge zur Wahl gestellt hatte - selbständig tragend als einen weiteren Grund für die Ungültigkeit der Wahl angesehen, nämlich unter dem Gesichtspunkt eines Verstoßes gegen das Verbot des Mehrfachwahlvorschlags der Gewerkschaften (vgl. Hessischer VGH, Beschluss vom 24. Februar 2005, a. a. O., Juris, Rdn. 29 ff.; s. dazu auch die jeweiligen §§ 9 Abs. 3 Satz 2 der Wahlordnungen zum BPersVG und zum ThürPersVG).
Auch soweit der Beteiligte zu 1 weiterhin darauf abhebt, dass es in jenem vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof entschiedenen Fall um zwei "für jedermann erkennbar" von derselben Gewerkschaft rührende Vorschläge gegangen sei, die jeweils mit dem Zusatz "(GdP)" gekennzeichnet gewesen seien, folgt daraus nichts zu seinen Gunsten, sondern eher das Gegenteil: Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat eine Irreführung nicht wegen, sondern trotz dieser Angabe bejaht (vgl. Hessischer VGH, Beschluss vom 24. Februar 2005, a. a. O., Juris, Rdn. 22 ff., insbes. Rdn. 26 f.).
- VGH Bayern, 05.02.2009 - 1 N 07.2713
Normenkontrollantrag gegen Bebauungsplan; Antragsbefugnis; Rechtsschutzbedürfnis; …
Auch die weder durch einen Rechtsanwalt noch durch einen anderen Prozessbevollmächtigten im Sinn von § 67 Abs. 4 Satz 4 VwGO oder §§ 3, 5 RDGEG vertretene Beigeladene konnte die Verzichtserklärung rechtswirksam abgeben, weil diese Erklärung nicht nach § 67 Abs. 4 Satz 1 VwGO dem Vertretungszwang unterliegt (vgl. BVerwG vom 8.11.2005 - 10 B 45/05 - juris RdNr. 6; vom 28.4.1981 NJW 1981, 2136; HessVGH vom 25.2.2005 ESVGH 55, 251).
- VG Ansbach, 15.01.2021 - AN 7 P 20.00544
Anfechtung einer Wahl zum örtlichen Personalrat eines Hauptzollamtes
Nach der arbeitsgerichtlichen und verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung darf ein Kennwort allerdings nicht zu Verwechslungen führen und irreführend sein (…BAG, B.v. 15.5.2013 - 7 ABR 40/11 - juris Rn. 20;… B.v. 26.10.2016 - 7 ABR 4/15 - juris Rn. 21; HessVGH, B.v. 24.2.2005 - 22 TL 2583/04 - juris Rn. 23 m.w.N.).Eine solche Bezeichnung oder ein solcher Zusatz erweckt nämlich den Eindruck, dass jedenfalls auch unabhängige Kandidaten auf dem Wahlvorschlag vorhanden sind (HessVGH, B.v. 24.2.2005 - 22 TL 2583/04 - juris).
- BVerwG, 22.05.2025 - 5 PA 3.24
Keine Zuständigkeit des Personalrats der Zentrale für verselbständigte Teile und …
Rn. 12 Bei § 25 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 und Satz 2 BPersVG handelt es sich - worüber die Verfahrensbeteiligten ebenfalls zu Recht nicht streiten - um wesentliche Vorschriften über das Wahlverfahren im Sinne des § 26 BPersVG (vgl. etwa OVG Münster, Beschluss vom 14. April 2004 - 1 A 4408/02.PVB - PersV 2004, 423 ; zu regelungsgleichen Vorschriften im Landespersonalvertretungsrecht etwa VGH Kassel, Beschluss vom 24. Februar 2005 - 22 TL 2583/04 - PersV 2005, 432 ; OVG Koblenz, Beschluss vom 4. Oktober 2022 - 5 A 11514/21.OVG - ZfPR 2023, 73 m. w. N.). - VG Magdeburg, 06.06.2012 - 9 A 111/10
Kommunalwahlrecht: Fehlerhafte Bekanntgabe der notwendigen Anzahl der …
Denn derartige Kennwörter können zu einer Verwechselungsgefahr führen und stellen damit eine sittenwidrige Wahlbeeinflussung dar (vgl. nur: Hess. VGH, Beschl. v. 24.02.2005, 22 TL 2583/04;… VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 19.03.1979, I 915/78; beide juris). - OVG Mecklenburg-Vorpommern, 01.10.2013 - 8 L 102/12
Pflicht zur Bezeichnung von Gewerkschaftsvorschlägen mit deren Namen
In diesem Fall würde der fälschliche Eindruck erweckt, es befänden sich auf der Liste auch Wahlbewerber, die der Gewerkschaft nicht angehören (vgl. HessVGH, Beschluss vom 24.02.2005 - 22 TL 2583/04 -, Rn. 27, zitiert nach Juris; Thür. OVG…, Beschluss vom 29.05.2008 - 5 PO 739/07 -, Rn. 27, zitiert nach Juris).
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