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| BVerwG, 29.08.1963 - III C 22.61 |
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FG § 41; LAG § 360
Verfahrensgang
Papierfundstellen
- BVerwGE 16, 262
- NJW 1964, 420
- MDR 1964, 79
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 17.05.1956 - III C 230.55
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 29.08.1963 - III C 22.61
Der erkennende Senat hat bereits mehrfach ausgesprochen, daß es sich bei der Ausschließung auf Grund des § 360 LAG und des § 41 FG nicht um eine Strafmaßnahme handelt, sondern um eine Folge treuwidrigen Verhaltens, die Ausdruck des auch im öffentlichen Recht geltenden allgemeinen Rechtsgedankens der Verwirkung ist (Urteil vom 17. Mai 1956 - BVerwG III C 230.55 - [BVerwGE 3, 297 [BVerwG 17.05.1956 - III C 230/55] = Buchholz BVerwG 427.3, § 360 LAG Nr. 2 = NJW 1956 S. 1573];… Urteil vom 6. April 1961 - BVerwG III C 363.59 - [BVerwGE 12, 177 = Buchholz a.a.O., § 360 LAG Nr. 17 = NJW 1961 S. 1596 = RLA 1961 S. 362]). - BVerwG, 06.04.1961 - III C 363.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 29.08.1963 - III C 22.61
Der erkennende Senat hat bereits mehrfach ausgesprochen, daß es sich bei der Ausschließung auf Grund des § 360 LAG und des § 41 FG nicht um eine Strafmaßnahme handelt, sondern um eine Folge treuwidrigen Verhaltens, die Ausdruck des auch im öffentlichen Recht geltenden allgemeinen Rechtsgedankens der Verwirkung ist (Urteil vom 17. Mai 1956 - BVerwG III C 230.55 - [BVerwGE 3, 297 [BVerwG 17.05.1956 - III C 230/55] = Buchholz BVerwG 427.3, § 360 LAG Nr. 2 = NJW 1956 S. 1573]; Urteil vom 6. April 1961 - BVerwG III C 363.59 - [BVerwGE 12, 177 = Buchholz a.a.O., § 360 LAG Nr. 17 = NJW 1961 S. 1596 = RLA 1961 S. 362]). - BVerwG, 11.11.1959 - IV C 208.58
Auszug aus BVerwG, 29.08.1963 - III C 22.61
Daß es sich bei der Ausschließung um eine echte Strafmaßnahme handele, ist auch von dem gleichfalls mit Lastenausgleichssachen befaßten IV. Senat des Bundesverwaltungsgerichts bisher nicht ausgesprochen worden, der in seinem Urteil vom 11. November 1959 - BVerwG IV C 208.58 - (BVerwGE 9, 311 = Buchholz a.a.O., § 360 LAG Nr. 10) lediglich den Verschuldensbegriff der §§ 360 LAG und 41 FG im Sinne der strafrechtlichen Vorschriften verstanden wissen will und insbesondere die im Strafrecht und Steuerstrafrecht entwickelten Schuld- und Strafausschließungsgründe für entsprechend anwendbar erklärt hat. - BVerwG, 09.05.1963 - III C 141.59
Rechtsmittel
Auszug aus BVerwG, 29.08.1963 - III C 22.61
Das Verwaltungsgericht wird nunmehr zu prüfen haben, ob durch das Verhalten des V. K. die Voraussetzungen der §§ 360 LAG, 41 FG erfüllt worden sind, wie auch, ob dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (Urteil vom 9. Mai 1963 - BVerwG III C 141.59 -) Rechnung getragen worden ist.
- BGH, 23.05.1984 - 1 StR 148/84
Tatprovokation polizeilicher Lockspitzel
Rn. 24 Zwar ist allgemein anerkannt, daß der Rechtsgedanke der Verwirkung durch treuwidriges Verhalten auch im öffentlichen Recht gilt (vgl. BVerwGE 3, 297 [299 f.]; 16, 262 [263]; BVerfGE 27, 231 [236]; 33, 265 [293]). - BVerfG, 02.12.1969 - 2 BvR 560/65
Verfassungsmäßigkeit des § 43a Bundesrückerstattungsgesetz
Die Elemente, die einer Strafnorm eigen sind, wie z.B. Abschreckung und Schutzzweck, treten unverkennbar "hinter den auch im öffentlichen Recht geltenden allgemeinen Rechtsgedanken der Verwirkung von Ansprüchen durch treuwidriges Verhalten" zurück (vgl. BVerwGE 3, 297 (299 f.); 16, 262 (263)). - BVerwG, 16.12.1991 - 3 B 124.91
Antragsvoraussetzungen bei der Geltendmachung von Vertreibungsschäden durch den …
Die genannten Urteile BVerwG 5 C 60.64, BVerwG 3 C 22.61, BVerwG 4 C 187.62 und BVerwG 5 C 51.64 verhalten sich zur Ausschließung von der Schadensfeststellung bzw. von Ausgleichsleistungen gemäß den §§ 41 FG, 360 LAG, die Urteile BVerwG 5 C 3.63 und BVerwG 5 C 5.63 zum Widerruf und zur Rückforderung überzahlter Requisitionsentschädigungen. - BVerwG, 08.10.1965 - V C 60.64
Rechtswidrigkeit eines an einen Erben gerichteten, den Erblasser von der …
Der bisher zuständige III. Senat des Bundesverwaltungsgerichts hat die Ausschließung von der Schadensfeststellung nach § 41 Abs. 1 des Gesetzes über die Feststellung von Vertreibungsschäden und Kriegssachschäden (Feststellungsgesetz) vom 14. August 1952 (BGBl. I S. 534) in der jetzt gültigen Fassung - FG - und von den Leistungen nach dem Lastenausgleichsgesetz entsprechend § 360 Abs. 1 des Gesetzes über den Lastenausgleich (Lastenausgleichsgesetz) vom 14. August 1952 (BGBl. I S. 446) in der jetzt gültigen Fassung - LAG - als eine "Verwirkung" des Anspruchs angesehen mit der Folge, daß auch ein Toter noch von ihr erfaßt werden könne (Urteil des III. Senats vom 29. August 1963 [BVerwGE 16, 262 [BVerwG 29.08.1963 - BVerwG III C 22.61] und die dort angegebene Rechtsprechung des III. Senats]), während sie der ebenfalls bisher zuständig gewesene IV. Senat als eine strafähnliche Maßnahme betrachtet hat, die gegen einen Toten ausgeschlossen sei (Vorlagebeschluß des IV. Senats an den Großen Senat vom 22. November 1963 - BVerwG IV C 187.62 -).
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