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Rechtsprechung
   OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1999,7338
OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98 (https://dejure.org/1999,7338)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 26.03.1999 - 3 Nc 34/98 (https://dejure.org/1999,7338)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 26. März 1999 - 3 Nc 34/98 (https://dejure.org/1999,7338)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)

    Zuweisung eines Studienplatzes im Studiengang Medizin außerhalb der festgesetzten Kapazität zum Sommersemester 1998; Studienplatzberechnung aufgrund personeller Ausstattung; Verminderung vorhandener Ausbildungskapazitäten unter Beachtung von Art. 12 Abs. 1 GG; ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

  • VG Hamburg - 6 VG Z 240/98
  • OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98

Papierfundstellen

  • NVwZ-RR 2000, 219
 
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Wird zitiert von ... (43)Zitiert selbst (8)

  • BVerfG, 08.02.1984 - 1 BvR 580/83

    Hochschule Hannover

    Auszug aus OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98
    Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts bewegt sich der absolute Numerus clausus - der im Studiengang Medizin auch heute noch nicht überwunden ist - am Rande des verfassungsrechtlich Hinnehmbaren (…Urt. v. 18.7.1972, BVerfGE 33 S. 303, 333;… Urt. v. 8.2.1977, BVerfGE 43 S. 291, 314; Beschl. v. 8.2.1984, BVerfGE 66 S. 155, 178).

    Demgemäß hat das Bundesverfassungsgericht sogar kapazitätsverbessernde Maßnahmen ins Auge gefaßt (…Urt. v. 8.2.1977, a.a.O., S. 326): Der Schwerpunkt der Zulassungsproblematik liege angesichts der anhaltenden Mangelsituation in der "Schaffung" und Nutzung der Ausbildungskapazitäten (Beschl. v. 8.2.1984, a.a.O., S. 178;… Urt. v. 8.2.1977, a.a.O., S. 325).

    Dies gilt nicht nur für Maßnahmen der Strukturreform (so ausdrücklich BVerfG, Beschl. v. 8.2.1984, a.a.O., S. 177), sondern in jeder Beziehung (…vgl. weiter VGH Mannheim, Beschl. v. 23.2.1999, a.a.O.; OVG Lüneburg, Beschl. v. 6.12.1984, KMK-HSchR 1985 S. 560;… Bahro/Berlin/Hübenthal, Hochschulzulassungsrecht, 3. Aufl. 1994, Staatsvertrag, Art. 7 Rdnr. 19; von Brünneck, DÖV 1984 S. 993, 1002;… wohl auch Lüthje, Ausbildungsfreiheit im Hochschulwesen, JZ 1977 S. 577, 586, und Reich, HRG, 5. Aufl. 1996, § 29 Rdnr. 4).

    Das Gebot, daß Zulassungsbeschränkungen nur zum Schutz eines überragend wichtigen Gemeinschaftsguts und in den Grenzen des unbedingt Erforderlichen angeordnet werden dürfen (vgl. zuletzt BVerfG, Beschl. v. 22.10.1991, BVerfGE 85 S. 36, 54), schließt die Pflicht ein, die Unvermeidbarkeit von Kapazitätsverlusten unter Berücksichtigung der gesetzlich vorgeschriebenen Berichtspflichten nachprüfbar zu begründen (vgl. BVerfG, Beschl. v. 8.2.1984, a.a.O., S. 179).

    Würden die maßgeblichen Stellen ihre Erwägungen, die zum Kapazitätsabbau geführt haben, nicht darlegen, so wäre den Gerichten die verfassungsrechtlich gebotene Nachprüfung (vgl. BVerfG, Beschl. v. 8.2.1984, a.a.O., S. 179) nicht möglich.

  • OVG Berlin, 13.03.1996 - 7 NC 147.95

    Zulassung zum Medizinstudium

    Auszug aus OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98
    Daß zu Unrecht gestrichene Planstellen aus diesem Grunde bei der substituierenden Kapazitätsermittlung durch das Gericht fingiert werden müssen, entspricht gefestigter Rechtsprechung (…VGH Mannheim, Urt. v. 16.12.1986, NVwZ 1987 S. 716, 718, bestätigt durch BVerwG, Urt. v. 15.12.1989, Buchholz 421.21 Nr. 42 S. 92; vgl. auch VGH Kassel, Beschl. v. 27.10.1998, WissR Bd. 32 (1999) S. 88; OVG Berlin, Beschl. v. 13.3.1996, NVwZ 1996 S. 1239, 1240, 1244).

    Allerdings ist durch die Stellenstreichung nicht das Kapazitätserschöpfungsgebot im eigentlichen Sinne verletzt worden, denn dieses bezieht sich nur auf die vorhandene Ausbildungskapazität (Tettinger, Verfassungsrechtliche Aspekte einer landesweiten Kapazitätskürzung in der Lehreinheit Vorklinische Medizin, WissR Bd. 23 (1990) S. 101, 111; OVG Berlin, Beschl. v. 13.3.1996, a.a.O. S. 1241).

    Zwar ist nicht ernstlich zu bezweifeln, daß auch Lehreinheiten mit sog. harten Nc-Studiengängen von haushaltspolitischen Sparmaßnahmen nicht gänzlich verschont werden müssen (Hailbronner, Verfassungsrechtliche Fragen des Hochschulzugangs, WissR Bd. 29 (1996) S. 1, 20;… Tettinger, a.a.O. S. 115 ff.; OVG Berlin, Beschl. v. 13.3.1996, a.a.O. S. 1242;… VGH Kassel, Beschl. v. 27.10.1998, a.a.O. S. 88; VGH Mannheim, Beschl. v. 23.2.1999, KMK-HSchR/NF 41C Nr. 22; OVG Lüneburg, Beschl. v. 15.7.1997 - 10 N 007074/96 u.a.-;… a.A. allerdings Hammer in Denninger, HRG, 1984, § 27 Rdnr. 28).

    Insbesondere ist bei der Streichung von Planstellen ebenso wie bei sonstigen sich auf Stellen beziehenden Entscheidungen zu beachten, daß von einer planerischen Abwägung nicht abgesehen werden darf, daß willkürfrei auf der Grundlage eines vollständigen Sachverhalts abzuwägen ist und daß die Belange der Studienplatzbewerber nicht in einer Weise gewichtet werden dürfen, die den erforderlichen Ausgleich der grundrechtlich geschützten Rechtssphären von Hochschulen, Lehrpersonen, Studenten und Studienplatzbewerbern zum Nachteil der letzteren verfehlt (…vgl. BVerwG, Urt. v. 23.7.1987, a.a.O., Nr. 34 S. 36;… Urt. v. 15.12.1989, a.a.O., Nr. 42 S. 90 f.; ähnlich OVG Berlin, Beschl. v. 13.3.1996, a.a.O. S. 1242; ; OVG Lüneburg, Beschl. v. 15.7.1997 - 10 N 007074/96 u.a.; OVG Hamburg, Beschl. v. 31.3.1995 - OVG Bs III 10/95 - und v. 26.9.1996 - OVG Bs III 11/96;… VGH Kassel, Beschl. v. 27.10.1998, a.a.O. S. 89;… VGH Mannheim, Urt. v. 16.12.1986, a.a.O. S. 717).

  • VGH Baden-Württemberg, 16.12.1986 - NC 9 S 1542/86

    Hochschulzulassung; kapazitätsmindernde Stellenveränderungen

    Auszug aus OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98
    Daß zu Unrecht gestrichene Planstellen aus diesem Grunde bei der substituierenden Kapazitätsermittlung durch das Gericht fingiert werden müssen, entspricht gefestigter Rechtsprechung (VGH Mannheim, Urt. v. 16.12.1986, NVwZ 1987 S. 716, 718, bestätigt durch BVerwG, Urt. v. 15.12.1989, Buchholz 421.21 Nr. 42 S. 92; vgl. auch VGH Kassel, Beschl. v. 27.10.1998, WissR Bd. 32 (1999) S. 88; OVG Berlin, Beschl. v. 13.3.1996, NVwZ 1996 S. 1239, 1240, 1244).

    Insbesondere ist bei der Streichung von Planstellen ebenso wie bei sonstigen sich auf Stellen beziehenden Entscheidungen zu beachten, daß von einer planerischen Abwägung nicht abgesehen werden darf, daß willkürfrei auf der Grundlage eines vollständigen Sachverhalts abzuwägen ist und daß die Belange der Studienplatzbewerber nicht in einer Weise gewichtet werden dürfen, die den erforderlichen Ausgleich der grundrechtlich geschützten Rechtssphären von Hochschulen, Lehrpersonen, Studenten und Studienplatzbewerbern zum Nachteil der letzteren verfehlt (…vgl. BVerwG, Urt. v. 23.7.1987, a.a.O., Nr. 34 S. 36;… Urt. v. 15.12.1989, a.a.O., Nr. 42 S. 90 f.;… ähnlich OVG Berlin, Beschl. v. 13.3.1996, a.a.O. S. 1242; ; OVG Lüneburg, Beschl. v. 15.7.1997 - 10 N 007074/96 u.a.; OVG Hamburg, Beschl. v. 31.3.1995 - OVG Bs III 10/95 - und v. 26.9.1996 - OVG Bs III 11/96;… VGH Kassel, Beschl. v. 27.10.1998, a.a.O. S. 89; VGH Mannheim, Urt. v. 16.12.1986, a.a.O. S. 717).

    Diese Begründungspflicht gilt nicht nur für bei Strukturreformen auftretende Kapazitätsminderungen, sondern schlechthin (vgl. VGH Mannheim, Urt. v. 16.12.1986, a.a.O., S. 718;… Tettinger, a.a.O., S. 120).

  • BVerfG, 08.02.1977 - 1 BvF 1/76

    numerus clausus II

    Auszug aus OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98
    Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts bewegt sich der absolute Numerus clausus - der im Studiengang Medizin auch heute noch nicht überwunden ist - am Rande des verfassungsrechtlich Hinnehmbaren (…Urt. v. 18.7.1972, BVerfGE 33 S. 303, 333; Urt. v. 8.2.1977, BVerfGE 43 S. 291, 314; Beschl. v. 8.2.1984, BVerfGE 66 S. 155, 178).

    Demgemäß hat das Bundesverfassungsgericht sogar kapazitätsverbessernde Maßnahmen ins Auge gefaßt (Urt. v. 8.2.1977, a.a.O., S. 326): Der Schwerpunkt der Zulassungsproblematik liege angesichts der anhaltenden Mangelsituation in der "Schaffung" und Nutzung der Ausbildungskapazitäten (…Beschl. v. 8.2.1984, a.a.O., S. 178; Urt. v. 8.2.1977, a.a.O., S. 325).

  • BVerfG, 22.10.1991 - 1 BvR 393/85

    Zulassung zum Studium

    Auszug aus OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98
    Diese Rechtsprechung ist durch die Entwicklung von Angebot und Nachfrage nach Studienplätzen seit dem Jahre 1984, als sich letztmalig ein Senat des Bundesverfassungsgerichts in diesem Sinne geäußert hat (vgl. jedoch auch BVerfG, Beschl. v. 22.10.1991, BVerfGE 85 S. 36, 54), nicht überholt worden.

    Das Gebot, daß Zulassungsbeschränkungen nur zum Schutz eines überragend wichtigen Gemeinschaftsguts und in den Grenzen des unbedingt Erforderlichen angeordnet werden dürfen (vgl. zuletzt BVerfG, Beschl. v. 22.10.1991, BVerfGE 85 S. 36, 54), schließt die Pflicht ein, die Unvermeidbarkeit von Kapazitätsverlusten unter Berücksichtigung der gesetzlich vorgeschriebenen Berichtspflichten nachprüfbar zu begründen (…vgl. BVerfG, Beschl. v. 8.2.1984, a.a.O., S. 179).

  • BVerfG, 18.07.1972 - 1 BvL 32/70

    numerus clausus I

    Auszug aus OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98
    Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts bewegt sich der absolute Numerus clausus - der im Studiengang Medizin auch heute noch nicht überwunden ist - am Rande des verfassungsrechtlich Hinnehmbaren (Urt. v. 18.7.1972, BVerfGE 33 S. 303, 333;… Urt. v. 8.2.1977, BVerfGE 43 S. 291, 314; Beschl. v. 8.2.1984, BVerfGE 66 S. 155, 178).
  • BVerfG, 22.10.1974 - 1 BvL 3/72

    Unzulässigkeit der konkreten Normenkontrolle bei Haushaltsgesetzen

    Auszug aus OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98
    Eine Vorlage der Sache an das Bundesverfassungsgericht oder das Hamburgische Verfassungsgericht kommt nicht in Betracht, da der Haushaltsplan, der durch Beschluß der Bürgerschaft festgestellt wird, gemäß Art. 66 Abs. 2 Satz 1 HmbVerf kein Gesetz ist (vgl. im übrigen zur Vorlagefähigkeit von Haushaltsgesetzen BVerfG, Beschl. v. 22.10.1974, BVerfGE 38 S. 121 ff.).
  • BVerfG, 10.03.1999 - 1 BvL 27/97

    Verfassungsrechtliche Prüfung der schrittweisen Absenkung der Aufnahmekapazität …

    Auszug aus OVG Hamburg, 26.03.1999 - 3 Nc 34/98
    Ob das Bundesverfassungsgericht - 2. Kammer des Ersten Senats - in seinem Beschluß vom 10. März 1999 - 1 BvL 27/97 - einen anderen Standpunkt eingenommen hat, wird bei künftigen Entscheidungen zu prüfen sein; der genannte Beschluß ist dem Beschwerdegericht zum Zeitpunkt seiner Entscheidung noch nicht bekannt gewesen.
  • OVG Hamburg, 22.12.2004 - 3 Nc 59/04

    Zulassung zum Studium

    Ein Verstoß der Streichung von Stellen im Bereich der Lehreinheit Vorklinische Medizin der Universität Hamburg gegen Art. 12 GG (vgl. OVG Hamburg, Beschl. v. 26.3.1999, NVwZ-RR 2000 S. 219; v. 18.10.1999, WissR 2000 S. 78 = NordÖR 2000 S. 158; v. 29.3.2000, HmbJVBl. 2000 S. 85) ist nicht länger festzustellen, weil die Stellenstreichungen durch kapazitätssteigernde Maßnahmen des Staates bzw. der Hochschule soweit zurückgeführt sind, dass die verbleibende Verringerung der Aufnahmekapazität weniger als 5 v.H. beträgt.

    Das Beschwerdegericht hat in den letzten Jahren die von ihm beanstandete Streichung von Planstellen im Bereich der Lehreinheit Vorklinische Medizin zum Anlass genommen, Deputatstunden zu fingieren und in die gerichtliche Kapazitätsberechnung einzustellen, um eine mit Art. 12 GG nicht vereinbare Verminderung der Ausbildungskapazität zwar nicht faktisch, aber hinsichtlich ihrer rechtlichen Auswirkungen zu verhindern (vgl. Beschl. v. 26.3.1999 - 3 Nc 34/98 u.a. - Med.

    SS 1998 - BA S. 5 ff. - NVwZ-RR 2000 S. 219; Beschl. v. 18.10.1999 - 3 Nc 110/99 u.a. - Med.

    SS 1999 - WissR 2000 S. 78 = NordÖR 2000 S. 158, BA S. 16 f.;… ebenso Beschl. v. 29.3.2000 - 3 Nc 1/00 u.a. - Med.

    Das Beschwerdegericht hat in seiner Rechtsprechung stets den Standpunkt vertreten, dass auch in Studiengängen mit großem Bewerberüberhang in Zeiten einer angespannten Haushaltslage eine maßvolle Verringerung der Ausbildungskapazität nicht gegen das Grundrecht der Berufsfreiheit verstoße (OVG Hamburg, Urt. v. 18.6.2003 - 3 Bf 4/01 - Psych. SS 1997 - UA S. 11; Beschl. v. 26.3.1999 - 3 Nc 34/98 u.a. - Med. SS 1998 - BA S. 23 - NVwZ-RR 2000 S. 219, 222).

    Soweit das Beschwerdegericht in seiner ersten sich mit den Stelleneinsparungen befassenden Entscheidung (Beschl. v. 26.3.1999 - 3 Nc 34/98 u.a. - Med. SS 1998 - NVwZ-RR 2000 S. 219) die Streichung von Planstellen lediglich in einem solchen Umfang für rechtmäßig erklärt hat, als der damit verbundene Verlust von Deputatstunden nicht mehr als 10 SWS betrug - dies entspricht einer Sparquote von weniger als 5 v.H. -, gibt das Gericht diesen Standpunkt auf.

  • OVG Hamburg, 27.08.2008 - 3 Nc 141/07

    Zulassung zum Studium der Zahnmedizin an der Universität Hamburg zum …

    Die Aufstellung des Haushalts durch den Haushaltsgeber - mit der unvermeidlichen Aufgabe, die Mittel auf die einzelnen Fachbehörden zu verteilen und dabei Prioritäten zu setzen - ist ein politischer Prozess, den das Beschwerdegericht grundsätzlich für nicht justiziabel hält (vgl. OVG Hamburg, Beschl. v. 26.3.1999, NVwZ-RR 2000, 219, 221).

    Grundsätzlich reicht es aus, wenn die für den Haushalt verantwortlichen Stellen später in einem Konfliktfall darzulegen vermögen, dass ihre Entscheidung für den Abbau von Stellen in zulassungsbeschränkten Studiengängen den rechtlichen Anforderungen genüge (vgl. OVG Hamburg, Beschl. v. 26.3.1999, NVwZ-RR 2000, 219, 221); dementsprechend genügt es für die Kapazitätswirksamkeit von Stellenstreichungen auch, wenn der diesbezügliche (den rechtlichen Anforderungen genügende) Abwägungsprozess (wahrheitsgemäß und vollständig) nachträglich im Rahmen eines verwaltungsgerichtlichen Rechtsstreits dargestellt wird.

    In dieser Situation dürften die zuständigen Organe des UKE einen weiten Bewertungsspielraum (vgl. auch OVG Hamburg, Beschl. v. 26.3.1999, 3 Nc 34/98, juris Rn. 39, insoweit in NVwZ-RR 2000, 219, 221, nicht abgedruckt) haben, in welchem Umfang sie in welcher Lehreinheit die notwendigen Einsparungen vornehmen.

  • VGH Bayern, 27.08.2010 - 7 CE 10.10278

    Zulassung zum Studium der Humanmedizin (LMU), WS 2009/2010; nachträgliche …

    Gegen die Verbindlichkeit dieser Vorschrift bestehen entgegen der im Beschwerdeverfahren zitierten älteren Rechtsprechung des OVG Hamburg (B. v. 15.4.1992 Az. OVG Bs III 115/02), die in späteren Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes ausdrücklich aufgegeben wurde (OVG Hamburg vom 18.10.1999 NordÖR 2000, 158), keine durchgreifenden Bedenken (vgl. etwa OVG NW vom 11.5.2004 Az. 13 C 1283/04; weitere Nachweise bei Zimmerling/Brehm, Hochschulkapazitätsrecht, RdNr. 34 Fn. 91).

    Rn. 30 Es lässt sich auch sachlich nicht begründen, weshalb das (mögliche) Fehlen von Patientenvorstellungen, wie sie in § 2 Abs. 4 Satz 3 ÄAppO vorgesehen sind, zu der von den Antragstellern geforderten pauschalen Kürzung des Anrechnungsfaktors bei Seminaren von 1 auf 0, 67 führen soll (so nunmehr auch das OVG Hamburg, B. v. 18.10.1999, NordÖR 2000, 158).

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