Rechtsprechung
| BVerwG, 07.06.1973 - III C 55.71 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Feststellung eines Entziehungsschadens am Betriebsvermögen - Bewertungsstichtag für die Ermittlung des Ersatzeinheitswertes - Begriff der gestreckten Entziehung nach der Wegnahme von Wirtschaftsgütern
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Neustadt, 22.04.1971 - 2 K 17/67
- BVerwG, 07.06.1973 - III C 55.71
Papierfundstellen
- BVerwGE 42, 259
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (4)
- BVerwG, 04.11.1971 - III C 87.70
Anspruch auf Kriegslastenausgleich
Auszug aus BVerwG, 07.06.1973 - III C 55.71
Bewertungsstichtag bei der Feststellung des Ersatzeinheitswertes im Rahmen der Schadensfeststellung für entzogenes Betriebsvermögen gemäß § 6 Abs. 1 der 7. FeststellungsDV, § 12 Abs. 2 FG ist der 1. Januar des Jahres, in dem die Entziehung stattgefunden hat (entsprechend BVerwG III C 87.70 - Urteil vom 4. November 1971 - [Buchholz 427.207 § 6 Nr. 10 = ZLA 1972, 74]).Wird, wie im vorliegenden Fall, durch § 5 der Verordnung ein Entziehungsschaden als Vertreibungsschaden fingiert, so ist der letztmögliche Feststellungszeitpunkt im Sinne des § 6 Abs. 1 der Verordnung in Verbindung mit § 12 Abs. 2 FG in der Regel der 1. Januar des Jahres, in dem die Entziehung stattgefunden hat (vgl. auch Urteil vom 4. November 1971 - BVerwG III C 87.70 - [Buchholz 427.207 § 6 Nr. 10 = ZLA 1972, 74]).
- BVerwG, 10.09.1970 - III C 155.69
Streit um die Teilrücknahme eines Feststellungsbescheides i.R. eines …
Auszug aus BVerwG, 07.06.1973 - III C 55.71
Hierbei bleiben solche Wirtschaftsguter unberücksichtigt, die zum Entziehungszeitpunkt aus dem Betriebsvermögen, um dessen Entschädigung es geht, (ersatzlos) ausgeschieden waren und dadurch die Eigenschaft als Betriebsvermögen verloren hatten (Fortbildung von BVerwG III G 155.69 - Urteil vom 10. September 1970 - [Buchholz 427.2 § 21 Nr. 7 = BVerwGE 36, 103]).Wirtschaftsgüter, die nicht mehr vorhanden waren, konnten nicht mehr Teile einer wirtschaftlichen Einheit und daher weder von einem Vertreibungsschaden/Entziehungsschaden betroffen noch nicht betroffen sein (vgl. für den Vertreibungsschaden Urteil vom 10. September 1970 - BVerwG III C 155.69 - [Buchholz 427.2 § 21 Nr. 7 = BVerwGE 36, 103 = ZLA 1971, 13]).
- BVerwG, 11.02.1965 - III C 72.63
Auszug aus BVerwG, 07.06.1973 - III C 55.71
Der letztmögliche Feststellungszeitpunkt im Sinne des § 12 Abs. 2 FG ist somit in der Regel der 1. Januar des Jahres, in dem die Vertreibung stattgefunden hat (vgl. Urteile vom 11. Februar 1965 - BVerwG III C 72.63 - [BVerwGE 20, 250 = Buchholz 427.2 § 12 Nr. 18] und vom 14. Mai 1970 - BVerwG III C 196.67 - [Buchholz 427.209 § 2 Nr. 4 = ZLA 1970, 201]). - BVerwG, 14.05.1970 - III C 196.67
Beginn des Vertreibungsjahres als letzter Feststellungszeitpunkt - …
Auszug aus BVerwG, 07.06.1973 - III C 55.71
Der letztmögliche Feststellungszeitpunkt im Sinne des § 12 Abs. 2 FG ist somit in der Regel der 1. Januar des Jahres, in dem die Vertreibung stattgefunden hat (vgl. Urteile vom 11. Februar 1965 - BVerwG III C 72.63 - [BVerwGE 20, 250 = Buchholz 427.2 § 12 Nr. 18] und vom 14. Mai 1970 - BVerwG III C 196.67 - [Buchholz 427.209 § 2 Nr. 4 = ZLA 1970, 201]).
- BVerwG, 29.07.1976 - 3 C 54.75
Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts - Tilgung verfolgungsneutraler …
Der erkennende Senat hat deshalb bereits im Urteil vom 7. Juni 1973 - BVerwG III C 55.71 - (BVerwGE 42, 259 = Buchholz 427.207 § 6 Nr. 13) entschieden, daß der letztmögliche Feststellungszeitpunkt im Sinne des § 6 Abs. 1 der VO in Verbindung mit § 12 Abs. 2 FG der 1. Januar desjenigen Jahres ist, in dem die Entziehung stattgefunden hat (vgl. auch Urteil vom 4. November 1971 - BVerwG III C 87.70 - [Buchholz 427.207 § 6 Nr. 10 = ZLA 1972, 74]).Die im Urteil vom 7. Juni 1973 (a.a.O.) offengelassene, weil dort nicht entscheidungserheblich gewesene Frage, ob entsprechend den auch im vorliegenden Revisionsverfahren vom Beteiligten erwähnten Anweisungen Nr. 27 Buchst. a Abs. 2 und Nr. 13 Abs. 6 der Durchführungsbestimmungen zur VO (abgedruckt bei Harmening, Kommentar zum Lastenausgleich, Anl. 3 zu § 359 LAG) zu verfahren ist, ist zu verneinen.
Alle diese im Zusammenhang mit der Schadensberechnung nach § 6 der VO stehenden Auswirkungen, die bei der gebotenen systemgerechten Anwendung der auf den Ermächtigungsnormen des § 359 LAG und § 11 a FG beruhenden, Verfolgten und Erwerber gleichermaßen betreffenden Vorschrift der VO mitzuberücksichtigen sind, bekräftigen nur noch das vom erkennenden Senat im Hinblick auf das Urteil vom 7. Juni 1973 (a.a.O.) erneut bestätigte, schon aus dem Gesetzeswortlaut des § 6 Abs. 1 Satz 1 der VO zu entnehmende Ergebnis.
- BVerwG, 31.05.1979 - 3 C 23.78
Begriff des "Schadensbetrags" i. S. d. § 250 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 des Gesetzes über …
Nur soweit zu diesem Bewertungsstichtag, der nach § 6 Abs. 1 Satz 1 der 11. LeistungsDV bei der Feststellung des Ersatzeinheitswertes für entzogenes Betriebsvermögen der 1. Januar desjenigen Jahres ist, in dem die Entziehung stattgefunden hat (vgl. hierzu Urteile vom 4. November 1971 - BVerwG 3 C 87.70 -, vom 7. Juni 1973 - BVerwG 3 C 55.71 - und vom 29. Juli 1976 - BVerwG 3 C 54.75 - [sämtliche Buchholz 427.207 § 6 Nr. 10, 13 und 23]), noch ein berechenbarer Firmen- oder Geschäftswert des fraglichen Betriebsvermögens vorhanden war, ist dieser Wert (good will) in dem durch die Bescheide vom 21. Oktober 1976 festgestellten Schadensbetrag enthalten. - BVerwG, 15.07.1985 - 3 B 18.85
Zustellung gegen Empfangsbekenntnis - Beweis des Zustellungstages - Richtigkeit …
Die Beschwerdebegründung läßt schließlich nicht erkennen, inwiefern das angefochtene Urteil von der Entscheidung des Senats vom 7. Juni 1973 - BVerwG 3 C 55.71 - (RzW 74, 189/190 = BVerwGE 42, 259 = Buchholz 427.207 § 6 Nr. 13) abweicht.
- BVerwG, 07.06.1983 - 3 B 5.83
Kriegssachschaden an Betriebsvermögen - Erheblichkeit verfolgungsbedingter Gründe …
So hat der beschließende Senat wiederholt - im Zusammenhang mit Entziehungsschäden an Betriebsvermögen - entschieden, daß von dem lastenausgleichsrechtlich maßgeblichen Wert der Wirtschaftsgüter des Betriebsvermögens am Bewertungsstichtag auch dann auszugehen ist, wenn durch nationalsozialistische allgemeine oder konkrete Verfolgungsmaßnahmen bedingte Wertminderungen des Betriebsvermögens zeitlich vorausgegangen sind (vgl. Urteile vom 1. Juni 1973 - BVerwG 3 C 55.71 - [Buchholz 427.207 § 6 Nr. 13 = BVerwGE 42, 259] und vom 29. Juli 1976 - BVerwG 3 C 54.75 - [Buchholz 427.207 § 6 Nr. 23] m.w.N.). - BVerwG, 12.12.1977 - 3 B 29.75 Das angefochtene Urteil weicht von dem Urteil des Senats vom 7. Juni 1975 - BVerwG III C 55.71 - (BVerwGE 42, 259 = Buchholz 427.207 § 6 Nr. 13 und 427.2 § 21 Nr. 11) insofern ab und beruht auf dieser Abweichung, als das Verwaltungsgericht nach dem Zusammenhang der Urteilsgründe angenommen hat, die Schadensfeststellung nach § 6 Abs. 1 der 7. FeststellungsDV sei lediglich hinsichtlich der übernommenen Teilwerte des Betriebsvermögens vom Beklagten durchzuführen und infolgedessen § 21 Abs. 1 FG in Verbindung mit § 2 Abs. 2 der 8. FeststellungsDV hinsichtlich der nicht von den Beigeladenen erworbenen Teile des Anlage- und Umlaufvermögens (Kraftfahrzeuge, Maschinen und Außenstände) nicht anzuwenden.
- BGH, 03.02.1977 - IX ZB 401/76
Rechtsmittel
Die Grundsätze über die Abhilfe (BVerfG RzW 1970, 160; BGH RzW 1972, 341; 344; 346) sind nicht dazu da, bei versäumter Rentenwahlfrist den gesetzlichen Ausschluß der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (vgl. BGH RzW 1974, 189 Nr. 19) zu unterlaufen.
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