Rechtsprechung
| LG Arnsberg, 26.10.2010 - 3 S 111/10 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Fehlerhafte Blondierung einer Kundin beim Friseur als fahrlässig fehlerhafte Haarbehandlung bzw. fahrlässige Körperverletzung und ein daraus resultierender Schadensersatzanspruch wegen Eintritts eines immateriellen Schadens
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Fehlerhafte Blondierung einer Kundin beim Friseur als fahrlässig fehlerhafte Haarbehandlung bzw. fahrlässige Körperverletzung und ein daraus resultierender Schadensersatzanspruch wegen Eintritts eines immateriellen Schadens
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)
Schmerzensgeld bei fehlerhafter Blondierung
- anwalt.de (Kurzinformation)
Frisur misslungen - Schmerzensgeld vom Friseur?
- kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)
Blutige und abgelöste Kopfhaut nach Blondierung - Kundin hat Anspruch auf 3.000 Euro Schmerzensgeld - Kundin muss sich auf fachliche Kompetenz des Friseurs bei der Behandlung verlassen können
Verfahrensgang
- AG Arnsberg, 16.06.2010 - 3 C 126/09
- LG Arnsberg, 26.10.2010 - 3 S 111/10
Wird zitiert von ... (3)
- OLG Koblenz, 22.07.2013 - 12 U 71/13
Schmerzensgeld: Anspruch wegen fehlerhafter Haarbehandlung bei einer Jugendlichen
Rn. 20 Mit den vorliegend zu beurteilenden Umständen sind Fallgestaltungen, die bisher zu Entscheidungen über Schmerzensgeldansprüche wegen fehlerhafter Haarbehandlung geführt haben, nicht vergleichbar (…z. B. OLG Bremen Urt. v. 11.07.2011 - 3 U 69/10 -: 4000, 00; LG Arnsberg Urt. v. 26.10.2010 - 3 S 111/10 -: 3000, 00 EUR;… LG Coburg Urt. v. 29.07.2009 - 21 O 205/09 -: 5000, 00 EUR; AG Erkelenz: Urteil vom 07.05.2009 - 8 C 351/08 -: 1000, 00 EUR). - OLG Köln, 19.06.2020 - 20 U 287/19
Friseurbesuch mit Dauerfolgen Zu Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüchen …
Rn. 13 Auch die sonstigen Päjudizien betreffen entweder weitaus gravierendere Schadensfälle [so ging es in einem vom OLG Karlsruhe entschiedenen Streitfall etwa um eine irreversible vollständige Kahlköpfigkeit des dort betroffenen Klägers; hierzu hat das OLG Karlsruhe im Jahre 1995 ein Schmerzensgeld von 20.000 DM (umgerechnet der Größenordnung nach 10.000 Euro) zuerkannt, das heute unter Berücksichtigung der Inflation der Größenordnung nach einem Betrag von 14.000 Euro entspräche (OLG Karlsruhe…, Urteil vom 23. November 1995, 19 U 6/95, nicht veröffentlicht, dargestellt bei: Hacks/Wellner/Häcker, Schmerzensgeldbeträge 2020, 38. Aufl., 2020, S. 373, lfd. Nr. 1400); deutlich gravierender auch: OLG Köln (Urteil vom 21. März 2016, 5 U 76/14, veröffentlicht in Juris) in einem Streitfall mit dauerhaftem vollständigen Haarverlust infolge einer Chemotherapie] oder sind zu Streitfällen mit deutlich weniger einschneidenden Schäden ergangen [so hat etwa das OLG Hamburg in einem Streitfall um eine Narbe am Kopf, die zwar ca. 27 cm lang, aber durch die umliegenden Haare verdeckt war, im Jahre 2016 unter zusätzlicher Berücksichtigung der schadensverursachenden Umstände ein Schmerzensgeld von 3.000 Euro zuerkannt (OLG Hamburg…, Urteil vom 1. Juni 2016, 1 U 141/15, nicht veröffentlicht, dargestellt bei: Hacks/Wellner/Häcker, a. a. O., lfd. Nr. 1399); deutlich weniger gravierend und ohne Dauerschäden auch der Streitfall zu OLG Köln, Urteil vom 7. Januar 2000, 19 U 62/99, veröffentlicht in Juris; ähnlich gelagert wie der Streitfall zu der oben zitierten Entscheidung des OLG Bremen, allerdings mit etwas weniger einschneidender Akutphase auch der Streitfall zu LG Arnsberg, Urteil vom 26. Oktober 2010, 3 S 111/10, veröffentlicht in Juris]. - AG Brandenburg, 19.12.2022 - 34 C 20/20
Friseur - Aufklärung und Vorsichtsmaßnahmen: Haare chlorieren
Unter Berücksichtigung aller vorgenannten und sonstigen für die Bemessung eines Schmerzensgeldes wesentlichen Umstände erscheint dem erkennenden Gericht unter Berücksichtigung von Urteilen vergleichbarer Fälle (BGH, VersR 1970, Seite 134; BGH, VersR 1976, Seite 967; BGH, VersR 1970, Seite 282) ein Betrag in Höhe von insgesamt 2.000,00 Euro angemessen, aber auch ausreichend, um allen gesetzlichen Zwecken der Zubilligung eines Schmerzensgeldes gerecht zu werden (zur Höhe vgl. u.a.: OLG Köln, Urteil vom 19.06.2020, Az.: 20 U 287/19, u.a. in: BeckRS 2020, Nr. 25640; OLG Koblenz, Urteil vom 22.07.2013, Az.: 12 U 71/13, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 1433 f.; OLG Bremen, Urteil vom 11.07.2011, Az.: 3 U 69/10, u.a. in: NJW-RR 2012, Seiten 92 f.; OLG Köln, Beschluss vom 25.10.2010, Az.: 19 U 75/10, u.a. in: "juris"; OLG Köln, Urteil vom 07.01.2000, Az.: 19 U 62/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 768 = VersR 2001, Seite 651; LG Köln, Urteil vom 11.10.2019, Az.: 7 O 216/17, u.a. in: BeckRS 2019, Nr. 26430 = "juris"; LG Koblenz, Urteil vom 07.12.2012, Az.: 8 O 120/11; LG Arnsberg, Urteil vom 26.10.2010, Az.: 3 S 111/10, u.a. in: BeckRS 2010, Nr. 27902 = "juris"; LG Bremen, Urteil vom 22.10.2010, Az.: 3 O 476/10, u.a. in: BeckRS 2011, Nr. 28190; LG Bonn, Urteil vom 26.04.2010, Az.: 13 O 395/09; LG Mönchengladbach, Urteil vom 09.10.2009, Az.: 5 S 59/09, u.a. in: NJW-RR 2010, Seiten 325 f.; LG Coburg, Urteil vom 29.07.2009, Az.: 21 O 205/09, u.a. in: BeckRS 2010, Nr. 2039;… LG München I, Entscheidung vom 08.06.2004, Az.: 28 O 17239/03, u.a. in: Hacks/Wellner/Häcker/Offenloch, SchmerzensgeldBeträge; LG Berlin, Urteil vom 12.08.2002, Az.: 23 O 539/01, u.a. in: VersR 2004, Seite 1326; LG Augsburg, Urteil vom 29.06.1983, Az.: 2 O 5705/82, u.a. in: ZfSch 1983, Seite 359; AG Rheine, Urteil vom 12.05.2016, Az.: 14 C 391/14, u.a. in: NJW-RR 2016, Seiten 1118 f.; AG Rüdesheim, Urteil vom 03.07.2014, Az.: 3 C 344/12, u.a. in: "juris"; AG Charlottenburg, Urteil vom 03.04.2012, Az.: 216 C 270/11, u.a. in: BeckRS 2013, Nr. 2771 = "juris";… AG Mannheim, Entscheidung vom 22.10.2009, Az.: 12 C 284/09, u.a. in: Hacks/Wellner/Häcker/Offenloch, SchmerzensgeldBeträge; AG Erkelenz, Urteil vom 07.05.2009, Az.: 8 C 351/08, u.a. in: BeckRS 2009, Nr. 13669 = "juris"; AG Köln, Urteil vom 08.08.2001, Az.: 141 C 5/01, u.a. in: NJW-RR 2001, Seite 1675; AG Hannover, Urteil vom 26.05.1994, Az.: 510 C 705/94, u.a. in: BeckRS 1994, Nr. 123204; AG Erkelenz, Urteil vom 05.01.1994, Az.: 6 C 509/93, u.a. in: VersR 1995, Seiten 797 f.;… AG Elze, Entscheidung vom 22.12.1993, Az.: 4 C 292/93, u.a. in: Hacks/Wellner/Häcker/Offenloch, SchmerzensgeldBeträge; AG Charlottenburg, Urteil vom 07.12.1992, Az.: 5 C 308/92; AG Stuttgart, Urteil vom 07.08.1992, Az.: 7 C 10938/90; AG Osterholz-Scharmbeck, Urteil vom 26.06.1991, Az.: 4 C 1321/90, u.a. in: "juris"; AG Siegen, Urteil vom 19.06.1990, Az.: 6 C 3010/88, u.a. in: NJW-RR 1990, Seite 1248; AG Duisburg, Urteil vom 16.08.1989, Az.: 49 C 640/88, u.a. in: BeckRS 2005, Nr. 12096 = "juris" AG Emden, Urteil vom 01.03.1988, Az.: 5 C 465/87, u.a. in: "juris"), wobei zur Ermittlung eines derzeitig angemessenen Schmerzensgeldes auch der Zeitablauf seit Verkündung dieser Gerichtsentscheidungen unter Berücksichtigung des Preisindexes bzw. der Geldentwertung und der Tendenzen der neueren Rechtsprechung durch das erkennende Gericht mit berücksichtigt wurde (OLG Brandenburg, MDR 2002, Seite 171; KG Berlin, NZV 2004, Seiten 473 f.; OLG Köln, VersR 1995, Seiten 549 f.; OLG Köln, VersR 1992, Seite 1113).
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Rechtsprechung
| LG Zweibrücken, 05.04.2011 - 3 S 111/10 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW-RR 2011, 1176
- NZV 2012, 88
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