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Rechtsprechung
   VGH Bayern, 01.12.1998 - 3 B 95.3050   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1998,32007
VGH Bayern, 01.12.1998 - 3 B 95.3050 (https://dejure.org/1998,32007)
VGH Bayern, Entscheidung vom 01.12.1998 - 3 B 95.3050 (https://dejure.org/1998,32007)
VGH Bayern, Entscheidung vom 01. Dezember 1998 - 3 B 95.3050 (https://dejure.org/1998,32007)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Anspruch auf Witwengeld bei nur drei Monate andauernder vorangegangener Ehe; Notwendigkeit der Widerlegung der gesetzlichen Vermutung einer Zweckehe

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • DVBl 1999, 339 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (28)Zitiert selbst (6)

  • VG Würzburg, 06.11.2012 - W 1 K 12.505

    Nachgeheiratete Witwe; Witwengeld ausgeschlossen; Unterhaltsbeitrag; …

    Art. 35 Abs. 2 Nr. 2 BayBeamtVG stellt die gesetzliche Vermutung einer Versorgungsehe auf, die grundsätzlich widerlegt werden kann; die Beweislast hierfür trägt die Witwe bzw. der Witwer (st.Rspr. zu § 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BeamtVG, vgl. BVerwG vom 19.01.2009, Az.: 2 B 14/08; vom 02.10.2008, Az.: 2 B 7/08; BayVGH vom 10.02.2012, 14 B 10.2383; vom 08.11.2011, 3 ZB 08.627; vom 12.09.2011, 14 ZB 11.747; vom 24.08.2011, 14 ZB 09.1067; vom 27.08.2010, 14 ZB 10.79; vom 01.12.1998, 3 B 95.3050, DVBl 1999, 339; OVG Nordrhein-Westfalen vom 30.01.2012, 3 E 1364/11, DÖD 2012, 209; Plog/Wiedow, BeamtVG, RdNr. 11 zu § 19).

    Es kommt mithin nicht darauf an, ob die Ehepartner wussten, dass die Krankheit nach ihrem konkreten Verlauf unheilbar ist (BayVGH vom 08.11.2011, 3 ZB 08.627; vom 01.12.1998, 3 B 95.3050, IÖD 1999, 174, DVBl 1999, 339; OVG Nordrhein-Westfalen vom 30.01.2012, 3 E 1364/11, IÖD 2012, 209).

    Auch im Falle der Kenntnis des grundsätzlich lebensbedrohlichen Charakters der Erkrankung des Beamten im Zeitpunkt der Eheschließung kann die gesetzliche Vermutung einer Versorgungsehe ausnahmsweise widerlegt werden, wenn sich die Eheschließung als konsequente Verwirklichung eines bereits vor Erlangung dieser Kenntnis bestehenden Heiratsentschlusses darstellt (st.Rspr. zu § 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BeamtVG, vgl. BVerwG vom 19.01.2009, 2 B 14/08; vom 02.10.2008, 2 B 7/08; BayVGH vom 12.07.2012, 3 ZB 11.1167; vom 10.02.2012, 14 B 10.2383; vom 08.11.2011, 3 ZB 08.627; vom 12.09.2011, 14 ZB 11.747; vom 27.08.2010, 14 ZB 10.79; vom 01.12.1998, 3 B 95.3050, IÖD 1999, 174, DVBl 1999, 339; OVG Nordrhein-Westfalen vom 30.01.2012, 3 E 1364/11, DÖD 2012, 209; Plog/Wiedow, BeamtVG, RdNr. 11 f zu § 19).

    Anders liegen die Dinge aber, wenn einer früheren Verwirklichung des bestehenden Heiratsentschlusses objektive Hindernisse entgegenstanden (st.Rspr., vgl. BayVGH vom 12.07.2012, 3 ZB 11.1167; vom 10.02.2012, 14 B 10.2383; vom 08.11.2011, 3 ZB 08.627; vom 24.08.2011, 14 ZB 09.1067; vom 01.12.1989, 3 B 95.3050, IÖD 1999, 174).

  • VGH Bayern, 20.06.2016 - 3 ZB 13.1644

    Keine Widerlegung der gesetzlichen Vermutung einer Versorgungsehe

    Rn. 10 Es hat rechtsfehlerfrei darauf abgestellt, dass die Eheschließungsabsicht frühestens mit der Bestellung des Aufgebots durch die Klägerin im Oktober 2009 und damit erst nach Kenntnis des lebensbedrohlichen Charakters der bereits seit 2005 bekannten Erkrankung des Ehemanns nach außen hin objektiv manifestiert wurde (BayVGH, B.v. 1.12.1998 - 3 B 95.3050 - juris Rn. 39).

    Auch dann, wenn eine auf unbegrenzte Zeit angelegte Bindung der Partner bestand und nur die formelle Legalisierung unterblieb, stellt sich die spätere Eheschließung nach der gesetzlichen Vermutung regelmäßig als Versorgungsehe dar (BayVGH, B.v. 1.12.1998 - 3 B 95.3050 - juris Rn. 32).

  • OVG Hamburg, 28.10.2004 - 1 Bf 189/04

    Widerlegung der gesetzlichen Vermutung einer Versorgungsehe

    Die Kenntnis der Eheleute von dem lebensbedrohlichem Charakter der Erkrankung des Beamten im Zeitpunkt der Eheschließung schließt die Widerlegung nicht aus (Abgrenzung zu VGH München, Beschl. v. 1.12.1998 - 3 B 95.3050 -).

    Zur Begründung führt sie an, der Bayrische Verwaltungsgerichtshof habe in seinem Beschluss vom 1. Dezember 1998 (-3 B 95.3050-, Schütz/Maiwald Beamtenrecht Entscheidungen, ES/C II 2.3.1) einen solchen Rechtssatz aufgestellt, von dem das angefochtene Urteil abweiche.

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